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Die responsive Begleitung der Autonomiephase der Kinder in der Krippe. Möglichkeiten und Grenzen

Titre: Die responsive Begleitung der Autonomiephase der Kinder in der Krippe. Möglichkeiten und Grenzen

Dossier / Travail , 2020 , 20 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Simone Schleinkofer (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles maternelles, éducation de la petite enfance
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Sie lassen sich auf den Boden fallen, schreien laut „Nein“, beharren darauf Tätigkeiten selbstständig durchzuführen, toben, treten und lassen ihre Bezugspersonen häufig überrascht von der Heftigkeit der Emotionen zurück. Kinder in der Autonomiephase fordern ihr Umfeld in besonderer Weise heraus. Eltern und auch Fachkräfte sind häufig verunsichert, wie sie mit den Kindern in dieser oft stürmischen Zeit umgehen sollten. In politischen und gesellschaftlichen Debatten wird immer häufiger über die Qualität der Einrichtungen diskutiert. Auch die Professionalisierung der Fachkräfte spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Begleitung der Autonomiephase ist eines der Basisthemen in Kinderkrippen. Entsprechend qualifizierte Fachkräfte und daraus folgend, ein professioneller Umgang mit den Kindern, sind elementar, um die Entwicklungsschritte unterstützend begleiten zu können. Diese Arbeit stellt die Bedeutung der Autonomieentwicklung, insbesondere der Autonomiephase als wichtigen Entwicklungsschritt der Kinder dar.

Diese Arbeit gibt Einblicke in die entwicklungspsychologischen und neurobiologischen Hintergründe, um dann konkrete Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Gestaltung der Interaktionsprozesse auf feinfühlige und responsive Weise gelingen kann. Die Fachkräfte benötigen zunächst ein Expertenwissen, welches verdeutlicht, was sich während dem Entwicklungsprozess in den Kindern abspielt und welche erfüllbaren Erwartungen an sie gestellt werden können.

Im Kapitel der theoretischen Auseinandersetzung werden zunächst die Definitionen der Begrifflichkeiten vorgenommen. Es folgen die Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie und Neurobiologie. Das darauffolgende Kapitel beschäftigt sich mit der Frage, wie die Autonomiephase in der Krippe responsiv begleitet werden kann. Das Konzept der Responsivität wird dabei auf die Begleitung der Kinder in der Autonomiephase übertragen. Die Haltung der Fachkraft wird zu Beginn des Kapitels dargestellt.

Im Anschluss wird die Bedeutung von Orientierungshilfen und der Einsatz einer wirkungsvollen Sprache erläutert. Es folgt die Auseinandersetzung mit der Thematik in Bezug auf die Begleitung der Kinder in „Trotz“- und Konfliktsituationen. Dabei werden zahlreiche Anregungen und Handlungsimpulse vorgestellt. Die Arbeit schließt mit einem Ausblick und der Schlussfolgerung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema

2.1. Definition der Begriffe “Autonomie” und „Responsivität”

2.2. Autonomieentwicklung aus entwicklungspsychologischer Sicht

2.3. Die Autonomiephase als vulnerable Phase der Entwicklung

2.4. Neurobiologische Aspekte der Autonomiephase

3. Die responsive Begleitung der Autonomiephase

3.1. Die Haltung der pädagogischen Fachkraft

3.2. Orientierungshilfen und die Wirkung der Sprache

3.3. „Trotz”-verhalten responsiv begleiten

3.4. Konflikte/ Beißverhalten responsiv begleiten

4. Ausblick und Schlussfolgerung

5. Verzeichnisse & Kinderliteratur- Empfehlungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung der Autonomiephase als zentralen Entwicklungsschritt des Kleinkindes zu beleuchten und aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte diese stürmische Zeit durch eine professionelle und responsive Begleitung feinfühlig und unterstützend gestalten können.

  • Grundlagen der Autonomieentwicklung und relevante Begriffsdefinitionen
  • Neurobiologische Hintergründe der frühkindlichen Entwicklung
  • Die professionelle Haltung und Selbstreflexion der pädagogischen Fachkraft
  • Strategien für eine responsive Kommunikation und Konfliktbegleitung

Auszug aus dem Buch

3.3. „Trotz”-verhalten responsiv begleiten

Die Steigerung des Neins ist der Zornanfall. Das Kind gerät in Wut, schreit, wirft sich auf den Boden, tobt und schlägt manchmal um sich. Häufig reagiert es auf jeden Versuch der Beruhigung mit noch heftigeren Emotionen. Danielle Graf beschreibt die geringe Chance, in diesem Moment über die Sprache zu dem Kind vorzudringen. Das limbische System setzt dabei den Neokortex, welcher auch für die Sprache zuständig ist, außer Kraft, sodass das Kind von den gutgemeinten Worten nicht erreicht wird. Bei manchen Kindern ist in dieser Situation Körperkontakt hilfreich, andere Kinder lehnen diesen Kontakt aber vehement ab. Es ist wichtig die einzelnen Kinder gut zu kennen und das eigene Handeln auf sie abzustimmen. Das nonverbale Kommunizieren kann eine durchdringende Wirkung erzielen, denn diese Art der Kommunikation kann von dem limbischen System verarbeitet werden. „Mimik, Gestik, Tonfall, all das kommt im emotionalen Gehirn auch während eines Wutanfalls an” (Graf, 2019., S.26ff.) und kann zur schnelleren Beruhigung beitragen. Hartmut Kasten sieht die „Stärke” der Erwachsenen darin, „präsent, aber passiv (zu) bleiben, bis sich das Kind ein wenig beruhigt hat.” (Kasten, 2020, S. 158) Es ist bedeutungsvoll, die ausgedrückten Emotionen des Kindes weder zu bagatellisieren noch außen vor zu lassen, denn durch die Achtung der Gefühle kann das Kind sich mit den Emotionen beschäftigen und sie bewältigen. Im Anschluss an eine konflikthafte Auseinandersetzung benötigt das Kind liebevolle Zuwendung, um zu erfahren, dass Konflikte nichts Verhängnisvolles sind und vorübergehen (vgl. Fischer, 2015, S. 7ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen der kindlichen Autonomiephase ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, Wege für eine professionelle und responsive pädagogische Begleitung aufzuzeigen.

2. Theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Autonomie und Responsivität und beleuchtet die entwicklungspsychologischen sowie neurobiologischen Grundlagen des Kleinkindalters.

3. Die responsive Begleitung der Autonomiephase: Hier werden praktische Handlungsimpulse für Fachkräfte vorgestellt, insbesondere im Hinblick auf ihre Haltung, den Einsatz von Sprache sowie den Umgang mit Trotz- und Konfliktsituationen.

4. Ausblick und Schlussfolgerung: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und diskutiert weitere Einflussfaktoren wie Strukturqualität und kollegialen Austausch, die eine responsive Begleitung unterstützen können.

5. Verzeichnisse & Kinderliteratur- Empfehlungen: Dieser Teil enthält das Literaturverzeichnis, Quellenangaben sowie eine Zusammenstellung empfohlener Kinderbücher für die Altersgruppe der 1-4-Jährigen.

Schlüsselwörter

Autonomiephase, Responsivität, Kleinkindpädagogik, Trotzverhalten, Konfliktbegleitung, Bindungstheorie, Selbstregulation, Limbisches System, Neokortex, Pädagogische Haltung, Sprachentwicklung, Impulskontrolle, Kleinkind, Frühpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Herausforderungen und Entwicklungsschritte der Autonomiephase bei Kindern im Krippenalter und untersucht, wie pädagogische Fachkräfte diese Zeit professionell begleiten können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind die theoretische Fundierung der Autonomieentwicklung, neurobiologische Aspekte der Gehirnentwicklung bei Kleinkindern sowie konkrete Strategien zur responsiven Interaktion und Konfliktlösung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte durch eine feinfühlige und responsive Haltung die Entwicklung der Kinder zu autonomen Persönlichkeiten unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Aufarbeitung aktueller entwicklungspsychologischer und neurobiologischer Erkenntnisse zur frühkindlichen Bildung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Haltung der Fachkraft, der Bedeutung von Orientierungshilfen, der Wirkung von Sprache sowie praktischen Ansätzen für den Umgang mit Trotzverhalten und Beißvorfällen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Autonomiephase, Responsivität, Kleinkindpädagogik, Konfliktbegleitung und Selbstregulation.

Wie unterscheidet sich "Self Talking" von "Parallel Talking" in der Praxis?

Beim "Self Talking" verbalisiert die Fachkraft ihre eigenen Gefühle und Handlungen, während sie beim "Parallel Talking" die Emotionen und Handlungen des Kindes in Worte fasst, um ihm Orientierung zu geben.

Warum wird von der Anwendung von "Auszeiten" oder Time-outs bei Kleinkindern abgeraten?

Die Arbeit begründet dies damit, dass Kinder in diesem Alter noch nicht die kognitive Reife besitzen, um ihr Verhalten zu reflektieren, und in einer Situation der Erregung stattdessen Unterstützung und Nähe benötigen.

Welche Rolle spielt der Neokortex bei der Regulation von Trotzreaktionen?

Der Neokortex ist für rationale Analyse und Sprachsteuerung zuständig; bei starken Wutausbrüchen wird er jedoch oft durch das limbische System überlagert, was die kognitive Erreichbarkeit des Kindes durch Worte einschränkt.

Was macht eine "responsive Sprache" gegenüber Kleinkindern aus?

Responsive Sprache ist klar, positiv formuliert, vermeidet komplizierte Verneinungen und passt sich in Länge und Komplexität der Aufmerksamkeitsspanne und dem Sprachverständnis des Kindes an.

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Résumé des informations

Titre
Die responsive Begleitung der Autonomiephase der Kinder in der Krippe. Möglichkeiten und Grenzen
Université
University of Applied Sciences North Hesse; Mannheim  (Diploma Hochschule)
Cours
Krippenpädagogik
Note
1,0
Auteur
Simone Schleinkofer (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
20
N° de catalogue
V1032453
ISBN (ebook)
9783346416599
ISBN (Livre)
9783346416605
Langue
allemand
mots-clé
Autonomie psychologische Grundbedürfnisse Trotzphase Autonomiephase Krippe Responsivität
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Simone Schleinkofer (Auteur), 2020, Die responsive Begleitung der Autonomiephase der Kinder in der Krippe. Möglichkeiten und Grenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1032453
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Extrait de  20  pages
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