Vulkanausbrüche, Erdbeben, Waldbrände, Tsunamis - alles ernstzunehmende Naturgewalten mit denen die Menschheit bis heute stark zu kämpfen hat. Auch Tornados, eine Art Wirbelstürme, die sowohl an Land als auch über dem Wasser auftreten können, zählen dazu. Auch wenn sie zu den „eindrucksvollsten Wettererscheinungen, die es auf der Erde gibt“ gehören, sind sie andererseits großer Fluch zugleich. Sie treiben vor allem in den Sommer- bis Herbstmonaten zahlreich ihr Unwesen, sie zerstören Häuser, ganze Landstriche und somit unsere Heimat. Jedoch leiden nicht nur die Menschen unter diesen fatalen Folgen, sondern auch die Tierwelt, die den enormen Zerstörungskräften schutzlos ausgeliefert sind. Amerika, Europa, Afrika - kein Kontinent bleibt vor diesen extremen Windereignissen verschont. Gerade ab Mai, also mit Beginn der warmen Monate beginnt die Tornadosaison so richtig. Auffällig ist, dass in bestimmten Gebieten beziehungsweise Ländern besonders viele Tornados auftreten, im Vergleich zu anderen. Zahlreiche Statistiken zeigen, dass das Vorkommen dieser besonderen Naturgewalt in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen ist und mit einem weiteren Wachstum für die Zukunft zu rechnen ist. Hierbei stellt sich die Frage, ob dies in Verbindung mit dem derzeitig waltenden Klimawandel steht oder an der sekundenschnell wachsenden Bevölkerungsdichte auf der Erde liegt. Somit würden Tornados in vorerst unbesiedelten Regionen nun viele neue Beobachter mit steigendem Interesse finden und die Zahl gesichteter Tornados daher steigen. Inwiefern man dabei von Naturkatastrophen, als einen durch den menschlichen Faktor beeinflussten Sturm, oder Naturereignissen, die ohne äußere Faktoren zustande kommen, spricht ist dabei die Frage. Wenn „plötzliche, massive Störungen mit als überdurchschnittlich groß empfundenen Verlusten“ vorliegen, nennt man dies Katastrophe. Naturereignisse sind nicht zu verhindern und stehen in keinerlei Zusammenhang mit äußeren Einflüssen. Bezüglich dessen soll im Folgenden auch analysiert werden aufgrund von welchen klimatischen Bedingungen die Entstehung von Tornados generell basiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Naturereignis oder -katastrophe?
2. Der Klimawandel
2.1. Definition
2.2. Symptome
3. Der Tornado
3.1. Begriffsabgrenzung
3.2 Verschiedene Typen
3.2.1. Die Wasserhose
3.2.2. Die Windhose
3.3. Entstehung eines Tornados
3.3.1. Entstehungsvorgang
3.3.2. Klimatische Bedingungen
3.3.3. Entstehungsgebiete
3.3.4. Gewaltige Tornados der letzten Jahre
3.4. Auswirkungen
3.4.1. Menschenwelt
3.4.2. Tierwelt
3.5. Frühwarnsysteme
3.6. Vorbeugungen
4. Zusammenhang zwischen Klimawandel und Tornadovorkommen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Tornados im Kontext des globalen Klimawandels und analysiert, ob eine direkte Verbindung zwischen der zunehmenden Erderwärmung und der Häufigkeit sowie Intensität dieser Wetterereignisse besteht.
- Definition und Klassifizierung von Tornados im Vergleich zu anderen Wirbelstürmen.
- Detaillierte Analyse der meteorologischen Entstehungsprozesse von Tornados.
- Untersuchung der klimatischen Voraussetzungen und geografischen Verbreitung.
- Bewertung der Auswirkungen auf Menschenwelt und Tierreich sowie bestehende Warn- und Schutzmaßnahmen.
- Kritische Diskussion der wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Einfluss des Klimawandels auf Tornadoaktivitäten.
Auszug aus dem Buch
3.1. Begriffsabgrenzung
Grundsätzlich lässt sich ein Tornado wie folgt definieren:
Eine vehement rotierende Luftsäule mit Bodenkontakt, die entweder von einer cumuliformen Wolke herabreicht oder sich unterhalb einer cumuliformen Wolke befindet und oft […] durch einen Wolkenschlauch sichtbar wird. (Dotzek, 2002, S.172)
Grundlegende Voraussetzung für die Entstehung ist folglich eine cumuliforme Wolke, die in Konvektionsströmen durch Luftumwälzungen entsteht, aber auch kräftige Schauer und Gewitter bieten gute Konditionen dafür. Ein Tornado - mit dem Begriff Großtrombe gleichzusetzen - kann sowohl über Trockengebieten, als auch über großen Wasserflächen, wie Meeren oder großen Binnenseen, entstehen und Windgeschwindigkeiten bis zu 500km/h, bei einer maximalen Ausdehnung von mehreren 100m, erreichen. Hierbei wird die Intensität dieser Naturgewalt für gewöhnlich anhand der sogenannten Fujita-Skala gemessen und für präzisere Ergebnisse die TORRO-Skala gebraucht. Beide basieren unter anderem auf den damit einhergehenden Schäden und deren Intensität. Mit F0 werden bei der Fujita-Skala und dementsprechend mit T0 bei der TORRO-Skala Geschwindigkeiten zwischen 70km/h und 80km/h erfasst. Die höchste Intensitätsstufe, bei der bis zu 500km/h gemessen werden können, wird mit F5 oder T11 bezeichnet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Naturereignis oder -katastrophe?: Diese Einleitung grenzt Tornados als Naturgewalten von Naturkatastrophen ab und stellt die Forschungsfrage nach dem Einfluss von Klimawandel und steigender Bevölkerungsdichte auf die Beobachtungshäufigkeit.
2. Der Klimawandel: Das Kapitel definiert den Klimawandel als globale Erwärmung und erläutert Ursachen wie Treibhausgase sowie die daraus resultierenden Symptome wie Meeresspiegelanstieg und Dürren.
3. Der Tornado: Dies ist das Kernkapitel, welches Entstehung, Klassifizierung, geografische Schwerpunkte, Auswirkungen sowie Schutzmaßnahmen bei Tornados detailliert behandelt.
4. Zusammenhang zwischen Klimawandel und Tornadovorkommen: Dieser Abschnitt abwägt die wissenschaftlich umstrittene Debatte, ob die Erderwärmung die Tornadoaktivität fördert oder ob andere Faktoren für die vermehrte Dokumentation verantwortlich sind.
Schlüsselwörter
Tornado, Klimawandel, Wirbelsturm, Fujita-Skala, Superzelle, Wetterphänomen, Naturkatastrophe, Windgeschwindigkeit, Meteorologie, Wasserhose, Windhose, Tornadoforschung, atmosphärische Instabilität, Klimafolgen, Unwetter.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Phänomen Tornado, beleuchtet dessen Entstehung und Auswirkungen und prüft kritisch, inwieweit der Klimawandel das Auftreten dieser Wirbelstürme beeinflusst.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Tornados, die meteorologischen Entstehungsprozesse (insbesondere durch Superzellen), deren geografische Verteilung sowie eine Analyse der Auswirkungen auf Mensch und Tier.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die wissenschaftliche Debatte über den Zusammenhang zwischen globaler Erwärmung und Tornadoaktivität zusammenzufassen und zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der aktuelle meteorologische Erkenntnisse, Statistiken und Theorien verschiedener Fachautoren ausgewertet und gegenübergestellt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Begriffsabgrenzung, die Typisierung (Wasser- und Windhosen), die Bedingungen der Tornadobildung sowie umfangreiche Schutz- und Vorbeugungsstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Tornado, Klimawandel, Superzelle, Fujita-Skala und meteorologische Instabilität geprägt.
Wie unterscheidet sich eine Wasserhose von einer Windhose?
Eine Wasserhose entsteht über Wasserflächen und basiert auf wärmeren Gewässern bei höhenkalter Luft, während die Windhose die Form des Tornados über dem Festland darstellt.
Warum ist eine Vorhersage von Tornados so schwierig?
Tornados entstehen oft sehr kurzfristig aus Gewitterzellen, sind in ihrer Ausbreitung unvorhersehbar und können ihre Intensität innerhalb weniger Minuten drastisch ändern.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2018, Entstehung eines Tornados. Auswirkungen, Frühwarnsysteme, Vorbeugungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1027606