Die Geschichte der Native Americans – ein Thema, das uns allen bekannt zu sein scheint und doch kennen nur die Wenigsten die ganze Wahrheit. Mittels einer Reise durch die Zeit soll meine Arbeit einerseits darüber aufklären, wie es zur Lebenssituation der heutigen Native Americans kommen konnte und andererseits auch die aktuellen Schwierigkeiten, mit welchen sie täglich konfrontiert und welche die Folgen der Vergangenheit sind, thematisieren. Angefangen mit der Besiedlung des nordamerikanischen Kontinents durch die Natives, über die Kolonisierung durch die Europäer, den Konflikten zwischen ihnen und den Natives bis hin zu den Assimilierungsversuchen, versuche ich der vollständigen Wahrheit ein Stück näher zu kommen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Entdeckung Amerikas
2.1 Die Vorfahren der Natives
2.1.1 Die Besiedelung des neuen Kontinents
2.1.2 Neue Lebensweisen entstehen
2.1.3 Kultur und Glaube
2.2 Der heilige Brendan
2.3 Die Wikinger
2.3.1 Bjarni Herjulfsson
2.3.2 Leif Eriksson
2.4 Zheng He
2.5 Christoph Kolumbus
2.6 Giovanni Calboto – John Cabot
2.7 Amerigo Vespucci
3. Postkolumbische Zeit
3.1 Ansiedelung und Ausbreitung der Europäer
3.1.1 Eroberung des Kontinents
3.2 Zeitstrahl – Verträge, Kriege und Massaker
3.3 Endstation Reservatleben
3.4 Assimilierung der indigenen Gesellschaft
3.4.1 Internatsschulen
3.4.2 Adoption – «Kinderdiebstahl»
3.5 Rückgang der indigenen Gesellschaft
4. Natives im heutigen Leben
4.1 Folgen der Kolonisierung
4.1.1 Aktuelle Problemstellungen
4.1.2 Weibliche Natives – «die gefährdetsten Menschen dieser Welt»
4.2 Der Versuch des Wiederaufbaus eines Volkes
4.2.1 American Indian Movement
4.3 Die Rolle der Kultur im heutigen Leben der Natives
4.4 Die Ironie des Heiligenschreins der Demokratie
4.5 Stereotyp versus Realität – wieso die Wahrheit vertuscht wird
5. Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Geschichte der Native Americans mit einem besonderen Fokus auf die Auswirkungen der Kolonisierung durch europäische Einwanderer. Ziel ist es, ein umfassenderes Bild der indigenen Völker zu vermitteln, die oftmals verzerrten Stereotypen entgegenzuwirken und die gravierenden Folgen der Unterdrückung sowie den langwierigen Prozess des Wiederaufbaus aufzuzeigen.
- Die historische Entwicklung von der Besiedelung Amerikas bis zur Kolonialzeit.
- Die Analyse der Assimilierungspolitik, insbesondere durch Internatsschulen und Zwangsadoptionen.
- Die aktuelle Lebenssituation indigener Völker in den USA und Kanada.
- Die Rolle von Widerstandsbewegungen wie dem American Indian Movement.
- Die kritische Auseinandersetzung mit Identitätsfragen und kultureller Selbstbehauptung.
Auszug aus dem Buch
3.2 Zeitstrahl – Verträge, Kriege und Massaker
«Die Geschichte der Native Americans besteht aus Verträgen, die abgeschlossen wurden, Verträgen, die gebrochen wurden und Massakern, welche als Schlachten getarnt wurden», beschreibt Aaron Huey in einer Ted-Talk Folge. Er selbst hat keinen indigenen Hintergrund, doch in der Zeit, in welcher er mit ihnen lebte, hat er sich mit deren Geschichte auseinandergesetzt und ist zum Schluss gekommen, dass es an der Zeit ist, die Welt über die wahre Geschichte der Native Americans aufzuklären.
Die folgenden Datenbeispiele stammen hauptsächlich aus seinem Ted-Talk und sind eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte der Native Americans, vornehmlich aus der Sicht der Lakota-Sioux, bis Anfang des 20. Jahrhunderts.
1500 Etwa fünf bis zehn Millionen Natives leben in Nordamerika.
1539 «Der spanische Konquistador Hernando de Soto beginnt einen mehrjährigen Verwüstungszug durch den Südosten Nordamerikas. Durch kriegerische Gewalt und eingeschleppte Krankheiten beginnt das grosse Sterben der Native Americans.»
Um 1700 Die indigene Bevölkerung ist auf 1.5 Millionen Menschen eingebrochen.
1824 Gründung des «Bureau of Indian Affairs» (BIA), welches für die Angelegenheiten in Zusammenhang mit Native Americans zuständig ist.
28.03.1830 Mit dem «Indian Removal Act» beginnt die gewaltsame Umsiedelung der Natives aus dem Osten ins «Indian Territory».
1837 «Tausende Natives sterben am oberen Missouri an den Pocken.»
1838 Die Cherokee werden auf den «Pfad der Tränen» geschickt. Etwa 46'000 Natives, die östlich vom Mississippi lebten, ziehen ins Gebiet des heutigen Oklahoma ein. Circa 4'000 davon überlebten die Reise nicht auf Grund von Krankheit, Hunger oder extremen Wetterbedingungen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Autorin, die Stereotype über Native Americans zu hinterfragen und die «wahre Geschichte» hinter der Kolonisierung aufzudecken.
2. Die Entdeckung Amerikas: Dieses Kapitel behandelt die frühe Besiedelung des Kontinents und die verschiedenen Theorien über die ersten Ankömmlinge, inklusive der Reisen von Wikingern und anderen Entdeckern.
3. Postkolumbische Zeit: Hier wird der Prozess der Kolonisierung analysiert, von der Landnahme durch Europäer über das gebrochene Vertragswesen bis hin zu den Assimilierungsmassnahmen wie Internatsschulen.
4. Natives im heutigen Leben: Das Kapitel diskutiert die gegenwärtigen Herausforderungen, darunter soziale Probleme in Reservaten und den Kampf um kulturelle Identität, sowie den organisierten Widerstand durch das American Indian Movement.
5. Schlusswort: Die Autorin fasst ihre Erkenntnisse zusammen und plädiert für einen respektvolleren Umgang mit der Geschichte und den Rechten der indigenen Bevölkerung.
Schlüsselwörter
Native Americans, Kolonisierung, Assimilierung, Internatsschulen, Reservatleben, American Indian Movement, Indigene Rechte, Identität, Lakota-Sioux, Landraub, Kultur, Geschichte, Verträge, Widerstand, Postkolonialismus
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die Geschichte der Native Americans unter besonderer Berücksichtigung der Folgen europäischer Kolonialisierung und deren anhaltenden Auswirkungen auf die heutige Zeit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Landnahme, dem System der Internatsschulen, den sozialen Herausforderungen in Reservaten und der kulturellen Selbstbehauptung indigener Völker.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein differenzierteres Bild der Native Americans zu zeichnen und die meist einseitige oder eurozentristische Perspektive auf die Geschichte Nordamerikas kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die durch die Auseinandersetzung mit Berichten, Interviews und historischen Ereignissen (Zeitstrahl) fundiert wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil wird die historische Entwicklung von den ersten Wikingerkontakten über die systematische Unterdrückung im 19. Jahrhundert bis zur heutigen Situation sowie dem politischen Widerstand der Natives detailliert dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Kolonisierung, Assimilierung, Internatsschulen, Reservate, American Indian Movement und Identität.
Welche Bedeutung hat das "American Indian Movement" (AIM) für die Arbeit?
Das AIM wird als zentraler Ausdruck des Widerstands gegen staatliche Willkür und für die Rückgewinnung indigener Selbstbestimmung und Kultur behandelt.
Wie werden die Internatsschulen in diesem Dokument bewertet?
Die Internatsschulen werden kritisch als brutale Methode der Zwangsassimilierung dargestellt, die darauf abzielte, die indigene Sprache, Kultur und Bindung zur Familie zu zerstören.
Warum spielt das Thema „Stereotype“ eine so grosse Rolle?
Die Autorin hebt hervor, dass verzerrte medial vermittelte Bilder (z.B. aus Filmen oder Büchern) massgeblich dazu beitragen, dass die tatsächlichen Leid- und Unterdrückungsgeschichten der indigenen Bevölkerung in der heutigen Gesellschaft ignoriert oder verharmlost werden.
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- Anonym (Autor), 2021, Native Americans die ganze Wahrheit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1024524