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USA auf Kuba. Imperialist oder Helfer auf dem Weg in die Unabhängigkeit?

Title: USA auf Kuba. Imperialist oder Helfer auf dem Weg in die Unabhängigkeit?

Pre-University Paper , 2018 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Rasmus Noeske (Author)

Politics - Region: USA
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Diese Arbeit versucht, in einem geschichtlichen Aufriss, die Beziehungen der USA zu Kuba und ihre bis heute andauernden Verflechtungen aufzuzeigen. Es wird analysiert, ob sich die USA von machtpolitischem Egoismus leiten ließ oder sie Förderer eines jungen Staates auf dem Weg zu Souveränität und Autonomie waren. Waren die USA uneigennütziger Helfer oder doch machtbesessener Imperialist?

"¿Que bolá Cuba?" ("Wie geht’s, Kuba?") – dieser Tweet des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama ist historisch. Er erinnert an den Moment am 20. März 2016, als erstmals nach 88 Jahren eisiger Stille zwischen den beiden Staaten ein US-amerikanischer Präsident nach Kuba reiste. Obama nahm an diesem Tag die diplomatischen Beziehungen zwischen der karibischen Insel und seinem Land wieder auf. Die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern waren über große Teile ihrer gemeinsamen Geschichte hinweg geprägt von Annexionismus, Ausbeutung, Abhängigkeit und politischen sowie gesellschaftlichen Spannungen.

Diese langwierige 'Geschichte einer Feindschaft' fing spätestens mit den kubanischen Unabhängigkeitskriegen an. Kuba gewann zwar gegen Spanien, aber der Sieg hatte manchen Makel: auch die USA hatten ihre Finger im Spiel und konnten langfristig einige für sie gewinnbringende Zugeständnisse erwirken. Schon lange hatten die USA ein Auge auf Kuba geworfen, doch war die Unterstützung Kubas bei seinem Unabhängigkeitskampf gegen die spanischen Kolonialherren von Anfang an mit dem Hintergedanken der Ausbeutung des Inselstaates verbunden?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Die internationale Bedeutung des Themas

2 Historischer Kontext des Themas und politische sowie soziale Rahmenbedingungen der Staaten Kuba und USA

2.1 Späte Kolonialzeit und Unabhängigkeitskrieg

2.1.1 Annexionismus auf Kuba

2.1.2 „La Guerra de Independencia”: José Martí als republikanischer Nationalheld

2.2 Indirekte US-amerikanische Herrschaft auf Kuba

2.2.1 Das Platt-Amendment: Pseudo-Unabhängigkeit Kubas

2.2.2 Machado und Batista: Marionetten der US-amerikanischen Wirtschaft?

2.3 Revolution und Staatssozialismus auf Kuba

2.3.1 „La Revolución cubana“ und deren unmittelbaren Auswirkungen auf das Verhältnis der Nachbarstaaten

2.3.2 Eine neue Gesellschaft nach sowjetischem Vorbild – Kampfansage an die USA?

2.4 Die Welt am Abgrund: Die Kuba-Krise

3 David gegen Goliath: Eingehende Betrachtung der Beziehungen zwischen einem Inselstaat und einer Weltmacht

3.1 Die Relevanz Kubas für Politik und Gesellschaft der USA

3.1.1 „Amerika den Amerikanern“ – Kuba während der Zeit der Monroe – Doktrin

3.1.2 Kommunismus ante portas: Der Inselstaat als existenzielle Bedrohung für eine Supermacht

3.2 Die Relevanz der Vereinigten Staaten in Politik und Gesellschaft Kubas

3.2.1 Ein Zeitalter der Konfrontation: Kuba und die USA nach 1962

3.2.2 Very well, alone! – Der Versuch eines geopolitisch autarken Kubas

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die historisch belasteten und komplexen bilateralen Beziehungen zwischen Kuba und den USA. Ziel ist es, die Leitfrage zu beantworten, ob die Vereinigten Staaten primär machtpolitisch egoistisch gehandelt haben oder als Förderer eines jungen Staates auf dem Weg zu Souveränität und Autonomie agierten, wobei die Entwicklung von der Kolonialzeit bis zur Ära nach der Kuba-Krise beleuchtet wird.

  • Historische Analyse der wechselseitigen Abhängigkeiten und Einflussnahme (Annexionismus, Monroe-Doktrin).
  • Auswirkungen von US-Interventionen und der kubanischen Revolution auf die staatliche Entwicklung.
  • Die Kuba-Krise als Kulminationspunkt der globalen Konfrontation im Kalten Krieg.
  • Untersuchung von Identitätsbildung und dem Versuch geopolitischer Autonomie Kubas.

Auszug aus dem Buch

2.4 Die Welt am Abgrund: Die Kuba-Krise

Als Reaktion auf die Invasion in der Schweinebucht sowie die sich im Kalten Krieg weiter zuspitzende Situation zwischen den USA und der Sowjetunion wurden erst US-Mittelstreckenraketen in der Türkei und später sowjetische Mittelstreckenraketen auf Kuba stationiert – weitere Atomsprengköpfe sollten nachfolgen. Beide Stationierungen schufen beträchtliche und unmittelbare Bedrohungsszenarien für das gegnerische Territorium, konnten sie doch ihr zerstörerisches Potential bis weit hinein in das jeweils als antagonistisch betrachtete Hoheitsgebiet entfalten.

Die USA erhielten am 29. August 1962 erste Indizien für die Stationierung der Raketen auf Kuba; am 17. Oktober desselben Jahres wurden dort Nuklearraketen entdeckt. US-Präsident John F. Kennedy versuchte, die weitere Aufrüstung auf Kuba durch eine Seeblockade, bei der verdächtige Schiffe kontrolliert wurden, einzuschränken. Diese Seeblockade galt als ein Piraterie-gleicher Verstoß gegen das See- und Völkerrecht, weshalb Chruschtschow verkündete, er würde sie nicht tolerieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die internationale Bedeutung des Themas: Einleitende Darstellung der diplomatischen Eiszeit und der historischen Annäherungsversuche zwischen den USA und Kuba anhand des Beispiels von Barack Obamas Besuch.

2 Historischer Kontext des Themas und politische sowie soziale Rahmenbedingungen der Staaten Kuba und USA: Detaillierter geschichtlicher Aufriss von der späten Kolonialzeit über das Platt-Amendment bis hin zur kubanischen Revolution und der Kuba-Krise.

3 David gegen Goliath: Eingehende Betrachtung der Beziehungen zwischen einem Inselstaat und einer Weltmacht: Analyse der gegenseitigen politischen und gesellschaftlichen Relevanz sowie die Herausforderungen des Versuchs eines autarken kubanischen Sozialismus.

4 Fazit: Zusammenfassende Einschätzung des US-amerikanischen Hegemonialanspruchs und dessen paradoxe Rolle bei der Stärkung einer autonomen kubanischen Identität.

Schlüsselwörter

Kuba, USA, Außenpolitik, Geschichte, Kuba-Krise, Platt-Amendment, Sozialismus, Fidel Castro, John F. Kennedy, Souveränität, Revolution, Kalter Krieg, Monroe-Doktrin, Handelsembargo, Autonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die vielschichtige historische Dynamik und die langfristigen politischen Spannungen zwischen den USA und Kuba seit der späten Kolonialzeit bis in die Gegenwart.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Feldern gehören der US-amerikanische Imperialismus, die Unabhängigkeitskriege, die politische Entwicklung Kubas unter verschiedenen Regimen und der Einfluss der Sowjetunion während des Kalten Krieges.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage prüft, ob die USA als machtpolitische Akteure mit egoistischen Interessen handelten oder ob sie – vielleicht unbeabsichtigt – die Entwicklung Kubas zu einem souveränen Staat beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen geschichtlichen Aufriss und eine tiefgehende Analyse von Primär- und Sekundärquellen, um die diplomatischen und geopolitischen Verflechtungen aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der wechselseitigen Beziehungen, eine detaillierte Untersuchung der Kuba-Krise und eine Betrachtung der sozio-ökonomischen Auswirkungen der US-Blockadepolitik auf Kuba.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Kuba, USA, Souveränität, Kuba-Krise, Sozialismus und Hegemonie.

Warum war das Platt-Amendment für Kuba so bedeutend?

Es fungierte als juristisches Instrument, das den USA ein Interventionsrecht in Kuba einräumte und somit die faktische Souveränität Kubas stark einschränkte sowie die Basis für den Stützpunkt Guantanamo legte.

Welche Rolle spielte die Kuba-Krise für das Verhältnis der Staaten?

Sie war der Kulminationspunkt der Konfrontation, bei dem Kuba zum Spielball der beiden Supermächte wurde, wobei die Interessen Kubas bei den diplomatischen Lösungen zwischen der UdSSR und den USA erneut übergangen wurden.

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Details

Title
USA auf Kuba. Imperialist oder Helfer auf dem Weg in die Unabhängigkeit?
College
Secondary School of Berchtesgaden
Course
Deutsch-Spanisches Seminar "¿Cuba libre?"
Grade
1,0
Author
Rasmus Noeske (Author)
Publication Year
2018
Pages
34
Catalog Number
V1031196
ISBN (eBook)
9783346435989
Language
German
Tags
Kuba Usa Kubakrise Kuba-Krise Schweinebucht Guevara Castro Machado Batista Kubakonflikt Platt-Amendment Sowjetunion Monroe-Doktrin Sozialismus Kapitalismus Revolucion kubanische Revolution Fidel Che Unabhängigkeit kubanischer Unabhängigkeitskrieg Guantanamo Guantanamo Bay
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rasmus Noeske (Author), 2018, USA auf Kuba. Imperialist oder Helfer auf dem Weg in die Unabhängigkeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1031196
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