Die vorliegende Arbeit verdeutlicht die Notwendigkeit eines Compliance-Management- Systems und erläutert verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten mit aus der Praxis bekannten Herangehensweisen. Die Arbeit gliedert sich in drei Teile.
Der erste Teil umfasst eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff Compliance und gibt eine Einführung in die Aufgaben des Compliance Managements. Über die Einordnung der Ziele und die Notwendigkeit von Compliance soll der Begriff manifestiert werden. Im Anschluss erfolgt eine Beschreibung eines negativen Praxisbeispiels. Darauffolgend werden Gestaltungsansätze zur Implementierung anhand gängiger Praxis vorgestellt. Diese Praxis erläutert die allgemeine und spezifische Implementierung. Abschließend wird hier auf mögliche Fehler hingewiesen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Compliance Management
2.1 Begriff Compliance
2.2 Aufgaben des Compliance Managements
2.3 Ziele des Compliance Managements
2.4 Rechtliche Grundlagen und juristische Notwendigkeit
2.5 Negativbeispiel der Wirecard AG
3 Gestaltungsansätze zur Implementierung von Compliance
3.1 Allgemeine Grundpfeiler bei der Gestaltung von Compliance
3.2 Ein Gestaltungsansatz zur Implementierung des Compliance Management Systems: 4 Schritt Methode nach Deloitte
3.3 Gestaltungsansatz zur Einführung einer speziellen Compliance Abteilung am Beispiel von Tax Compliance
3.3.1 Notwendigkeit eines Tax Compliance Management Systems
3.3.2 Implementierung von Tax Compliance anhand der 7 Grundemelente von Pricewaterhouse Coopers
3.4 Mögliche Fehler bei der Implementierung
4 Abschließende Betrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und den Ausgestaltungsmöglichkeiten von Compliance-Management-Systemen (CMS) in Unternehmen, um Regelverstöße zu verhindern und die Unternehmensintegrität zu sichern. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Compliance-Strukturen effektiv implementiert werden können und welche Rolle dabei spezifische Ansätze wie das Tax Compliance Management spielen.
- Grundlagen und Aufgaben des Compliance Managements
- Rechtliche Anforderungen und Notwendigkeiten für Unternehmen
- Analyse des Negativbeispiels der Wirecard AG
- Gestaltungsansätze zur Implementierung (z.B. 4-Schritt-Methode nach Deloitte)
- Spezielle Implementierung von Tax Compliance (7-Grundelemente-Ansatz)
- Identifikation häufiger Fehler bei der Implementierung
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriff Compliance
Die Zeitschrift Manager Magazin bezeichnet Compliance und dessen Management als „Selbstverpflichtung, sich an bestimmte Regeln zu halten“.
Der Begriff Compliance kommt aus dem amerikanischen und definiert die Einhaltung von Regeln und Gesetzen. Der Sinn dahinter ist die Schaffung von Vertrauen in den jeweiligen Kapitalmarkt bzw. zu den Marktteilnehmern.
Relevant bei der Betrachtung oder Erstellung von internen Compliance Grundlagen ist, dass sie die ethischen und kulturellen Hintergründe des Unternehmens widerspiegeln. Sie sind weiter gefasst als das Gesetz zulässt und basieren auf moralischen Vorstellungen. Diese Vorstellung, dass Unternehmen moralischen Handeln sollen, kam in die Diskussion nach der Aussage des Nobelpreisträgers für Wirtschaftswissenschaften, Milton Friedman. In einem Artikel schrieb er für die New York Times: „the business of business is business “. Er war folglich der Annahme, dass Unternehmen sich nur auf den Profit konzentrieren sollten und das unter Vorgaben des Gesetzes, sonst nichts. Daraus entstand die Corporate Social Responsibility, welche die Verantwortung eines Unternehmens gegenüber der Gesellschaft, den Stakeholdern und Shareholdern ausdrückt. Im Zuge dessen entstand die Compliance und der Gedanke, dass sich Unternehmen wie Menschen an moralische Vorschriften, welche weiter als das Gesetz gehen, halten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Das Kapitel führt in die Problematik von Unternehmensskandalen ein und motiviert die Relevanz von Compliance-Management-Systemen zur Schadensbegrenzung.
2 Compliance Management: Es werden die begrifflichen Grundlagen, die Aufgaben, Ziele sowie die rechtliche Notwendigkeit von Compliance erörtert und anhand des Wirecard-Falls illustriert.
3 Gestaltungsansätze zur Implementierung von Compliance: Dieses Kapitel erläutert methodische Vorgehensweisen zur Implementierung, inklusive spezifischer Ansätze wie der 4-Schritt-Methode von Deloitte und dem Tax Compliance Management nach Pricewaterhouse Coopers.
4 Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst die Bedeutung systematischer Compliance-Ansätze zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Compliance als laufenden Prozess zu verstehen.
Schlüsselwörter
Compliance, Compliance Management, Unternehmensintegrität, Risikomanagement, Gesetzestreue, Corporate Social Responsibility, Wirecard AG, 4-Schritt-Methode, Deloitte, Tax Compliance, Pricewaterhouse Coopers, Unternehmensführung, Interne Kontrollsysteme, Compliance-Risiken, Verhaltenskodex
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit von Compliance-Management-Systemen in Unternehmen, um gesetzliche Anforderungen zu erfüllen und ethisches Fehlverhalten zu vermeiden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition und Aufgaben von Compliance, rechtliche Anforderungen, Praxisbeispiele für das Versagen von Compliance sowie spezifische Gestaltungs- und Implementierungsansätze.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Notwendigkeit eines Compliance-Managements aufzuzeigen und praxiserprobte Ansätze zur Implementierung darzustellen, um Unternehmen vor Risiken und Reputationsschäden zu bewahren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema, ergänzt durch die Analyse von Praxisbeispielen (Wirecard) und wissenschaftlichen Studien zu Implementierungsmethoden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Compliance-Begriffs, die rechtliche Notwendigkeit, das Fallbeispiel Wirecard sowie konkrete Implementierungsmodelle wie die Deloitte-Methode und den 7-Elemente-Ansatz für Tax Compliance.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Compliance, Risikomanagement, Corporate Social Responsibility, Tax Compliance, Implementierungsstrategien und Unternehmensethik.
Warum wird die Wirecard AG als Negativbeispiel genannt?
Wirecard dient als Beispiel dafür, wie ein fehlendes oder nicht gelebtes Compliance-System trotz wirtschaftlichem Erfolg zu massiven Bilanzfälschungen, Vertrauensverlust und letztlich zur Insolvenz führen kann.
Was besagt die 4-Schritt-Methode nach Deloitte?
Die Methode umfasst die Identifikation von Compliance-Risiken, das Ranking dieser Risiken, das Zusammenführen der Ergebnisse und die abschließende Erarbeitung von konkreten Lösungen.
Was ist das Tax Compliance Management?
Es handelt sich um eine spezialisierte Abteilung oder Struktur, die sicherstellt, dass steuerliche Vorschriften korrekt eingehalten werden, um Fehler bei der Bilanzierung und Steuererklärungen zu vermeiden.
Warum scheitert die Implementierung oft?
Häufige Fehler sind eine nur oberflächliche Umsetzung, fehlende Akzeptanz durch die Mitarbeiter, mangelnde Kommunikation zwischen Geschäftsführung und Abteilungen sowie das Fehlen eines klaren Ansprechpartners bei Unklarheiten.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2020, Notwendigkeit und Gestaltungsansätze des Compliance Managements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1026115