Das Ziel des Assignments ist die Darstellung der Besonderheiten des Risikomanagements im Kontext von Projekten. In Kapitel 2 erfolgt zunächst die Auseinandersetzung mit den zentralen Begriffen und deren Bedeutung. Kapitel 3 geht aus theoretischer Sicht auf die Besonderheiten des Risikomanagements im Projektmanagement ein. Dabei werden auch die in der Praxis von KMUs eingesetzten Instrumente des Risikomanagements berücksichtigt und kurz beschrieben.
Wer nicht bereit ist, etwas zu riskieren, kann nicht erwarten, definierte Ziele beziehungsweise Gewinne zu realisieren. Die Realisierung von Gewinnen – insbesondere die Maximierung von Gewinnen – bestimmt den Alltag von Unternehmen. Der Begriff Risiko wird im deutschen Sprachgebrauch mit potenziellen Nachteilen, Verlusten oder Schäden in Verbindung gebracht. Unternehmen müssen Risiken frühzeitig erkennen und steuernd eingreifen, um den Unternehmenserfolg sicherstellen zu können. Aus diesem Grund gewinnt das Risikomanagement im Zusammenhang mit einer globalisierten Wirtschaftswelt zunehmend an Bedeutung.
Darüber hinaus kann Risikomanagement durch die bewusste Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken im Rahmen von unternehmerischen Entscheidungen zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden. RABL ist der Meinung, dass die zunehmende Komplexität und Dynamik des Wirtschaftslebens nur zwei der vielen Gründe darstellen, weshalb fast jedes Unternehmen in Projekten arbeitet. RABL führt weiter dazu aus, dass das Projektmanagement heute deshalb eine grundsätzliche Managementkompetenz ist. KRAUS/WESTERMANN weisen darauf hin, dass die Anzahl von Projekten in den Unternehmen kontinuierlich zunimmt und Projekte in sind. Aufgrund ihrer Einzigartigkeit, Komplexität und Dynamik sind Projekte besonders risikoreich.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Zentrale Begriffe und deren Bedeutung
2.1 Projekt und Projektmanagement
2.2 Risiko und Risikomanagement
3 Risikomanagement im Kontext von Projekten
3.1 Besonderheiten des Risikomanagements im Projektmanagement
3.2 Instrumente des Projektrisikomanagements in KMUs
3.2.1 Identifikation von Projektrisiken
3.2.2 Bewertung von Projektrisiken
3.2.3 Steuerung von Projektrisiken
4 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen und Besonderheiten des Risikomanagements innerhalb des Projektmanagements, wobei ein besonderer Fokus auf die Anwendung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) gelegt wird.
- Grundlagen und Definitionen der Begriffe Projekt, Projektmanagement, Risiko und Risikomanagement.
- Analyse der Dynamik und Einzigartigkeit von Projekten als Risikofaktoren.
- Methoden zur Identifikation, Bewertung und Steuerung von Projektrisiken.
- Herausforderungen für KMUs im Umgang mit systematischem Risikomanagement.
- Vergleich und Einordnung verschiedener Instrumente zur Risikominimierung.
Auszug aus dem Buch
3.1 Besonderheiten des Risikomanagements im Projektmanagement
Der Unterschied zwischen dem Projektrisikomanagement und dem Risikomanagement im Allgemeinen liegt darin, dass es nicht um strategische Unternehmensentscheidungen mit den damit einhergehenden Risiken, sondern um die Optimierung und Absicherung von Projektprozessen geht (vgl. https://www.deutscher-wirtschaftsbrief.de/unternehmen/risikomanagement-in-projekten-besonderheiten 24.04.2020 21:45 Uhr). Projektrisikomanagement dient der Chancenerhöhung hinsichtlich der Erreichung von Projektzielen bei gleichzeitiger Minimierung der Risiken, die den Projekterfolg gefährden könnten (vgl. https://www.theprojectgroup.com/blog/risikomanagement-in-projekten/ 24.04.2020 21:45 Uhr).
Projektrisiken lassen sich entsprechend ihres ursächlichen Wirkungsbereichs folgenden Risikokategorien zuordnen (vgl. dazu Becker et al. 2015, S. 12 f.): Markt- und Branchenrisiken, Managementrisiken, Personalrisiken, Prozessrisiken sowie finanzielle und rechtliche Risiken. Während das klassische Projektmanagement nur auf eingetretene Risiken in Form von tatsächlichen Planabweichungen reagiert, schafft das Projektrisikomanagement die Möglichkeit bereits im Vorfeld potenzielle Planabweichungen zu erkennen, um präventiv agieren zu können. Projektrisikomanagement besteht aus Risikoanalysen, präventiven Maßnahmen und Notfallkonzepten (vgl. Bergmann/Garrecht 2016, S. 249). Im Laufe der Abwicklung eines Projekts treten grundsätzlich unerwartete Ereignisse auf, die entweder zu einer positiven oder negativen Abweichung vom Projektplan führen (vgl. Ammar et al. 2007, S. 23). Projekte können auf sehr viele verschiedene Arten abgewickelt werden und alle haben unterschiedliche Risikoauswirkungen (vgl. Fenollera/Lorenzo 2011, S. 478).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Risiken in Projekten und Darlegung des Ziels sowie des Aufbaus der vorliegenden Arbeit.
2 Zentrale Begriffe und deren Bedeutung: Definition und Erläuterung der Grundbegriffe Projekt, Projektmanagement, Risiko und Risikomanagement sowie deren spezifische Merkmale.
3 Risikomanagement im Kontext von Projekten: Analyse der theoretischen Besonderheiten des Risikomanagements in Projekten sowie Darstellung der Instrumente zur Identifikation, Bewertung und Steuerung, speziell für KMUs.
4 Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung, die die zentralen Erkenntnisse über die Dynamik von Projektrisiken und die Implementierung von Risikomanagement in verschiedenen Unternehmensgrößen zusammenführt.
Schlüsselwörter
Projektmanagement, Risikomanagement, Projektrisiko, KMU, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung, Projektplanung, Projektkontrolle, Unsicherheit, Prävention, Notfallkonzepte, Ressourcenmanagement, Unternehmenserfolg, Projektprozesse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Besonderheiten des Risikomanagements innerhalb des Projektmanagements und beleuchtet, wie Unternehmen – insbesondere KMUs – Risiken identifizieren und bewältigen können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Abgrenzung von Projekten und Risiken, die methodische Einordnung des Risikomanagements sowie die spezifische Anwendung und Herausforderungen für kleine und mittlere Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Darstellung der Besonderheiten des Risikomanagements im Kontext von Projekten, unter Berücksichtigung sowohl theoretischer Aspekte als auch praxisnaher Instrumente für KMUs.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine strukturierte Literaturanalyse und die Auswertung etablierter Fachpublikationen sowie Definitionen zum Thema Projektmanagement und Risikomanagement.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung des Risikomanagements in Projekten und die Untersuchung spezifischer Instrumente zur Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken, mit Fokus auf die Anwendbarkeit in mittelständischen Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Projektmanagement, Risikomanagement, Projektrisiko, KMU, Risikoidentifikation, Risikobewertung und Risikosteuerung.
Warum unterscheidet sich das Risikomanagement in KMUs von Großunternehmen?
KMUs verfügen häufig über begrenzte Ressourcen und Prioritäten, die andere unternehmerische Maßnahmen vor ein systematisches Risikomanagement stellen, was die Existenzsicherung in den Vordergrund rückt.
Welche Rolle spielt die Projektphase bei der Identifikation von Risiken?
Risiken können in jeder Projektphase auftreten; das Risikomanagement muss daher dynamisch die Projektvariablen kontinuierlich überprüfen und Projektpläne bei Bedarf anpassen.
Was sind die vier klassischen Strategien zur Steuerung von Projektrisiken?
Man unterscheidet zwischen der Risikoakzeptanz, der Risikominderung (hinsichtlich Ursache und Wirkung), der Risikoverlagerung auf Dritte und der Risikovermeidung.
Wie beeinflusst die Unternehmenskultur das Risikomanagement?
Der Implementierungsstand und die Anwendungsintensität des Projektrisikomanagements hängen maßgeblich von der jeweiligen Projektstruktur und der spezifischen Unternehmenskultur des jeweiligen Unternehmens ab.
- Citar trabajo
- Danijel Bodrozic (Autor), 2020, Risikomanagement im Projektmanagement. Besonderheiten und Instrumente in KMUs, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1027362