In der Abhandlung werden prägnante inhaltliche Aspekte einiger Texte zur sprach- und denkpsychologischen Forschung präsentiert und kritisch reflektiert.
Hierbei handelt es sich sowohl um sprachphilosophische als auch um rein psychologisch relevante Themen.
Entscheidend sind kognitive Prozesse, die beim Sprech- oder Denkvorgang ablaufen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- „Denken und Problemlösen“ von Richard E. Mayer
- „Einfluß des Verbalisierens auf die Leistung bei Intelligenzprüfungen: Neue Untersuchungen“ von Ule Franzen und Ferdinand Merz
- „Die Methode des Lauten Denkens“ von Renate Weidle und Angelika C. Wagner in „Verbale Daten“ von Huber/Mandl (Hrsg.)
- „Zur Steuerfunktion der Sprache beim Problemlösen“ von Prof. Dr. W. Hussy
- „Spracherwerb als Sozialisationsfaktor“ von Th. Herrmann in: Psychologische Beiträge, Band 30, 1988, S. 308-321
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert ausgewählte Texte aus der sprach- und denkpsychologischen Forschung und reflektiert deren Inhalte kritisch. Der Fokus liegt auf kognitiven Prozessen, die beim Sprechen und Denken ablaufen, und untersucht sowohl sprachphilosophische als auch rein psychologische Aspekte.
- Introspektionsmethode in der Denkpsychologie
- Vergleich verschiedener Denktheorien (Assoziationismus, Gestaltpsychologie, Bedeutungstheorie)
- Der Einfluss von Verbalisierung auf die Leistung in Intelligenztests
- Die Rolle der Sprache beim Problemlösen
- Spracherwerb als Sozialisationsfaktor
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Zielsetzung und den Umfang der Arbeit vor. Sie erläutert, dass der Fokus auf der kritischen Analyse ausgewählter Texte aus der sprach- und denkpsychologischen Forschung liegt.
2. „Denken und Problemlösen“ von Richard E. Mayer: Dieses Kapitel behandelt die Introspektionsmethode und die Definition von "Problem" und "Denken" in der Psychologie. Es diskutiert die Hauptrichtungen der Psychologie des Denkens, einschließlich Assoziationstheorie, Regellernen, Gestaltpsychologie, Bedeutungstheorie, semantisches Gedächtnis, Computersimulation, deduktives Denken und kognitive Entwicklung. Mayer beleuchtet die Entwicklung des Denkens von der Geistesphilosophie und dem Assoziationismus bis zur experimentellen Psychologie des 19. Jahrhunderts.
3. „Einfluß des Verbalisierens auf die Leistung bei Intelligenzprüfungen: Neue Untersuchungen“ von Ule Franzen und Ferdinand Merz: Dieses Kapitel behandelt die Forschungsergebnisse von Franzen und Merz, die eine Leistungssteigerung von Probanden unter Verwendung der Verbalisierung bei nonverbalen Intelligenztests nachweisen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Sprache, Denken, Problemlösen, kognitive Prozesse, Introspektion, Assoziationstheorie, Gestaltpsychologie, Bedeutungstheorie, Verbalisierung, Intelligenztests, und Spracherwerb.
Häufig gestellte Fragen zur Denkpsychologie
Was ist die Methode des "Lauten Denkens"?
Eine Forschungsmethode, bei der Probanden während einer Problemlösung alle Gedanken aussprechen, um kognitive Prozesse sichtbar zu machen.
Wie beeinflusst Verbalisierung die Intelligenzleistung?
Studien zeigen, dass das Aussprechen von Lösungswegen bei nonverbalen Tests die Leistung steigern kann, da es das Denken strukturiert.
Was versteht man unter der Steuerfunktion der Sprache?
Sprache hilft dabei, komplexe Probleme in Teilprobleme zu zerlegen und den Lösungsprozess kognitiv zu überwachen.
Welche Denktheorien werden unterschieden?
Wichtige Ansätze sind der Assoziationismus, die Gestaltpsychologie (Einsicht) und moderne kognitive Bedeutungstheorien.
Ist Spracherwerb ein Sozialisationsfaktor?
Ja, Sprache ermöglicht die Interaktion mit der Umwelt und ist entscheidend für die kognitive und soziale Entwicklung des Individuums.
- Arbeit zitieren
- Martin Nahlik (Autor:in), 2003, Zusammenfassung und kritische Reflexion einiger Texte zur sprach- und denkpsychologischen Forschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10345