Diese Projektarbeit hat sich mit den Maßnahmen zur Umsetzung der grünen Logistik für Unternehmen der Transportbranche befasst. Das Ziel war es, Unternehmen, welche die Maßnahmen der grünen Logistik ergreifen möchten, eine Hilfestellung zu bieten und sowohl positive als auch negative Faktoren hervorzuheben. Dies wurde realisiert durch die Darstellung der zeitlichen Entwicklung von Techniken und Abkommen, die zu einer Begrenzung der CO2-Emissionen bis heute geführt haben. Der aktuelle Stand wurde beschrieben und grüne Projekte verschiedener Unternehmen wurden als Beispiel herangezogen. Anschließend wurden aktuelle Stände von Verkehrsmittel aufgeführt und Empfehlungen für die Zukunft unter Anbetracht der Realisierbarkeiten aufgeführt. Zusätzlich wurden strategische, operative, technische und politische Maßnahmen mit Vor- und Nachteilen erörtert. Als Ableitung dessen wurden zum Schluss Umsetzungshindernisse dargestellt und Umsetzungsempfehlungen im Allgemeinen getroffen, welche den Kern der Arbeit bilden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Ausgangssituation
1.2. Zielsetzung
1.3. Methodische Vorgehensweise
2. Definitionen und theoretische Grundlagen
2.1. Grundbegriff Transportlogistik
2.2. Supply Chain
2.3. Grundbegriff grüne Logistik
2.4. Treibhausgase und Treibhauseffekt
2.5. Carbon Footprint
3. Stand der Wissenschaft und Technik
3.1. Ansätze zur CO2 Reduktion
3.2. Aktuelle Beispiele in Unternehmen
3.2.1. GoGreen Programm der DHL
3.2.2. WeDo! Programm von Hermes
3.2.3. Deutsche Bahn
4. Ist-/Soll Zustand der Verkehrsmittel
5. Ansätze und Maßnahmen der Grünen Logistik
5.1. Strategische und Operative Veränderung der Maßnahmen
5.1.1. Straßenverkehr
5.1.2. Schienenverkehr
5.1.3. Seeverkehr
5.1.4. Luftverkehr
5.1.5. Kombinierter Verkehr
5.2. Technische Veränderung der Maßnahmen
5.3. Politische Maßnahmen
5.4. Umsetzungshindernisse der grünen Logistik
5.5. Umsetzungsempfehlung der grünen Logistik
6. Schlussbetrachtung
6.1. Zusammenfassung
6.2. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Projektarbeit zielt darauf ab, Unternehmen in der Transportbranche fundierte Hilfestellungen bei der Implementierung von Maßnahmen der grünen Logistik zu bieten, indem sie bestehende Methoden, Erfolgsfaktoren sowie technologische und politische Ansätze analysiert und die dabei auftretenden Hindernisse aufzeigt.
- Analyse der Auswirkungen und Entwicklungen in der Transportbranche im Kontext der globalen Erwärmung.
- Untersuchung von Klimaschutzstrategien führender Unternehmen wie DHL, Hermes und DB Schenker.
- Bewertung verschiedener Verkehrsträger (Straße, Schiene, See, Luft) hinsichtlich ihres ökologischen Fußabdrucks.
- Erörterung technischer, operativer und politischer Steuerungsmaßnahmen zur Emissionsreduktion.
- Identifikation von zentralen Umsetzungshindernissen wie Kosten, Zeitdruck und Flexibilitätsverlusten.
Auszug aus dem Buch
3.1 Senkung der Treibhausgasemissionen
Ökologische Nachhaltigkeit kann durch den Menschen nur dann ausgeübt werden, wenn sich ein Ökosystem immer selbstständig erneuern oder wiederherstellen kann und dadurch mit seinen üblichen Eigenschaften erhalten bleibt. Hierfür sollten, im Beispiel der Erde, natürlich vorkommende Rohstoffe nur in der Menge verbraucht werden, in der sie sich von allein reproduzieren können oder ein künstlicher Ersatz hergestellt werden kann. Im selben Zusammenhang sollten nicht mehr Schadstoffe emittiert werden als die Natur aufnehmen oder abbauen kann. Durch die Befolgung dieses Grundsatzes kann auch die Logistik ihren Beitrag zur Erhaltung des Ökosystems leisten.
Eine ökologisch nachhaltige grüne Logistik zeichnet sich durch das Schonen von Ressourcen und ein Verantwortungsbewusstsein über entstehende Emissionen aus. Bei Ressourcen, welche in Transportprozessen, und bei stationären Logistikaktivitäten in Anspruch genommen werden, handelt es sich beispielsweise um Dieseltreibstoff und elektrische Energie. Die wichtigsten, dabei verursachten Emissionen sind Treibhausgase.
Im Vordergrund der grünen Logistik ist das Ziel, die transport- und verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Um eine Senkung der in den vorherigen Jahrzehnten gestiegenen Treibhausgasemissionen zu verwirklichen müssen im ersten Schritt alle klimarelevanten Emissionen systematisch gemessen werden. Hierfür haben sich die Vereinten Nationen am 11.Dezember 1997 in der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) erstmals zur Begrenzung und Reduzierung von Emissionen verpflichtet. Zu den sechs relevanten Treibhausgasen, die in dem Kyoto-Protokoll aufgeführt sind und deren Ausstoß zu begrenzen oder zu reduzieren ist, zählen Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), Schwefelhexafluorid (SF6), Teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW/HFC) und Perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW/PFC).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Erwärmung als drängendes Problem für die Transportbranche und formuliert die Forschungsfragen zu Veränderungen, realisierbaren Maßnahmen und Hindernissen durch eine Umstellung auf grüne Logistik.
2. Definitionen und theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Transportlogistik, Supply Chain, grüne Logistik, Treibhausgase und den Carbon Footprint als Basis für das Verständnis der gesamten Arbeit.
3. Stand der Wissenschaft und Technik: Es werden Ansätze zur CO2-Reduktion sowie konkrete Klimaschutzprogramme namhafter Unternehmen (DHL, Hermes, DB Schenker) vorgestellt, um den aktuellen Stand der Technik aufzuzeigen.
4. Ist-/Soll Zustand der Verkehrsmittel: Dieses Kapitel analysiert den Status quo der verschiedenen Verkehrsträger (Straßen-, Schienen-, See- und Luftverkehr) und zeigt Verbesserungspotenziale für eine grünere Gestaltung auf.
5. Ansätze und Maßnahmen der Grünen Logistik: Hier werden strategische, operative, technische und politische Veränderungsansätze detailliert erörtert sowie Umsetzungshindernisse und konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen dargelegt.
6. Schlussbetrachtung: Das Abschlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit und Herausforderungen der Transformation in Richtung Elektromobilität und erneuerbare Energien.
Schlüsselwörter
Grüne Logistik, Transportbranche, CO2-Reduktion, Klimaschutz, Treibhausgasemissionen, Supply Chain, Carbon Footprint, Elektromobilität, Nachhaltigkeit, Transportlogistik, Emissionsmanagement, Kyoto-Protokoll, Effizienzsteigerung, Verkehrsmittelvergleich, Ressourcenschonung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Projektarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit und Möglichkeiten für Unternehmen der Transportbranche, ihre Logistikprozesse im Sinne einer ökologischen Nachhaltigkeit ("grüne Logistik") umzugestalten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen des Logistikmanagements, die Messung von Emissionen (Carbon Footprint), den Vergleich verschiedener Verkehrsträger und die Implementierung strategischer, operativer sowie technischer Klimaschutzmaßnahmen.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, zu welchen Veränderungen die grüne Logistik führt, welche Maßnahmen für Unternehmen realisierbar sind und welche Hindernisse bei deren Umsetzung existieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird ein systematischer Literaturansatz gewählt, der aktuelle wissenschaftliche Standards, Unternehmensbeispiele, Regierungsrichtlinien und das Kyoto-Protokoll zur Beantwortung der Fragestellungen heranzieht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Grundlagen, eine Bestandsaufnahme der Verkehrsmittel, eine detaillierte Erörterung von Vermeidungs- und Verringerungsstrategien sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den Umsetzungshindernissen wie Kosten und Zeit.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Grüne Logistik, Carbon Footprint, Treibhausgasemissionen, Supply Chain Optimierung und Elektromobilität charakterisiert.
Wie bewertet die Arbeit den Luftverkehr im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern?
Der Luftverkehr wird als das umweltschädlichste Transportmittel eingestuft, wobei die Arbeit hervorhebt, dass trotz seiner Bedeutung für Geschwindigkeit und Kundenzufriedenheit die CO2-Emissionen im Vergleich zum Straßenverkehr deutlich höher liegen.
Warum ist die Implementierung einer grünen Logistik für viele Unternehmen schwierig?
Das Hauptproblem liegt laut Arbeit im Konflikt zwischen ökologischen Zielen und betriebswirtschaftlichen Anforderungen, wie den hohen Investitionskosten für neue Technologien sowie dem Spannungsfeld zwischen Just-in-Time-Lieferungen und maximaler Auslastung.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei der Umsetzung grüner Logistik?
Die Mitarbeiter werden als entscheidender Faktor identifiziert; die Arbeit betont die Notwendigkeit von Fahrerschulungen (z.B. Eco-Training), um durch vorausschauende Fahrweise aktiv Kraftstoff zu sparen und Emissionen zu reduzieren.
- Quote paper
- Mehmet Yavuz Ünal (Author), 2021, Analyse und Bewertung von Maßnahmen zur Umsetzung einer grünen Logistik für Unternehmen in der Transportbranche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1025928