In dieser Facharbeit setzt sich die Autorin mit der Intelligenz und ihrem Einfluss auf die schriftlichen Arbeiten der Oberstufe auseinandersetzen. Vor allem mit Hochbegabung assoziieren die meisten Menschen "Wunderkinder", die sehr gute Noten schreiben und dafür nie lernen müssen. Doch wie wirkt sich die Intelligenz auf den schulischen Erfolg aus? Ist die Intelligenz ein ausschlaggebendes Kriterium, um in Klausuren sehr gute Noten zu schreiben? Diese Fragen hofft die Autorin ausführlich in Ihrer Facharbeit erläutern zu können.
Zur Untersuchung wird das Berliner-Intelligenz-Struktur-Modell von Adolf O. Jäger erläutert und mit der Verordnung über den Bildungsgang und die Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe auf den Aspekt vergleichen, inwiefern ein gutes Testergebnis im Berliner Intelligenz-Struktur-Test Auswirkungen auf die Note in den schriftlichen Klausuren in der Oberstufe hat. Der schulische Erfolg wird hierbei anhand der Note der schriftlichen Klausuren definiert. Im ersten Kapitel der Facharbeit beschäftigt sich die Autorin ausführlich mit der Frage, wie der Mensch lernt. Sie wird auf die unterschiedlichen Lerntheorien eingehen und die Definition nach Adolf O. Jäger von Intelligenz erläutern. Im weiteren Verlauf werden das Berliner-Intelligenz-Struktur-Modell von Adolf O. Jäger und die nordrhein-westfälische Verordnung über den Bildungsgang und die Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe vorgestellt. Dabei wird die Verordnung mit Aufgabenstellung aus den Abiturjahrgängen und den Altklausuren der Oberstufe veranschaulichen. Im weiteren Verlauf werden ich Jägers Theorie und die Verordnung miteinander vergleichen.
Am Ende wird ein Fazit gezogen, inwiefern die Intelligenz, gemessen anhand des Berliner Intelligenz-Struktur-Test, Einfluss auf die Note in der Klausur hat.
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1: Wie lernt der Mensch?
Assoziatives Lernen:
Nicht assoziatives Lernen:
Kognitives Lernen:
Sozial‐kognitives Lernen:
Kapitel 2: Was ist Intelligenz?
Definition nach Adolf O. Jäger
Das Berliner‐Intelligenz‐Struktur‐Modell von Adolf O. Jäger
Die operante Modalität
Hauptfaktor „Einfallsreichtum und Kreativität“ (E)
Hauptfaktor „Konzentrationskraft und Tempo‐ Motivation,
Hauptfaktor „Verarbeitungskapazität, formallogisches Denken und Urteilsfähigkeit“(K)
Hauptfaktor „Merkfähigkeit“(M)
Die inhaltliche Modalität
Hauptfaktor „Anschauungsgebundenes Denken“ (F)
Hauptfaktor „Zahlengebundenes Denken“ (N)
Hauptfaktor „Sprachgebundenes Denken“ (V)
Kapitel 3: Wie müssen Klausuren aufgebaut sein?
Rechtliche Grundlagen zum Schreiben einer Klausur:
Anforderungsbereich Eins:
Anforderungsbereich Zwei:
Anforderungsbereich Drei:
Deutsch:
Anforderungsbereich Eins und Zwei:
Anforderungsbereich Drei:
Kunst
Anforderungsbereich Eins:
Anforderungsbereich Zwei:
Anforderungsbereich Drei
Mathematik
Anforderungsbereich Eins:
Anforderungsbereich Zwei:
Anforderungsbereich Drei:
Kapitel 4: Wie wirkt sich Intelligenz auf den schulischen Erfolg aus?
Auswertung
Fazit
Zur Weiterführung meiner Arbeit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen menschlicher Intelligenz, basierend auf dem Berliner-Intelligenz-Struktur-Modell von Adolf O. Jäger, und dem schulischen Erfolg in der gymnasialen Oberstufe. Ziel ist es zu analysieren, ob hochbegabte Schüler signifikante Vorteile bei der Bearbeitung schriftlicher Klausuren haben und wie diese intellektuellen Potenziale in den verschiedenen Anforderungsbereichen zum Tragen kommen.
- Analyse der Lerntheorien als Basis des Intelligenzstrukturmodells
- Erläuterung des Berliner-Intelligenz-Struktur-Modells von Adolf O. Jäger
- Struktur und rechtliche Grundlagen der Klausurformate in der Oberstufe
- Vergleich der Anforderungen verschiedener Schulfächer (Deutsch, Kunst, Mathematik, Pädagogik)
- Evaluierung der Auswirkungen von Intelligenzfaktoren auf die Klausurleistung
Auszug aus dem Buch
Die operante Modalität
Die operante Modalität gibt die unterschiedlichen Eigenschaften und Fähigkeiten an, die ein gesunder Mensch anwenden kann, um eine Aufgabe zu lösen. Getestet wird hierbei die Qualität des Ergebnisses. Es gibt insgesamt fünf Hauptfaktoren.
Hauptfaktor „Einfallsreichtum und Kreativität“ (E)
Es wird getestet, inwiefern der Geprüfte flexibel, vielfältig und kreativ auf Aufgaben reagieren kann und zu problemorientierten Lösungsansätzen gelangt.
Hauptfaktor „Konzentrationskraft und Tempo- Motivation,
Der Hauptfaktor testet, wie hoch die Auffassungsgeschwindigkeit, Konzentrationskraft und das Arbeitstempo des Geprüften ist. (B)
Hauptfaktor „Verarbeitungskapazität, formallogisches Denken und Urteilsfähigkeit“(K)
Der Geprüfte muss komplexe Aufgabenstellungen verarbeiten und in den Sachzusammenhang einordnen können. Auf Grundlage der Informationen werden evaluierte und differenzierte Urteile erstellt, die logisch argumentiert und strukturiert sind.
Hauptfaktor „Merkfähigkeit“(M)
Hierbei wird geschaut, inwiefern der Geprüfte sich Material aktiv einprägen kann und auch kurzfristig Sachzusammenhange wiedererkennt.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Wie lernt der Mensch?: Das Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Lerntheorien wie assoziatives, nicht assoziatives, kognitives und sozial-kognitives Lernen, die als theoretisches Fundament für das Modell von Jäger dienen.
Kapitel 2: Was ist Intelligenz?: Hier wird das Berliner-Intelligenz-Struktur-Modell von Adolf O. Jäger detailliert erläutert, wobei die Unterteilung in operante und inhaltliche Modalitäten und deren sieben Hauptfaktoren im Zentrum stehen.
Kapitel 3: Wie müssen Klausuren aufgebaut sein?: Dieses Kapitel analysiert die gesetzlichen Vorgaben der drei Anforderungsbereiche in der gymnasialen Oberstufe und erläutert diese anhand von Fallbeispielen aus den Fächern Deutsch, Kunst, Mathematik und Pädagogik.
Kapitel 4: Wie wirkt sich Intelligenz auf den schulischen Erfolg aus?: Das Kapitel verknüpft die zuvor erläuterten Intelligenzfaktoren mit den Anforderungen an Klausuren und bewertet den Einfluss hoher Intelligenz auf die Notenbildung unter Berücksichtigung von Potenzialen und notwendiger Förderung.
Schlüsselwörter
Intelligenz, Berliner-Intelligenz-Struktur-Modell, Adolf O. Jäger, Oberstufe, Klausuren, Schulerfolg, Anforderungsbereiche, Hochbegabung, Lerntheorien, Pädagogik, Didaktik, Bildungsverordnung, Kognition, Leistungsmessung, Intelligenztest
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Intelligenz eines Schülers und dessen Erfolg in schriftlichen Klausuren der gymnasialen Oberstufe.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf den Lerntheorien, dem Berliner-Intelligenz-Struktur-Modell und den strukturellen Anforderungen an Oberstufenklausuren in verschiedenen Schulfächern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, inwiefern hohe Intelligenz, gemessen nach dem Modell von Jäger, einen messbaren Vorteil bei der Notengebung in Klausuren bietet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein theoretischer Vergleich zwischen dem Berliner-Intelligenz-Struktur-Modell und den formalen Vorgaben der nordrhein-westfälischen Verordnung für die gymnasiale Oberstufe durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Lerntheorien, die Erklärung des Intelligenzmodells von Jäger, die Analyse der Anforderungsbereiche in verschiedenen Fächern und die Auswertung dieser Faktoren hinsichtlich des schulischen Erfolgs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Intelligenz, das Berliner-Intelligenz-Struktur-Modell, Oberstufe, Klausuranforderungen und der schulische Erfolg.
Welche Rolle spielt die "emotionale Intelligenz" für den Autor?
Der Autor merkt kritisch an, dass emotionale Intelligenz für den Klausurerfolg ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, jedoch im Modell von Jäger nicht berücksichtigt wird.
Warum sind Hochbegabte laut Autor nicht automatisch immer "Einser-Schüler"?
Der Autor argumentiert, dass Intelligenz zwar Potenziale schafft, aber Aspekte wie Vorwissen, Lernaufwand, emotionale Stabilität und die Passung zwischen Schüler und Umfeld ebenfalls entscheidend für die Note sind.
Was kritisiert der Autor am Berliner-Intelligenz-Struktur-Modell?
Neben der fehlenden Berücksichtigung emotionaler Aspekte kritisiert der Autor, dass das Modell primär an Oberstufenschülern geeicht wurde und ein Idealbild beschreibt, das nicht alle individuellen Kompetenzen gleichermaßen abbildet.
Welche Bedeutung haben die "Anforderungsbereiche" für die Untersuchung?
Die Anforderungsbereiche dienen als Vergleichsbasis, um aufzuzeigen, an welchen Stellen der Klausurbearbeitung (Wiedergabe, Transfer, Beurteilung) spezifische Intelligenzfaktoren den Schülern Vorteile verschaffen könnten.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2020, Sind Hochbegabte immer Einserschüler? Intelligenz und schulischer Erfolg in der gymnasialen Oberstufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1032452