Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, ob der New Work Trend nicht nur Einfluss auf die Gestaltung der Arbeit hat, sondern auch auf die psychischen Belastungen von Arbeitnehmern im Arbeitsalltag einwirkt. Außerdem sollen Arbeitgeber auf Basis der Ergebnisse dieser Arbeit Gestaltungsmethoden von New Work adaptieren können, durch die Arbeitnehmer sowohl gesünder und gleichzeitig zufriedener und begeisterter ihrer Arbeitstätigkeit nachgehen können.
Die Arbeit ist für die meisten Menschen etwas Selbstverständliches. Genau wie das Atmen oder das Essen gehört sie fest zum Leben eines jeden Menschen dazu. Über Jahrzehnte hinweg begleitet der Beruf die Menschen als Lebensmittelpunkt und vielfach werden dafür die Familie, Freunde oder die Freizeit vernachlässigt. Die Gestaltung der Arbeit hat auch eine besondere Wirkung auf das Leben, das Selbstbild, den Wohlstand und die Gesundheit.
Für die einen trägt die berufliche Tätigkeit zur persönlichen Entwicklung oder zur Selbstverwirklichung bei. Für andere wiederum fördert der Beruf den Kompetenzerwerb und stillt den Wissensdurst. Die eigene Identität und der Platz in der Gesellschaft werden somit von der Arbeit geprägt. Heutzutage beeinflussen die Möglichkeiten der Selbstverwirklichung, die Flexibilität und die persönliche Entfaltung die Begeisterung für den Beruf und den Arbeitgeber.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Das Konzept von New Work
2.1.1 Die Treiber der Veränderungen in der Arbeitswelt
2.1.2 New Work gestern und heute
2.1.3 Die Arbeitsgestaltung von New Work
2.2 Arbeit und psychische Gesundheit
2.2.1 Arbeitsbelastungen und Stress
2.2.2 Das Job Demand-Control Model
2.2.3 Das Effort-Reward Imbalance Model
2.2.4 Die Folgen psychischer Belastungen am Arbeitsplatz
2.3 New Work im Kontext der psychischen Gesundheit
2.4 Aktueller Forschungsstand
3. Erläuterungen der Methodik
3.1 Ableitung der Forschungshypothesen
3.2 Untersuchungsdesign
3.3 Untersuchungsdurchführung
3.4 Ethische Prinzipien
3.5 Erhebungsinstrument und Gütekriterien
3.6 Stichprobenerhebung und -beschreibung
3.7 Geplante statistische Datenanalyse
4. Ergebnisse der statistischen Datenanalyse
4.1 Deskriptive Statistik
4.2 Inferenzstatistik
4.2.1 Prüfung der Voraussetzungen
4.2.2 Hypothesentestung
4.2.3 Moderatoranalyse
5. Diskussion der Ergebnisse
5.1 Interpretation der inferenzstatistischen Ergebnisse
5.2 Interpretation der Moderatoranalyse
5.3 Kritische Würdigung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der modernen Arbeitsgestaltung durch den "New Work"-Trend und den psychischen Belastungen von Arbeitnehmern. Ziel ist es zu analysieren, ob New-Work-Methoden dazu beitragen können, psychische Belastungen im Arbeitsalltag zu reduzieren und das Wohlbefinden zu steigern, sowie Empfehlungen für eine gesündere Arbeitsgestaltung abzuleiten.
- Grundlagen des New Work Konzepts und dessen Entstehung
- Zusammenhang zwischen Arbeitsgestaltung und psychischer Gesundheit
- Empirische Untersuchung mittels einer Querschnittsstudie (N=411)
- Analyse von Stressfaktoren und Empowerment-Strategien
- Prüfung von Hypothesen zu Belastung, Abwechslung und emotionaler Erschöpfung
Auszug aus dem Buch
2.1.3 Die Arbeitsgestaltung von New Work
Die Gestaltung der Arbeit im Sinne der New Work Bewegung soll die individuellen Bedürfnisse und Wünsche bestmöglich mit den Anforderungen und Herausforderungen der Arbeitswelt vereinbaren. Ausgewählte Methoden und Formate sind nunmehr zum festen Bestandteil von New Work geworden. Dazu zählen agile Methoden oder kreative Vorgehensweisen, um das Potential der Mitarbeiter weiterzuentwickeln, aber auch die Arbeitsprozesse, die Kommunikation und die Zusammenarbeit in der Organisation unterstützen (Schnell & Schnell, 2019).
Zu einem der bedeutendsten Tools der neuen Arbeit hat sich Scrum entwickelt und beschreibt ein sich selbst organisierendes Team. Das Team besteht aus maximal 10 Personen, um die Kommunikation einfach und direkt zu halten. Die Arbeit erfolgt in kleinen Schritten und sich wiederholenden Etappen (Schermuly, 2019). Die anstehenden Aufgaben werden in Form von Tickets dokumentiert. Jedes Teammitglied erhält die Verantwortung für ein solches Ticket.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Arbeitswelt durch Megatrends und die zunehmende Relevanz psychischer Gesundheit, woraus die Forschungsfrage nach dem Einfluss von New Work abgeleitet wird.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert den New Work Begriff, diskutiert Stressmodelle wie das Job-Demand-Control Model und beleuchtet den Zusammenhang zwischen Arbeitsgestaltung und psychischer Gesundheit.
3. Erläuterungen der Methodik: Hier werden die Forschungshypothesen aufgestellt, das quantitative Forschungsdesign begründet sowie die Durchführung der Online-Befragung und die statistischen Analyseverfahren beschrieben.
4. Ergebnisse der statistischen Datenanalyse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven Daten der Stichprobe sowie die inferenzstatistische Überprüfung der Hypothesen mittels t-Tests und Moderatoranalysen.
5. Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden interpretiert und in den theoretischen Kontext eingeordnet, gefolgt von einer kritischen Würdigung der methodischen Limitationen und einem Ausblick.
Schlüsselwörter
New Work, psychische Gesundheit, Arbeitsgestaltung, Agilität, Empowerment, Stress, emotionale Erschöpfung, Arbeitszufriedenheit, Scrum, Kanban, psychische Belastung, Online-Befragung, Arbeitsweltwandel, Mitarbeitergesundheit, Motivation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert, ob sich die moderne Arbeitsgestaltung durch den "New Work"-Ansatz positiv auf die psychische Gesundheit von Arbeitnehmern auswirkt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Definition von New Work, psychologische Stressmodelle und die Auswirkungen spezifischer Arbeitsmethoden auf das Wohlbefinden.
Was ist die Forschungsfrage?
Die zentrale Frage lautet: Hat die Arbeitsgestaltung von New Work einen positiven Einfluss auf die psychischen Belastungen im Arbeitsalltag?
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einem quantitativen Ansatz mit einer Querschnittsstudie (Online-Befragung von 411 Teilnehmern) und statistischer Hypothesentestung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der New-Work-Methoden die Durchführung der Datenerhebung und die anschließende statistische Auswertung ausführlich erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind New Work, psychische Gesundheit, Arbeitsgestaltung, Empowerment, Agilität und emotionale Erschöpfung.
Hat das Alter der Mitarbeiter einen Einfluss auf die Ergebnisse?
Die Moderatoranalyse untersuchte, ob das Alter den Zusammenhang zwischen New Work und psychischen Belastungen beeinflusst; für die meisten Hypothesen konnte kein signifikanter Moderatoreffekt festgestellt werden.
Ist New Work kausal für eine bessere Gesundheit verantwortlich?
Nein, da es sich um eine korrelative Studie handelt, kann kein kausaler Zusammenhang nachgewiesen werden, lediglich statistische Zusammenhänge.
Welche Limitationen weist die Untersuchung auf?
Zu den Limitationen zählen unter anderem die niedrige externe Validität aufgrund der nicht repräsentativen Stichprobe und die Möglichkeit der sozialen Erwünschtheit bei der Selbstauskunft.
- Arbeit zitieren
- Julia Glasmacher (Autor:in), 2021, New Work und psychische Gesundheit. Der Einfluss des Megatrends auf die psychische Gesundheit von Mitarbeitern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1030516