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Kurzfilmproduktion zum Thema sexuelle Vielfalt. Eine Anleitung für eine Filmproduktion mit Jugendlichen

Titel: Kurzfilmproduktion zum Thema sexuelle Vielfalt. Eine Anleitung für eine Filmproduktion mit Jugendlichen

Projektarbeit , 2020 , 11 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lisa Madeleine Halter (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit erläutert, wie ein mediengestütztes Projekt zum Thema sexuelle Vielfalt gestaltet sein kann, um dieses mit (bildungs-)pädagogischen Inhalten sinnvoll zu vermitteln.

Bis zur vollständigen Beseitigung des Paragraphen 175 im Jahr 1994 wurden homosexuelle Menschen in Deutschland demnach gesetzlich diskriminiert und strafrechtlich verfolgt. Doch auch nach Aufhebung der gesetzlichen Diskriminierung werden nicht heterosexuell begehrende Menschen weiterhin gesellschaftlich ausgegrenzt und herabgewürdigt. So z.B. durch homophobe Witze, Bemerkungen und Beleidigungen und die starke gesellschaftliche Orientierung an der Heteronormativität.

Ersteres findet vor allem im schulischen Kontext durch Schüler und Schülerinnen statt, oftmals ohne dass sie sich der Reichweite der Aussagen bewusst sind. Gleichzeitig haben viele Jugendliche Fragen zu den Themen Sexualität, sexuelle Vielfalt, Geschlecht und Liebe, die im Unterricht oft unbeantwortet bleiben bzw. gar nicht thematisiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kurzbeschreibung des mediengestützten Projekts zu sexueller Vielfalt

3 Rahmenbedingungen des mediengestützten Projekts zu sexueller Vielfalt

4 Bewerbung des mediengestützten Projekts zu sexueller Vielfalt

5 Ziele des mediengestützten Projekts zu sexueller Vielfalt

6 Mögliche Schwierigkeiten während des Projekts

7 Bildungspotential in der Produktion von Filmen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Umsetzung eines mediengestützten Filmprojekts für Jugendliche, das darauf abzielt, durch die aktive Produktion von Kurzfilmen ein tieferes Verständnis für sexuelle Vielfalt zu fördern und Diskriminierung abzubauen.

  • Sensibilisierung für sexuelle Vielfalt und Abbau von Heteronormativität
  • Methodische Gestaltung von Filmprojekten in der Jugendarbeit
  • Förderung von Medienkompetenz bei Jugendlichen
  • Stärkung von Sozialkompetenz und Selbstbewusstsein durch kreative Gruppenarbeit
  • Reflexion des eigenen Verhaltens und gesellschaftlicher Strukturen

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Sexualität geht in der Gesellschaft oftmals mit der Vorstellung einher, dass der Mensch sich aufgrund biologischer Körpermerkmale einem von zwei Geschlechtern, nämlich dem männlichen oder weiblichen, zuordnet und das jeweils andere Geschlecht sexuell begehrt. Diese Betrachtungsweise von Sexualität ist normativ gefärbt und findet Ausdruck im Begriff der Heteronormativität, der auf der Annahme fußt, dass der Sinn von Sexualität die biologische Fortpflanzung sei (vgl. Debus/ Laumann 2018b, S. 160). Dem gegenüber steht der Begriff der sexuellen Vielfalt, der sprachlich einen Raum für Menschen öffnet, die, trotz hohem gesellschaftlichen Anpassungsdruck an die heterosexuelle Norm, nicht heteronormativ und nicht (ausschließlich) heterosexuell leben wollen. Unter den Begriff subsumieren sich Homosexualität, Bisexualität, Pansexualität und Asexualität sowie alle weiteren Formen sexueller Orientierung (vgl. Debus/ Laumann 2018a, S. 35 f. und S. 51).

Im deutschen Kaiserreich waren homosexuelle Handlungen im Jahr 1872 gesetzlich durch den Strafrechtsparagraph 175 verboten, welcher in der Zeit der Nationalsozialisten verschärft wurde. 1969 und 1973 kam es aufgrund der linksliberalen 68er-Bewegung sowie der aufkommenden Schwulenbewegung in den USA zu Reformen des Sexualstrafrechts. Bis zur vollständigen Beseitigung des Paragraphen 175 im Jahr 1994 wurden homosexuelle Menschen in Deutschland demnach gesetzlich diskriminiert und strafrechtlich verfolgt (vgl. Westerbarkei 2014, S. 8 f.). Doch auch nach Aufhebung der gesetzlichen Diskriminierung werden nicht heterosexuell begehrende Menschen weiterhin gesellschaftlich ausgegrenzt und herabgewürdigt. So z.B. durch homophobe Witze, Bemerkungen und Beleidigungen und die starke gesellschaftliche Orientierung an der Heteronormativität. Ersteres findet v.a. im schulischen Kontext durch Schüler*innen statt, oftmals ohne dass sie sich der Reichweite der Aussagen bewusst sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Heteronormativität ein, beleuchtet die historische Diskriminierung sexueller Vielfalt und begründet die Notwendigkeit pädagogischer Handlungsansätze für Jugendliche.

2 Kurzbeschreibung des mediengestützten Projekts zu sexueller Vielfalt: Es wird das Konzept eines Kurzfilmprojekts im Stil des Legetricks vorgestellt, das in Kleingruppen von Jugendlichen realisiert wird, um eine aktive Auseinandersetzung mit sexueller Vielfalt zu ermöglichen.

3 Rahmenbedingungen des mediengestützten Projekts zu sexueller Vielfalt: Hier werden die Zielgruppe, das notwendige pädagogische Fachpersonal, die technische Ausstattung sowie der zeitliche Ablauf des dreitägigen Projekts erläutert.

4 Bewerbung des mediengestützten Projekts zu sexueller Vielfalt: Dieses Kapitel beschreibt Strategien, um Jugendliche, pädagogische Fachkräfte und Erziehungsberechtigte über verschiedene Online-Kanäle sowie Flyer und Plakate für das Projekt zu gewinnen.

5 Ziele des mediengestützten Projekts zu sexueller Vielfalt: Neben dem Erwerb von Medienkompetenz stehen soziale und individuelle Lernziele im Fokus, insbesondere der Abbau von Vorurteilen und ein sensiblerer Umgang mit dem Thema im Alltag.

6 Mögliche Schwierigkeiten während des Projekts: Das Kapitel thematisiert potenzielle Herausforderungen wie Schamgefühle bei den Jugendlichen, Verunsicherungen im Umgang mit dem Thema sowie technische Schwierigkeiten und wie Pädagoginnen darauf reagieren können.

7 Bildungspotential in der Produktion von Filmen: Abschließend wird begründet, warum die Verknüpfung von theoretischer Auseinandersetzung mit praktischer Filmproduktion verschiedene Lernformen anspricht und somit das Bildungspotenzial für Jugendliche signifikant erhöht.

Schlüsselwörter

Sexuelle Vielfalt, Heteronormativität, Kurzfilmprojekt, Medienpädagogik, Jugendliche, Legetrickfilm, Antidiskriminierung, Sozialkompetenz, Jugendhilfe, Coming-Out, Bildungsarbeit, Medienkompetenz, Reflexion, sexuelle Orientierung, Gender.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit konzipiert ein medienpädagogisches Projekt für Jugendliche, in dessen Rahmen Kurzfilme zum Thema sexuelle Vielfalt produziert werden, um Aufklärung und soziale Sensibilisierung zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Felder sind die Auseinandersetzung mit Heteronormativität, die praktische Anwendung von Filmtechniken in der Jugendbildung und die methodische Förderung eines respektvollen Umgangs mit sexueller Vielfalt.

Was ist das primäre Ziel des Projekts?

Das Ziel ist es, durch die aktive und kreative Arbeit am Kurzfilm nicht nur Medienkompetenzen zu vermitteln, sondern einen Umdenkprozess weg von heteronormativen Vorurteilen hin zu einem sensibleren Denken und Handeln zu initiieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller pädagogischer Diskurse und leitet daraus ein methodisches Konzept für ein Projekt in einer Jugendhilfeeinrichtung ab.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Begründung, die strukturelle Projektplanung (Rahmenbedingungen), die Bewerbungsstrategie, die Zielsetzung sowie die Analyse der pädagogischen Chancen und möglichen Schwierigkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie sexuelle Vielfalt, Medienpädagogik, Jugendbildung, Heteronormativität und kreative Filmproduktion definieren.

Warum wurde für das Projekt die Methode des Legetrickfilms gewählt?

Der Legetrickfilm bietet eine leicht zugängliche, visuelle Möglichkeit für Jugendliche, auch komplexe oder schambesetzte Themen in Kleingruppen kreativ und ohne hohen technischen Vorkenntnisbedarf umzusetzen.

Wie wird mit der Problematik von Schamgefühlen bei Jugendlichen umgegangen?

Das Projekt setzt auf einen geschützten Rahmen sowie anonyme Beteiligungsmöglichkeiten wie eine Fragenkiste oder einen anonymen Chat, um angstfreies Lernen und Fragen zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kurzfilmproduktion zum Thema sexuelle Vielfalt. Eine Anleitung für eine Filmproduktion mit Jugendlichen
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,0
Autor
Lisa Madeleine Halter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
11
Katalognummer
V1030630
ISBN (eBook)
9783346451293
ISBN (Buch)
9783346451309
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kurzfilm Sexuelle Vielfalt Gender Pädagogik Jugendliche Kurzfilme produzieren geschlechtliche Vielfalt Bildungspotenzial
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Madeleine Halter (Autor:in), 2020, Kurzfilmproduktion zum Thema sexuelle Vielfalt. Eine Anleitung für eine Filmproduktion mit Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1030630
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Leseprobe aus  11  Seiten
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