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Über die Kollektivierung des "Es" in der Massenpsychologie

Eine Betrachtung der Philosophen Gustave Le Bon und Sigmund Freud

Titre: Über die Kollektivierung des "Es" in der Massenpsychologie

Dossier / Travail , 2020 , 12 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Mareike Scheibel (Auteur)

Psychologie - Psychosociologie
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Beschreibt Gustave Le Bon eine Kollektivierung des von Freud konzipierten „Es“? Die Position des Erstgenannten wird dabei in Auseinandersetzung mit seinem literarischen Werk „Psychologie der Massen“ erarbeitet. Demgegenüber erfährt die Stellung Sigmund Freuds Beleuchtung auf Grundlage der Abhandlungen „Massenpsychologie und Ich-Analyse“, „Das Ich und das Es“, „Abriss der Psychoanalyse“ sowie „Neue Folge der Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse“. Ziel ist es, die Fragestellung näher zu beleuchten und Argumente zu finden, welche die These verifizieren sowie die Betrachtungsweise amplifizieren.

Blickt man auf philosophische Auseinandersetzungen mit der Thematik Massenpsychologie sowie Konkretisierungsansprüche des Charakters eines Kollektivs, so fällt die große Zahl der Publikationen und Betrachtungen ins Auge.

Die Dominanz einer Gemeinschaft findet ihre Relevanz dabei nicht nur in der numerischen Quantität, sondern auch – oder vielmehr – im Volumen der determinierten Reaktionen der Individuen, welche ihr innewohnen und aus denen heraus sie erst geboren wird. Variationen von Gefühls- und Willensdispositionen modifiziert sich in einen Strom, gelenkt durch ein Kollektiv, welches den Ursprung selbigen kaum im Gänze fassen kann und in seiner eigenen Dynamik zu ertrinken droht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Le Bon und seine Darstellung der Massenpsychologie

3. Freud, die Masse und das Es

4. Die Vereinbarkeit des Es mit der Triebhaftigkeit der Masse

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die philosophische und psychoanalytische Fragestellung, ob Gustave Le Bons Beschreibungen der Massenpsychologie eine Kollektivierung des von Sigmund Freud konzipierten Instanzenmodells, insbesondere des „Es“, beschreiben. Dabei werden die theoretischen Grundlagen beider Autoren gegenübergestellt, um Gemeinsamkeiten und Divergenzen in Bezug auf Triebhaftigkeit, Impulsivität und die Struktur des Seelenapparats zu identifizieren.

  • Massenpsychologische Grundlagen nach Le Bon
  • Freuds Instanzenmodell (Es, Ich, Über-Ich)
  • Vergleich der Triebtheorien und ihrer kollektiven Ausprägung
  • Analyse der Vernunft und Kritikfähigkeit im Kollektiv

Auszug aus dem Buch

Die Vereinbarkeit des Es mit der Triebhaftigkeit der Masse

In Anschluss an die im Vorfeld dargelegten Positionen der Autoren soll weiterführend überprüft werden, ob die Darstellungen des Freud’schen Es mit Le Bons Ausführungen über den vegetativen Charakter der Masse kongruieren.

Zunächst sollen dazu allgemeine Eigenschaften umrissen werden. Freud kennzeichnet das Es als Entität, welcher ungezähmte Leidenschaft und Chaos innewohnen und in welcher Triebbedürfnisse psychischen Ausdruck finden (vgl. Freud 1933, S. 40 f.). Er intensiviert diese Beschreibung mit der Aussage, dass es sich mit „eine[m] Kessel voll brodelnder Erregungen.“ (Freud 1933, S. 40, Anpassung M.S.) vergleichen ließe.

Ähnlich klingt Le Bons Abriss der Darlegung allgemeiner Merkmale an. So betont auch dieser die Triebhaftigkeit, Impulsivität, die Fähigkeit zur außerordentlichen Reagibilität, sowie die Exaggeration hinsichtlich des Gefühlserlebens (vgl. Le Bon 1982, S. 18). Diese Deskriptionen implizieren eine ähnliche Haltung, welche im Folgenden weiter untermauert werden soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Massenpsychologie ein und formuliert die zentrale Fragestellung zur Kollektivierung des Freudschen Es durch Le Bon.

2. Le Bon und seine Darstellung der Massenpsychologie: Dieses Kapitel erläutert Le Bons Definition der Masse, die sich durch den Verlust der Individualität und die Bildung einer Gemeinschaftsseele auszeichnet.

3. Freud, die Masse und das Es: Hier werden Freuds Massendefinition sowie sein Instanzenmodell mit den Provinzen Es, Ich und Über-Ich vorgestellt.

4. Die Vereinbarkeit des Es mit der Triebhaftigkeit der Masse: Dieses Kapitel vergleicht die triebhaften Eigenschaften des Es mit den massenpsychologischen Merkmalen der Impulsivität und Irrationalität bei Le Bon.

5. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass in den Beschreibungen der Triebhaftigkeit eine weitgehende Übereinstimmung herrscht, während in der Struktur der Umsetzung Unterschiede bestehen.

Schlüsselwörter

Massenpsychologie, Freud, Le Bon, Es, Triebhaftigkeit, Kollektiv, Identifizierung, Psychoanalyse, Gemeinschaftsseele, Impulsivität, Instanzenmodell, Unbewusstheit, Rationalität, Individuum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Überschneidungen zwischen Gustave Le Bons Analyse der Masse und Sigmund Freuds psychoanalytischem Modell des „Es“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Massenpsychologie, die Triebtheorie nach Freud sowie die soziologische Dynamik von Kollektiven.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu verifizieren, ob Le Bons Beobachtungen über das Verhalten von Massen als eine Form der Kollektivierung des Freudschen „Es“ verstanden werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine komparative Literaturanalyse angewandt, bei der die Konzepte beider Denker systematisch gegenübergestellt und auf ihre Übereinstimmung hin geprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Einzelpositionen von Le Bon und Freud sowie deren anschließende kritische Gegenüberstellung hinsichtlich Triebunterdrückung, Logik und Kritikfähigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Massenpsychologie, Es, Triebhaftigkeit, Kollektiv und Identifizierung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Masse bei Le Bon von der Instanz des „Es“ bei Freud?

Während Le Bon die Masse als beobachtbares, aktives soziales Phänomen beschreibt, ist das „Es“ für Freud eine theoretische, psychische Instanz innerhalb des individuellen Seelenapparats.

Welche Rolle spielt die „Gemeinschaftsseele“ in der Argumentation?

Die Gemeinschaftsseele dient als Erklärungsmodell für den Verlust der individuellen Persönlichkeit und die Entstehung irrationalen Massenverhaltens.

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Résumé des informations

Titre
Über die Kollektivierung des "Es" in der Massenpsychologie
Sous-titre
Eine Betrachtung der Philosophen Gustave Le Bon und Sigmund Freud
Université
Dresden Technical University  (Philosophie)
Note
1,3
Auteur
Mareike Scheibel (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
12
N° de catalogue
V1032450
ISBN (ebook)
9783346440037
ISBN (Livre)
9783346440044
Langue
allemand
mots-clé
Masse Massenpsychologie Freud Es
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mareike Scheibel (Auteur), 2020, Über die Kollektivierung des "Es" in der Massenpsychologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1032450
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Extrait de  12  pages
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