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Risikogebiet japanische Küste. Die Kausalität zwischen Katastrophe, Prävention und gesellschaftlichem Einfluss

Título: Risikogebiet japanische Küste. Die Kausalität zwischen Katastrophe, Prävention und gesellschaftlichem Einfluss

Trabajo , 2020 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Thore Seeger (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía regional
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Als Japan im März 2011 von dem weltweit viert stärksten Beben seit Beginn der menschlichen Aufzeichnungen getroffen wurde und anschließend eine riesige Welle Teile der japanischen Küsten zerstörte, sodass es in der Folge sogar zu der zweitschlimmsten Atomkatastrophe der Menschheitsgeschichte kam, blickte die ganze Welt auf die betroffenen Gebiete. Überraschend kam der Auslöser dieser Ereignisse, ein massives Seebeben, allerdings nicht: Japan befindet sich an einer der gefährlichsten geologischen Zonen der Erde: Dem Ring of Fire.

Wie geht das Land und seine Bevölkerung mit einem solchen Risiko um? Welche Auswirkungen hat das Leben in einem Risikogebiet auf die Gesellschaft? Die vorliegende Arbeit verbindet nicht nur physische- und humangeographische Aspekte miteinander und stellt so dar, wieso ein bewusstes Leben mit dem Risiko unausweichlich für die japanische Bevölkerung der Küsten ist, sondern zeigt den Lesenden einen Einblick in eine für Europa unvorstellbare Konstruktion von Raum- und Gesellschaftsplanung.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Natur als Risiko

2.1 Risikogebiete

2.1.1 Die japanischen Küsten als Risikogebiet

3. Fallbeispiel Tohoku-Beben 2011

3.1 Gesellschaftlicher Einfluss

4. Implementierung von Präventionsmaßnahmen

4.1 Präventionsmaßnahmen vor dem Tohoku-Beben

4.2 Neuartige Präventionsmaßnahmen nach dem Tohoku-Beben

4.3 Präventionsmaßnahmen als gesellschaftlicher Eingriff

5. Diskussion und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Kausalität zwischen Naturkatastrophen und den daraus resultierenden Präventionsmaßnahmen sowie deren Einfluss auf die japanische Küstengesellschaft. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern diese Katastrophen und die damit verbundenen Maßnahmen als gesellschaftliche Einflussfaktoren auf die betroffenen Regionen wirken.

  • Analyse der Natur als Risiko im sozialwissenschaftlichen Kontext
  • Untersuchung des Tohoku-Bebens 2011 als zentrales Fallbeispiel
  • Bewertung baulicher und verhaltensorientierter Präventionsmaßnahmen
  • Diskussion über das gesellschaftliche Wohlbefinden und Vertrauen gegenüber staatlichen Maßnahmen
  • Evaluation des Konfliktpotenzials zwischen Sicherheit und Lebensqualität

Auszug aus dem Buch

3.1 Gesellschaftlicher Einfluss

Ingesamt starben durch diese kausal verbundenen Naturkatastrophen und deren Folgen jeglicher Art nahezu 22.000 Menschen. Auffällig ist dabei der Einfluss 3450 Todesopfer auf diese Zahl, welche nach der Katastrophe aufgrund von Krankheit, psychischem Stress oder Suizid verschieden (DANIELL und KUNZ-PLAPP o.J., o.A.). Ausgehend von der Implikation dieser Zahl, dass die Ursachen und Beweggründe der Tode aufgrund von Suizid und psychischem Stress durch das Tohoku-Beben und seine Folgen entstanden sind oder fundamental beeinflusst wurden, lässt sich eine gesellschaftliche Ausdifferenzierung hinsichtlich des Umganges mit der Verarbeitung der Katastrophe ableiten. Die Katastrophe beeinflusste die Gesellschaft somit hinsichtlich ihrer Stabilität. Grundlegend dafür lässt sich die Zerstörung der Infrastruktur anführen: Unmittelbar nach der Katastrophe waren 244.000 Gebäude durch das Beben beschädigt (NIMURA et al. 2011, S. 803). Der folgende Tsunami zerstörte alle Siedlungsgebiete auf einer 400km2 großen Fläche entlang der Ostküste. Insgesamt wurden so 100.000 Häuser vollständig zerstört, eine halbe Millionen Häuser beschädigt und circa 400.000 Menschen der betroffenen Region obdachlos (FLÜCHTER 2011, S. 55f.).

Neben der Obdachlosigkeit der Menschen, welche ihren Wohnraum aufgrund von Beschädigung oder Zerstörung verloren haben, nahm zudem die aus dem Tsunami resultierende Atomkatastrophe von Fukushima einen gesellschaftlichen Einfluss auf die Bewohner Japans. Im Zuge der Kernschmelze und der radioaktiven Kontamination der anliegenden Küstengebiete, dargestellt in Abbildung 3, wurden 200.000 Menschen aus diesen evakuiert. Schrittweise wurde 122.000 dieser Menschen die Option eröffnet in ihren ursprünglichen Wohnraum zurückzukehren (LITTLE 2019, o.A.).

Dennoch lässt sich aus sozialwissenschaftlicher Perspektive durch die achtjährige zwangsräumliche Veränderung ein gesellschaftlicher Umbruch in dem Denken über das Risiko einer solch technisch bedingten Katastrophe, ausgelöst durch einen Natural Hazard, ausmachen. Die Entwicklung einer Risikogesellschaft, einer Gesellschaft bestimmt durch Unbehaglichkeit über die sich anthropogen verändernde Umwelt (ZWICK und RENN 2008, S. 68), zeigt sich, ebenso wie die vollzogene Entwicklung neuer Gesellschaftsstrukturen in den seit 2011 alternativ besiedelten Gebieten, insbesondere durch die geringe Annahme dieser Option: Die beispielhaft im April 2019 freigegebene Stadt Okuma verzeichnete bei einer Population von ursprünglich 10.341 Bewohnern lediglich 367 unmittelbare Zuzüge (THEJAPANTIMES (Hrsg.) 2019, o.A.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Katastrophenprävention in Japan anhand des Tohoku-Bebens und Formulierung der zentralen Forschungsfrage.

2. Die Natur als Risiko: Theoretische Herleitung des Risikobegriffs im sozialwissenschaftlichen Kontext und Einordnung der japanischen Küsten als Gefahrenregion.

3. Fallbeispiel Tohoku-Beben 2011: Detaillierte Betrachtung der Katastrophe von 2011 und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und Infrastruktur.

4. Implementierung von Präventionsmaßnahmen: Analyse der verschiedenen baulichen und verhaltensorientierten Schutzmaßnahmen vor und nach der Katastrophe.

5. Diskussion und Fazit: Kritische Reflexion der Kausalität zwischen Sicherheitsmaßnahmen und gesellschaftlichem Wohlbefinden sowie Ausblick auf künftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Japan, Küstenschutz, Tohoku-Beben, Tsunami, Präventionsmaßnahmen, Risikogesellschaft, Naturkatastrophe, Gesellschaftlicher Einfluss, Infrastruktur, Fukushima, Vulnerabilität, Seawall, Katastrophenmanagement, Erdbeben, Anpassung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Naturkatastrophen auf die japanischen Küstenregionen und untersucht, wie staatliche Präventionsmaßnahmen die betroffene Gesellschaft beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Felder sind die Risikoanalyse von Naturkatastrophen, die bauliche und soziale Prävention sowie die soziokulturellen Auswirkungen durch Schutzmaßnahmen wie Schutzwälle.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, inwiefern Katastrophen und die daraus resultierenden Präventionsmaßnahmen als gesellschaftliche Einflussfaktoren auf die japanischen Küstenregionen wirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung des Risikobegriffs, eine Fallstudie zum Tohoku-Beben 2011 sowie eine Analyse gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Reaktionen auf bauliche Prävention.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Risikogebieten, der detaillierten Analyse des Tohoku-Bebens und der Bewertung von Schutzmaßnahmen, einschließlich der Kontroverse um den "Seawall"-Bau.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Risikogesellschaft, Katastrophenmanagement, Vulnerabilität, Tsunami, Fukushima und gesellschaftlicher Konflikt.

Welchen Einfluss hatte die Atomkatastrophe von Fukushima auf die untersuchten Gebiete?

Die Katastrophe führte zu großflächigen Evakuierungen und löste einen gesellschaftlichen Umbruch im Risikoverständnis aus, da viele Bewohner nicht in ihre Heimatorte zurückkehren.

Warum gibt es Konflikte zwischen der Regierung und den Anwohnern bezüglich der Schutzmauern?

Die Konflikte entstehen durch mangelnde Kommunikation, die Beeinträchtigung der Lebensqualität und des Tourismus sowie ein schwindendes Vertrauen der Bürger in die staatliche Sicherheitsstrategie.

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Detalles

Título
Risikogebiet japanische Küste. Die Kausalität zwischen Katastrophe, Prävention und gesellschaftlichem Einfluss
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Geographisches Institut)
Calificación
1,3
Autor
Thore Seeger (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
16
No. de catálogo
V1025635
ISBN (Ebook)
9783346424495
Idioma
Alemán
Etiqueta
risikogebiet küste kausalität katastrophe prävention einfluss
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thore Seeger (Autor), 2020, Risikogebiet japanische Küste. Die Kausalität zwischen Katastrophe, Prävention und gesellschaftlichem Einfluss, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1025635
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