Im Rahmen meiner Falldokumentation habe ich mich dazu entschieden, mich mit dem Thema ADHS zu befassen. Bereits während meiner sozialpädagogischen Tätigkeit im Rahmen der Eingliederungshilfe hatte ich die Möglichkeit, Erfahrungen in der Arbeit mit einem hyperaktiven Mädchen zu sammeln. Dadurch setzte ich mich bereits vor Beginn meiner Ausbildung am IFLW mit dieser Thematik auseinander. Das Seminar zum Marburger Konzentrationstraining weckte bei mir großes Interesse, sodass ich beschloss, selbst ein solches Training zu planen und durchzuführen, das im Folgenden dokumentiert wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Marburger Konzentrationstraining für Schulkinder
3. Rahmenbedingungen und Vorbereitung
4. Situation am Beginn des Konzentrationstrainings
5. Verlauf des Konzentrationstrainings
6. Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen
7. Zusammenarbeit mit den Müttern
8. Situation am Ende des Konzentrationstrainings
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Falldokumentation hat zum Ziel, die Planung, Durchführung und Evaluation eines Marburger Konzentrationstrainings (MKT) bei vier Grundschulkindern mit Konzentrationsschwierigkeiten und ADHS-Diagnose aufzuzeigen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie verhaltensorientierte Methoden wie die verbale Selbstinstruktion und positive Verstärkung das Arbeits- und Sozialverhalten der Kinder in der Schule und zu Hause beeinflussen können.
- Anwendung und Wirkung des Marburger Konzentrationstrainings (MKT)
- Förderung der Konzentration und Selbstinstruktion bei Schulkindern
- Bedeutung der positiven Verstärkung und Lob im pädagogischen Kontext
- Strukturierung von Lern- und Hausaufgabensituationen
- Kooperation zwischen Lerntherapeuten, Lehrkräften und Eltern
Auszug aus dem Buch
Das Marburger Konzentrationstraining für Schulkinder
Hauptaspekt des Marburger Konzentrationstrainings ist die Methode der verbalen Selbstinstruktion, die den Teilnehmern hilft, ihre Konzentration zu verbessern und ihren Arbeitsstil ökonomischer zu gestalten. Denkstrategien, die den Kindern an die Hand gegeben werden, sorgen für eine Verbesserung der Aufmerksamkeit, Motivation und Selbstakzeptanz. Auch der vernünftige Umgang mit Fehlern wird geübt. Darüber hinaus werden Wahrnehmungsfähigkeit, Feinmotorik, Merkfähigkeit sowie Regelverhalten und soziale Interaktion in das Training einbezogen.
Die Einführung der verbalen Selbstinstruktion erfolgt schrittweise: 1. Der Trainer führt die Aufgabe aus und spricht laut zu sich selbst. 2. Das Kind führt die Aufgabe aus. Der Lehrer instruiert es laut. 3. Das Kind führt die Aufgabe aus und instruiert sich laut. 4. Das Kind führt die Aufgabe aus und instruiert sich flüsternd. 5. Das Kind führt die Aufgabe aus und instruiert sich in Gedanken.
Um das Arbeiten für die Kinder attraktiver zu gestalten, wird im Marburger Konzentrationstraining mit positiver Verstärkung gearbeitet; einerseits durch das Ignorieren mit positivem Modell und Lob, andererseits durch Punkte, die gegen Präsente eingetauscht werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autorin begründet ihre Wahl des Themas ADHS und des Marburger Konzentrationstrainings basierend auf ihrer sozialpädagogischen Erfahrung.
2. Das Marburger Konzentrationstraining für Schulkinder: Dieses Kapitel erläutert die zentrale Methode der verbalen Selbstinstruktion sowie das Belohnungssystem des Trainings.
3. Rahmenbedingungen und Vorbereitung: Hier werden die Akquise der Teilnehmer an einer Berliner Grundschule, die Vorgespräche mit Eltern und Lehrern sowie die organisatorische Planung beschrieben.
4. Situation am Beginn des Konzentrationstrainings: Die Ausgangslage der vier teilnehmenden Kinder wird anhand von Daten und Verhaltensbeobachtungen während einer Hospitation dargestellt.
5. Verlauf des Konzentrationstrainings: Dieses Kapitel beschreibt den praktischen Ablauf der Sitzungen, die durchgeführten Übungen und die Reaktion der Kinder.
6. Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen: Es wird die konstruktive Kooperation mit den Lehrkräften sowie die Vermittlung von Methoden zur positiven Verstärkung im Unterricht thematisiert.
7. Zusammenarbeit mit den Müttern: Die Autorin reflektiert die Elterngespräche, bei denen Themen wie Hausaufgabenhilfe und positive Verstärkung im Alltag behandelt wurden.
8. Situation am Ende des Konzentrationstrainings: Abschließend werden die erzielten Erfolge, die Rückmeldungen der Kinder und Lehrer sowie das Fazit zur Wirksamkeit des Trainings zusammengefasst.
Schlüsselwörter
ADHS, Marburger Konzentrationstraining, MKT, verbale Selbstinstruktion, Konzentrationsförderung, positive Verstärkung, Lerntherapie, Grundschule, Verhaltensmodifikation, Elterngespräche, Sozialverhalten, Aufmerksamkeit, Arbeitsstil, Motivation, Selbstakzeptanz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Durchführung eines Marburger Konzentrationstrainings bei vier Grundschulkindern, die unter Konzentrationsproblemen oder ADHS leiden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Dokumentation?
Die zentralen Themen sind die Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit, der Einsatz der verbalen Selbstinstruktion, die Arbeit mit positiver Verstärkung und die Kooperation zwischen Schule, Elternhaus und Therapie.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, zu zeigen, wie durch ein strukturiertes Training und gezielte pädagogische Interventionen die Arbeitsweise und das Sozialverhalten von Kindern mit Konzentrationsdefiziten positiv beeinflusst werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Falldokumentation, die den Einsatz des Marburger Konzentrationstrainings nach Dieter Krowatschek beschreibt, ergänzt durch Verhaltensbeobachtungen und Befragungen von Lehrern und Eltern.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorbereitung der Rahmenbedingungen, die Bestandsaufnahme der Kinder zu Beginn, den detaillierten Ablauf der Trainingseinheiten sowie die Zusammenarbeit mit den Bezugspersonen der Kinder.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind ADHS, Marburger Konzentrationstraining, Selbstinstruktion, positive Verstärkung, Lerntherapie und Verhaltensmodifikation.
Wie wurde mit Schülern umgegangen, die ein Störverhalten zeigten?
Die Autorin setzte auf positive Verstärkung und Lob anstelle von Strafen. Die Auszeitmethode war selten nötig; meist reichten ein bis zwei gezielte Verwarnungen aus, um die Kinder auf ihr Verhalten aufmerksam zu machen.
Welche Rolle spielte die Einbeziehung der Eltern?
Die Elternabende dienten dazu, das Konzept der positiven Verstärkung und des Lobens in den Familienalltag zu übertragen, was laut Rückmeldungen der Mütter zu einer entspannteren Atmosphäre bei Hausaufgaben und Lernen führte.
- Citation du texte
- Katinka Teetz (Auteur), 2006, Falldokumentation. Das Marburger Konzentrationstraining für Schulkinder. Ausbildung zur Lerntherapeutin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1031254