Diese empirische Arbeit thematisiert die Zufriedenheit der Auszubildenden an zwei deutschen Krankenhäusern. Ziel der Forschungsarbeit ist es, herauszufinden, wie zufrieden die Auszubildenden in den Kreiskrankenhäusern mit ihrer praktischen Ausbildung sind. Um Ansatzpunkte zur qualitativen Verbesserung der Ausbildung zu finden, wurden 33 Auszubildende der beiden Krankenhäuser zu ihrer Zufriedenheit befragt.
Unsere Gesellschaft wird zunehmend älter, die Medizin entwickelt sich immer weiter, die pflegerische Versorgung steht vor einer großen Herausforderung. Ein wichtiger Baustein ist, die Investition in die Auszubildenden zu tätigen, um zukünftige Fachkräfte zu rekrutieren. Bereits ein Großteil der ausbildenden Betriebe setzt dies um.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theorieteil
2.1 Hintergrund
2.2 Begrifflichkeiten
2.2.1 Praktische Anleitung durch Praxisanleiter/innen
2.2.2 Theorie-Praxis-Transfer
2.3 Zielstellung der Arbeit
3. Methodisches Vorgehen
3.2 Forschungsdesign/ Vorgehen
3.3 Vorstellung des Settings- die beiden Krankenhäuser G. und S.
3.3 Stichprobenbeschreibung
3.4 Beschreibung der Untersuchung
4. Ergebnisse
4.1 Allgemeine und demographische Daten
4.2 Ergebnisse zur Befragung verschiedener Items der praktischen Ausbildung
4.3 Items mit Bezug auf den theoretischen Teil der Ausbildung
5. Diskussion / Fazit
5.1 Kritik an der eigenen Arbeit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht die Zufriedenheit von 33 Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege an zwei thüringischen Kreiskrankenhäusern. Ziel ist es, Ansatzpunkte für eine qualitative Verbesserung der praktischen Ausbildung zu identifizieren, indem die Ergebnisse mit dem bundesweiten Ausbildungsreport der Gewerkschaft ver.di aus dem Jahr 2015 verglichen und aktuelle Herausforderungen wie Zeitdruck, Personalmangel und Anleitungssituationen analysiert werden.
- Analyse der Zufriedenheit mit der praktischen Ausbildung.
- Vergleich der lokalen Ausbildungssituation mit dem bundesweiten Durchschnitt.
- Untersuchung der Rolle und Verfügbarkeit von Praxisanleitern.
- Identifikation von Belastungsfaktoren im Stationsalltag (z.B. Zeitdruck, Personalmangel).
- Bewertung des Theorie-Praxis-Transfers in der Ausbildung.
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Die Sicherung des Fachkräftebedarfs stellt derzeit eine enorme Herausforderung an zahlreiche Branchen dar. Ein wichtiger Baustein ist die Investition in die Auszubildenden zu tätigen, um zukünftige Fachkräfte zu rekrutieren. Bereits ein Großteil der ausbildenden Betriebe setzt dies um (Pfeifer, Schönfeld, Wenzelmann, & Jansen, 2015, S. 13).
Insbesondere der Gesundheitsbereich ist momentan von einem Mangel an Fachkräften betroffen (Burstedde, 2018, S. 12). Unbelegte Zimmer- nicht auf Grund von fehlenden Patienten, sondern auf der Basis von fehlendem Stationspersonal ist teilweise Realität in einigen Kliniken in Deutschland. Im Jahr 2018 lag der Durchschnitt bei 23 900 offenen unbesetzten Stellen in der Altenpflege sowie 15 700 freien Plätze in der Krankenpflege, so besagen es Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt-Arbeitsmarktsituation im Pflegebereich, 2019). In einer Branche, in der bereits solch ein Fachkräftemangel existiert, ist es umso wichtiger in die Qualität der Ausbildung und damit in die Zufriedenheit der Auszubildenden zu investieren. „Wie Pflegende ausgebildet werden, beeinflusst die Qualität der praktischen Pflege“ (Elzer et al., 2007, S.261).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz des Fachkräftemangels in der Pflege und die daraus resultierende Notwendigkeit, in die Ausbildungsqualität und die Zufriedenheit der Auszubildenden zu investieren.
2 Theorieteil: Erläutert den Forschungsstand, inklusive der Grundlagen der Praxisanleitung, den Theorie-Praxis-Transfer sowie das Ziel der Arbeit vor dem Hintergrund gesetzlicher Rahmenbedingungen.
3. Methodisches Vorgehen: Beschreibt das Design der quantitativen Querschnittstudie, das Setting der untersuchten Krankenhäuser sowie die Stichprobe und den Untersuchungsprozess.
4. Ergebnisse: Präsentiert die demografischen Daten der Befragten sowie die quantitativen Auswertungen zur praktischen Ausbildung und zum theoretischen Teil.
5. Diskussion / Fazit: Reflektiert die Ergebnisse im Vergleich zur bundesweiten ver.di-Studie und leitet Implikationen für die Ausbildungspraxis sowie eine kritische Selbstreflexion der Forschungsarbeit ab.
Schlüsselwörter
Fachkräftemangel, Ausbildung, Zufriedenheit, Pflege, Praxisanleitung, Theorie-Praxis-Transfer, Gesundheits- und Krankenpflege, Kreiskrankenhäuser, Stationseinsatz, Arbeitsbedingungen, Zeitdruck, Personalmangel, Ausbildungsqualität, Pflegeausbildung, Querschnittsanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Forschungsarbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Zufriedenheit von Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege an zwei spezifischen Standorten, um Verbesserungspotenziale für die praktische Ausbildung aufzuzeigen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Qualität der praktischen Ausbildung, der Verfügbarkeit von Praxisanleitern, dem Theorie-Praxis-Transfer sowie den Belastungsfaktoren im Stationsalltag.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, ein Bild der Zufriedenheit der Auszubildenden an den untersuchten Krankenhäusern zu gewinnen und durch den Vergleich mit bundesweiten Daten Handlungsempfehlungen für die Ausbildung zu erarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde eine quantitative, monozentrische Querschnittstudie mittels standardisierter, anonymer Online-Fragebögen durchgeführt, wobei die Daten statistisch (SPSS) ausgewertet wurden.
Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Einordnung, dem methodischen Vorgehen, der demografischen Zusammensetzung der Stichprobe und der detaillierten Ergebnisdarstellung zur Zufriedenheit der Azubis.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Fachkräftemangel, Ausbildungssituation, Praxisanleitung und Zufriedenheit im pflegerischen Arbeitsumfeld.
Wie unterscheidet sich die Situation in den untersuchten Krankenhäusern vom bundesweiten Durchschnitt?
Die Zufriedenheit in den untersuchten Krankenhäusern lag mit 57,6 % leicht (1,2 %) über dem bundesweiten Durchschnitt der ver.di-Studie von 2015, wobei insbesondere bei der Anleitung und Vorbereitungszeit leichte Abweichungen festgestellt wurden.
Welchen Einfluss hat der Personalmangel auf die befragten Auszubildenden?
Der Personalmangel führt zu einem Arbeiten unter Zeitdruck, was von den Auszubildenden als größte Belastung im Stationsalltag wahrgenommen wird und die Qualität der schrittweisen Anleitung negativ beeinflusst.
- Quote paper
- Nicole Finna-Klinger (Author), 2019, Zufriedenheit der Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1031815