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Psychodramatische Supervision und Coaching im Organisationsfeld Schule

Title: Psychodramatische Supervision und Coaching im Organisationsfeld Schule

Academic Paper , 2021 , 32 Pages

Autor:in: Bettina Haus (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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Die Arbeit zeigt auf, dass Supervision und Coaching im Organisationsfeld Schule zunehmend wichtiger wird und dass deren Einsatz institutionalisiert werden sollte. Im zweiten Teil der Arbeit untermauern Beispiele aus der psychodramatischen Supervisionspraxis im Organisationsfeld diese Forderung.

Im ersten Teil der Arbeit werden die Notwendigkeit, Umstände und Bedingungen des Einsatzes von Supervision und Coaching im Organisationsfeld Schule reflektiert. Hieran schließen sich theoretische Grundlagen psychodramatischer Beratungstätigkeit im Format Supervision und Coaching an. In diesem Zusammenhang wird die soziale und ethische Haltung des Psychodramas beschrieben, sowie weitere, das Psychodrama kennzeichnende Aspekte, wie z.B. dessen Handlungsorientierung, die Bedeutung von Beziehung und Emotionen, sowie den „kreativen Zirkel“, jene von Morenos Strukturtheorien, die sein Verständnis innerer Veränderungsprozesse beschreibt.

Im dritten Kapitel meiner Ausführungen wird auf das in Kap. 2 beschriebene theoretische Fundament rekurriert und es werden Fallbeispiele der supervisorischen Tätigkeit der Autorin mit Lehrer*innen in Vorbereitung (LiV), Ausbilder*innen und einzelnen Lehrenden reflektiert. Hier wird deutlich, inwiefern Supervision hilfreich sein kann, um Lehrer*innen bei der Entwicklung ihrer Professionalität sowie zur Erhaltung ihrer Gesundheit und Arbeitsfähigkeit zu unterstützen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Supervision und Coaching im Organisationsfeld Schule

2.1 Bedingungen für Supervision und Coaching im Organisationsfeld Schule

2.2 Aspekte psychodramatischer Supervision

2.2.1 Die pragmatisch-psychodramatische Haltung der Supervisor*in / Coach

2.2.2 Der Kreative Zirkel als Veränderungsmodell psychodramatischer Beratungsarbeit

2.2.3 Bedeutung von Beziehung in psychodramatischer Beratungsarbeit

2.2.4 Bedeutung von Emotionen in psychodramatischer Beratungsarbeit

3 Darstellung und Reflexion praktischer Beispiele

3.1 Psychodramatisches Arbeiten in der dyadischen Supervision

3.1.1 Supervision mit einer Lehrerin in Vorbereitung (LiV)

3.1.1.1 Sitzung 1 Regiestuhl-Technik

3.1.1.2 Sitzung 2 Rollentraining

3.1.1.3 Sitzung 3 Auswertung und Ausblick

3.2 Supervision mit Lehrer*innen im Einzelsetting

3.2.1 Aufstellungsarbeit mit Intermediärobjekten zur Ressourcenaktivierung

3.2.2 Aufstellungsarbeit mit Intermediärobjekten als Entscheidungshilfe

3.3 Gruppensupervision

3.3.1 Gruppensupervision mit Ausbilder*innen von LiV

3.3.1.1 Sitzung 1 Aktionssoziometrie und Skulpturarbeit

3.3.1.2 Sitzung 2 Erwärmung über Intermediärobjekte

3.3.1.3 Sitzung 3 Psychodramatische Aufstellungsarbeit

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendungsmöglichkeiten und die Wirksamkeit von psychodramatischen Verfahren innerhalb der Supervision und des Coachings im schulischen Kontext, um pädagogische Fachkräfte bei der Entwicklung ihrer professionellen Identität sowie der Gesunderhaltung zu unterstützen.

  • Bedeutung von Supervision und Coaching im System Schule
  • Grundlagen der psychodramatischen Supervision
  • Praktische Anwendungsbeispiele in Einzel- und Gruppensettings
  • Einsatz von Intermediärobjekten und Aufstellungsarbeit
  • Rolle von Emotionen und Beziehungsarbeit im Beratungsprozess

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Die pragmatisch-psychodramatische Haltung der Supervisor*in / Coach

Psychodramatische Beratungsarbeit ist prozessorientiert und geprägt von handlungsorientierten kreativen und spontanen Interventionen. Im besten Sinne wirksam werden diese Werkzeuge aber erst mit einer angemessenen Haltung. Folgende Haltungsprinzipien sind Perlen auf einer Richtschnur psychodramatischer Beratungsarbeit und werden im zweiten Teil dieser Arbeit beispielhaft in konkreten Anwendungsfeldern aufgegriffen und näher erläutert:

Menschen, nicht Systeme: Psychodramatiker*innen arbeiten nicht mit Organisationen, sondern immer mit ganz konkreten Menschen.

Arbeiten mit und an Beziehungen: PD* machen Beziehungen transparent und damit gestaltbar.

Rollen(tausch): PD* stellen sich in die Schuhe des anderen und helfen Klient*innen, diesen Schritt ebenfalls zu wagen.

Handeln und Erleben und dann Reden: PD* setzen darauf, dass sich handlungsorientierte Methoden wie Inszenierungen und Aufstellungen und Reflexion ergänzen: Ohne das eine kann das andere nicht wirken, in Kombination werden vielschichtige Erkenntnisse möglich.

Keine Emotionen-Pause machen! PD* benennen Emotionen bewusst und holen sie aus ihrem Schatten-Dasein innerhalb der Organisation. Sie wissen um die Kraft der Emotion – ob destruktiv oder schöpferisch.

Wirklichkeiten verändern: PD* helfen Klient*innen dabei, ihre ganz persönlichen Wirklichkeiten zu erkennen und umzugestalten.

Thema und Gegenthema: PD* wissen darum, dass es zu jedem Thema ein Gegenthema gibt: In der Verwirrung schlummert Klarheit, in der Depression Zuversicht, und im Stillstand Bewegung. PD* machen sich mit ihren Klient*innen auf die Suche und heben Ressourcenschätze.

Horizontalität und Vertikalität: PD* wissen darum, dass sich Themen der Gruppe in den Themen einzeln Personen spiegeln – und umgekehrt.

Dramaturgie im Hinterkopf: PD* erkennen Spannungskurven und gestalten sie: Wofür ist die Gruppe erwärmt? Was braucht eine Klient*in, um ein heißes „Thema“ auf die Bühne zu bringen? Wie kann eine Abteilung sich nach turbulenten Zeiten und Aufregung wieder beruhigen?

Gespür für die Dosis: PD* setzen Interventionen mit Bedacht ein: Ein Zuviel treibt das Gegenüber unnötig in den Widerstand, ein Zuwenig lässt jede Wirkung verpuppen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Autorin legt ihre persönliche Motivation dar und begründet die Notwendigkeit von Supervision und Coaching im schulischen Kontext zur Förderung der professionellen Qualität und Gesundheit.

2 Supervision und Coaching im Organisationsfeld Schule: Dieses Kapitel beleuchtet die steigenden Anforderungen an Lehrkräfte und führt in die theoretischen Grundlagen der psychodramatischen Supervision ein.

3 Darstellung und Reflexion praktischer Beispiele: Es werden konkrete Interventionsmöglichkeiten wie die Regiestuhl-Technik, Aufstellungsarbeit mit Intermediärobjekten und Gruppensupervision anhand praktischer Fallbeispiele demonstriert.

4 Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Resümee, dass psychodramatische Supervision durch ihre fundierte Methodik einen wesentlichen Beitrag zur Reflexionsfähigkeit und Entlastung im Berufsfeld Schule leistet.

5 Literaturverzeichnis: Ein umfassendes Verzeichnis der in der Arbeit zitierten Quellen.

Schlüsselwörter

Supervision, Coaching, Psychodrama, Schule, Lehrerin in Vorbereitung, Rollentraining, Aufstellungsarbeit, Intermediärobjekte, Gruppensupervision, Beratung, Schulentwicklung, Professionelle Identität, Soziometrie, Handlungsorientierung, Emotionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von psychodramatischen Ansätzen in der Supervision und im Coaching für pädagogische Fachkräfte im Bereich Schule.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Reflexion beruflicher Rollen, der Bewältigung von Konflikten, dem Umgang mit Emotionen und der Stärkung der professionellen Identität durch handlungsorientierte Methoden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch psychodramatische Supervision die Qualität pädagogischer Arbeit gesichert, die Gesundheit der Lehrkräfte gefördert und die professionelle Entwicklung aktiv unterstützt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine praxisreflexive Methode gewählt, die theoretische Grundlagen des Psychodramas mit der detaillierten Dokumentation und Auswertung tatsächlicher Supervisionsprozesse verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die psychodramatische Haltung sowie die praktische Darstellung verschiedener Settings, darunter die Arbeit mit Lehrkräften in Vorbereitung und die Gruppensupervision.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Psychodrama, Supervision, Intermediärobjekte, Rollenidentität und Schulentwicklung.

Warum ist die Anwendung von Intermediärobjekten in der Supervision sinnvoll?

Intermediärobjekte dienen als Symbole, die innere Prozesse, Konflikte oder Ressourcen dreidimensional visualisieren, was den Klienten eine distanzierte Betrachtung und damit neue Erkenntnisse ermöglicht.

Wie trägt die Regiestuhl-Technik zur Konfliktlösung bei?

Die Technik ermöglicht es, verschiedene innere Anteile oder beteiligte Personen symbolisch auf der Bühne zu positionieren, um die eigene Haltung sowie die Gefühle anderer besser verstehen und integrieren zu können.

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Details

Title
Psychodramatische Supervision und Coaching im Organisationsfeld Schule
College
MORENO Institute Stuttgart  (Moreno Institut Stuttgart)
Course
DGSv zertifzierte Weiterbildung Supervision & Coaching
Author
Bettina Haus (Author)
Publication Year
2021
Pages
32
Catalog Number
V1025883
ISBN (eBook)
9783346465627
ISBN (Book)
9783346465634
Language
German
Tags
Supervision Coaching Schule Lehrergesundheit Schulentwicklung Qualitätssicherung Schulentwicklung Lehrer*innen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bettina Haus (Author), 2021, Psychodramatische Supervision und Coaching im Organisationsfeld Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1025883
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