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Verschwörungstheorien aus Sicht des radikalen Konstruktivismus. Wie sind sie zu beurteilen?

Titel: Verschwörungstheorien aus Sicht des radikalen Konstruktivismus. Wie sind sie zu beurteilen?

Facharbeit (Schule) , 2020 , 10 Seiten , Note: 1

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie entstehen Verschwörungstheorien und wieso wird diesen geglaubt? Und wie sind sie aus der Sicht des radikalen Konstruktivismus zu beurteilen? Diesen Fragen geht die vorliegende Arbeit nach. Sie konzentriert sich dabei ausschließlich auf den radikalen Konstruktivismus.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Wie entstehen Verschwörungstheorien? Wieso werden sie geglaubt?

3. Wie sind Verschwörungstheorien aus Sicht des Konstruktivismus zu beurteilen?

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Verschwörungstheorien und deren Entstehungsweisen unter Rückgriff auf die erkenntnistheoretischen Prinzipien des radikalen Konstruktivismus, um eine philosophische Bewertung dieser Sichtweisen vorzunehmen.

  • Erkenntnistheoretische Grundlagen des radikalen Konstruktivismus nach Ernst von Glasersfeld
  • Psychologische und strukturelle Mechanismen hinter der Entstehung von Verschwörungstheorien
  • Analyse des 9/11-Truth-Movements als Fallbeispiel
  • Der Begriff der Viabilität als Prüfstein für Realitätskonstruktionen
  • Kritische Gegenüberstellung von individueller Wirklichkeitskonstruktion und faktischer Gangbarkeit

Auszug aus dem Buch

3. Wie sind Verschwörungstheorien aus Sicht des Konstruktivismus zu beurteilen?

Heinz von Foerster korrigierte das bekannte Sprichwort Sokrates „unter den Blinden ist der Einäugige König“, und formte es um in „Unter den Blinden kommt der Einäugige ins Irrenhaus. Denn er sieht mehr als die anderen.“ Bezieht man dieses veränderte Sprichwort auf Verschwörungstheoretiker, könnte man zu dem Schluss kommen, dass Verschwörungstheoretiker die eigentliche Wahrheit verstanden haben und deshalb von der Gesellschaft abgelehnt werden. Da Heinz von Foerster einer der relevantesten Vertreter des radikalen Konstruktivismus war, könnte man also meinen, dass der Konstruktivismus Verschwörungstheorien nicht kritisiert, sondern sie vielmehr gutheißt.

Laut dem radikalen Konstruktivismus gibt es keine absolute Wahrheit, man kann demnach also auch Verschwörungstheorien nicht sicher als falsch oder erfunden darstellen.

Konstruktivismus wird sogar häufig von Verschwörungstheoretikern als Argument für ihre Theorien genutzt. Denn die Wahrnehmung ihrer Kritiker ist, laut dem radikalen Konstruktivismus, genauso subjektiv konstruiert wie ihre eigene. Dabei vergessen sie jedoch den Begriff der Viabilität. Nach konstruktivistischer Denkweise ersetzt der Begriff der Viabilität den traditionellen philosophischen Wahrheitsbegriff, der eine „korrekte Abbildung der Realität bestimmt“. Viabilität prüft auf die Gangbarkeit, das heißt die Praktikabilität. „Auch wenn Individuen jeweils ihre individuelle Wirklichkeit konstruieren, so sind sie kulturell nie frei, eine beliebige Wirklichkeit zu konstruieren.“ Demnach können Verschwörungstheorien, die Fakten bewusst ignorieren, nicht viabel sein und somit können sie aus der Sicht des Konstruktivismus nicht gutgeheißen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Wahrnehmung und Wirklichkeit ein und verortet die Arbeit im Bereich der Erkenntnistheorie sowie des radikalen Konstruktivismus.

2. Wie entstehen Verschwörungstheorien? Wieso werden sie geglaubt?: Hier werden die Ursachen von Verschwörungstheorien beleuchtet, wobei insbesondere das 9/11 Truth Movement und die psychologischen Grundannahmen nach Michael Barkun untersucht werden.

3. Wie sind Verschwörungstheorien aus Sicht des Konstruktivismus zu beurteilen?: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit der konstruktivistischen Perspektive auseinander und führt den Begriff der Viabilität ein, um den Wahrheitsanspruch solcher Theorien zu prüfen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Verschwörungstheorien aufgrund mangelnder Viabilität aus Sicht des radikalen Konstruktivismus nicht als valide Konstruktionen betrachtet werden können.

Schlüsselwörter

Radikaler Konstruktivismus, Ernst von Glasersfeld, Verschwörungstheorien, Erkenntnistheorie, Wahrnehmung, Wirklichkeit, Viabilität, 9/11, Skepsis, Subjektivität, Filterbubble, Michael Barkun, Wahrheit, Konstruktion, Gangbarkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Wesen von Verschwörungstheorien und setzt diese in Bezug zur erkenntnistheoretischen Strömung des radikalen Konstruktivismus.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die philosophischen Grundlagen der Wirklichkeitswahrnehmung, die Struktur von Verschwörungserzählungen und die Anwendung konstruktivistischer Kriterien auf diese Phänomene.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, wie Verschwörungstheorien aus der Sicht des radikalen Konstruktivismus bewertet und beurteilt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine philosophische Schreibaufgabe, die auf Literaturrecherche und dem Vergleich konstruktivistischer Theorien (insb. von Ernst von Glasersfeld) mit aktuellen Phänomenen basiert.

Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?

Im Hauptteil werden zunächst die psychologischen Auslöser für den Glauben an Verschwörungen analysiert und anschließend durch die konstruktivistische Brille auf ihre Validität hin überprüft.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind die Begriffe Radikaler Konstruktivismus, Viabilität, Erkenntnistheorie und das Beispiel der 9/11-Verschwörungstheorie.

Was bedeutet der Begriff „Viabilität“ im Kontext der Arbeit?

Viabilität bezeichnet die „Gangbarkeit“ oder „Praktikabilität“ einer Konstruktion. Ein Modell ist dann viabel, wenn es erfolgreich in der Praxis angewendet werden kann, ohne mit der Realität zu kollidieren.

Warum kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass Verschwörungstheorien nicht „gutgeheißen“ werden können?

Obwohl der Konstruktivismus besagt, dass jeder seine Wirklichkeit subjektiv konstruiert, setzt die „Viabilität“ Grenzen. Da Verschwörungstheorien oft Fakten ignorieren und nicht lebenspraktisch tauglich sind, halten sie der konstruktivistischen Prüfung auf Funktionalität nicht stand.

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Details

Titel
Verschwörungstheorien aus Sicht des radikalen Konstruktivismus. Wie sind sie zu beurteilen?
Note
1
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
10
Katalognummer
V1027134
ISBN (eBook)
9783346430274
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konstruktivismus Verschwörungstheorien Philosophie Facharbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Verschwörungstheorien aus Sicht des radikalen Konstruktivismus. Wie sind sie zu beurteilen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1027134
Blick ins Buch
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