Der Fokus dieser Arbeit liegt auf dem Bereich der Geschlechterkonstellation in Bezug auf die Arbeitsteilung im familiären Bereich.
Dazu werden die Untersuchungen von Petra Frerichs und Margareta Steinrücke "Kochen ein männliches Spiel? Die Küche als geschlechts- und klassenstrukturierter Raum" und "Arbeitsteilung bei der Ernährungsversorgung von Familien. Persistenz oder Wandel?" von Angela Häußler und Uta Meier-Gräwe herangezogen und näher beleuchtet.
Während des neunzehnten Jahrhunderts, der Zeit der Industrialisierung, war eine scharfe Trennung in Bezug auf die geschlechterspezifische Arbeitsteilung zu erkennen. Der Mann war gezwungen, seine Arbeitskraft zu verkaufen und galt als "Ernährer" der Familie. Den Frauen wurde die Rolle der Mutter zugeschrieben.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung: Die Rolle von Frau und Mann in der Gesellschaft...
- 2. Empirische Ergebnisse zum Alltagsleben in Beziehungen
- 2.1 Auswertung der Studie von Frerichs/Steinrücke
- 2.2 Auswertung der Studie von Häußler/Meier-Gräwe
- 3. Rhetorische Modernisierung und Geschlechterrevolution .
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Arbeitsteilung im Haushalt in Deutschland und untersucht, inwieweit sich Gleichheit zwischen Mann und Frau in diesem Bereich etabliert hat. Die Analyse zielt darauf ab, die gesellschaftlichen Mechanismen zu ergründen, die den Zusammenhang zwischen Geschlecht und Arbeitsteilung im Haushalt beeinflussen.
- Geschlechterverhältnisse und Arbeitsteilung im Haushalt
- Empirische Ergebnisse zu Gleichstellung von Mann und Frau in Beziehungen
- Sozioökonomische Faktoren und Klassenpositionen in Bezug auf die Arbeitsteilung
- Modernisierungsprozesse und ihre Auswirkungen auf die Geschlechterrollen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der Geschlechterrollen und die aktuelle Diskussion um Gleichberechtigung in Deutschland. Kapitel 2 analysiert empirische Studien zum Alltagsleben in Beziehungen und fokussiert auf die Arbeitsteilung im Haushalt, insbesondere im Kontext des „Kochens“. Die Untersuchung von Frerichs/Steinrücke befasst sich mit der Aufteilung des „Kochens“ innerhalb des Familienbereichs, betrachtet verschiedene Klassenfraktionen und Lebensstile und nutzt Bourdieus Modell des sozialen Raums. Kapitel 3 thematisiert die „rhetorische Modernisierung“ und die „Geschlechterrevolution“, wobei die Autorin auf die Ergebnisse der vorangegangenen Kapitel Bezug nimmt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die Themen Arbeitsteilung im Haushalt, Geschlechterrollen, Gleichstellung, soziale Ungleichheit, Klassenstruktur, empirische Forschung, Familienleben, Modernisierung, und Bourdieus Modell des sozialen Raums.
Häufig gestellte Fragen
Wie ist die Arbeitsteilung im Haushalt heute geregelt?
Trotz Modernisierungsprozessen leisten Frauen nach wie vor den Großteil der Hausarbeit, während Männer sich oft auf spezifische Aufgaben wie „Hobby-Kochen“ konzentrieren.
Was bedeutet „rhetorische Modernisierung“?
Es beschreibt das Phänomen, dass Paare zwar Gleichberechtigung befürworten und davon sprechen, in der täglichen Praxis aber weiterhin traditionelle Rollenmuster leben.
Welchen Einfluss hat die soziale Klasse auf die Hausarbeit?
Studien zeigen, dass die Aufteilung der Hausarbeit auch von der Klassenposition und dem Lebensstil abhängt, wobei Bourdieus Modell des sozialen Raums zur Erklärung genutzt wird.
Warum gilt Kochen oft als „männliches Spiel“?
Männer übernehmen oft dann das Kochen, wenn es als kreative Freizeitbeschäftigung oder Event wahrgenommen wird, während die tägliche Routineversorgung meist bei den Frauen bleibt.
Was war das Ideal des „Ernährers“ im 19. Jahrhundert?
In der Industrialisierung etablierte sich das Modell, bei dem der Mann außer Haus das Geld verdiente und die Frau für das private Heim und die Kindererziehung zuständig war.
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- Yasmin Eismayr (Autor), 2017, Geschlechtsspezifische Aufgabenteilung im Haushalt. Rhetorische Modernisierung und Geschlechterrevolution, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1025368