Konzepte und Strategien der individuellen Gesundheitsförderung

Entwicklung einer Präventionsmaßnahme in Form eines Kursprogramms im Handlungsfeld "Bewegungsgewohnheiten"


Hausarbeit, 2021

24 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN ZUR PRÄVENTIONSMAßNAHME
1.1 Bezeichnung des Kursangebots
1.2 Handlungsfeld und Präventionsprinzip
1.3 Bedarf.
1.4 Wirksamkeit
1.5 Zielgruppe
1.6 Ziele der Maßnahme

2 INHALTLICH-ORGANISATORISCHE GROBPLANUNG DES KURSPROGRAMMS

3 INHALTLICH-METHODISCHE DETAILPLANUNG DES KURSPROGRAMMS

4 DOKUMENTATION UND EVALUATION DES KURSPROGRAMMS

5 LITERATURVERZEICHNIS

6 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
6.1 Abbildungsverzeichnis
6.2 Tabellenverzeichnis

1 Grundlegende Informationen zur Präventionsmaßnahme

Im folgenden Kapitel werden zunächst grundlegende Informationen zur geplanten Prä­ventionsmaßnahme gegeben wie der Titel, das Handlungsfeld und das Präventionsprin­zip. Des Weiteren werden aktuelle wissenschaftliche Daten zum Thema Rückenschmerz dargestellt, wogegen das geplante Präventionsangebot vorgehen soll. Außerdem wird die Wirksamkeit des Kurses anhand wissenschaftlicher Quellen belegt und die Zielgruppe sowie die Ziele der Maßnahme definiert.

1.1 Bezeichnung des Kursangebots

Der Titel des Kursangebots lautet „Ein gesunder Rücken kann auch entzücken - Mit Kraft durch ein schmerzfreies Leben“. Die motorische Fähigkeit „Kraft“ im Titel soll dem Le­ser direkt kenntlich machen, worum es in dem Kursangebot hauptsächlich geht. Nämlich um Bewegung für den Rücken mit Fokus auf Kräftigungstraining. Der Titelteil „durch ein schmerzfreies Leben“ soll den Leser emotional ansprechen, weil sich jeder mit dem Gefühl Schmerz identifizieren kann, da jeder schon einmal Schmerzen erlebt hat und so direkt angedeutet wird, dass aus körperlicher Inaktivität Schmerzen resultieren können. Der erste Teil „Ein gesunder Rücken kann auch entzücken“ soll durch die Abwandlung des Sprichworts „Ein schöner Rücken kann auch entzücken“ eine gewisse Spannung bzw. Humor in den Titel bringen, um Neugier zu wecken.

1.2 Handlungsfeld und Präventionsprinzip

Für das Kursangebot wurde gemäß des „Leitfaden Prävention“ (Hupfeld et al., 2020) das Handlungsfeld „Bewegungsgewohnheiten“ und das Präventionsprinzip „Vorbeugung und Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken durch geeignete verhaltens- und ge­sundheitsorientierte Bewegungsprogramme“ gewählt.

1.3 Bedarf

Rückenschmerzen sind eine der häufigsten Beschwerden der Bevölkerung. Bis zu 85% hatten laut der Deutschen Rückenschmerzstudie 2003/2006 mindestens einmal im Leben Rückenschmerzen. Rückenbeschwerden, die mindestens drei Monate lang fast täglich auftreten werden als chronische Rückenschmerzen bezeichnet. Darunter litten bei den te­lefonischen Gesundheitsserveys 2009 und 2010 des Robert Koch-Instituts jede vierte Frau (25,0%) und ca. jeder sechste Mann (16,9%) in den letzten zwölf Monaten. Frauen geben allgemein häufiger an, von Rückenschmerzen betroffen zu sein, als Männer. Mit dem Alter nehmen Rückenschmerzen zudem zu. 30.4% der Personen ab 65 Jahren gaben an, in den letzten zwölf Monaten an chronischen Rückenschmerzen gelitten zuhaben, wo­hingegen es bei Personen unter 30 Jahren nur 11,3% waren. (Abu Sin et al., 2015, S. 69). Wie sich aus folgender Abbildung entnehmen lässt, sind Rückenschmerzen ein Problem, das mit den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Die Unterschiede zwischen 2003 und 2009 sind in Abbildung eins klar erkennbar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Rückenschmerzen (mind. drei Monate, fast täglich) in der deutschen Bevölkerung in den Jahren 2003 und 2009 (Raspe, 2012, S. 13)

Auch in Bezug auf die körperliche Aktivität in Deutschland noch Luft nach oben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt mindestens zweieinhalb Stunden pro Woche aerobe körperliche Aktivität. Dieser Wert wird allerdings nur von 42,6% der Frauen und 48,0% der Männer erreicht. Noch schlechter sieht es bei der Muskelkräfti­gungsaktivität aus. Hier erreichen nur 27,6% der Frauen und 31,2% der Männer die Emp­fehlungen der WHO. (Finger et al., 2017, S. 39)

Rückenschmerzen werden anhand ihrer Ursache unterschieden in nicht-spezifische (un­spezifische) und spezifische Kreuzschmerzen. Bei nicht-spezifischen Kreuzschmerzen ist keine eindeutige spezifisch zu behandelnde Ursache zu erkennen. Spezifischen Rücken­schmerzen liegt dagegen eine feststellbare somatische Ursache zu Grunde, wie z.B. ein Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose, entzündliche Kreuzschmerzen etc. (BÄK et al., 2017, S. 13)

Unspezifische Rückenschmerzen werden in der Fachwelt unter anderem auf folgende Ur- sachen/Risikofaktoren zurückgeführt: (Raspe, 2012, S.11)

- Physiologisch-organisch:

Mobilitätsverlust, Schonung, allgemeine Dekonditionierung

- Kognitiv und emotional:

Erhöhte Empfindlichkeit körpereigener Signale, Stimmungsschwankungen

- Verhalten:

Unangemessenes schmerzbezogenes Verhalten (Passivität, Schonung, Überaktivität, „Durchhalten“)

- Sozial:

Störungen von sozialen Beziehungen, Probleme am Arbeitsplatz/Beruf etc.

Abgesehen von der subjektiv wahrgenommenen Gesundheit und der verschlechterten Leistungsfähigkeit im Alltag, Freizeit und Beruf gehen Rückenschmerzen noch mit wei­teren Folgen / Begleiterscheinungen einher. Bei Betroffenen können oft weitere Krank­heiten festgestellt werden. Häufig sind zum Beispiel degenerative und entzündliche Ge­lenkerkrankungen, Schlaganfall, Osteoporose, Depression, Herzinsuffizienz, Substanz­missbrauch, chronische Bronchitis und Adipositas. Auch die Arbeitsproduktivität kann durch durch die verminderte Leistungsfähigkeit eingeschränkt werden bis hin zu Arbeits­ausfällen. Auf der Rangliste der zehn Erkrankungen mit den längsten Arbeitsunfähig­keitszeiten der AOK-Pflichtmitglieder (ohne Rentner) 2010 liegt der Rückenschmerz mit rund 14,5 Millionen Arbeitsunfähigkeitstagen auf dem ersten Platz. Das macht einen An­teil von 7% aus. Genauere Zahlen ergeben sich aus folgender Abbildung. (Raspe, 2012, S. 15)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Arbeitsunfähigkeitstage bei AOK-Pflichtmitgliedern (ohne Rentner) aufgrund von Rücken­schmerzen im Jahr 2010 (Raspe, 2012, S. 15)

Auch in den Arbeitsunfähigkeitsstatistiken der Barmer GEK aus dem Jahr 2009 liegen die Rückenschmerzen mit rund 6,5% aller Arbeitsunfähigkeitstage auf Platz eins, genauso wie bei der Deutschen Angestellten Krankenkasse mit 7,1%. (Raspe, 2012, S. 16)

Weitere Kosten für das Gesundheitssystem ergeben sich aus rückenschmerzbedingten Frühverrentungen. In der Krankheitsartenstatistik des AOK Bundesverbandes stehen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems im Jahr 2010 nach den psychischen und Ver­haltensstörungen an zweiter Stelle. In der Statistik der Rentenzugänge aufgrund vermin­derter Erwerbsfähigkeit betrug der Anteil der Rentenneuzugänge aufgrund von Rücken­schmerzen 8% von insgesamt 181.000 Neuzugängen. (Raspe, 2012, S. 16)

Die allgemeinen Krankheitskosten aufgrund von Rückenbeschwerden in Deutschland im Jahr 2008 betrugen geschätzt 9 Milliarden Euro (Frauen 5,1 Milliarden; Männer 4,0 Mil­liarden Euro). Davon beliefen sich 3,6 Milliarden Euro auf nicht-spezifische Rücken­schmerzen. (Raspe, 2012, S. 16)

Dass also im Bereich Rückenschmerz ein hoher Bedarf an Präventionsmaßnahmen be­steht ist somit unumstritten.

1.4 Wirksamkeit

Folgende Tabelle stellt die wichtigsten Empfehlungen für das Krankheitsbild „Nicht-spe­zifischer Kreuzschmerz“ der (Bundesärztekammer (BÄK) et. al, 2017) dar und belegt somit die Wirksamkeit des geplanten Kursprogramms.

Tab. 1: Wirksamkeitsnachweis anhand der nationalen Versorgungsleitlinie nach (Bundesärztekammer (BÄK) et al., 2017)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.5 Zielgruppe

Da Rückenschmerzen (wie in 1.3 erwähnt) ein Problem sind, das weit verbreitet ist und die breite Masse der Gesellschaft betrifft, soll auch die Zielgruppe der Präventionsmaß­nahme möglichst breit gefächert sein. Tabelle zwei definiert die Zielgruppe des Kurses nach Geschlecht, Alter, Sozialstatus, Gesundheitsrisiken und Kontraindikationen.

Tab. 2: Darstellung der Zielgruppe (Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.6 Ziele der Maßnahme

Entsprechend den Daten zum Thema Rückenschmerzen und den Handlungsempfehlun­gen definiert und begründet die folgende Tabelle drei übergeordnete Ziele, die mit der Präventionsmaßnahme erreicht werden sollen.

Tab. 3: Übergeordnete Ziele der Präventionsmaßnahme (Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2 Inhaltlich-organisatorische Grobplanung des Kursprogramms

Tabelle vier gibt einen groben Überblick über die inhaltlich-organisatorische Planung des Kursprogramms. Dabei wird neben den Kursinhalten auch auf die Gesamtkursdauer, die Anzahl und Dauer der Einheiten, die Zeitaufteilung, die Teilnehmerzahl, benötigte Res­sourcen, Anforderungen an den Kursleiter / die Kursleiterin und den Kursanbieter einge­gangen. In Anschluss folgt dafür die Begründung.

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Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Konzepte und Strategien der individuellen Gesundheitsförderung
Untertitel
Entwicklung einer Präventionsmaßnahme in Form eines Kursprogramms im Handlungsfeld "Bewegungsgewohnheiten"
Note
1,3
Autor
Jahr
2021
Seiten
24
Katalognummer
V1026021
ISBN (eBook)
9783346425362
ISBN (Buch)
9783346425379
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Prävention, Gesundheitsförderung, individuelle Gesundheitsförderung, Konzepte und Strategien, Präventionsmaßnahme, Handlungsfeld, Bewegungsgewohnheiten, Kursprogramm, SGBV, Grobplanung, Detailplanung, Evaluation
Arbeit zitieren
Sabrina Krug (Autor:in), 2021, Konzepte und Strategien der individuellen Gesundheitsförderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1026021

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