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Konflikte in der Volksschule. Gewaltpräventive Maßnahmen aus systemischer Sicht

Titel: Konflikte in der Volksschule. Gewaltpräventive Maßnahmen aus systemischer Sicht

Seminararbeit , 2021 , 22 Seiten

Autor:in: Michael Fuchs (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Gewaltprävention an Schulen aus systematischer Sicht. In Anbetracht von SDG 16 wird der Gewaltprävention in der Schule eine große Rolle zugetragen. Das dazugehörige Ziel der Stärkung der Sozialkompetenz ist im Lehrplan ebenfalls verankert. Zunächst wird versucht, ein Gewaltverständnis im allgemeinen Sinne herzustellen, welches sich im weiteren Verlauf der Arbeit dem systemischen Kontext der Institution Schule widmet.

Anschließend folgt ein kurzer Überblick über die verschiedenen Formen und Strategien der Gewaltprävention. Auf Grundlage einer fiktiven Klasse, die im Speziellem Probleme mit der Einhaltung von Klassenregeln hat, wird ein Projekt vorgestellt, um die Situation in der Klasse zu verbessern. Dazu wird mit den Kindern in den Fächern Deutsch und Sachunterricht sechs Stunden in einer Woche zu Beginn des Schuljahres gearbeitet.

Konflikte sind omnipräsent und Individuen oder Gruppen sind gleichermaßen davon betroffen. Beinahe alle Nachrichten in einer Tageszeitung haben explizit oder implizit mit Konflikten zu tun und weisen Verbindungen zueinander auf. Sei es auf internationaler Ebene, wenn Kriege ausbrechen oder Spannungsfelder zwischen Ländern beginnen zu entstehen, oder auf nationaler, wenn in der Politik über Gesetzesentwürfe gestritten wird. Die Beispiele sind mannigfaltig und erzeugen aufgrund dieser alltäglichen Überflutung bei den Menschen eine gewisse Blindheit gegenüber diesem Thema.

Sehr erschütternde Ereignisse bleiben in Erinnerung, jedoch vergleichbare kleine, soziale Konflikte werden unbewusst wahrgenommen und als Erfahrung abgespeichert. Um diesen Konflikten, die nicht nur sozialer Natur sind, aber sehr wohl damit zusammenhängen, auf der gesamten Welt zu reduzieren und ihre Entstehung zu verhindern, haben die Vereinten Nationen in ihrer Agenda für nachhaltige Entwicklung Ziele formuliert, die auf eine Verminderung abzielen.

Diese sehen vor, dass jedes Land selbstständig und auf der ganzen Welt zur Erreichung dieser Ziele etwas beitragen. Dieser Beitrag wird auch im österreichischen Schulsystem teilweise versucht umzusetzen, unter dem Aspekt Soziales Lernen, welcher im Lehrplan verankert ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 ZIELSTELLUNG DER ARBEIT

2 UMGANG MIT KONFLIKTEN UND IHRE VERANKERUNG IN DER GESELLSCHAFT UND SCHULE

2.1 Sustainable Development Goals

2.2 Soziales Lernen

2.3 Resümee

3 GEWALT UND DAS PENDANT IN DER INSTITUTION SCHULE

3.1 Gewalt

3.2 Entwicklung von Aggression

3.3 Aggression und Gewalt in Schulen

3.4 Gewaltverständnis im Kontext von Schule

3.5 Resümee

4 PRÄVENTION – MAßNAHMEN GEGEN GEWALT

4.1 Definition Systemisch

4.2 Gewaltprävention an der Schule

4.2.1 Verschiedene Formen von Gewaltprävention

4.2.2 Strategien der Gewaltprävention

4.3 Resümee

5 PROJEKT

5.1 Klassenkonstellation

5.2 Projektvorstellung und Ablauf

5.2.1 Montag: Respekt – Einführung und Gesprächsregeln

5.2.2 Montag: Regeln für mich

5.2.3 Dienstag: Sprachgebrauch

5.2.4 Mittwoch: Sprache nutzen

5.2.5 Donnerstag: Wut zeigen

5.2.6 Freitag: Klassengemeinschaft

6 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten der Gewaltprävention in der Volksschule aufzuzeigen, um durch die Stärkung der Sozialkompetenz und ein verbessertes Klassengefüge gewalttätigen Konflikten proaktiv entgegenzuwirken. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei damit, wie ein systemisch orientiertes Projekt zur Gewaltprävention in einer heterogenen dritten Schulstufe praktisch umgesetzt werden kann.

  • Systemische Grundlagen der Gewaltprävention in Schulen
  • Soziales Lernen als verankerter Bildungsauftrag
  • Entwicklung und Dynamik von Aggression im Kindesalter
  • Methodische Strategien zur Gewaltprävention in der Klasse
  • Konkrete Projektplanung zur Förderung des Klassenklimas

Auszug aus dem Buch

5.2.1 Montag: Respekt – Einführung und Gesprächsregeln

Die Woche beginnt mit der Einführung in das Thema „Respekt erfahren“. Zu Beginn werden zwei Schilder an die Tafel gemalt (siehe Abbildung 1). Die Bedeutung dieser wird in einem Sesselkreis erfragt. Jedes Kind kann sich zu Wort melden und jeder relevante Begriff wird notiert.

Im Anschluss daran erklärt die Lehrperson den eigentlichen Sinn dieser Abbildungen:

Das erste Bild ist ein Straßenschild. Es vermittelt eine Aufforderung: Vorsicht, aufpassen!

Das zweite Bild ist die Aufforderung Achtung und Rücksichtnahme im Umgang mit anderen zu zeigen. Die Schülerinnen und Schüler sollen mitteilen, wie solch ein Verhalten formuliert werden könnte. Beispiele sind: jemanden beachten und respektieren; aufpassen; achtsam sein; Rücksicht nehmen; freundlich sein; andere Kulturen achten; andere Persönlichkeiten achten; jemanden annehmen; wie er ist; Hochachtung zeigen; …

Diese werden während der Besprechung im Sesselkreis auf der Tafel notiert.

Ein Merksatz dafür ist: Respekt und Achtung schließen Gewalt aus! Achtung ist das Gegenteil von Ver-Achtung!

Zusammenfassung der Kapitel

1 ZIELSTELLUNG DER ARBEIT: Einführung in die Thematik der sozialen Konflikte und Darlegung der Zielsetzung, Gewalt in der Schule durch präventive Maßnahmen zu minimieren.

2 UMGANG MIT KONFLIKTEN UND IHRE VERANKERUNG IN DER GESELLSCHAFT UND SCHULE: Erläuterung der Bedeutung von Sozialem Lernen im Lehrplan sowie der Relevanz des 16. Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen für den Schulalltag.

3 GEWALT UND DAS PENDANT IN DER INSTITUTION SCHULE: Theoretische Definition von Gewalt sowie Analyse der Entstehung von Aggressionen im Kindesalter und deren spezieller Dynamik innerhalb des Systems Schule.

4 PRÄVENTION – MAßNAHMEN GEGEN GEWALT: Darstellung systemischer Ansätze und verschiedener Kategorien der Gewaltprävention sowie Erörterung unterschiedlicher Strategien zur praktischen Umsetzung.

5 PROJEKT: Vorstellung einer konkreten, einwöchigen Projektwoche in einer dritten Volksschulklasse zur Stärkung der Klassengemeinschaft und Sensibilisierung für einen respektvollen Umgang.

6 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Reflexion der behandelten theoretischen Inhalte und des geplanten Projekts als präventives Fundament für ein gewaltfreies Klassenklima.

Schlüsselwörter

Gewaltprävention, Soziales Lernen, Volksschule, Systemische Pädagogik, Konfliktlösung, Klassenregeln, Aggression, Sozialkompetenz, Schulklima, Projektwoche, Respekt, Friedenserziehung, Inklusion, Identitätsentwicklung, Mobbing

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Prävention von Gewalt in der Volksschule aus einer systemischen Perspektive, um durch gezielte Maßnahmen ein respektvolles Miteinander zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die theoretische Auseinandersetzung mit Gewalt und Aggression, die gesetzliche Verankerung des Sozialen Lernens sowie praktische Strategien der Gewaltprävention.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erstellung eines praxisnahen Konzepts für eine Projektwoche, mit der Kinder soziale Kompetenzen entwickeln und Gewalt im Schulalltag vorbeugen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse zu den Themen Gewalt, Prävention und Schulentwicklung sowie der Ausarbeitung eines anwendungsorientierten Projektmodells.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Gewalt und Präventionsformen sowie die konkrete Darstellung einer Projektwoche zur Förderung einer positiven Klassengemeinschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Begriffe sind Gewaltprävention, Soziales Lernen, Systemische Pädagogik, Schulklima, Klassenregeln und Respekt.

Warum ist das 16. Sustainable Development Goal für diese Arbeit relevant?

Es dient als legitimierende Grundlage, da es die Förderung friedlicher und inklusiver Gesellschaften zum Ziel hat, was direkt mit dem schulischen Bildungsauftrag zum Sozialen Lernen korrespondiert.

Welche Rolle spielt die "fiktive Klasse" in Kapitel 5?

Sie dient als konkretes Fallbeispiel, um die theoretisch erarbeiteten Strategien der Gewaltprävention in einer heterogenen Lernumgebung praktisch anwendbar und verständlich zu machen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konflikte in der Volksschule. Gewaltpräventive Maßnahmen aus systemischer Sicht
Hochschule
Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien / Krems
Veranstaltung
Schule aus systemischer Sicht
Autor
Michael Fuchs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
22
Katalognummer
V1026844
ISBN (eBook)
9783346427205
ISBN (Buch)
9783346427212
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konflikte volksschule gewaltpräventive maßnahmen sicht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Fuchs (Autor:in), 2021, Konflikte in der Volksschule. Gewaltpräventive Maßnahmen aus systemischer Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1026844
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Leseprobe aus  22  Seiten
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