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Ursachen von kriminellen Handlungen. Ein Vergleich der Rational-Choice-Theorie mit der General Theory Of Crime

Titre: Ursachen von kriminellen Handlungen. Ein Vergleich der Rational-Choice-Theorie mit der General Theory Of Crime

Dossier / Travail , 2021 , 17 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Tobias Muhr (Auteur)

Sociologie - Droit et Délinquance
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Diese Arbeit ist ein Beitrag zum Vergleich von Theorien einer ursächlichen Erklärung von kriminellem Handeln. Dafür werden die Rational-Choice-Theorie, welche als allgemeine Handlungstheorie auch Anwendung in der Kriminologie findet, und die General Theory Of Crime (1990), eine allgemeine Kriminalitätstheorie, herangezogen.

Die Arbeit widmet sich der Frage, warum ein Individuum kriminell handelt, obwohl es sich der Gesetzeslage bewusst ist. Aus diesem Grund wird ein Vergleich zweier stark diskutierter Theorien zur Erklärung kriminellen Verhaltens durchgeführt. Die Rational-Choice-Theorie und die General Theory Of Crime liefern jeweils Varianten zur ursächlichen Untersuchung von Kriminalität.

Im ersten Schritt wird für einen allgemeinen theoretischen Überblick über die behandelten Modelle gesorgt, um im nächsten Schritt einen Einblick in die Wirksamkeit innerhalb empirischer Untersuchungen zu geben. Daraufhin werden, gefolgt von einem Schlussfazit, die Geltungsbedingungen der General Theory Of Crime durch die Variablen der Rational-Choice-Theorie im Zuge eines vertikalen Theorievergleichs beleuchtet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ein theoretischer Überblick über die Rational-Choice-Theorie in der Kriminologie und die General Theory Of Crime

2.1 Rational-Choice-Theorie in der Kriminologie

2.2 Soziale Normen und homo variabilis

2.3 General Theory of Crime

3 Zwischenfazit

4 Empirische Befunde

4.1 Der illegale Verkauf verschreibungspflichtiger Medikamente zur kognitiven Leistungssteigerung: Eine empirische Studie

4.2 Erklärung für abweichendes Handeln in High-Cost und Low-Cost-Situationen

5 Ein vertikaler Theorienvergleich der Rational-Choice-Theorie und der General Theory of Crime

6 Fazit

7 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Rational-Choice-Theorie und die General Theory of Crime vergleichend zu analysieren, um ein tieferes Verständnis für die ursächlichen Erklärungsansätze kriminellen Handelns zu gewinnen. Dabei wird untersucht, unter welchen Bedingungen die jeweiligen theoretischen Erklärungsmechanismen greifen und wie sie sich empirisch bewähren.

  • Vergleich der Rational-Choice-Theorie mit der General Theory of Crime
  • Integration von sozialen Normen und Selbstkontrolle in kriminologische Erklärungsmodelle
  • Analyse empirischer Befunde zum illegalen Medikamentenverkauf
  • Untersuchung von abweichendem Verhalten in High-Cost- und Low-Cost-Situationen
  • Durchführung eines vertikalen Theorienvergleichs zur Bestimmung von Geltungsbedingungen

Auszug aus dem Buch

2.3 General Theory of Crime

Die General Theory of Crime (1990) wurde von den beiden Wissenschaftlern Michael R. Gottfredson und Travis Hirschi veröffentlicht. Sie erklärt die Entstehung von deviantem Verhalten anhand des Zusammenspiels von Selbstkontrolle und Gelegenheitsstrukturen, die ein kriminelles Verhalten ermöglichen. (Seipel, Eifler 2003: 290) Kriminalität wird von Gottfredson (2017) als ‚behaviors that provide momentary or immediate satisfactions, but that have subsequent negative consequences‘ definiert. (Opp 2020: 173) Der Fokus der Theorie auf Kurzfristigkeit wird hier bereits sichtbar und spielt im gesamten weiteren Verlauf eine wichtige Rolle.

Innerhalb der GTOC wird sich vor allem mit den positiven Konsequenzen von Kriminalität beschäftigt, da davon ausgegangen wird, dass kriminelles Handeln eine einfache Variante ist seinen Nutzen zu steigern und es deswegen als attraktiv angesehen wird. (vgl. Seipel, Eifler 2003: 290) Selbstkontrolle ist eine quantitative Variable, die häufig mit zwei Ausprägungen (hoch und niedrig) zusammengefasst wird. Hierbei ist nicht ganz klar, ab wann von einer niedrigen und ab wann von einer hohen Selbstkontrolle gesprochen werden kann. (vgl. Opp 2020: 158) Es wird davon ausgegangen, dass eine niedrige Selbstkontrolle die Folge einer gescheiterten Sozialisation und ein stabiles Persönlichkeitsmerkmal ist.

Außerdem wird beschrieben, dass Selbstkontrolle frühkindlich entsteht und von Eltern implementiert wird. Diese Annahme wird jedoch kontrovers diskutiert. (vgl. Opp 2020: 158; Sattler, Graeff, Sauer, Mehlkop 2018: 357) Die Autoren schreiben der Theorie einen allgemeinen Geltungsanspruch zu, jedoch schreibt Gottfredson (2018), dass der Alleinerklärungsanspruch der GTOC missverständlich interpretiert werde und stellte klar, dass neben Selbstkontrolle auch andere Faktoren für die Erklärung von Kriminalität relevant sein können. Dies suggeriert, dass die GTOC ebenfalls eine Version der RCT sein könnte. (Opp 2020: 157) Später werden wir uns mit einer Modellierung der beiden Theorien innerhalb eines vertikalen Theorievergleichs auseinandersetzen. (Opp 2020)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Vergleichs zwischen der Rational-Choice-Theorie und der General Theory of Crime zur Erklärung kriminellen Handelns ein und definiert zentrale Begrifflichkeiten.

2 Ein theoretischer Überblick über die Rational-Choice-Theorie in der Kriminologie und die General Theory Of Crime: Das Kapitel bietet eine theoretische Darstellung beider Ansätze, inklusive der Erweiterung der Rational-Choice-Theorie durch soziale Normen und der Einführung des Konzepts der Selbstkontrolle.

3 Zwischenfazit: Hier werden die bisher analysierten theoretischen Ansätze reflektiert und die Notwendigkeit für empirische Überprüfungen in verschiedenen Situationskontexten hervorgehoben.

4 Empirische Befunde: Dieses Kapitel präsentiert zwei spezifische Studien, die illegale Verkaufsentscheidungen sowie abweichendes Verhalten unter variierenden Kostendruckbedingungen untersuchen.

5 Ein vertikaler Theorienvergleich der Rational-Choice-Theorie und der General Theory of Crime: In diesem Teil erfolgt ein vertikaler Vergleich zwischen der allgemeinen Handlungstheorie und der speziellen Kriminalitätstheorie unter Nutzung der Wert-Erwartungstheorie.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Fruchtbarkeit einer kombinierten Theorieanwendung und plädiert für zukünftige, stärkere empirische Theorievergleiche.

7 Literatur: Dieses Verzeichnis enthält alle im Text zitierten Quellen und weiterführende wissenschaftliche Literatur.

Schlüsselwörter

Rational-Choice-Theorie, General Theory of Crime, Kriminologie, Selbstkontrolle, Norminternalisierung, abweichendes Verhalten, homo oeconomicus, homo sociologicus, High-Cost-Situationen, Low-Cost-Situationen, Rationalität, Kriminalität, Wert-Erwartungstheorie, Situational Action Theory, Modern Frame Selection.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit widmet sich dem theoretischen Vergleich zweier prominenter Ansätze der Kriminologie: der Rational-Choice-Theorie und der General Theory of Crime.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Erklärung kriminellen Handelns durch Kosten-Nutzen-Kalküle, der Einfluss von Selbstkontrolle auf kriminelles Verhalten sowie die Rolle sozialer Normen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Erklärungsmechanismen beider Theorien zu vergleichen, deren Geltungsbedingungen auszuloten und aufzuzeigen, wie sie sich gegenseitig spezifizieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse sowie auf die Auswertung und Diskussion vorliegender empirischer Studien, wie etwa zum illegalen Medikamentenverkauf.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Überblick, die Betrachtung empirischer Befunde in verschiedenen Handlungskontexten sowie einen vertikalen Theorienvergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Rational-Choice, Selbstkontrolle, deviantes Verhalten, Normen und Kriminalitätsursachen charakterisieren.

Warum ist die Unterscheidung zwischen High-Cost- und Low-Cost-Situationen für die Analyse wichtig?

Diese Differenzierung ist entscheidend, da sie aufzeigt, dass unterschiedliche Erklärungsmodelle – wie die RCT in High-Cost-Situationen – je nach Kostendruck eine variierende Erklärungskraft für menschliches Verhalten besitzen.

Welche Rolle spielt die Selbstkontrolle innerhalb der General Theory of Crime?

Selbstkontrolle wird als zentrales Persönlichkeitsmerkmal betrachtet, dessen Ausprägung – hoch oder niedrig – maßgeblich darüber entscheidet, ob ein Individuum zu kurzfristiger Bedürfnisbefriedigung durch kriminelles Handeln neigt.

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Résumé des informations

Titre
Ursachen von kriminellen Handlungen. Ein Vergleich der Rational-Choice-Theorie mit der General Theory Of Crime
Université
LMU Munich
Note
1,0
Auteur
Tobias Muhr (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
17
N° de catalogue
V1027229
ISBN (ebook)
9783346436320
ISBN (Livre)
9783346436337
Langue
allemand
mots-clé
Kriminologie Rational Choice Rational Choice Theorie General Theory Of Crime Sozialpsychologie Soziologie Psychologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tobias Muhr (Auteur), 2021, Ursachen von kriminellen Handlungen. Ein Vergleich der Rational-Choice-Theorie mit der General Theory Of Crime, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1027229
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Extrait de  17  pages
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