Technische Kommunikation in der Übersetzung. Eine Textanalyse


Hausarbeit, 2019

15 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DEFINITIONEN IN DER TECHNISCHEN KOMMUNIKATION
2.1 Interpersonale Kommunikation
2.2 Technische Kommunikation
2.3 ÜBERSETZUNG
2.3.1 Maschinelles Übersetzen
2.3.2 Rechnergestütztes Übersetzen

3 ÜBERSETZUNGEN MITHILFE DER TECHNISCHEN KOMMUNIKATION
3.1 Kulturelle Einflüsse
3.1.1 Low-context Kommunikation
3.1.2 High-context Kommunikation
3.1.3 Fallbeispiel

4 TEXTANALYSE
4.1 Bedienungsanleitung Braun Oral-B Type 4728 und 4725
4.1.1 Analyse der Handlungsschritte und Benutzung
4.1.2 Maschinelle Übersetzung

5 FAZITUNDAUSBLICK

LITERATURVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

1 Einleitung

ln der Kommunikation gibt es inzwischen viele Unterschiede und Theorien über Kommunikationsabläufe, Arten, Medien etc. Vor allem die Technik spielt hier eine immer größer werdende Rolle. Ein Großteil von uns nutzt täglich ganz automatisch und selbstverständlich technische Geräte und kommuniziert mit oder über Diese. Dies kann zum einen als Mensch-Maschine Interaktion stattfinden, also als Kommunikation mit der Maschine oder als vermittelte Kommunikaton, dann erfolgt sie lediglich über die Maschine, meist über den Computer. Auch die Arten und Grenzen der Übersetzung haben sich mit der Technik weiterentwickelt bzw. verändert. So ist es bereits in den 50er Jahren des 20 Jahrhunderts gelungen, die ersten Schritte des maschinellen Übersetzens einzuläuten. (SDL Trados o.J.: o.S.) Dies hat sich seitdem natürlich stark weiterentwickelt, sowie auch das rechnergestützte Übersetzen, was zur Mensch-Maschine Interaktion gehört. Zunächst werden in derfolgenden Arbeit, mithilfe der Top-Down Methode, die einzelnen Kommunikationsformen zum besseren Verständnis kurz definiert, erläutert und eingeteilt. Hierbei wird zwischen Interpersonaler Kommunikation und Technischer Kommunikation unterschieden. Anschließend werden ebenfalls zum Textverständnis die Arten maschinelles Übersetzen sowie rechnergestütztes Übersetzen erklärt und definiert. Im Anschluss an diese allgemeinen Definitionen wird dargestellt, wie Kommunikation, Übersetzung und Technik zusammengehören und welche weiteren Einflüsse, wie kulturelle Unterschiede, hier eine Rolle spielen. Veranschaulicht wird dies schließlich an einem praxisbezogenen Beispiel. Außerdem wird eine kurze Textanalyse anhand eines Ausschnittes, einer Bedienungsanleitung von einer elektrischen Zahnbürste durchgeführt. Der Fokus liegt auf der Grammatik bzw. dem Satzbau und den Unterschieden, Gleichheiten oder ggf. Auffälligkeiten in der Übersetzung ins Englische. Zur kurzen Veranschaulichung der Unterschiede des maschinellen und des rechnergestützten Übersetzens wird ein kleiner Teil selbigen Ausschnittes in den Google Übersetzer eingefügt, um auch hier den direkten Vergleich zu ermöglichen. Abschließend werden die hieraus resultierenden Ergebnisse kurz zusammengefasst und ein persönliches Fazit und ein kurzer Ausblick zu der Thematik abgegeben.

2 Definitionen in der technischen Kommunikation

2.1 Interpersonale Kommunikation

„In der Kommunikation wird das Wissen über Produkte flüssig“ (Rothkegel, 2010: 75). Allgemein gibt es in der Kommunikation immer einen Sender und einen Empfänger. Es werden für die Interaktion zwischen Kommunikationspartnern hier zwei Kommunikationskanäle verwendet. Zum einen werden Mitteilungen wie Informationen, Wünsche, Aufforderungen etc. über die Sprache kommuniziert (verbale Kommunikation), zum anderen wird die Körpersprache (nonverbale Kommunikation), die sich vor allem auf Mimik, Gestik, Blickkontakt und räumliche Distanz stützt, verwendet (GablerWirtschaftslexikon o.J.: o.S.).

[...] Kommunikation kann sowohl wechselseitig sein, wobei die Kommunikationspartner abwechselnd die Rolle der mitteilenden und der empfangenden Instanz einnehmen, als auch einseitig oder vorwiegend einseitig sein [...] (Zoeppritz, 1988: 109).

Dies bedeutet, dass die Kommunikationspartner abwechselnd agieren und reagieren und dadurch aufeinandereingehen, aufeinandereinwirken oder einander beeinflussen. Dies kann unvermittelt face-to-face erfolgen oder vermittelt durch Medien und/ oder das Umfeld der Arbeitswelt (siehe Technische Kommunikation) (Rothkegel, 2010: 75).

Eine Information des Agierenden wird allerdings erst dann brauchbar und für den Empfänger funktional, wenn Diese von ihm interpretiert werden kann. Ob verbal oder non-verbal spielt hier keine Rolle, die Aussage muss lediglich vom Akteur ihrer Funktion entsprechend zum Ausdruck gebracht werden, z.B. als einfache Information oder Instruktion. Kommunikation ist also auch Risiken, wie Missverständnissen und Fehlinterpretationen ausgesetzt. Es kann beispielsweise zu Verwechslungen zwischen Informieren und Instruieren oder Beschreiben und Bewerten kommen (ibid.: 77).

Im folgenden Verlauf der Arbeit wird auf die einzelnen Kommunikationskanäle nicht weiter eingegangen, sie dienen nur zur Definition und um ein umfassendes Bild der Hintergrundthematikzu schaffen.

2.2 Technische Kommunikation

Die Mensch-Maschine-Interaktion lässt sich als Sequenz von Aktionen und Reaktionen, die wechselseitig durch Akteur und Maschine (bzw. Gerät und System) ausgeführt werden, beschreiben (ibid.: 55). Der Mensch stellt hierbei den ausführenden Akteur dar, welcher durch jede Aktion, eine Reaktion der Maschine auslöst und somit allein für den Kommunikationsverlauf verantwortlich ist. Ein einfaches Beispiel hierfür stellt die Benutzung von Microsoft Word dar. Wählt der Akteur eine Taste, Tastenkombination odereinen Reiterim Menü aus, reagiert das System mit der gewünschten Funktion. Dies löst eine Kette von Ereignissen aus, welche vom System in Form einer Reaktion beantwortet werden. Im Gegensatz zur interpersonellen Kommunikation sind Aktionen und Reaktionen hier zwar ebenfalls abwechselnd, die Aktionen werden jedoch stets vom Akteur (Mensch) ausgeführt, worauf die Maschine wiederholt reagiert (Reaktion) und damit aber gleichzeitig die Richtung des weiteren Kommunikationsverlaufs weist (Ibid.). Diese Art der Kommunikation wird verwendet, um die Arbeitseffizienz als auch die Arbeitseffektivität auf ein Maximum zu bringen. Eine weitere Form der technischen Kommunikation ist die vermittelte Kommunikation. Es besteht eine räumliche und/ oder zeitliche Distanz zwischen den Kommunikationspartnern, sodass Hilfsmittel benötigt werden, dies sind beispielsweise Telefone oder E-Mails. Hier spielt ebenfalls die Form der technischen Aufbereitung eine Rolle, wie Printprodukte (Ibid.: 103). Die vermittelte Kommunikation entspricht im Kern der interpersonellen Kommunikation, beschränkt sich hier im Großteil aber auf den verbalen Bereich. Der Unterschied ist lediglich das technische Medium, welches genutzt wird, um die Grenzen von Ort und Zeit zu überschreiten.

Technische Kommunikation hat aber noch eine weitere zu unterscheidende Definition, bei der die Mensch-Maschine-Interaktion nur die Voraussetzung ist. Technische Kommunikation bezieht sich auch auf die Erstellung von Informationsprodukten, beispielsweise Bedienungsanleitungen, für eine sichere und einwandfreie Verwendung von technischen Produkten, Systemen etc. Technische Kommunikation o.J.: o.S.). Auf diese Weise sollen technische Produkte zugänglicher werden und Fachtermini für Nicht-Fachleute definiert und verständlich gemacht werden. Diese Art der technischen Kommunikation ist auch im Bereich der Übersetzung äußert relevant und essentiell. Daher wird in Kapitel 3 noch näher darauf eingegangen.

2.3 Übersetzung

Es gibt viele unterschiedliche Definitionen des Wortes „Übersetzung“, da dieser Begriff in der Allgemeinsprache mehrdeutig ist (Schreiber, 1993: 18). Im weiteren Verlauf der Arbeit wird sich auf die nachfolgende, von mir aufgestellte Definition gestützt, da diese die behandelten Schwerpunkte unterstützt und thematisch hinterlegt.

Die grundlegende Definition einer Übersetzung ist die Übertragung eines Textes und dessen Bedeutung in einer Ausgangssprache in die gewünschte Zielsprache. Das Produkt der Übersetzung in der Zielsprache nennt man Translat. Generell unterscheidet man zwischen zwei Arten des Übersetzens, maschinelles Übersetzen und rechnergestütztes Übersetzen.

2.3.1 Maschinelles Übersetzen

Beim maschinellen Übersetzen wird das Translat automatisch vom Rechner erstellt ohne menschliche Interaktion. Diese Technologien entstanden bereits in den 50er Jahren des 20 Jahrhunderts (SDL Trados o.J.: o.S.). Hier kann jeder gewünschte Begriff, Satz oder Text von einem Akteur eingegeben werden und wird allein von der Maschine übersetzt. Man unterscheidet beim maschinellen Übersetzen zwischen drei Arten:

- Regelbasierte Systeme: Hier wird sich auf eine Zusammensetzung aus Sprachalgorithmen, Grammatik und allgemeinen Wörterbüchern gestützt. Spezielle Bereiche werden mithilfe von Fachwörterbüchern abgedeckt, die im Regelfall konsistente Übersetzungen mit korrekter Terminologie gewährleisten (SDL Trados o.J.: o.S.).
- Statistische Systeme: Hier gibt es keine Sprachalgorithmen, da diese Systeme das Übersetzen „lernen“. Sie analysieren zu jedem zu übersetzendem Sprachpaar große Datenmengen und sind damit für Spezialbereiche geeignet. Statistische Systeme liefern flüssigere, aber weniger konsistente Übersetzungen als regelbasierte Systeme (SDLTrados o.J.: o.S.).
- Neuronale Systeme: Die Abkürzung hierfür lautet NMT (Neural Machine Translation) Die Maschine „lernt“ hier über ein neuronales Zentrum/ Netzwerk zu übersetzen. Diese Art der Übersetzung wird zunehmend beliebter im Entwicklungsbereich des maschinellen Übersetzens, da deutlich bessere Übersetzungen bei vielen Übersetzungspaaren erzielt werden als bei statistischen Systemen (SDL Trados o.J.: o.S.).

2.3.2 Rechnergestütztes Übersetzen

Das rechnergestütze Übersetzen wird über die Mensch-Maschine Interaktion vorgenommen. Hier erfolgt die Übersetzung selbst vom Menschen (Akteur) mithilfe des Rechners und einer entsprechenden Übersetzerarbeitsumgebung. Hierfür werden beispielsweise die Übersetzungssoftware SDL Trados und entsprechende Fachterminologie und/ oder Online Wörterbücher eingesetzt. Der Rechner wird hier als unterstützendes Medium genutzt, die Übersetzung selbst aber vom Akteur angefertigt. Das rechnergestützte Übersetzen geht, zumindest teilweise, in das maschinelle Übersetzen über. Mithilfe von Übersetzungsspeichern und Terminologiedatenbanken werden hier regelmäßig übersetzte Paare, auch Segmente genannt, gespeichert. Diese vom System gespeicherten Daten gewährleisten Konsistenz für zukünftige Übersetzungen und beschleunigen den Gesamtprozess (SDL o.J.: o.S.). Außerdem können gespeicherte Übersetzungen immer wieder abgerufen werden. Durch regelmäßiger Datenpflege und Aktualisierung werden Übersetzungsprozesse also immer weiter vereinfacht und beschleunigt. Der große Vorteil hier, im Gegensatz zur rein maschinellen Übersetzung, liegt in der Gewährleistung einer grammatikalischen und inhaltlichen einwandfreien Übersetzung, da sie ursprünglich vom Übersetzer (Akteur) angefertigt wurde. Der Übersetzungsprozess wird mithilfe des Computers, Übersetzungsspeichern und Terminologiedatenbanken wie oben genannt lediglich beschleunigt und deutlich vereinfacht.

3 Übersetzungen möglich der technischen Kommunikation

Vorab wurde bereits definiert welche Arten von Kommunikation und Übersetzungen möglich sind. Technische Kommunikation bezieht sich jedoch nicht immer auf die Mensch-Maschine­interaktion, sondern ebenfalls auf gewisse Fachtermini in technischen Bereichen. Die Mensch­Maschine-Interaktion soll die Voraussetzung darstellen, um in diesen Bereichen effizient arbeiten und übersetzen zu können, dies wurde bereits in Kapitel 2.2 kurz erläutert. Nun wird dargestellt, wie sich technische Kommunikation auf das Übersetzen auswirkt und was hier zu beachten ist.

In der technischen Übersetzung gibt es viele Puzzleteile, die zusammenzufügen sind, um Übersetzungen zu erhalten, die für jedermann zugänglich und nachvollziehbar sind. Hier gibt es weitaus mehr zu beachten als nur die Sprache. Der Aufbau spielt ebenfalls eine außerordentlich wichtige Rolle. Gehen wir also von einer Bedienungsleitung aus, so ist es hier essentiell die Anweisungen chronologisch zu gliedern. Jede Anweisung darf nur einen Ausführungsschritt beinhalten, um den Anwender nicht zu verwirren und die Reihenfolge nicht durcheinanderzubringen. Auch Fachtermini müssen in jeden Fall definiert werden und konsistent genutzt werden, um dem Anwender das Produkt näherzubringen und nicht zu überfordern. Sehr hilfreich sind hier die Vorgaben von Dietrich Juhl, er entwickelte Einteilungen von Bedienungsanleitungen und hilfreiche Gliederungen (2015: 15-19, 177-221)

3.1 Kulturelle Einflüsse

Eine Hauptkomponente bilden außerdem kulturelle Einflüsse, die gerade im Kontext der Globalisierung eine wichtige Rolle spielen. Jede Kultur ist ganz individuell ausgeprägt und hat andere indirekte Richtlinien, Formen und Grundsätze. Auf dies wird nur kurz eingegangen und an einem kurzen Beispiel dargestellt, da es bei weiteren Ausführungen den Rahmen dieser Hausarbeit überschreiten würde. Kultur und die daraus resultierenden Handlungen und Kommunikationsformen wurden und werden immer wieder erforscht, woraus viele unterschiedliche Theorien dazu entstanden sind. Als Argumentationsgrundlage für das anschließende Beispiel wird folgend eine Theorie erläutert, die von Edward T. Hall, ein US- amerikanischer Anthropologe der als Begründer der Interkulturellen Kommunikation gilt, entwickelt wurde. Eine seine Theorien bzw. Ansätze war der Unterschied zwischen low- context und high-context Kommunikation (Hermeking, 2012: 206-209)

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Technische Kommunikation in der Übersetzung. Eine Textanalyse
Hochschule
Fachhochschule Flensburg
Note
2,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
15
Katalognummer
V1023988
ISBN (eBook)
9783346422507
ISBN (Buch)
9783346422514
Sprache
Deutsch
Schlagworte
technische, kommunikation, übersetzung, eine, textanalyse
Arbeit zitieren
Marie Schönheim (Autor:in), 2019, Technische Kommunikation in der Übersetzung. Eine Textanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1023988

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