In dieser Hausarbeit wird die Kapitalkonsolidierung, insbesondere die Neubewertungsmethode, nach den IFRS-Standards, gestützt auf die Auswertung von Fachliteratur und auf die Heranziehung von Fällen aus der Fachpresse deutlich gemacht. Abschließend folgt eine Schlussbetrachtung und Darstellung der Neubewertung einer Gesellschaft anhand eines Praxisbeispiels.
Der enormen Wettbewerbsdruck, die zunehmende Internationalisierung sowie das Verlangen der Unternehmen, immer weiter Wachstum zu generieren, hat die Unternehmenslandschaft der letzten Jahrzehnte stark geprägt. Konzerne werden immer größer und bilden immer mehr Tochtergesellschaften. Der Begriff und die Bedeutung des Konzerns werden im nächsten Abschnitt genauer thematisiert.
Diese wandelnde Unternehmenslandschaft führt zu zunehmender Wichtigkeit der Konzernrechnungslegung insbesondere mit Hinblick auf die Neubewertungsmethode in der Kapitalkonsolidierung. Die materiellen Gegenstände einer Gesellschaft sind aufgrund der Herstellungs- und/oder Anschaffungskosten schnell bewertet, bei immateriellen, mit besonderem Fokus auf die eigens im Unternehmen geschaffenen Gegenstände, sind andere Faktoren im Mittelpunkt.
Aufgrund dessen stellt sich die Frage: „Wie bewertet man immaterielle Vermögensgegenstände, insbesondere Markenwerte, einer Gesellschaft?“
Inhaltsverzeichnis
1. Hintergrund & Definitionen
1.1 Einführung ins Thema
1.2 Konzern
1.3 Grundlagen der Konzernrechnungslegung
1.3.1 Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses
1.3.2 Der Einheitsgrundsatz
1.3.3 Rechnungslegungsnormen
2. Neubewertungsmethode
2.1.1 Darstellung der Erwerbsmethode
2.1.2 Die Erstkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode
2.1.3 Die Folgekonsolidierung nach der Neubewertungsmethode
2.1.3 Identifizierung und Bewertung von Vermögensgegenstände
2.1.3 Identifizierung und Bewertung von Immateriellen Vermögensgegenstände
2.1.3.1 Methode der Lizenzpreisanalogie
2.1.3.3 Residualwertmethode
3. Kapitalkonsolidierung
3.1.1 Sinn und Zweck der Kapitalkonsolidierung
3.1.2 Vorgehensweiße der Kapitalkonsolidierung
3.1.3 Kapitalkonsolidierung nach IFRS
3.1.4 Ermittlung des Goodwills
4. Praxis
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Studienarbeit untersucht die Anwendung der Neubewertungsmethode innerhalb der Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS-Standards mit einem besonderen Fokus auf die Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände, wie beispielsweise Markenwerte, bei Unternehmenszusammenschlüssen.
- Grundlagen der Konzernrechnungslegung und des Einheitsgrundsatzes
- Die Systematik der Erwerbs- und Folgekonsolidierung nach IFRS
- Verfahren zur Identifizierung und Bewertung immaterieller Werte
- Methoden der Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation)
- Praktische Durchführung der Erstkonsolidierung anhand eines Fallbeispiels
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Darstellung der Erwerbsmethode
Nach IFRS 3.4 sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode zu bilanzieren, wobei die Bestimmung des Erwerbers, des Erwerbszeitpunkts und der Anschaffungskosten der Anwendung zugrunde zu legen sind. In der Praxis kommt es oft zu Unklarheiten darüber, ob überhaupt ein Erwerb stattgefunden hat, wer der Erwerber ist, wann der Erwerb erfolgt ist und die Bestimmung der Anschaffungskosten, wenn diese nicht aus monetären Werten bestehen. Diese Fragen gilt es im Vorfeld zu klären, damit im nächsten Schritt das Kernproblem einer Akquisition, nämlich die Kaufpreisallokation bearbeitet werden kann.
Die Schritte der Erwerbsmethode werden in der folgenden Abbildung nach dem IFRS 3 erklärt:
Zusammenfassung der Kapitel
1. Hintergrund & Definitionen: Einführung in die Problematik wachsender Konzernstrukturen und Definition der wesentlichen Grundlagen der Konzernrechnungslegung.
2. Neubewertungsmethode: Detaillierte Erläuterung der Erwerbsmethode sowie der Bewertungstechniken für materielle und immaterielle Vermögensgegenstände bei der Konsolidierung.
3. Kapitalkonsolidierung: Beschreibung der Zielsetzung, des Vorgehens und der IFRS-spezifischen Besonderheiten bei der Zusammenführung von Kapitalkonten.
4. Praxis: Veranschaulichung der theoretischen Konzepte anhand eines konkreten Fallbeispiels zur Akquisition zweier Unternehmen.
5. Fazit: Kritische Würdigung der Bewertungsmethodik und Ausblick auf die Bedeutung von Schätzungen in der Rechnungslegung.
Schlüsselwörter
Konzernrechnungslegung, Neubewertungsmethode, Kapitalkonsolidierung, IFRS, Erwerbsmethode, Kaufpreisallokation, Immaterielle Vermögensgegenstände, Goodwill, Fair Value, Markenwerte, Unternehmenszusammenschluss, Bilanzierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der bilanziellen Behandlung von Unternehmenszusammenschlüssen unter Anwendung der Neubewertungsmethode gemäß IFRS.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Konsolidierung, der Identifizierung immaterieller Werte und der praktischen Kaufpreisallokation.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Es soll geklärt werden, wie Markenwerte und andere immaterielle Vermögenswerte bewertet werden und wie diese in den Konzernabschluss integriert werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung relevanter IFRS-Fachliteratur und der Anwendung der erarbeiteten Theorie auf ein fiktives Praxisbeispiel.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Schritte der Erwerbsmethode, die Bewertung immaterieller Vermögenswerte und die Vorgehensweise bei der Kapitalkonsolidierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Konzernrechnungslegung, IFRS, Neubewertungsmethode, Goodwill und Kaufpreisallokation sind die Kernbegriffe der Analyse.
Wie wird der Goodwill berechnet?
Der Goodwill ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis der Beteiligung und dem neubewerteten Eigenkapital des erworbenen Unternehmens.
Welche Rolle spielt der "Fair Value" bei der Bewertung?
Der Fair Value ist der beizulegende Zeitwert, der als zentrale Wertannahme für die Bewertung sämtlicher Vermögenswerte zum Erwerbszeitpunkt dient.
Warum ist die Bewertung immaterieller Werte in der Praxis schwierig?
Da diese Werte oft nicht an aktiven Märkten gehandelt werden, basieren sie häufig auf Schätzungen und Annahmen über zukünftige Cashflows, was die Objektivität erschwert.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Konzernrechnungslegung und die Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände. Die Neubewertungsmethode im Rahmen der Kapitalkonsolidierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1033245