Das Ziel der Thesis ist es herauszufinden, inwieweit die pandemiebedingten Homeoffice-Maßnahmen nachhaltig etwas an der Digitalisierung von deutschen Unternehmen verändert und welche Arbeitsmethoden sich in diesem Zusammenhang
besonders bewährt haben. Hierfür muss vorab geklärt werden, welche Faktoren dazu beitragen, dass ein Unternehmen als digitalisiert gelten kann. Darüber hinaus muss herausgestellt werden, in welcher Ausgangslage sich deutsche Unternehmen diesbezüglich befinden und inwieweit die veränderten Bedingungen im Jahr 2020 weitere Changemanagement-Prozesse gefördert haben.
Die zu Beginn des Jahres 2020 ausgebrochene weltweite Corona-Pandemie hatte aufgrund von massiven Einschränkungen und Kontaktverboten einen erheblichen Einfluss auf die notwendige Digitalisierung deutscher Unternehmen. Eine über 200-prozentige Steigerung des Arbeitens auf Distanz führte neben der verstärkten Nutzung digitaler Kommunikations- und Informationstechnik in vielen Unternehmen zu einem ganzheitlichen Umdenken in der Führungsetage, welches wiederum Einfluss nahm auf den Wandel der Kultur, der Prozesse und Geschäftsmodelle.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Leitfragen
1.3 Übersicht über die Arbeit
2 Theoretischer Teil
2.1 Darstellung der theoretischen Aspekte zur Digitalisierung von Unternehmen
2.1.1 Die Kundenzentrierung
2.1.2 Der neue Umgang mit Daten
2.1.3 Das Innovationsmanagement
2.1.4 Agiles Arbeiten
2.1.5 Digitale Führungskompetenzen
2.2 Darstellung der damit einhergehenden empirischen Ergebnisse
2.2.1 Hohe Ansprüche an den Kundenservice
2.2.2 Daten als Innovationstreiber
2.2.3 Innovationen als Schlüssel der Digitalisierung
2.2.4 Agilität für dynamische Stabilität
2.2.5 Digitale Führungskompetenzen
2.3 Zwischenfazit
2.3.1 Verdichtung der Theorie
2.3.2 Präzisierung der Problemstellung
2.3.3 Aufstellung einer Hypothese
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Ausgangssituation und Rahmenbedingungen
3.1.1 Kurzbeschreibung der themenrelevanten Aspekte der Digitalisierung
3.1.2 Darstellung der aktuellen Ausgangssituation
3.2 Überblick über das Untersuchungsdesign
3.3 Beschreibung des analysierten Datenbestandes
3.3.1 Art und Umfang der untersuchten Daten
3.3.2 Relevanz der Daten für die Untersuchung
3.4 Vorgehen im Rahmen der Durchführung und Auswertung
4 Ergebnisse
5 Kritische Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.1.1 Auswirkungen auf die Digitalisierung deutscher Unternehmen
5.1.2 Auswirkungen auf die Digitalisierung in Bezug zur Unternehmensgröße
5.2 Qualität des eigenen Vorgehens und des Datenbestandes
5.3 Ableitung von Handlungsempfehlungen und Hinweise
5.4 Ausblick und Fazit
6 Anlagen
6.1 Fieldreport Projekt 978659
6.2 Fragenkatalog
6.3 Statistik - Alle Teilnehmenden
6.4 Statistik - Alle Teilnehmenden die abgeschlossen haben
6.5 Statistik - Alter der Teilnehmenden
6.6 Statistik - Arbeitsweg
6.7 Statistik - Gesundheitsbranche
6.8 Statistik - Marketing und Werbung
6.9 Statistik - Großunternehmen
6.10 Statistik - Mittlere Unternehmen
6.11 Statistik - Kleine Unternehmen
6.12 Statistik - Kleinstunternehmen
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, den Einfluss der pandemiebedingten Homeoffice-Maßnahmen auf die Digitalisierung deutscher Unternehmen zu untersuchen und zu bewerten, inwiefern dies zu einem nachhaltigen Wandel beigetragen hat.
- Digitaler Status Quo deutscher Unternehmen vor und während der Pandemie
- Einfluss von Soft Skills und Unternehmenskultur auf die digitale Transformation
- Messung der Digitalisierung anhand von Hard- und Soft-Skills-Kriterien
- Vergleich der Auswirkungen nach Unternehmensgröße und Branchen
- Analyse der Rolle von Changemanagement und Führungskompetenzen
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
In Deutschland gibt es nach wie vor zwei Lager: Auf der einen Seite die Unternehmen, in denen Platz gemacht wird für digital ausgerichtete CEO’s und CDO’s und auf der anderen Seite die sog. „Late Majority“, deren Geschäftsprozesse und Produkte nicht digital aufgewertet werden und welche deshalb möglicherweise Gefahr laufen ihre Marktmacht zu verlieren.
Während in der Bundesrepublik Deutschland das World Wide Web entstand, in den 1980er Jahren die ersten selbstfahrenden Autos entwickelt und in den 1990ern das Deep-Learning-Verfahren (ein künstliches neuronales Netz) erfunden wurde, spielt die BDR bei der Umsetzung in marktgängige digitale Produkte keine große Rolle im internationalen Vergleich.
Dies hat zur Folge, dass sich der Innovationsdruck auf deutsche Unternehmen seit geraumer Zeit verstärkt. Sogar Unternehmen wie das tradierte Versandhaus Quelle, welches aufgrund seiner Struktur und Branche eigentlich prädestiniert war für Online-Geschäfte, konnte bereits 2009 der Konkurrenz des Onlinehändlers Amazon nicht mehr standhalten und meldete Konkurs an.
Dabei müssen sich mittlerweile in nahezu allen Branchen Organisationen mit der digitalen Transformation auseinandersetzen, wenn sie einen Teil ihrer Marktmacht behalten möchten. Der größte Druck entsteht vorwiegend durch die zunehmend kürzer werdenden Produktzyklen und neue innovative Geschäftsmodelle wie Streaming-Dienste, oder sog. Free-Modelle (kostenlose Funktionen für die Nutzenden und Möglichkeiten der Datenauswertung für die Anbieter*innen), die auf den Markt drängen.
Diese sog. disruptiven Innovationen entstehen meist auf Basis neuer Technologien, welche zu neuen Produktentwicklungen führen, neue Geschäftsfelder eröffnen oder bestehende beschleunigen, sodass traditionelle Geschäftsmodelle bisweilen vollständig verdrängt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problemstellung der digitalen Rückständigkeit deutscher Unternehmen und definiert das Ziel, den Einfluss der Pandemie auf diesen Wandel zu untersuchen.
2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel erarbeitet theoretische Grundlagen der Digitalisierung, inklusive Kundenzentrierung, Datenmanagement, Innovation und Agilität, sowie deren empirische Fundierung.
3 Methodisches Vorgehen: Hier wird das Untersuchungsdesign der quantitativen Online-Umfrage erläutert, welche zur Beantwortung der Leitfrage herangezogen wird.
4 Ergebnisse: Die zentralen Daten der Umfrage werden präsentiert, insbesondere der Anstieg von Homeoffice-Nutzung und digitalen Systemen während der Pandemie.
5 Kritische Diskussion: Die gewonnenen Erkenntnisse werden interpretiert und in den Kontext bestehender Studien gesetzt, um Schlussfolgerungen über den digitalen Wandel in Deutschland zu ziehen.
Schlüsselwörter
Digitale Transformation, Coronapandemie, disruptive Innovationen, deutsche Unternehmen, Online-Umfrage, Homeoffice, Changemanagement, Kundenzentrierung, Agilität, Datenverwertung, Innovationsmanagement, Führungskompetenzen, Digitalisierungsgrad.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis?
Die Arbeit untersucht, wie sich die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie des Jahres 2020 konkret auf die Digitalisierung deutscher Unternehmen ausgewirkt haben.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Zentrale Themen sind die digitale Transformation, das Changemanagement, der Einsatz digitaler Systeme, agile Arbeitsmethoden sowie die Rolle der Führungskräfte.
Was ist das primäre Forschungsziel?
Ziel ist es zu ermitteln, ob die krisenbedingten Umstellungen (wie Homeoffice) nachhaltige digitale Impulse in deutschen Unternehmen gesetzt haben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Es wurde eine quantitative Online-Umfrage durchgeführt, deren Ergebnisse mit bestehenden Studien und Indizes verglichen wurden.
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Digitalisierung, das methodische Vorgehen bei der Umfrage, die Darstellung der Ergebnisse sowie eine kritische Diskussion.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Digitale Transformation, Unternehmenskultur, Agilität, datenbasierte Entscheidungsfindung und Innovationskultur aus.
Wie unterscheidet sich die Arbeit von anderen Studien?
Im Gegensatz zu vielen Studien, die primär Führungspositionen befragen, richtet sich diese Untersuchung an eine breitere Zielgruppe von Angestellten und Selbstständigen, um ein realeres Bild aus der Arbeitspraxis zu erhalten.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich kleiner und mittlerer Unternehmen?
Die Autorin stellt fest, dass insbesondere Kleinstunternehmen in der Krise überraschend flexibel und agil reagiert haben und teilweise größere Innovationssprünge vollzogen als erwartet.
- Citar trabajo
- Franziska Nele Gohr (Autor), 2021, Die Corona-Pandemie als Katalysator der Digitalisierung deutscher Unternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1024847