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Untersuchung der Bereitschaft zur Übernahme von privaten Pflegeleistungen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und dem Fachkräftemangel im Pflegesektor

Title: Untersuchung der Bereitschaft zur Übernahme von privaten Pflegeleistungen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und dem Fachkräftemangel im Pflegesektor

Bachelor Thesis , 2021 , 103 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Simon Kortum (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Untersuchung der Bereitschaft zur Übernahme von privaten Pflegeleistungen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und dem Fachkräftemangel im Pflegesektor.
Die höhere Lebenserwartung führt in Deutschland zu einer Überalterung der Gesellschaft. Es muss daher mit einer weiteren Zunahme von pflegebedürftigen Personen gerechnet werden, die eine bedarfsgerechte Versorgung benötigen. Doch schon jetzt ist die Anzahl der ausgebildeten Pflegefachkräfte nicht ausreichend. Umso wichtiger ist daher die Bereitschaft von privaten Pflegepersonen. Durch deren privates Engagement wird es vielen Pflegebedürftigen ermöglicht, gut versorgt in der gewohnten häuslichen Umgebung zu bleiben. Verschiedene Leistungen der sozialen Pflegeversicherung für die Pflegebedürftigen und Pflegepersonen können dabei eine wichtige Hilfe sein.

Aber welche Haltung haben die Menschen in einer sich in vielen Bereichen verändernden Gesellschaft hinsichtlich der Pflegebereitschaft? Dafür wurde im Rahmen dieser Arbeit eine vollständig strukturierte Online-Befragung durchgeführt. Es haben insgesamt 353 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Fragebogen komplett beantwortet.

Die Ergebnisse zeigen, dass die soziodemografischen Merkmale von potenziellen Pflegepersonen eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Pflegebereitschaft spielen, da bei ihnen Unterschiede erkennbar sind. Auch in Bezug auf verschiedene Pflegetätigkeiten können große Unterschiede in der Bereitschaft festgestellt werden.

Für die Übernahme von Pflegeverantwortung gibt es viele Motive, wobei jedoch die emotionalen Motive am stärksten wirken. Die bestehenden extrinsischen Motivationsquellen können dagegen weniger überzeugen. Mit den Ergebnissen dieser Studie konnte die Problematik verdeutlicht und der Handlungsbedarf aufgezeigt werden. Zudem wurde eine sehr gute Grundlage für weitere Untersuchungen geschaffen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung der Arbeit

1.3 Aufbau der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Demografischer Wandel

2.2 Die soziale Pflegeversicherung

2.2.1 Die aktuelle Pflegesituation in Deutschland

2.2.2 Leistungen für private Pflegepersonen

2.2.3 Personalmangel im Pflegesektor

2.3 Motive zur Pflegeübernahme

2.4 Präzisierung der Problemstellung

3. Methodik

3.1 Ausgangssituation und Rahmenbedingungen

3.2 Vor- und Nachteile einer Online-Befragung

3.3 Operationalisierung

3.4 Entwicklung des Fragebogens

3.5 Stichprobenziehung

3.6 Pretest

3.7 Vorgehensweise bei der Datenerhebung und Datenauswertung

4. Ergebnisse

4.1 Deskriptive Statistik

4.2 Hypothesenprüfung im Rahmen der Inferenzstatistik

4.2.1 Prüfung der Hypothese 1

4.2.2 Prüfung der Hypothese 2

4.2.3 Prüfung der Hypothese 3

4.2.4 Prüfung der Hypothese 4

4.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

5. Diskussion

5.1 Kritische Reflexion der eigenen Vorgehensweise

5.2 Interpretation der Ergebnisse

5.3 Bedeutsamkeit der Ergebnisse

5.4 Ableitung von Handlungsempfehlungen

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bereitschaft von Privatpersonen zur Übernahme von Pflegeleistungen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels im Pflegesektor, wobei insbesondere soziodemografische Einflussfaktoren und Motive analysiert werden.

  • Analyse des demografischen Wandels und dessen Auswirkungen auf den Pflegebedarf in Deutschland.
  • Untersuchung der strukturellen Rahmenbedingungen der sozialen Pflegeversicherung und der Rolle privater Pflegepersonen.
  • Empirische Erhebung der Pflegebereitschaft mittels einer standardisierten Online-Befragung.
  • Bewertung verschiedener Motivationsfaktoren sowie materieller und immaterieller Anreize für die private Pflegeübernahme.

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde in einem Interview im Jahr 2013 zur demografischen Entwicklung befragt, wobei sie folgende Anfangsworte wählte: „Beim demografischen Wandel geht es um eine tiefgreifende Veränderung unserer Gesellschaft, die alle Lebensbereiche betrifft. Wenn wir in Deutschland auf lange Sicht weniger, älter und vielfältiger werden, hat das Auswirkungen auf Junge wie Alte, auf die Menschen in den Städten wie auf dem Land, auf Arbeitnehmer wie Arbeitgeber.“

Diese zwar bereits einige Jahre alte, aber dafür heute umso aktuellere Aussage lässt erahnen, wie vielfältig die Herausforderungen sind, die der demografische Wandel mit sich bringt. Die Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik kann und muss in vielen Bereichen durch geeignete Maßnahmen gegensteuern.

Auch im Bereich der sozialen Pflegeversicherung (SPV) entsteht durch die Alterung der Gesellschaft zunehmend ein Handlungsbedarf, da sich die Anzahl der Leistungsbezieher kontinuierlich erhöht. Waren es nach der Einführung der SPV im Jahr 1995 insgesamt 1.061.418 Anspruchsberechtigte, stieg diese Zahl anschließend Jahr für Jahr an. Am Ende des Jahres 2015 waren es 2.665.109 Leistungsbezieher. Weitere vier Jahre später waren es beim Jahreswechsel schon 3.999.755 anspruchsberechtigte Menschen. Dabei handelt es sich um eine Zunahme von knapp über 50% innerhalb der vier Jahre, die auch durch eine Pflegereform im Jahr 2017 beschleunigt wurde. Die Zahlen zeigen, dass die Versorgung der Pflegebedürftigen in der Zukunft zum Problem werden könnte. Denn die steigende Zahl an Pflegebedürftigen erfordert zwangsläufig auch eine größere Anzahl an Menschen, die sich um diese Personen kümmern. Dabei scheint es zunächst gar nicht von großer Bedeutung zu sein, ob es sich um private und unqualifizierte oder professionelle Pflegekräfte handelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung im Kontext des demografischen Wandels, definiert das Ziel der Arbeit und gibt einen Überblick über den strukturellen Aufbau.

2. Theoretische Grundlagen: Hier werden der demografische Wandel, die soziale Pflegeversicherung sowie Motive zur Pflegeübernahme fundiert erörtert und die Forschungshypothesen abgeleitet.

3. Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das Design der quantitativen Online-Befragung, inklusive Operationalisierung, Fragebogenentwicklung, Stichprobenziehung, Pretest und Datenauswertung.

4. Ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse der Befragung anhand deskriptiver Statistiken und der inferenzstatistischen Hypothesenprüfung detailliert dargestellt und zusammengefasst.

5. Diskussion: Dieses Kapitel enthält eine kritische Reflexion des eigenen Vorgehens sowie eine Interpretation der Ergebnisse und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen ab.

6. Fazit und Ausblick: Diese abschließenden Ausführungen fassen die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bieten einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Pflegebedürftigkeit, demografischer Wandel, Pflegeleistungen, Pflegepotenzial, Lebenserwartung, soziale Pflegeversicherung, SGB XI, informelle Pflegepersonen, Pflegefachkräftemangel, Pflegetätigkeiten, Online-Befragung, Fragebogentechnik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Bereitschaft der Bevölkerung zur Übernahme von privaten Pflegeleistungen angesichts der alternden Gesellschaft und des Fachkräftemangels.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen des demografischen Wandels, den Leistungen der sozialen Pflegeversicherung und der Analyse von Motivationsfaktoren für pflegende Angehörige.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll herausgearbeitet werden, welche soziodemografischen Faktoren und Motive die Bereitschaft zur Übernahme von Pflegeverantwortung beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde ein quantitativer Forschungsansatz in Form einer strukturierten Online-Befragung mit 353 Teilnehmern gewählt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Pflegesektors, die detaillierte methodische Vorgehensweise, die Darstellung der statistischen Ergebnisse und die Diskussion der Befunde.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Pflegebedürftigkeit, informelle Pflegepersonen, Pflegepotenzial, soziale Pflegeversicherung und Pflegebereitschaft.

Warum wurde die Online-Befragung als Methode gewählt?

Sie ermöglichte eine kosteneffiziente und zeitnahe Erhebung bei einer relativ großen Stichprobe und reduzierte Interviewereinflüsse.

Welche Rolle spielt die Liebe als Motiv?

Die Untersuchung identifizierte die Liebe zu einem Menschen als das stärkste Motiv für die Übernahme von Pflegeaufgaben.

Wie unterscheiden sich materielle von immateriellen Anreizen?

Die Ergebnisse zeigen, dass materielle Anreize, wie Pflegegeld, die Bereitschaft zur Pflege stärker steigern können als immaterielle Anreize, wie etwa die Pflegezeit.

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Details

Title
Untersuchung der Bereitschaft zur Übernahme von privaten Pflegeleistungen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und dem Fachkräftemangel im Pflegesektor
College
University of Applied Sciences Riedlingen
Grade
1,0
Author
Simon Kortum (Author)
Publication Year
2021
Pages
103
Catalog Number
V1024515
ISBN (eBook)
9783346421326
ISBN (Book)
9783346421333
Language
German
Tags
untersuchung bereitschaft übernahme pflegeleistungen hintergrund wandels fachkräftemangel pflegesektor
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simon Kortum (Author), 2021, Untersuchung der Bereitschaft zur Übernahme von privaten Pflegeleistungen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und dem Fachkräftemangel im Pflegesektor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1024515
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