Ein Leben als Kunstwerk. Thomas Bernhards autobiografisches Kunstprogramm


Hausarbeit, 2020

21 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

I. Einleitung

II. Thomas Bernhards Autobiografie
1. Das ästhetische Programm der Andeutung
2. „Das ist die Wahrheit.“

III. Ist es ein Roman? Ist es eine Autobiografie?
1. Die Antiautobiografie: Auslöschung
2. Autobiografische Poetik in Auslöschung

IV. Bernhards Kunstprogramm der Wahrheit
1. Multiperspektivisches Erzählen
2. Die Kunst der Verfälschung
3. Die Übertreibungskunst
4. Das Motiv der Selbstrettung durch aktive Entscheidung

V. Das ästhetische Kalkül

VI. Fazit

I. Einleitung

Man muss sein Leben zu einem Kunstwerk machen.

- Gabriele d’Annunzio1 2

Thomas Bernhard polarisiert. Kaum ein Schriftsteller stand so oft wegen gerichtlicher Auseinandersetzungen in der Öffentlichkeit.2 Mit seiner berühmten Bernhard’schen Schimpfrhetorik ließ er sich in seinen Texten gern über sein Heimatland Österreich aus: über dessen Bewohner, die Politik und den Katholizismus. Er schuf Figuren nach realen Vorbildern, um sie in seiner Literatur an den Pranger zu stellen, und löste damit mehr als ein Mal eine Diskussion zum Thema Kunstfreiheit aus. Zwar ist ein Autor nie mit seinen fiktiven Figuren gleichzusetzen, Bernhard aber sprach stets sehr deutlich durch seine Charaktere. Gleichzeitig war die Privatperson Thomas Bernhard kaum zu greifen. Seine öffentlichen Äußerungen lesen sich sehr ähnlich wie seine Prosa. Selbst einen öffentlichen Leserbrief, den Bernhard während einer Auseinandersetzung mit dem österreichischen Finanzminister Franz Vranitzky schrieb, betitelte der Schriftsteller mit Vranitzky. Eine Erwiderung und reihte den Text damit stilistisch in seine Prosa ein, die nach demselben Schema betitelt wurde: Holzfällen. Eine Erregung (1984) oder Auslöschung. Ein Zerfall (1988). Im besagten Brief nannte Bernhard den Politiker einen „Säckelwart“ und „dubiosen Nadelstreifsalonsozialisten“.3 4 5 Durch solche öffentlichen Äußerungen, Interviews und Filme wie Monologe auf Mallorca4 schuf der Autor die „Kunstfigur Thomas Bernhard, deren Selbstdarstellung durchaus in Einklang mit jenem Erscheinungsbild steht, das sich aus seinen literarischen Texten ableiten lässt [.. ,].“5 Die Ankündigung einer Autobiografie weckte in der Literaturforschung die Hoffnung, sie würde den echten Thomas Bernhard sichtbar machen. Man suchte nach einer Motivation, nach einem Grund für seinen grenzenlosen Zynismus und die Negativität seiner Texte.6 Erfüllt wurde dieser Wunsch nicht. Bernhards Autobiografie liest sich mehr wie ein Roman als eine objektive Darstellung seines Lebens. Die Texte sind stark stilisiert, sie widersprechen sich gegenseitig und folgen keiner Chronologie. Viele der geschilderten Geschehnisse und Umstände konnten als unwahr entlarvt werden.7 Die Autobiografie erschien in fünf Büchern: Die Ursache (1975), Der Keller (1976) und Der Atem (1978). Es folgten Die Kälte (1981) und Ein Kind (1982). Statt einer klaren Einordnung stellt sich die Forschung seither die Frage, die Eva Marquardt in einem ihrer Bernhard-Aufsätze formuliert hat: Ist es ein Roman? Ist es eine Autobiographie?8

Die Literaturwissenschaft hat sich bereits ausführlich mit der Frage nach der Zuverlässigkeit von Bernhards Wahrheitsbegriff in der Autobiografie auseinandergesetzt. Bianca Theisen beispielsweise stellte fest: „Fiktives und Faktisches schließen nahtlos aneinander an, und die autobiographische Selbstkonstitution durch erinnerndes Vergegenwärtigen weicht einem dichten Gewebe von eigenen und fremden Perspektiven und Beobachtungen, in dem sich das Selbst verliert.“9 Auch Nikolaus Langendorf kann „keine Unterscheidung zwischen dem ,autobiographischen‘ und dem ,fiktionalen‘ Text“10 ausmachen. Das autobiografische Ich weist in seiner Rhetorik aber auch inhaltlich deutliche Parallelen zu von Bernhard erschaffenen Figuren auf. Wenn Burghard Damerau versucht, das Autobiografische von der Prosa abzugrenzen, indem er auf inhaltliche Übereinstimmung des Textes mit dem, „was aus anderen Quellen über sein Leben bekannt [ist]“11, achtet, kann das nicht gelingen. Denn tatsächlich basiert nicht nur die Autobiografie auf wahren Ereignissen, sondern oft auch Bernhards Prosa.12 Umgekehrt ließen sich einige Falschaussagen und Abänderungen der Geschichte innerhalb der Autobiografie nachweisen.13 Eine Unterscheidung der beiden Gattungen ist in seinem Falle daher tatsächlich streitbar, denn es handelt sich bei ihnen in Bernhards Literatur um „nahezu identische Begriffe“14.

Mit dieser Erkenntnis als Basis setzt sich die vorliegende Arbeit mit den verschiedenen Forschungsansätzen zu Bernhards autobiografischem Werk auseinander und untersucht diese auf ihre rhetorischen Strategien, mit welchen der Bernhard’sche Wahrheitsbegriff im Text umgesetzt wird. Auch inhaltlich wird die Zuverlässigkeit des autobiografischen Erzählers mithilfe der Bernhard Biografie von Manfred Mittermayer überprüft und herausgestellt, welche Wirkung die als unwahr ausgewiesenen Passagen in Bezug auf das Werk haben. Um Bernhards Umgang mit Fakt und Fiktion in einem gattungsübergreifenden Zusammenhang betrachten zu können, wird der Roman Auslöschung. Ein Zerfall (1988) auf ähnliche rhetorische Strategien und den Umgang mit biografischen Informationen untersucht.

Ziel der Arbeit ist es zu zeigen, dass das Verwirrungsspiel um die Authentizität seiner Geschichten keinesfalls einem schlechten Gedächtnis geschuldet ist, sondern von ihm selbst als „wesentlicher Teil seiner Poetik“ betrachtet wurde.15

II. Thomas Bernhards Autobiografie

1. Das ästhetische Programm der Andeutung

Wenn Bernhard Streichungen in einem Buch von Zuckermayer forderte, weil er keine „traurige“ oder „unglückliche“ Jugend gehabt habe, sondern eine glückliche16, irritiert diese Begründung nicht ohne Grund. Denn sie steht im starken Kontrast zu dem Großteil der Aussagen über seine Kindheit und Jugend in der Autobiografie. Darin heißt es, sie sei „zweifellos seine entsetzlichste Zeit“ gewesen, eine Zeit „aus Hunderten von traurigen und gemeinen und entsetzlichen und tatsächlich tödlichen Erfahrungen“ (Ur, S. 46)17 und die Volksschule sei so unerträglich gewesen, dass er sich am liebsten umgebracht hätte (Vgl. Ki, S. 475). Ähnlich ambivalent sind seine Aussagen zum Wahrheitsgehalt seiner Bücher. Gegenüber Krista Fleischman erklärte er einerseits: „Ich erfinde ja nichts, ich glaube, ich habe in meinen Büchern noch nie etwas erfunden, verändert - ja, erfunden - nein.“18 Andererseits wird in Der Keller ausführlich der Zweifel an der Möglichkeit besprochen, die Wahrheit mitzuteilen, ohne dabei „automatisch zum Lügner“ (Ke, S. 135) zu werden.19 Auch sprachlich ist Bernhards Autobiografie in einem solchen Maße ästhetisiert, dass sie mit dem traditionellen Autobiografie-Begriff kaum zu fassen ist. Vieles in den fünf Werken ist nicht überprüfbar oder als unwahr identifiziert worden. Schon der Untertitel des ersten Teils der Autobiografie Die Ursache. Eine Andeutung kündigt an, dass hier kein Wahrheitsanspruch im Sinne der klassischen Autobiografie erfüllt wird. Bernhards autobiografisches Ich erklärt aber, seine Motivation liege durchaus darin, „der Wahrheit von damals, der Wirklichkeit und Tatsächlichkeit, wenigstens in Andeutung zu ihrem Recht zu verhelfen [...].“ (Ur, S. 46) Da aber Vollkommenheit für nichts möglich sei, schon gar nicht für Geschriebenes, greift er auf „Tausende und Abertausende Möglichkeitsfetzen von Erinnerung“ (At, S. 87) zurück und schafft sich so seine ganz persönliche Wahrheit der Erinnerung. Nicolas Langendorf fasst diesen Vorgang als ein „ästhetisches Programm der ,Andeutung’ und ,Annäherung’“ auf: Die Autobiografie wird als „erzählerisches Ausprobieren von Möglichkeiten“ gesehen, „das sich der Realität dadurch ,annähert’, daß es sie in letzter Konsequenz erfindet.“20 Demnach liegt Bernhards Autobiografie kein allgemeiner Wahrheitsanspruch, sondern vielmehr ein Möglichkeitsanspruch zugrunde, der Teil des ästhetischen Programmes der Annäherung ist.

2. „Das ist die Wahrheit.“

Paradox erscheint, dass parallel zu dieser aus Möglichkeitsfetzen der Erinnerung geformten Wahrheits-Version ein Anspruch auf vollständige Erinnerung in der Autobiografie besteht: „[...] ich hatte die Möglichkeit, die Erinnerung, wo ich wollte, abzurufen [...]. Meine Geschichte war inzwischen schon eine Weltgeschichte mit Tausenden, Abertausenden, wenn nicht Millionen von Daten, aufgespeichert in meinem Hirn, jederzeit abrufbar“ (Kä, S. 69). Die unverbindlichen Möglichkeitsfetzen werden hier - innerhalb derselben Autobiografie - zu konkreten Daten. Dieser verbindliche Wahrheitsanspruch wird in der Autobiografie durch stilistische Mittel gestützt. So wird der Begriff der Wahrheit innerhalb des Textes immer wieder gezielt eingestreut, um den Wahrheitsgehalt des Geschriebenen zu unterstreichen.21 Auch der wiederholte Verweis auf Zeitungsartikel suggeriert Authentizität. Der Ursache wird ein Zitat aus den Salzburger Nachrichten vom 6. Mai 1975 vorangestellt, in dem es heißt, dass Salzburg die höchste Selbstmordrate Österreichs habe.22 Bernhard äußerte sich in einem Fernsehinterview dazu: „Das Motto ist das Fundament meines Buches.“ Es verhindere den Vorwurf, alles sei bloß erfunden und in Wahrheit gäbe es in Salzburg nichts Schlechtes. „Mehr an Untermauerung kann einem nicht passieren.“23 Bernhard spricht seinem Schreiben also einerseits einen Wahrheitsanspruch ab, andererseits aber versucht er doch, einen Wahrheitsgehalt seiner Aussagen zu beweisen: „Diese beiden Friedhöfe sind voller Beweise für die Richtigkeit meiner Erinnerung, die mir, dafür danke ich, durch nichts verfälscht worden ist und die hier nur Andeutung sein kann“ (Ur, S. 22). Es besteht ein deutlicher „Kontrast zwischen der behaupteten ,Richtigkeit‘ der Erinnerungen und der konzedierten Eigenschaft des Schreibens, ,Andeutung‘ zu sein.“24 Aber auch die Wahrheits-Beweise sind nicht zuverlässig: „[...] mein ganzes Leben war ich nach Beweisen für meine Existenz aus gewesen, [...], hatte ich aber solche Beweise in den Händen und hatte ich sie im Kopf, waren sie doch nicht stichhaltig genug, erwiesen sie sich als unbrauchbar, irreführend, als Rückschritt“ (Kä, S. 81). Beweise und Wahrheitsbeteuerungen funktionieren als Authentizitätssignal, sind aber für Bernhard nie verbindlich. Denn bei ihm spielt es keine Rolle, ob handfeste Beweise oder unzuverlässige Indizien für das Geschilderte vorliegen. Wichtig für die Autobiografie Bernhards ist, dass ein Raum für Möglichkeitsfetzen bleibt. In diesem vollzieht sich die Befreiung des Schreibenden, „der seine ,lebensnotwendigen‘ Qualitäten nicht aus der möglichst getreuen Abbildung des Vergangenen bezieht, sondern aus dem ,Kunststück‘, das eigene Leben ,kunstfähig’ zu machen.“25

III. Ist es ein Roman? Ist es eine Autobiografie?

1. Die Antiautobiografie: Auslöschung

Stilistisch lassen sich die autobiografischen Texte kaum von Bernhards Prosawerk unterscheiden. Für den Vergleich zwischen Prosa und Autobiografie wird im Folgenden der Roman Auslöschung (1988) exemplarisch herangezogen. Die Wahl fiel auf diesen Roman, weil er zum einen viele interessante Gemeinsamkeiten inhaltlicher und stilistischer Natur zur Autobiografie aufweist, und zum anderen, weil er den Begriff der Antiautobiografie aufwirft. Der Ich-Erzähler Murau spricht in diesem Zusammenhang von einem Manuskript seines Onkels Georg, dem dieselbe aufklärende und persönlichkeitsbildende Rolle zukommt, die Bernhards Großvater Freumbichler in seiner eigenen Jugend besetzt hat: „Da diese Antiautobiografie meines Onkels nicht mehr da ist, habe ich selbst ja sogar die Verpflichtung, eine rücksichtslose Anschauung von Wolfsegg vorzunehmen und diese rücksichtslose Anschauung zu berichten“ (Au, S. 197).26 Damit legitimiert Murau jene „rücksichtslosen“ Schilderungen als Dienst am verstorbenen Onkel. Bernhard spielt auch hier mit der Frage, wer eigentlich spricht, wenn Österreich und Familienmitglieder schonungslos der Bernhard’schen Schimpfrhetorik zum Opfer fallen. Damit bleibt er einem Muster treu, das sich durch sein literarisches Werk zieht, aber auch durch sein über öffentliche Äußerungen geschaffenes Selbstbild. Wie unsicher die Erzählerpositionen bei Bernhard sind, zeigt eindrücklich der Schlusssatz des Romans: „Von Rom aus, wo ich jetzt wieder bin und wo ich diese Auslöschung geschrieben habe, und wo ich bleiben werde, schreibt Murau (geboren 1934 in Wolfsegg, gestorben 1983 in Rom), dankte ich ihm für die Annahme“ (Au, S. 651). Bernhard spielt mit dem autobiografischen Charakter des Romans und verstärkt den Authentizitäts-Effekt, indem er eine posthume Publikation des Geschriebenen durch eine außenstehende Instanz, einen Verleger vielleicht, suggeriert. Während die Autobiografie also viele romanhafte Merkmale aufweist, wird mit Auslöschung eine Antiautobiografie formuliert, die sich inhaltlich und stilistisch in vielen Punkten sehr nah an der tatsächlichen Autobiografie Bernhards bewegt.

2. Autobiografische Poetik in Auslöschung

In beiden Werken finden sich lange, oft anti-chronologische Gedankenströme, die weder durch Absätze noch durch Kapiteleinteilungen begrenzt werden. Auch die Bernhard’sche Kursivsetzung bestimmter Begriffe findet sich in der Autobiografie und in Auslöschung.21 In beiden Fällen geht die Erzählinstanz von einer bestimmten Ausgangssituation aus und umkreist im Folgenden immer wieder dieselben Themen und Begriffe unter dem Einsatz derselben rhetorischen Mittel. Wiederholung, Übertreibung und Antithese sind stilprägend sowohl für Auslöschung als auch für die Autobiografie.28

[...]


1 Im Original: „Bisogna fare della propria vita come si fa un’opera d’arte. [...].“ Gabriele d’Annunzio: Il Piacere, Mailand 1995, S. 37.

2 1979: Privatklage wegen Beleidigung in Der Stimmenimitator/ Klage nach Erscheinen von Die Ursache wegen der Figur des Stadtpfarrers Franz/ Vorrübergehende polizeiliche Beschlagnahmung von Holzfällen nach Klage von Bernhards ehemaligen Freund Gerhard Lampersberg. Vgl. Joachim Knape: Zur Problematik literarischer Rhetorik am Beispiel Thomas Bernhards und Manfred Mittermayer: Lächerlich, charakterlos, furchterregend. Zu Thomas Bernhards Rhetorik der Bezichtigung. Beide in: Joachim Knape/ Olaf Kramer (Hrsg.): Rhetorik und Sprachkunst bei Thomas Bernhard. Würzburg 2011.

3 Thomas Bernhard: Vranitzky. Eine Erwiderung. In: Die Presse vom 13.9.1985/ Vgl. Knape: Zur Problematik literarischer Rhetorik am Beispiel Thomas Bernhards, S. 5.

4 Thomas Bernhard: Journalistisches, Reden, Interviews. In Ders.: Werke, Bd. 22, hrsg. von Wolfram Bayer, Martin Huber und Manfred Mittermayer. Berlin 2015.

5 Manfred Mittermayer: Thomas Bernhard. Eine Biografie. Wien 2015, S. 331.

6 Vgl. Eva Marquardt: ,Ist es ein Roman? Ist es eine Autobiographie?’ „Erfinden“ und „Erinnern“ in den autobiographischen Büchern Thomas Bernhards. In: Joachim Knape/ Olaf Kramer (Hrsg.): Rhetorik und Sprachkunst bei Thomas Bernhard, S. 123.

7 Die wohl umfassendste Forschung zu Thomas Bernhards Leben stammt von Louis Huguet, der sich u.a. mit der Chronologie und Lebensgeschichte der Schriftsteller Alfred Döblin, Thomas Bernhard und Johannes Freumbichler beschäftigte und über die er umfangreiche Materialsammlungen anlegte: Louis Huguet: Chronologie. Joahnnes Freumbichler, Thomas Bernhard. Weitra: Bibliothek der Provinz 1995.

8 Eva Marquardt: „Ist es ein Roman? Ist es eine Autobiographie?“

9 Bianca Theisen: „Im Guckkasten des Kopfes“. Thomas Bernhards Autobiographie, in: Franziska Schößler/Ingeborg Villinger (Hg.): Politik und Medien bei Thomas Bernhard, Würzburg 2002, S. 246­265, hier S. 250.

10 Nikolaus Langendorf: Schimpfkunst. Die Bestimmung des Schreibens in Thomas Bernards Prosawerk. Europäische Hochschulschriften Bd. 1815, Frankfurt/ Main; Berlin; Bern; Bruxelles, New York; Oxford; Wien, 2001, S. 111.

11 Burghard Damerau: Selbstbehauptungen und Grenzen. Zu Thomas Bernhard. Würzburg 1996, S. 399.

12 Bernhard bezieht sich in seinen Texten immer wieder auf reale Orte und Personen. Siehe hierfür die Anmerkung zu den Klagen sowie das spätere Kapitel zum autobiografischen Gehalt von Auslöschung.

13 Siehe hierzu Kapitel 3: Übertreibungskunst.

14 Langendorf: Schimpfkunst, S. 111.

15 Krista Fleischmann: Thomas Bernhard - Eine Begegnung. Gespräche mit Krista Fleischmann. Wien: Edition S 1991, S. 169.

16 Karl Ignanz Hennetmair: Ein Jahr mit Thomas Bernhard. Das versiegelte Tagebuch 1972. Salzburg und Wien: Residenz 2000, S. 220.

17 Zitate aus den einzelnen Büchern der Autobiografie stammen aus dem Band: Thomas Bernhard: Die Autobiographie. In: Ders.: Werke, Bd.10, hrsg. von Martin Huber und Manfred Mittermayer. Frankfurt/ Main 2004. Im Fließtext werden sie unter Angabe der Seitenzahl folgendermaßen gekennzeichnet: Die Ursache: Ur, Der Keller: Ke, Der Atem: At, Die Kälte: Kä und Ein Kind: Ki.

18 Mittermayer: Thomas Bernhard. Eine Biografie, S. 15.

19 Auf Bernhards Sprachskepsis wird im Kapitel 2: Die Kunst der Verfläschung näher eingegangen.

20 Langendorf: Schimpfkunst, S. 125.

21 „[...], und die Wahrheit ist, daß [...].“ (Ur, S. 25) oder später: „Es ist die Wahrheit.“ (Kä, S. 367)

22 Die Meldung ist „authentisch; in Bernhards Nachlaß findet sich die Zeitungsseite, [...].“ Vgl. Mittermayer: Biografie, S. 530.

23 „Aus Schlagobers entsteht nichts“. Gespräch zwischen Rudolf Bayr und Thomas Bernhard, 1.9.1975 (ORF). In: Thomas Bernhard und Salzburg. 22 Annäherungen. Hrsg. von Manfred Mittermayer und Sabine Veits-Falk. Salzburg: Jung und Jung 2001, S. 245—251, hier S. 246.

24 Langendorf: Schimpfkunst. S. 127.

25 Langendorf: Schimpfkunst. S. 127f.

26 Zitate aus Auslöschung stammen aus folgender Ausgabe: Thomas Bernhard: Auslöschung. Ein Zerfall. Frankfurt/Main 1988. Sie werden im Fließtext angegeben unter dem Kürzel „Au, Seitenzahl“ angezeigt.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Ein Leben als Kunstwerk. Thomas Bernhards autobiografisches Kunstprogramm
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Literaturwissenschaften)
Note
1,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
21
Katalognummer
V1024536
ISBN (eBook)
9783346422231
ISBN (Buch)
9783346422248
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Thomas Bernhard
Arbeit zitieren
Anne-Catherine Piétriga (Autor), 2020, Ein Leben als Kunstwerk. Thomas Bernhards autobiografisches Kunstprogramm, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1024536

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