Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › VWL - Finanzwissenschaft

Die Lastenverschiebungskontroverse in der ökonomischen Theorie

Titel: Die Lastenverschiebungskontroverse in der ökonomischen Theorie

Hausarbeit , 2019 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Um der Fragen auf den Grund zu gehen, ob es möglich ist, durch Steuer- oder Kreditfinanzierung die Last auf zukünftige Generationen abzuwälzen, ist es wichtig, zunächst den Begriff der Last zu definieren. Anschließend wird in dieser Arbeit auf die unterschiedlichen Ansätze der zeitlichen Lastenverschiebung eingegangen, welche im Nachgang kritisch gegenübergestellt werden. Des Weiteren wird der interpersonelle Verteilungseffekt thematisiert und kritisch überprüft. Abschließend wird ein Fazit über die gegenständige Arbeit getroffen.

Staatsverschuldung ist ein Begriff, der seit Beginn des 20. Jahrhunderts immer wieder Eingang in die öffentliche Diskussion gefunden hat. Betrachtet man nun den Begriff der Staatsverschuldung in den Medien, reicht dieser von dem Problem der nationalen Haushaltspolitik über die Bedrohung der wirtschaftlichen Selbstbestimmung von Staaten bis hin zum Staatsbankrott. Somit wird mit dem Schlagwort Verschuldung meist etwas Negatives assoziiert und Bögen zu vergangen Erfahrungen der älteren Generationen gesponnen.

Geschichtliche Beispiele, die zur den Ängsten beigetragen haben, sind die Währungsreformen aus den Jahren 1923 und 1948. Der 1. Weltkrieg wurde zu zwei Dritteln durch die staatliche Kreditaufnahme finanziert und der Staatshaushalt durch die direkte Vermehrung des Geldumlaufs verbessert. So gab es nach Kriegsende 17-mal so viele Banknoten wie vorher. Um der immensen Verschuldung entgegenzuwirken, führte die Währungsumstellung 1923 zu einer kurzzeitigen Stabilisierung der Schulden. Im 2. Weltkrieg gestalte es sich ähnlich, denn die Gegenwerte der Finanzierung wie Gebäude, militärische Einrichtungen und Waffen wurden durch den Krieg gänzlich zerstört. Somit war die Währungsreform 1948 die 93,5 % des Reichsmarksvolumens aus dem Verkehr zogen unumgänglich. Nach beiden Währungsreformen wurde das Geldvermögen und auch die Staatspapiere fast vollständig entwertet und brachten erhebliche Einschränkungen mit sich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Gegenstand und Ziel der Arbeit

2 Definition der Last

3 Intertemporaler Verteilungseffekt

3.1 New Orthodoxy Approach

3.2 Utility Approach

3.3 Aggregate Investment Approach

3.4 Gegenüberstellung der Ansätze

3.4.1 Gegenüberstellung „New Orthodoxy Approach“ und „Aggregate Investment Approach“

3.4.2 Gegenüberstellung „Utility Approach“ und „Aggregate Investment Approach“

4 Interpersoneller Verteilungseffekt – Transferansatz

4.1 Definition des Ansatzes

4.2 Kritik am Transferansatz

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Begriff der „Last“ im Kontext der Staatsverschuldung theoretisch zu fundieren und zu untersuchen, ob durch Steuer- oder Kreditfinanzierung eine ökonomische Belastung auf zukünftige Generationen abgewälzt werden kann. Dabei werden verschiedene theoretische Ansätze kritisch gegenübergestellt und der interpersonelle Verteilungseffekt beleuchtet.

  • Definition und Herleitung des Lastenbegriffs in der ökonomischen Theorie
  • Analyse intertemporaler Verteilungseffekte durch verschiedene theoretische Modelle
  • Kritische Gegenüberstellung von „New Orthodoxy“, „Utility“ und „Aggregate Investment Approach“
  • Untersuchung der interpersonellen Verteilungswirkungen im Rahmen des Transferansatzes

Auszug aus dem Buch

3.1 New Orthodoxy Approach

Bei dem „New Orthodoxy Approach“ handelt es sich um einen Ansatz, der die gesamtwirtschaftliche Situation betrachtet, weshalb die Annahmen der Makroökonomie zum Zug kommen. Des Weiteren wird davon ausgegangen, dass sich der Staat nur durch Steuer- oder Krediteinnahmen finanzieren kann. Bei der Kreditfinanzierung ist zu beachten, dass der Kredit nur bei Privatsubjekten aufgenommen werden kann und nicht etwa durch Notenbanken, somit wird nur die güterwirtschaftliche Wirkung betrachtet.

Der Begriff der Last wird im „New Orthodoxy Approach“ durch den Entzug privater Ressourcen beschrieben. Ressourcen werden sowohl als Güter oder auch als Dienstleistungen definiert. Der Entzug ist darauf zurückzuführen, dass der Staat den benötigten Teil (in Höhe der Staatsausgaben) verfügt und dieser dem privaten Sektor fehlt. Dieser Verlust tritt in der Periode auf, in der die staatliche Finanzierung stattfindet. Eine Vererbung oder Weitergabe der Last ist nicht möglich, denn das Modell nimmt an, dass nur die Güter und Dienstleistungen verwendet werden können, die in der Ausgangsperiode gegeben sind und nicht etwa das Sozialprodukt der nächsten Generation. Die Tatsache, dass die Konsummöglichkeiten der kommenden Generation durch Konsumausgaben in der Ausgangsperiode geschmälert und nicht ausgeglichen werden können und somit zu einer Last werden, wird bei dem Ansatz des „New Orthodoxy Approach“ nicht berücksichtigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Einleitung in die Thematik der Staatsverschuldung und Definition des Untersuchungsgegenstandes sowie der Zielsetzung der Arbeit.

2 Definition der Last: Erläuterung der verschiedenen theoretischen Ansätze zur Definition einer „Last“ im Kontext der Staatsverschuldung.

3 Intertemporaler Verteilungseffekt: Detaillierte Betrachtung verschiedener Ansätze zur zeitlichen Lastenverschiebung auf zukünftige Generationen.

4 Interpersoneller Verteilungseffekt – Transferansatz: Analyse der Auswirkungen der Staatsverschuldung auf die Lastenverteilung innerhalb einer Generation.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der theoretischen Ansätze und Ausblick auf die Notwendigkeit politischer Kompromisse zur Wahrung der Generationengerechtigkeit.

Schlüsselwörter

Staatsverschuldung, Lastenverschiebung, Intertemporale Verteilung, Generationengerechtigkeit, New Orthodoxy Approach, Utility Approach, Aggregate Investment Approach, Transferansatz, Fiskalpolitik, Verteilungswirkung, Staatsausgaben, Kapitalstock, Wohlfahrtsverlust, Finanzierung, Private Investition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Kontroverse darüber, ob und wie die Lasten der Staatsverschuldung zwischen verschiedenen Generationen sowie innerhalb einer Generation verteilt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Definition des Begriffs „Last“, die zeitliche Lastenverschiebung (intertemporal) und die Verteilung innerhalb einer Gesellschaft (interpersonell).

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Frage zu klären, ob durch Steuer- oder Kreditfinanzierung eine Lastenabwälzung auf künftige Generationen möglich ist und welche ökonomischen Konsequenzen daraus resultieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es erfolgt eine theoretische Literaturanalyse und kritische Gegenüberstellung etablierter ökonomischer Modelle (u.a. New Orthodoxy Approach, Utility Approach, Aggregate Investment Approach).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die verschiedenen theoretischen Ansätze zur Lastverschiebung analysiert, kritisch gegeneinander abgewogen und der Transferansatz zur interpersonellen Verteilung untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Staatsverschuldung, Lastenverschiebung, Intertemporale und interpersonelle Verteilung, Generationengerechtigkeit sowie verschiedene spezifische ökonomische Ansätze zur Finanzierungstheorie.

Wie bewerten die untersuchten Ansätze die Kreditfinanzierung?

Die Bewertung variiert stark: Während einige Ansätze Kreditfinanzierung als Lastenursprung sehen, betonen andere die Neutralität bei bestimmten Voraussetzungen wie Vollbeschäftigung oder investiver Nutzung.

Welche Rolle spielt die Einkommensverteilung im Transferansatz?

Der Transferansatz kritisiert, dass Staatsanleihen primär von Gutverdienern gehalten werden, während die Zinslast über Steuern von der Allgemeinheit getragen wird, was zu sozialen Ungleichheiten führt.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Lastenverschiebungskontroverse in der ökonomischen Theorie
Hochschule
Fachhochschule Südwestfalen; Abteilung Meschede
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
13
Katalognummer
V1034472
ISBN (eBook)
9783346453341
ISBN (Buch)
9783346453358
Sprache
Deutsch
Schlagworte
VWL Lastenverschiebung Ökonomische Theorie Last Verschuldung Generationen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Die Lastenverschiebungskontroverse in der ökonomischen Theorie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1034472
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  13  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum