Hat die Kunst der Inuit vom 19. Jahrhundert bis heute einen Wandel in der Darstellung von Natur durchgemacht? Welche Inhalte wurden früher dargestellt und welche heute? Unterscheiden sich die verwendeten Materialien in der Kunst von früher und heute?
Diese Arbeit soll den oben angeführten Fragen nachgehen und diese in wissenschaftlichen Berichten, Büchern, Ausstellungskatalogen, Museen und Online-Berichten ausfindig machen. Wir beleuchten die Mythen der nordamerikanischen Völker, ihre Lebensweise im Vergleich von früher und heute, geben einen Einblick in verschiedene Arten der Inuitkunst und ziehen Vergleiche zwischen früher und heute. Wir zeigen die Veränderungen an Beispielen und kommen am Schluss zu einem Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Leben der Inuit
1.1 Der Lebensraum
1.2 Die Jagd
1.2.1. Die Robbenjagd
1.2.2 Die Waljagd
1.2.3. Die Karibu-Jagd
1.3 Die Ernährung
1.4 Die Behausung
1.4.1 Das Iglu
1.4.2. Das Zelt
1.4.3. Das grönländische Grasodenhaus
1.4.4. Das westarktische Grubenhaus
1.4.5. Wohnen heute
1.5. Die wichtigsten Transportmittel
1.5.1. Das Kajak und das Umiak
1.5.2. Der Hundeschlitten
1.6. Das heutige Leben der Inuit
2. Mythologie der Inuit
3. Kunst früher und heute
3.1. Kunst vom 19.Jahrhundert bis 1950
3.2. Inuitkunst 1945 bis heute
4. Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Wandel der Naturdarstellungen in der Kunst der Inuit vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die traditionelle, naturnahe Lebensweise und die Mythologie in den Kunstwerken spiegeln und welche Veränderungen durch den Übergang zu einer modernen, sesshaften Gesellschaft sowie durch den Einfluss kolonialer Strukturen im Kunstschaffen sichtbar werden.
- Traditionelle Lebensweise und Überlebensstrategien der Inuit
- Die zentrale Rolle von Mythen und Natur in der Inuit-Kunst
- Vergleich der künstlerischen Ausdrucksformen und Materialien zwischen früher und heute
- Einfluss sozioökonomischer Veränderungen auf das Kunstschaffen
- Die Kunst als Instrument des kulturellen Widerstands und Identitätserhalts
Auszug aus dem Buch
3.1. Kunst vom 19.Jahrhundert bis 1950
Die Inuit kannten den Begriff der Kunst lange nicht. Sie fertigten Masken, Skulpturen oder Alltagsgegenstände und verzierten diese mit Bildern. Viele Dinge wurden zu repräsentativen Zwecken verschönert oder mit Initialen in Bilderform versehen, um ihren Besitzer zu identifizieren. Der ästhetische Aspekt spielte keine Rolle, sondern die Geschichte, die hinter dem Bild oder der Verzierung stand. Alles hatte einen Bezug zur Lebensweise der Inuit oder der Natur, die sie umgab (Himmelheber, 1987, S.11). Die verwendeten Materialien hingen stark von der Region ab, in der eine Künstlerin oder ein Künstler lebte. Während die grönländischen Inuit früh von Missionaren besucht wurden und daher schon Papier kannten, verwendeten die nordischen Völker in Kanada Naturmaterialien. Es wurde mit einem „Storyknife“, einem speziell zu diesem Zweck verwendeten stumpfen Messer auf den Boden gezeichnet, um eine Geschichte mit Bildern zu illustrieren (Abb.8.) (Himmelheber, 1987, S. 28-30)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Leben der Inuit: Dieses Kapitel erläutert den Wandel der Inuit von einer halbnomadischen Lebensweise hin zu einer sesshaften Gesellschaft und beschreibt die klimatischen sowie kulturellen Rahmenbedingungen.
2. Mythologie der Inuit: Es wird die Bedeutung von Tieren als schöpferische Akteure in den Mythen und die Rolle von Trickster-Figuren für das Verständnis der Inuit-Kultur und ihr Verhältnis zur Umwelt dargelegt.
3. Kunst früher und heute: Dieses Kapitel analysiert die Entwicklung des künstlerischen Schaffens, von Gebrauchsgegenständen mit identitätsstiftenden Motiven bis hin zur modernen Gegenwartskunst als Ausdruck politischer und kultureller Identität.
4. Schlussfolgerung: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Kunst der Inuit eine unmittelbare Reaktion auf die veränderten Lebensbedingungen darstellt und heute sowohl als Bewahrung von Tradition als auch als wirtschaftlicher Faktor dient.
Schlüsselwörter
Inuit, Arktis, Naturdarstellung, Inuitkunst, Kulturwandel, Mythologie, Sesshaftwerdung, Tradition, Identität, Kolonialismus, Steinskulptur, Jagdmethoden, Moderne, Indigene Kunst, Sozialgeschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wandlung von Naturdarstellungen in der Kunst der Inuit vom 19. Jahrhundert bis heute, eingebettet in den soziokulturellen Kontext der indigenen Völker Kanadas.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind die traditionelle Lebensweise, die Mythologie, der Wandel der sozialen Strukturen durch Sesshaftwerdung und die Entwicklung der Inuit-Kunst über verschiedene Epochen hinweg.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, ob die Kunst der Inuit im genannten Zeitraum einen Wandel in der Darstellung von Natur erfahren hat und wie sich Inhalte sowie Materialien durch neue Lebensbedingungen verändert haben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Arbeit, die auf der Auswertung von Fachliteratur, Berichten, Ausstellungskatalogen und musealen Informationen basiert, um historische und aktuelle Entwicklungen zu vergleichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des traditionellen Lebens, die Analyse der Mythologie und die detaillierte Betrachtung der künstlerischen Entwicklung, unterteilt in die Perioden vor und nach 1945.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Inuit, Arktis, Naturdarstellung, Kulturwandel, Mythologie und Indigene Kunst.
Welche Rolle spielten Missionare für die Kunstentwicklung?
Missionare brachten neue Materialien wie Papier in die Arktis, was besonders bei den grönländischen Inuit früh zu einem Wandel in der Art der Illustration und Aufzeichnung führte.
Wie hat sich die Rolle der Kunst für die Inuit gewandelt?
Früher diente Kunst primär repräsentativen oder erzählerischen Zwecken im Alltag, während sie heute zusätzlich als Ausdruck politischen Widerstands und als wesentlicher Wirtschaftszweig fungiert.
- Citar trabajo
- Cornelia Danuser (Autor), 2020, Die Wandlung von Naturdarstellungen der Inuit in der Kunst vom 19. Jahrhundert bis heute, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1031241