Die Einflussfaktoren, welche zu einer Störung bei einer interkulturellen Fusion führen können und Herausforderungen mit sich bringen, sollen Gegenstände dieser Arbeit sein. Als Praxisbeispiel wurde hierfür der Merger der Daimler AG mit dem US-amerikanischen Autokonzern der Chrysler AG gewählt. Da die damalige Zusammenführung von dem US Konzern Chrysler und der deutschen Daimler AG an der internationalen Kommunikation und dem Zusammentreffen der zu verschiedenen Unternehmenskulturen scheiterte, ist dies ein geeignetes Beispiel.
Die folgende Arbeit gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil umfasst eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Merger & Akquisition und dessen Prozess in der Integration mit Fokus auf die theoretische Akkulturation. Über die Einordnung der Bedeutsamkeit von Unternehmenskultur soll der Begriff der interkulturellen Kommunikation sowie dessen Relevanz für Unternehmen näher erläutert werden. Im Anschluss erfolgt eine kurze Beschreibung des Mergers der Daimler AG mit dem Unternehmen Chrysler, dessen kommunikations- und unternehmenskulturellen Schwierigkeiten.
Abschließend erfolgt, nach einer zusammenfassenden Darstellung der Arbeit, ein kurzes Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Merger and Acquisition
2.1 Begriffserklärung
2.2 Arten von M&A
2.3 Entwicklung bei Merger & Aqcisitions
3 Kultur und Unternehmenskultur bei Merger and Acquisitos
3.1 Kultur
3.2 Unternehmenskultur
4 Interkulturelle Kommunikation
4.1 Begriffserklärung
4.2 Vorurteile und Stereotypen
5 Einflussfaktoren im Prozess bei M&A
5.1 Theoretischer Integrationsprozess bei M&A
5.2 Akkulturationsprozess
5.3 Einflussfaktor Mitarbeiter
5.4 Einflussfaktor Unternehmenskultur
6 Praxisbeispiel: Die fehlgeschlagene Kommunikation am Beispiel von DaimlerChrysler
6.1 Zusammenkunft von Daimler und Chrysler
6.2 Kommunikationsschwierigkeiten bei der DaimlerChrysler AG
6.3 Kulturschock bei Daimler und Chrysler
7 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen, die sich bei internationalen Unternehmensfusionen durch kulturelle Differenzen ergeben. Dabei wird insbesondere analysiert, wie Unternehmenskultur und interkulturelle Kommunikation den Erfolg oder das Scheitern von Mergers & Acquisitions (M&A) maßgeblich beeinflussen.
- Grundlagen und Definitionen von Merger & Acquisition
- Die Rolle der Unternehmenskultur in Integrationsprozessen
- Herausforderungen der interkulturellen Kommunikation
- Einflussfaktoren wie Mitarbeiterunsicherheit und Akkulturation
- Analyse des Scheiterns der Fusion von Daimler und Chrysler
Auszug aus dem Buch
6.2 Kommunikationsschwierigkeiten bei der DaimlerChrysler AG
„So geht es oft mit einer Unterhaltung: Nach einer Weile vergeblicher Auseinandersetzung merkt man, dass man gar nicht von derselben Sache gesprochen hat.“ (André Gide)
Die fehlgeschlagene Kommunikation lässt sich einfach erläutern am Zitat des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG, welches lautet: „[...] wenn wir gesagt hätten, Chrysler wird eine Abteilung, hätte auf deren Seite jeder gesagt: Wir kommen so auf keinen Fall ins Geschäft. Aber es ist genau das, was ich wollte.“ Die Daimler wollte den Merger als „Merger unter Gleichen“ verkaufen, aber das war nie die Intension. Die Mitarbeiter fühlten sich hintergangen. So ist deutlich zu erkennen, dass neben den reinen kulturellen Aspekt auch die Kommunikation eine wichtige Rolle spielt. Von Anfang an wurden die Auswirkungen der nicht vorhandenen Kommunikation deutlich. Die Chrysler wollte nicht übernommen werde, sondern mit Daimler zusammenarbeiten – was die Daimler gegenüber der Chrysler auch so kommunizierte. Nur für die Daimler und der Öffentlichkeit war bereits bekannt, dass die Chrysler von der Daimler übernommen werden sollte. Somit war das soziale Verhältnis erstmals gebrochen. Von Beginn an wurde die Daimler somit als mächtigeres Unternehmen angesehen und die Chrysler konnte nur schwierig ihre Interessen durchsetzen. So geschah es, dass bereits nach kurzer Zeit die Vorstände der Unternehmen nur aus deutschen Daimler Mitarbeitern bestanden. Es entstand eine deutlich unausgeglichen Machtsituation. Diese Situation drückte auch auf die Assoziation der Nationalkulturen. Von manchen Seiten wurde die Übernahme der deutschen „narzisstisch“ empfunden und die Mitarbeiter der Chrysler waren in ihrem Nationalstolz gekränkt, da sie die USA als stark und mächtig empfanden. In den Medien wurde der ehemalige Vorstand der Daimler AG Schremp als Visionär und Vorbild einer Welt AG gesehen, während der Vorstand der Chrysler als käufliche Person wahrgenommen wurde. Der Chrysler Vorstand verkaufte maßgeblich sein Unternehmen und damit all seine Interessen und seine Herkunft. Die deutschen wurden als Gewinner
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass viele M&A-Prozesse aufgrund vernachlässigter „weicher Faktoren“ wie Unternehmenskulturen scheitern.
2 Merger and Acquisition: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Definition und beleuchtet die verschiedenen Arten sowie die historische Entwicklung von Unternehmenszusammenschlüssen.
3 Kultur und Unternehmenskultur bei Merger and Acquisitos: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Begriffe Kultur und Unternehmenskultur erarbeitet, um deren Bedeutung für Organisationen zu verdeutlichen.
4 Interkulturelle Kommunikation: Das Kapitel befasst sich mit der Definition von Kommunikation sowie der Rolle von Vorurteilen und Stereotypen bei interkulturellen Begegnungen.
5 Einflussfaktoren im Prozess bei M&A: Es werden die Phasen des Integrationsprozesses sowie die kritischen Einflussfaktoren wie Akkulturation, Mitarbeiterverhalten und Unternehmenskultur analysiert.
6 Praxisbeispiel: Die fehlgeschlagene Kommunikation am Beispiel von DaimlerChrysler: Dieses Kapitel analysiert anhand der Fusion von Daimler und Chrysler konkret, wie kulturelle Unterschiede und mangelhafte Kommunikation zum Scheitern beitragen können.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, kulturelle Aspekte frühzeitig in den M&A-Prozess zu integrieren.
Schlüsselwörter
Merger & Acquisition, M&A, Unternehmenskultur, Interkulturelle Kommunikation, Akkulturation, DaimlerChrysler, Unternehmenseffizienz, Integrationsprozess, Unternehmenserfolg, Weiche Faktoren, Stereotypen, Kommunikation, Fusionsmanagement, Mitarbeiteridentifikation, Organisationskultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit den kulturellen Herausforderungen bei internationalen Unternehmensfusionen und beleuchtet, warum diese trotz ökonomischer Zielsetzungen häufig an weichen Faktoren scheitern.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen M&A-Grundlagen, die Bedeutung der Unternehmenskultur, interkulturelle Kommunikation sowie die Analyse konkreter Integrationsprozesse.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie interkulturelle Unterschiede und mangelnde Kommunikation den Integrationserfolg bei Fusionen gefährden und warum eine Sensibilisierung für diese Themen essentiell ist.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine Fallstudienanalyse anhand des Beispiels DaimlerChrysler, um die theoretischen Konzepte in der Praxis zu spiegeln.
Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Rahmenbedingungen zu Kultur und Kommunikation geschaffen, gefolgt von einer Analyse der Integrationsfaktoren und deren praktischer Relevanz für das Scheitern von Fusionen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie M&A-Management, Unternehmenskultur, interkulturelle Kommunikation, Akkulturation und Integrationsmanagement beschreiben.
Warum wird die Fusion von Daimler und Chrysler als Praxisbeispiel gewählt?
Die Fusion dient als exemplarisches Beispiel für ein hochgradig komplexes internationales Vorhaben, das trotz hoher Erwartungen aufgrund kultureller Diskrepanzen und Kommunikationsdefizite scheiterte.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für das Management?
Der Autor schlussfolgert, dass Manager interkulturelle Kompetenzen benötigen und kulturelle Faktoren nicht als nachrangig, sondern als kritische Erfolgsfaktoren bereits vor und während der Integrationsphase berücksichtigen müssen.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2019, Interkulturelle Herausforderungen bei Mergers & Acquisitions. Am Beispiel von DaimlerChrysler, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1026101