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Islamic Banking. Grundlagen, Instrumente und Potenziale

Titel: Islamic Banking. Grundlagen, Instrumente und Potenziale

Fachbuch , 2016 , 128 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Enis Cem Güzeller (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der westlichen Welt besteht schon lange das Bedürfnis nach einer grundlegenden Veränderung im Finanzwesen. Statt auf kurzfristigem Gewinn soll der Fokus auf der dauerhaften Umsetzung der sozialen Verantwortung der Unternehmen liegen. An diesen und weiteren ethischen Prinzipien orientiert sich das Islamic Banking.

Obwohl das Islamic Banking noch sehr jung ist, hat es großes Potenzial und könnte die Grundlage für sichere und moralisch vertretbare Bankgeschäfte darstellen. Doch inwiefern lassen sich seine Leitsätze, die ihren Ursprung in der islamischen Religion haben, auch im Westen umsetzen? Und ist eine Wirtschaft, von der alle Beteiligten profitieren, heutzutage überhaupt möglich?

Diese Publikation definiert zunächst die Grundlagen und Instrumente des Islamic Banking, das durch die Aufteilung von Risiken gekennzeichnet ist, und die Rolle, die das islamische Rechtssystem in diesem Zusammenhang spielt. Im Anschluss beleuchtet der Autor die Finanzstabilität des islamischen Bankwesens kritisch, wobei er auch die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise nicht außer Acht lässt. Schlussendlich evaluiert er, inwiefern das Islamic Banking im Rahmen der aktuellen globalen Marktsituation in Europa Anwendung finden kann. Seine Erkenntnisse sind für diejenigen von besonderem Interesse, die bei ihren Bankgeschäften Wert auf Nachhaltigkeit legen. Aufbauend auf einer intensiven Recherche und tiefgehenden Analyse erhebt das Werk den Anspruch, als Nachschlagewerk für das Thema Islamic Banking zu dienen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorbemerkung – Grundsätzliches über den Islam

2.1 Islam und Muslime

2.2 Scharia – Das islamische Rechtssystem

2.2.1 Die Rechtsquellen der Scharia

2.2.1.1 Der Koran

2.2.1.2 Die Sunna

2.2.1.3 Idschma - Der Konsens der Rechtsgelehrten

2.2.1.4 Qiyas - Der Analogieschluss

2.2.2 Der Einfluss der islamischen Rechtsschulen

2.3 Leitgedanken des islamischen Wirtschaftssystems

3. Grundlagen des Islamic Banking

3.1 Definition des Islamic Banking

3.2 Geschichte des Islamic Banking

3.3 Schlüsselprinzipien des Islamic Banking

3.3.1 Das Zinsverbot – Riba“

3.3.2 Das Spekulationsverbot „Gharar“

3.3.3 Das Glücksspielverbot – „Maysir“

3.3.4 Verbot von unethischen „Haram“ Geschäften

3.4 Die Rolle der Scharia-Boards

3.5 Wichtige internationale islamische Finanzinstitutionen

3.3.1 IDB

3.3.2 AAOIFI

3.3.3 IFSB

4. Instrumente des Islamic Banking

4.1 Finanzierungsinstrumente

4.1.1 Handelsfinanzierung

4.1.1.1 Murabaha

4.1.1.2 Bay Salam

4.1.1.3 Istisna

4.1.2 Beteiligungsfinanzierung

4.1.2.1 Mudaraba

4.1.2.2 Musharaka

4.1.3 Leasingfinanzierung – Ijara

4.1.4 Qard Hassan

4.1.5 Abschließende Bemerkung zu den Finanzierungsinstrumenten

4.2 Anlageinstrumente

4.2.1 Bankkonten

4.2.1.1 Girokonto

4.2.1.2 Sparkonto

4.2.1.3 Investmentkonto

4.2.2 „Sukuk“ – Die islamische Anleihe

4.2.3 Islamkonforme Aktien und Aktienindizes

4.2.4 Islamische Anlagefonds

4.3 Abschließende Bemerkung zu den Instrumenten

5. Potenziale des Islamic Banking

5.1 Finanzstabilität des islamischen Bankwesens

5.1.1 Potenziale des Islamic Banking für die Finanzstabilität

5.1.2 Auswirkungen der internationalen Finanzkrise auf die islamischen Banken

5.2 Aktuelle Marktsituation

5.2.1 Globaler Marktanteil und globales Marktvolumen

5.2.2 Situation und Potenzial in Europa

5.2.2.1 Die Vorreiterrolle Großbritanniens

5.2.2.2 Marktpotenzial in Frankreich und Deutschland

5.3 Herausforderungen und Probleme

5.3.1. Herausforderungen hinsichtlich rechtlicher Rahmenbedingungen

5.3.2 Herausforderungen im Liquiditätsmanagement

5.3.3 Herausforderungen im Bereich der Unternehmenskontrolle

5.3.4 Personelle Herausforderungen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zum Verständnis des Islamic Banking zu leisten, indem die Grundlagen, Instrumente, Marktsituation sowie Potenziale und Herausforderungen dieses Finanzwesens umfassend analysiert werden.

  • Grundlagen des islamischen Glaubens, Rechts- und Wirtschaftssystems
  • Schlüsselprinzipien des Islamic Banking (Zins-, Spekulations- und Glücksspielverbot)
  • Analyse der wichtigsten Finanzierungs- und Anlageinstrumente (z.B. Murabaha, Mudaraba, Sukuk)
  • Rolle der Scharia-Boards und internationaler Institutionen
  • Marktpotenziale und Herausforderungen in Europa und Deutschland

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Das Zinsverbot – „Riba“

Zins kann als eine vereinbarte Mehrleistung bei der Rückgabe eines geliehenen Gutes definiert werden.73 Das Zinsverbot ist jedoch keine islamische Erfindung, sondern war seit der Antike immer wieder Gegenstand vieler Diskussionen. So missbilligten die antiken Philosophen Platon und Aristoteles, die auch die Denkweisen der nachfolgenden Epochen beeinflussten, den Zins. Aristoteles war der Ansicht, dass Geld nur als Tauschmittel fungieren und kein neues Geld erschaffen dürfe, da es unfruchtbar sei. Demgemäß stelle der Zins etwas Unnatürliches dar:

„[…] so ist erst recht der Wucher hassenswert, der aus dem Geld selbst den Erwerb zieht und nicht aus dem, wofür das Geld da ist. Denn das Geld ist um des Tausches willen erfunden worden, durch den Zins vermehrt es sich aber durch sich selbst. Daher hat es auch seinen Namen: das Geborene ist gleicher Art wie das Gebärende, und durch den Zins (Tokos) entsteht Geld aus Geld. Diese Art des Gelderwerbs ist also am meisten gegen die Natur“.74

Auch fand das Zinsverbot in jede abrahamische Religion Eingang und bestimmte auch seit jeher die Wirtschaftsgeschichte, da den Religionsvorschriften in der Gestaltung der Wirtschaft immer eine große Bedeutung zukam. Das Zinsverbot im Judentum und Christentum geht auf das Alte Testament zurück.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die zunehmende Bedeutung des Islamic Banking vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise ein und formuliert das Ziel der wissenschaftlichen Analyse.

2. Vorbemerkung – Grundsätzliches über den Islam: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des islamischen Glaubens sowie das rechtliche Rahmenwerk der Scharia als Basis für das islamische Wirtschaftssystem.

3. Grundlagen des Islamic Banking: Hier werden Definition, Geschichte und die religiösen Schlüsselprinzipien wie das Zins- und Spekulationsverbot sowie die Rolle der Scharia-Boards dargelegt.

4. Instrumente des Islamic Banking: Dieser Teil detailliert die verschiedenen Finanzierungs- und Anlageinstrumente, die im Einklang mit islamischen Werten stehen.

5. Potenziale des Islamic Banking: Das Kapitel untersucht die Finanzstabilität islamischer Banken und die aktuelle Marktsituation, inklusive der Herausforderungen für den europäischen und deutschen Markt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert die zukünftige Rolle des Islamic Banking als ethisch orientierte Alternative zum konventionellen Finanzwesen.

Schlüsselwörter

Islamic Banking, Scharia, Riba, Zinsverbot, Gharar, Spekulationsverbot, Maysir, Glücksspielverbot, Murabaha, Mudaraba, Musharaka, Sukuk, Finanzstabilität, Realwirtschaft, Scharia-Board.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das islamische Bankwesen, dessen Grundlagen, religiöse Prinzipien, Finanzinstrumente sowie dessen Potenzial im Vergleich zum konventionellen Bankensektor.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen islamische Rechtsschulen, die Grundsätze der Scharia, spezifische Verbote (Riba, Gharar, Maysir) und deren Anwendung in praktischen Finanzprodukten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für Islamic Banking zu schaffen, um aufzuzeigen, wie ethische Prinzipien des Islam in das moderne Finanzwesen integriert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse islamischer Rechtsquellen, ökonomischer Fachliteratur und Studien internationaler Institutionen (wie IWF) zur Beschreibung und kritischen Würdigung des Sektors.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Islamic Banking, eine detaillierte Auflistung spezifischer Finanzierungs- und Anlageinstrumente sowie eine Marktanalyse der Potenziale und Herausforderungen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind u.a. Riba, Scharia-Konformität, Profit-Loss-Sharing (PLS), Sukuk, Finanzstabilität und Realwirtschaft.

Wie gehen islamische Banken mit einem Zahlungsverzug eines Kunden um, wenn keine Zinsen erhoben werden dürfen?

Es dürfen keine Verzugszinsen im klassischen Sinne berechnet werden. Stattdessen können Strafzahlungen verlangt werden, die jedoch nicht als Einkommen der Bank verwendet werden dürfen, sondern an wohltätige Zwecke gespendet werden müssen.

Was ist die spezifische Funktion der Scharia-Boards in islamischen Banken?

Scharia-Boards agieren als religiöse Aufsichtsräte, die sicherstellen, dass alle Geschäftstätigkeiten der Bank vollumfänglich mit den Vorgaben des islamischen Rechts übereinstimmen und die Konformität der Instrumente zertifizieren.

Ende der Leseprobe aus 128 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Islamic Banking. Grundlagen, Instrumente und Potenziale
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1.3
Autor
Enis Cem Güzeller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
128
Katalognummer
V1032077
ISBN (eBook)
9783346419088
ISBN (Buch)
9783346419095
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Islam Bank Finanzwesen Banking Finance Zinsen Spekulations Wirtschaft Ethik Ethisches Bankwesen Schariabanking Religion Naher und Mittlerer Osten Türkei Malaysia Orient Nachhaltigkeit Realwirtschaft Scharia Zinsverbot Transparenz Kapitalismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Enis Cem Güzeller (Autor:in), 2016, Islamic Banking. Grundlagen, Instrumente und Potenziale, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1032077
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