Kafkas Erzählungen "Die Verwandlung" und "Das Urteil". Vater-Sohn-Konflikt und Familienkonstellation


Hausarbeit, 2018

23 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Analyse der Beziehung zwischen Hermann und Franz Kafka
2.1 Biografische Deutung des Werks „Das Urteil"
2.2 Biografische Deutung des Werks „Die Verwandlung"

3 Machtapparat Familie in der Verwandlung
3.1 Die Vater-Sohn-Konflikte im Kontrast
3.2 Isolation Samsas

4 Samsas erotische Tendenzen
4.1 Das Bild der Dame im Pelz
4.2 Bezugsperson Schwester

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Es ist fraglich, ob wir Franz Kafkas Literatur ohne seine Biografie zu kennen, trotzdem für bedeutungsvoll und aussagekräftig halten würden. Seine Literatur dient als Zugang zu sei­nem Leben. Beispielsweise erfährt man im Brief an den Vater mehr über die Beziehung zwischen Vater und Sohn.1 Letzteres ist der zentrale Aspekt dieser Hausarbeit. In dieser Arbeit steht sowohl die Beziehung von Vater und Sohn im Vordergrund als auch der damit zusammenhängende Konflikt in seiner Erzählung, Die Verwandlung und Das Ur­teil. Zunächst wird die Beziehung zwischen Franz Kafka und seinem Vater Hermann Kafka analysiert. Dabei werden besonders Erfahrungen, Erinnerungen aus seiner Kindheit sowie besonders aussagekräftigen Stellen aus seinem Brief an den Vater entnommen, um seine Beziehung zu seinem Vater zu beschreiben. Gleichzeitig soll beleget, warum das Verhältnis der beiden in der Forschung als gestört betrachtet wird. Anschließend wird anhand seiner eben genannten Werke dargestellt, welchen Einfluss Kafkas Biografie auf die genannten Werke hatte und wie Kafka hier wiedererkannt wird.

Ferner widmet sich die Arbeit dem Punkt Machtapparat Familie, insbesondere wodurch sich dieser auszeichnet. Auch werden in diesem Kapitel der Umgang mit dem Protagonisten, die Differenzen und Gemeinsamkeiten der Konflikte in beiden Werken thematisiert.

Des Weiteren wird auch der Vergleich des Vater-Sohn-Konflikts in beiden Werken mit be­sonderer Berücksichtigung der Dynamik der Väter in beiden Werken herausgestellt. Nach Abschluss der Gegenüberstellung der Vater-Sohn-Konflikte wird der Fokus auf ausge­wählte Aspekte Der Verwandlung gelegt. Dabei werde ich darstellen, was für eine Entwick­lung der Protagonist während der Erzählung durchläuft und wie er sich aufgrund seiner Veränderung von seiner Umwelt und besonders seiner Familie isoliert. Hinsichtlich der Iso­lation Samsas werden zusammenhängende Fragen beleuchtet und versucht aufzuklären, beispielsweise wie es überhaupt zu dieser Isolation kommt, warum der Protagonist es so weit kommen lässt, warum er dem Druck seiner Außenwelt nicht entgegenwirkt und was für eine Relevanz er innerhalb seiner Familie genießt. Bekanntlich pflegt Samsa kaum Bezie­hungen zu Frauen und lebt allein bei seinen Eltern.2 Jedoch kommen im Verlauf der Erzäh­lung Die Verwandlung immer wieder Samsas erotischen Tendenzen zum Vorschein, wie beispielsweise seine Beziehung zu seiner einzigen Bezugsperson, seiner Schwester Grete und dem Bild der Dame im Pelz, zu dem er sich besonders hingezogen fühlt.3 Wie sich diese erotische Tendenz zum Bild der Dame und das inzestuöse Verhalten zu seiner Schwester äußern und was besonders seine Schwester für eine Bedeutung bei Samsas Verwandlung hat, soll abschließend in dieser Arbeit geklärt werden.

2 Analyse der Beziehung zwischen Hermann und Franz Kafka

Franz Kafka wächst als ein Einzelkind auf, die Obhut seiner Eltern Hermann und Julie Kafka genießt er selten. Mit Hilfe von Rücklagen und Aussteuern seiner Frau Julie Löwy eröffnet Hermann in Prag ein Geschäft für Stoff und Galanteriewaren. Die meiste Zeit verbringen die Eltern im Geschäft.4 Das Familienleben findet kaum statt, die Zeit beim Mittagessen, ist eine der wenigen Momente, in den der junge Kafka Zeit mit seinen Eltern verbringt. Aber auch da ist die Mittagspause auf eine halbe Stunde begrenzt, denn Vater Hermann Kafka empfindet Misstrauen gegenüber den Angestellten, die während des Mittagsessen das Ge­schäft beaufsichtigten.5 Das Familienleben und alles, was damit in Verbindung steht, ist dem Geschäft untergeordnet, auch Vater Hermann Kafka musste zu seiner Kindheit als Sohn eines Fleischhauers stets im väterlichen Geschäft mithelfen, da dies den damaligen Gewohnheiten entsprach. Die individuelle Entfaltung und die Jugend gerieten dabei meist in den Hintergrund.6 Die Kindheit von Franz Kafka ist von Einsamkeit geprägt, denn Kafkas Brüder Georg und Heinrich sterben bereits früh als Kinder. Seine drei weiteren Schwestern, Gabriele, Valerie und Ottilie werden geboren, als Kafka 1889 eingeschult wird. Sie sind eine der wenigen späteren Bezugspersonen Kafkas. Besonders der Verlust seiner Brüder, be­kräftigt Kafkas Gefühl des Alleinseins. Die meiste Zeit ist Kafka ist in Betreuung seiner stän­dig wechselnden Kindermädchen.7 Damit fehlen dem Erstgeborenen besonders in den An­fängen seines noch frühen Lebens Bezugspersonen. Der berufliche Erfolg Hermann Kafkas mit seinem Galanteriewaren-Handel bringt Wohlstand in die Familie. „Doch die stationären Wohnsitze und temporären Geschäftsniederlassungen fassen auch eine Atmosphäre der Rastlosigkeit ins Bild."8 Mangelnde Bezugspersonen, der ständige Wohnsitzwechsel und vor allem die unvorhersehbaren Gemütszustands Umschwünge seines Vaters, all diese genannten Aspekte führen dazu, dass sich Kafka sich immer mehr von seiner Umwelt iso­liert und introvertiert.9 Kafka sieht sich seinen Vater physisch unterlegen, immer wieder be­schreibt Kafka seinen Vater Hermann als groß und stark und stellt sich selbst im Kontrast klein und schwach dar.10 In Kafkas bekanntem Brief an den Vater, in dem er unteranderem die Hintergründe für die Furcht gegenüber seinem Vater schildert, erklärt Kafka, er sehe eine Erklärung für das gestörte Verhältnis zu seinem Vater darin, dass er als kleines Kind lange alleine war, da seine jüngeren Brüder früh starben.11 „Nur eben als Vater warst Du zu stark für mich, besonders da meine Brüder klein starben, die Schwestern erst lange nachher kamen, ich also den ersten Stoß ganz allein aushalten mußte, dazu war ich viel zu schwach.“12 Diese Beschreibung spiegelt die Charakterzüge des jungen Kafka wider, dass er als Einzelkind zu ängstlich und zu schwach ist, um dem Temperament des Vaters ent­gegen zu wirken. Des Weiteren wird deutlich, welche Vorstellung er von seinem Vater hat, immer wieder beschreibt er ihn als groß und stark, was noch einmal die physische Überle­genheit Herrmann Kafkas hervorhebt.13 Von bestimmten Ereignissen trägt Franz Kafka lange Zeit traumatische Schäden davon, die geringe Einfühlsamkeit und Empathie von Her­mann Kafka zeigt sich seinen Erziehungsmaßnahmen. Statt Fürsorge erfuhr er in gewissen Situationen nichts dergleichen. Wenn Kafka nachts nach Wasser bat, wurde er zur Beruhi­gung vor die Tür in die Kälte gestellt.14

„Noch nach Jahren litt ich unter der quälenden Vorstellung, daß der riesige Mann, mein Vater, die letzte Instanz. Fast ohne Grund kommen und mich in der Nacht aus dem Bett auf die Pawlatsche tragen konnte und daß ich ein solches Nichts für ihn war.“15

Wie Kafka Felice Bauer berichtet hatte seine Einsamkeit weitreichende Konsequenzen für sein Leben, Kafka entwickelte, mit der Zeit eine Gleichgültigkeit gegenüber der familiären Umwelt. Franz Kafka zählt unter anderem Geschäfts-, Eroberungswillen, Redebegabung zu den Charakteristika eines Kafka.16 Aber auch Selbstständigkeit und die damit verbun­dene harte Arbeit brachten Hermann Kafka den Erfolg mit seinem Geschäft und den damit verbundenen Wohlstand ein.17 Kafka zu Folge gibt es Diskrepanzen zwischen Vater und Sohn hinsichtlich des äußeren Erscheinungsbilds als auch der inneren Haltung.

Einen Grund dafür sieht Kafka in den Erbanlangen.18 Er definiert sich selbst eher nach sei­ner Mutter Julie Löwy. Er denkt, dass die Erbanlangen ihrerseits deutlich die des Vaters überwiegen.19 In dem Brief an seinen Vater betont Kafka, dass er die typischen Attribute zum Beispiel Stärke, Redebegabung, Stimmkraft, Selbstzufriedenheit und Weltüberlegen­heit nicht verkörpert.20 In diesen übermächtigen Eigenschaften sieht Kafka, den Grund da­für, warum er als Kind seinem Vater unterlegen war. Auch sieht er den Versuch seines Vaters missglückt, ihn nach seiner Vorstellung mit Stärke, Kraft und Lärm zu erziehen.21 Momente wie im Schwimmbad mit seinem Vater zeigen, wie wenig Selbstbewusstsein er hat und wie unsicher er neben seinen Vater und auch in seiner Umwelt ist, an der Hand seines Vaters in der Öffentlichkeit beschreibt er sich selbst ein kleines Gerippe.22

Das äußere Erscheinungsbild seines Vaters beeindrucke Franz Kafka. Aber schüchterte ihn gleichzeitig aber wieder ein. „Ich war ja schon niedergedrückt durch Deine bloße Kör­perlichkeit."23 Viel mehr definiert er sich selbst durch die „Löwy’sche" Erbanlage seiner Mut­ter. Die Löwys zeichnen sich durch ihre Intellektualität aus.24 Hermann Kafka nutze laut Franz Kafka auch rednerische Mittel, um ihn nach seinen Vorstellungen ordnungsgemäß zu erziehen. Dass die Redebegabung dem Sohn abhandenkam, hängt damit zusammen, dass Kafkas Widerrede von seinem Vater nicht geduldet wurde und er abgesehen davon mit Vater Herrmann im Allgemeinen keine normale Konversation führen konnte. Kafka schreibt in seinem Brief an den Vater auch darüber, dass es unmöglich war, mit ihm zu diskutieren, sodass er mit der Zeit anfing, vor sich hinzuschweigen.25 In seinem Schreiben spricht Franz von seltenen Momenten, in den er genoss, wie sein Vater einfach nur schwieg: „Etwa, wenn ich Dich früher in heißen Sommern mittags nach dem Essen im Geschäft müde ein wenig schlafen sah."26

2.1 Biografische Deutung des Werks Das Urteil

Die Erzählung Das Urteil und das Jahr 1913 bedeuteten für Franz Kafka seinen schriftstel­lerischen Durchbruch. Es ist heute mehr als fraglich, ob man die Geschichte Kafkas Das Urteil immer noch für bedeutungsvoll halten würde, wenn man nichts von Franz Kafka als Autor wissen würde.27 „Heute erscheint sie als Schlüssel zu seinem Leben und Werk und wird mit dem Brief an den Vater, mit dessen Hilfe sie denn auch häufig gelesen wird, ver­glichen als Ausdruck des Kampfs mit dem unerbittlichen Vater."28 Die Geschichte wurde für Kafkas Verlobte Felice Bauer geschrieben, die Geschichte wurde jedoch zunächst im Ta­gebuch vorgeschrieben, bevor sie später veröffentlicht wurde.

Bereits bei der Wahl der Namen der Protagonisten, seines Werkes Das Urteil, lassen sich Rückschlüsse auf seinen biografischen Hintergrund ziehen. Der Vorname des Protagonis­ten „Georg" hat die gleiche Anzahl an Buchstaben wie der Name „Franz". Der Anfang des Nachnamen des Protagonisten „Bende", hat ebenfalls genauso viele Buchstaben wie Kafka, dabei ist auch auffällig, dass der Vokal „e" in Bende sich an der gleichen Stelle und genauso oft wiederholt wie der Vokal „a" in Kafka.29 Unter genauer Betrachtung des Na­mens von der verlobten Georg Bendemanns, Frieda Brandenfeld, werden Bezüge zur da­maligen Verlobten Kafkas, Felice Bauer, ersichtlich. Frieda hat genau so viele Buchstaben wie der Name Felice und beide Namen haben den selben Anfangsbuchstaben. Die Nach­namen Brandenfeld und Bauer beginnen beide mit dem selben Anfangsbuchstaben.30

Dass Kafka in seinem Werk Das Urteil fiktive Protagonisten und tatsächliche Personen aus seinem Leben miteinander verknüpft, lässt die Annahme zu, dass es eine Priorität für ihn war, die Problematik und die Beziehung zu diesen Personen in seinem Werk in den Fokus zustellen.31 Der Literaturwissenschaftler Hans Dieter Zimmermann lässt in seinem Buch Kafka für Fortgeschrittene wissen, dass auch, wenn sich die Namen Georg Bendemann und Franz Kafka in ihrer Konstellation ähneln, sie keinerlei autobiografische ähnlichen Züge aufweisen. Franz Kafka ist nicht ins Galanteriewarengeschäft seines Vaters Hermann Kafka eingetreten, Kafka kommt eher dem Freund aus St. Peterburg nahe, mit dem er eine Brief­korrespondenz führt. Dieser kontaktscheue Freund lebt erfolglos und isoliert in St. Peters- burg.32 Dort versucht er Fuß zu fassen und ein Geschäft zu eröffnen. Zimmermann ist der Ansicht, dass Veränderungen in der Geschichte stattgefunden haben. Denn wie der Vater in der Geschichte Georg klar macht, wäre der Freund aus St. Peterburg ein Sohn nach seinem Ideal. Hier stellt sich Zimmermann allerdings die Frage, ob Hermann Kafka doch nicht eher mit seinem Sohn Georg Bendemanns zufrieden sei. Im Kontrast zum Freund ist er ein junger Kaufmann, der nach dem Tod der Mutter das Geschäft des Vaters erfolgreich führt und sich mit der wohlhabenden Frieda Brandenfeld verlobt hat. Zimmermanns Mei­nung nach hätte der Vater, Georg Bendemann nicht verurteilt, im Gegenteil als Sohn wäre er ein Segen für ihn.33 „Wohl kenne ich deinen Freund. Er wäre ein Sohn nach meinem Herzen."34 Die Veränderung macht sich darin bemerkbar, da Georg von seinem Vater nicht geschätzt wird, sondern eher der Freund aus St. Petersburg, der weder selbst in der Erzäh­lung in Erscheinung tritt noch selbst am Geschehen teilnimmt. Es ist nach Zimmermann dementsprechend merkwürdig, dass der Vater gerade seinen Sohn, den jungen erfolgrei­chen Kaufmann nicht schätzt, aber umso mehr den ausgewanderten, erfolglosen und int­rovertierten Junggesellen.35 Dem Freund aus St. Petersburg ähnelt Kafka schon, denn auch Franz Kafka zeichnet sich durch seine Isolation und Introversion aus. Daher fragt sich der Autor Zimmermann, ob die Erzählung das gute Verhältnis zwischen Sohn Kafka und Vater Hermann Kafka wiedergeben soll. Gleichzeitig könnte sich der Leser fragen, ob der Tod der Mutter Vater und Sohn erst verbindet. Eine unschlüssige und zusammenhanglose Ge­schichte, die Rätsel und Fragen aufwirft.36 Franz Kafka selbst bestätigt in seinem Brief an Felice Bauer, dass er keinen Sinn in Das Urteil findet. Er kann es sich aber auch nicht erklären, warum er dort keinen Sinn findet.37 „Findest du im >Urteil< irgendeinen Sinn, ich meine irgendeinen geraden zusammenhängenden, verfolgbaren Sinn? Ich finde ihn nicht und kann auch nichts darin erklären. Aber es ist vieles Merkwürdig daran."38

2.2 Biografische Deutung des Werks „Die Verwandlung“

Zunächst als kleine Geschichte geplant, anschließend aber doch ausführlicher geschrieben lässt Franz Kafka am 17. November seine damalige Verlobte Felice Bauer wissen, dass ihm die Geschichte Die Verwandlung in den Sinn kam, als er sich zu Bett legte. Während der Anfertigung dieser Geschichte stellt Kafka immer wieder fest, dass sie nicht seinen Vorstellungen entspricht.39 Das Interesse an der Geschichte lässt mit der Zeit immer mehr nach. Wie Kafka vor der Fertigstellung der Geschichte Felice Bauer, in seinem Brief an sie wissen lässt, beendet er Die Verwandlung trotz Unzufriedenheit mit dem Schluss.40 Auch in dem Werk Die Verwandlung lassen sich Parallelen zwischen Kafkas Lebenswelt und seiner Geschichte ziehen. In seinem Werk werden Kafkas persönliche Situation sowie sein Verhältnis zu seiner Familie geschildert.41 Bevor sich Samsa in ein Ungeziefer verwandelt, charakterisiert er sich durch Ängstlichkeit und Isolation. Er führt eine distanzierte Beziehung zu seiner Familie und seinen Berufskollegen, verspürt jedoch immer wieder eine Aggressi­vität seinen Vorgesetzten gegenüber, die er aber aufgrund von Autoritätsgläubigkeit wohl zu unterdrücken weiß.42 „[...] Ich hätte längst gekündigt, ich wäre vor den Chef hingetreten und hätte ihm meine Meinung gesagt. Vom Pult hätte er fallen müssen!"43

Ein Beispiel dafür ist das berufliche Dasein Samsas, welches ihn vollständig beansprucht. Er ist nicht wirklich zufrieden mit seinem Beruf, er sieht aber aufgrund der Abhängigkeit seiner Familie von seinem Beruf, keine andere Wahl als seiner Tätigkeit nachzugehen.44 Die mit seinem Beruf verbundenen Reisen setzen ihm zu. Seine eigenen Interessen und seine allgemeine persönliche Entfaltung haben darunter zu leiden, nicht anders bei Franz Kafka, der in der Versicherung tätig war. In dieser für Samsa glücklosen Lage kann seine Verwandlung als Flucht oder Ausweg gedeutet werden. Die Metamorphose Samsas kann auch als eine Rebellion gegen seinen Vorgesetzten und seinen Vater interpretiert werden. Des Weiteren ermöglicht es Die Verwandlung, auch als Befreiung von seinen beruflichen und familiären Verpflichtungen gesehen zu werden.45

[...]


1 Vgl. Zimmermann, Hans Dieter: Kafka für Fortgeschrittene. München 2004: Verlag C.H. Beck, S. 65.

2 Vgl. Wölke, Alexandra: Franz Kafka, Die Verwandlung...verstehen. Paderborn 2010: Schöningh. S. 97.

3 Ebenda.

4 Vgl. Firtina, Özlem: Familie in Kafkas Schreiben: biographische und literarische Verarbeitung. In: Europäische Hochschulschriften: Reihe 1, Deutsche Sprache und Literatur; Bd./Vol.1908. Frank- furt/Main 2005: Peter Lang Verlag. S. 34.

5 Alt, Peter-André 2005: Franz Kafka der ewige Sohn, eine Biografie. München: Verlag C.H. Beck oHG. S. 49.

6 Vgl. Alt, Peter: Franz Kafka der ewige Sohn, eine Biografie, S. 23.

7 Vgl. Firtina, Özlem: Familie in Kafkas Schreiben: biographische und literarische Verarbeitung, S. 34.

8 Haring, Ekkehard W.: Leben und Persönlichkeit. In: Engel, Manfred / Auerochs, Bernd (Hrsg.): Kafka Handbuch, Leben-Werk-Wirkung, Stuttgart 2010: Verlag J.B. Metzler. S. 2.

9 Vgl. Ebenda. S. 2.

10 Vgl. Alt, Peter: Frank Kafka der ewige Sohn, S. 51.

11 Vgl. Müller, Michael: Kafka und sein Vater: Der Brief an den Vater. In: von Jagow, Bettina / Jahr­haus, Oliver (Hrsg.): Kafka Handbuch, Leben-Werk-Wirkung, Göttingen 2008: Vandenhoeck & Rup­recht GmbH & Co. Kg. S. 39.

12 Kafka, Franz: Brief an den Vater. Frankfurt am Main 2008: Suhrkamp Verlag, S. 11.

13 Vgl. Alt, Frank Kafka der ewige Sohn, S. 51.

14 Vgl. Harring, Ekkehard W.: Leben und Persönlichkeit. In: Engel, Manfred / Auerochs, Bernd (Hrsg.): Kafka Handbuch, Leben-Werk-Wirkung, S. 2.

15 Kafka, Franz 2008: Brief an den Vater, S. 13.

16 Vgl. Alt, Peter: Frank Kafka der ewige Sohn, S. 24.

17 Vgl. Ebenda, S. 31.

18 Vgl. Pelster, Theodor: Brief an den Vater, Das Urteil. Stuttgart 2008: Philipp Reclam. S. 9.

19 Vgl. Müller, Michael: Kafka und sein Vater: Der Brief an den Vater. In: von Jagow, Bettina / Jahr­haus, Oliver (Hrsg.): Kafka Handbuch, Leben-Werk-Wirkung, S. 39.

20 Vgl. Kafka, Franz: Brief an den Vater, S. 11.

21 Vgl. Ebenda.

22 Vgl. Ebenda, S. 15.

23 Ebenda, S. 14.

24 Vgl. Müller, Michael: Kafka und sein Vater: Der Brief an den Vater. In: von Jagow, Bettina / Jahr­haus, Oliver (Hrsg.): Kafka Handbuch, Leben-Werk-Wirkung, S. 38.

25 Vgl. Harring, Ekkehard W.: Leben und Persönlichkeit. In: Engel, Manfred / Auerochs, Bernd (Hrsg.): Kafka Handbuch, Leben-Werk-Wirkung, S. 3.

26 Kafka, Franz: Brief an den Vater, S. 25.

27 Vgl. Zimmermann, Hans-Dieter: Kafka für Fortgeschrittene, S. 65.

28 Ebenda.

29 Vgl. Müller, Michael: Kafka und sein Vater: Der Brief an den Vater. In: von Jagow, Bettina / Jahr­haus, Oliver (Hrsg.): Kafka Handbuch, Leben-Werk-Wirkung, S. 90.

30 Vgl. Ebenda, S. 90.

31 Vgl. Ebenda, S. 89.

32 Vgl. Kafka, Franz: Das Urteil und andere Erzählungen. Frankfurt am Main 2003: Suhrkamp, S. 13.

33 Vgl. Zimmermann, Hans-Dieter: Kafka für Fortgeschrittene, S. 66.

34 Kafka, Franz: Brief an den Vater, S. 22.

35 Vgl. Ebenda.

36 Vgl. Ebenda.

37 Vgl. Müller, Michael: Kafka und sein Vater: Der Brief an den Vater. In: von Jagow, Bettina / Jahr­haus, Oliver (Hrsg.): Kafka Handbuch, Leben-Werk-Wirkung, S. 93.

38 Ebenda.

39 Vgl. Poppe, Sandra: Leben und Persönlichkeit. In: Engel, Manfred / Auerochs, Bernd (Hrsg.): Kafka Handbuch, Leben-Werk-Wirkung, Stuttgart 2010: Verlag J.B. Metzler, S. 164.

40 Vgl. ebenda.

41 Vgl. Schede, Hans-Georg: Franz Kafka, Die Verwandlung, Braunschweig 2012: Westermann Schroedel, S. 24.

42 Vgl. Schede, Hans-Georg: Franz Kafka, Die Verwandlung, S. 78.

43 Kafka, Franz: Die Verwandlung. Frankfurt am Main 1999: Suhrkamp. S. 10.

44 Vgl. Ebenda, S. 12.

45 Vgl. Firtina, Özlem: Familie in Kafkas Schreiben: biographische und literarische Verarbeitung, S. 70.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Kafkas Erzählungen "Die Verwandlung" und "Das Urteil". Vater-Sohn-Konflikt und Familienkonstellation
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Institut für Germanistik II Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Kafkas mediale Verwandlung
Note
1,7
Autor
Jahr
2018
Seiten
23
Katalognummer
V1033136
ISBN (eBook)
9783346441249
ISBN (Buch)
9783346441256
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kafka Vater-Sohn Beziehung
Arbeit zitieren
Alexander Adu (Autor:in), 2018, Kafkas Erzählungen "Die Verwandlung" und "Das Urteil". Vater-Sohn-Konflikt und Familienkonstellation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1033136

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