Die drei Unterscheidungen des Bewusstseins der Sprache nach Gadamer finden kreative und greifbare Anwendung in Elias Vorphal's Roman "Der Wortschatz", der auf unterhaltsame Weise Phänomene der Sprache, Identität und Zugang zu Perspektiven und Realität zeichnet, die an Lewis Carroll's "Alice im Wunderland" erinnern.
Inhaltsverzeichnis
- Mensch und Sprache
- Die Selbstvergessenheit der Sprache
- Die Ichlosigkeit der Sprache
- Die Universalität der Sprache
- Der Wortschatz und die Sprache
- Sprache als Werkzeug
- Die Selbstständigkeit der Sprache
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Essay analysiert Hans-Georg Gadamers Ausführungen zur Phänomenologie der Sprache im Kapitel "Mensch und Sprache" aus seinem Werk "Hermeneutik II: Wahrheit und Methode". Dabei wird insbesondere Gadamers Argumentation zur Sprache als eigenständiges Phänomen und ihre Beziehung zum Menschen beleuchtet.
- Die Sprache als eigenständiges Phänomen
- Das Verhältnis von Sprache und Mensch
- Die verschiedenen Aspekte des Bewusstseins der Sprache
- Die Rolle der Sprache in der Kommunikation und im Denken
- Die Grenzen der Sprache und die Unendlichkeit der Bedeutung
Zusammenfassung der Kapitel
In "Mensch und Sprache" zeichnet Gadamer einen historischen Abriss der Phänomenologie der Sprache von Aristoteles bis Humboldt nach. Er kritisiert die traditionelle Sichtweise, die Sprache als Werkzeug des Menschen betrachtet und stellt die Sprache als ein eigenständiges Phänomen dar. Gadamer entwickelt drei Unterscheidungen des Bewusstseins der Sprache: die Selbstvergessenheit, die Ichlosigkeit und die Universalität der Sprache. Diese Unterscheidungen werden im weiteren Verlauf des Essays mithilfe des Romans "Der Wortschatz" von Elias Vorpahl veranschaulicht. "Der Wortschatz" erzählt die Geschichte eines Wortes, das auf der Suche nach seiner eigenen Bedeutung ist. Die im Roman dargestellten Situationen, wie die Kommunikation des Wortes mit seinem tauben Freund "Zeig", verdeutlichen Gadamers Thesen zur Sprache als eigenständiges Phänomen und Instrument.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter des Essays sind: Phänomenologie der Sprache, Hans-Georg Gadamer, Hermeneutik, Mensch und Sprache, Sprache als Werkzeug, Selbstvergessenheit, Ichlosigkeit, Universalität, "Der Wortschatz", Elias Vorpahl, Kommunikation, Bedeutung, Übersetzung, Spiel, Gespräch.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet die „Selbstvergessenheit der Sprache“ bei Gadamer?
Sie beschreibt das Phänomen, dass die Sprache als Medium im Moment des Gebrauchs hinter dem Inhalt zurücktritt. Wir achten nicht auf die Wörter selbst, sondern auf das, was sie mitteilen.
Was versteht man unter der „Ichlosigkeit der Sprache“?
Sprache gehört niemandem allein. Ein Gespräch ist ein Prozess, in dem die Sprache eine eigene Dynamik entwickelt, der sich die Gesprächspartner unterordnen.
Was besagt die „Universalität der Sprache“?
Alles, was wir verstehen und denken können, ist sprachlich verfasst. Sprache ist die universelle Grenze und zugleich das Werkzeug unserer Welterfahrung.
Wie illustriert der Roman „Der Wortschatz“ Gadamers Thesen?
Elias Vorpahls Roman personifiziert Wörter und zeigt auf kreative Weise, wie Sprache Identität stiftet und den Zugang zur Realität sowie zu anderen Perspektiven ermöglicht.
Kritisiert Gadamer die Sichtweise der Sprache als reines Werkzeug?
Ja, Gadamer betont, dass Sprache mehr als ein Instrument ist; sie ist ein eigenständiges Phänomen, in dem sich Wahrheit erst ereignet.
- Quote paper
- Josefine Stahl (Author), 2019, Zu Hans-Georg Gadamers "Hermeneutik II: Mensch und Sprache", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1030914