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Alfred Schütz und Karl Mannheim - Ein Vergleich zweier wissenschaftlicher Perspektiven

Title: Alfred Schütz und Karl Mannheim - Ein Vergleich zweier wissenschaftlicher Perspektiven

Term Paper , 2000 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexander Stoll (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Die Arbeit beschäftigt sich mit den wissenssoziologischen Perspektiven von einerseits Alfred Schütz und andererseits Karl Mannheim. Die wichtigsten Punkte der beiden theoretischen Ansätze werden zusammengefasst und die unterschiedlichen Vorstellungen der beiden Soziologen von Wissenssoziologie als Wissenschaft hinsichtlich ihrer Definition, Zielsetzung, Struktur der Theorie sowie Nutzungsmöglichkeiten werden dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Wissenssoziologie nach Alfred Schütz, Wissen und Gesellschaft

2.1 Die Entstehung subjektiven Wissens und die gesellschaftliche Bedingtheit des subjektiven Wissensvorrats

2.2 Die Entstehung des gesellschaftlichen Wissensvorrats / die Vergesellschaftung subjektiven Wissens

2.3 Die Struktur des gesellschaftlichen Wissensvorrats

3. Die Wissenssoziologie nach Karl Mannheim, Politik als Wissenschaft

3.1 Definition und Aufgabe der Wissenssoziologie nach K. Mannheim

3.2 Der Ideologiebegriff Mannheims

3.3 Über die Seinsverbundenheit (politischen) Wissens

3.4 Anwendungsmöglichkeiten einer politischen Wissenssoziologie nach Mannheim

4. Alfred Schütz und Karl Mannheim, Die historisch / biographische Situation der Autoren und ihre wissenschaftliche Perspektive

4.1 Gibt es eine Kombination der beiden Ansätze ?

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit vergleicht die wissenssoziologischen Ansätze von Alfred Schütz und Karl Mannheim, um deren grundlegende Konzepte zur Konstitution und Verteilung von Wissen in der Gesellschaft herauszuarbeiten und zu prüfen, ob eine theoretische Kombination beider Ansätze sinnvoll möglich ist.

  • Phänomenologische Fundierung der Sozialwelt nach Alfred Schütz
  • Bedeutung von Sprache und Objektivierung für den Wissenserwerb
  • Mannheims Konzept der Seinsverbundenheit des Wissens
  • Der Ideologiebegriff und seine politische Dimension
  • Vergleich der wissenschaftlichen Ausgangspunkte und Perspektiven

Auszug aus dem Buch

3.3 Über die Seinsverbundenheit (politischen) Wissens

Seinsverbundenheit herrscht für Mannheim überall dort vor, wo gezeigt werden kann, „daß sich der Erkenntnisprozess [...] keineswegs nur ‚von der Sache her’ und ‚von rein logischen Möglichkeiten’ geleitet“ historisch entwickelt, sondern, daß auf dieser noologischen Ebene „Seinsfaktoren“ „das Entstehen und die Gestaltung des jeweiligen Denkens bestimmen“ und zwar „in Inhalt und Form, in Gehalt und Formulierungsweise“, in allem, „was wir als Aspektstruktur bezeichnen“.

Diese Seinsfaktoren werden von ihm beschrieben als die Existenz von „lebendigen, willensmäßigen Kräften und Einstellungen, die hinter den theoretischen stehen“, welche allerdings keinesfalls ausschließlich auf das Individuum allein zurückzuführen sind, sondern welche ihren Ursprung haben im „hinter dem Denken dieses Individuums stehenden Willenszusammenhang einer Gruppe“.

Also all jenes, was dem Menschen aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten Schicht, Klasse, Religion, Generation usw. als gesellschaftlicher Hintergrund mit bestimmten Weltanschauungen, Meinungen und Zielen gegeben ist, welcher ihn mehr oder minder bewusst in all seinen Handlungen und Äußerungen beeinflusst.

Aufgrund der Existenz dieser Faktoren könne man Wissen und Denken, speziell politisches, erst richtig verstehen, wenn man die Seinsverbundenheit ihrer Entstehung mit berücksichtigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die wissenssoziologischen Perspektiven von Alfred Schütz und Karl Mannheim ein und skizziert das Ziel eines Vergleichs sowie einer möglichen theoretischen Integration.

2. Die Wissenssoziologie nach Alfred Schütz, Wissen und Gesellschaft: Dieses Kapitel erläutert Schütz’ phänomenologische Sicht auf die Sozialwelt, die Bedeutung der Intersubjektivität und die Rolle der Sprache sowie Objektivierungen beim Aufbau des Wissensvorrats.

2.1 Die Entstehung subjektiven Wissens und die gesellschaftliche Bedingtheit des subjektiven Wissensvorrats: Es wird beschrieben, wie Individuen in einer historischen Sozialwelt Wissen erwerben und durch intersubjektive Spiegelung sowie Sprache zu einer personalen Identität und einem subjektiven Wissensvorrat gelangen.

2.2 Die Entstehung des gesellschaftlichen Wissensvorrats / die Vergesellschaftung subjektiven Wissens: Dieser Abschnitt thematisiert, wie subjektives Wissen durch Objektivierungen in den gesellschaftlichen Wissensvorrat übergeht und dort über Zeit und Generationen hinweg gespeichert wird.

2.3 Die Struktur des gesellschaftlichen Wissensvorrats: Das Kapitel befasst sich mit der sozialen Verteilung von Wissen innerhalb einer Gesellschaft, wobei zwischen Allgemeinwissen und Sonderwissen differenziert wird.

3. Die Wissenssoziologie nach Karl Mannheim, Politik als Wissenschaft: Hier wird Mannheims Ansatz dargelegt, der Wissen primär in seiner politischen Funktion und seiner Abhängigkeit von der gesellschaftlichen Seinslage betrachtet.

3.1 Definition und Aufgabe der Wissenssoziologie nach K. Mannheim: Mannheim definiert die Wissenssoziologie als Instrument zur Analyse der Seinsverbundenheit des Denkens, um ideologische Verzerrungen aufzudecken.

3.2 Der Ideologiebegriff Mannheims: Es wird die Unterscheidung zwischen partikularem und totalem Ideologie-Begriff eingeführt sowie das Konzept der Aspektstruktur erläutert.

3.3 Über die Seinsverbundenheit (politischen) Wissens: Das Kapitel analysiert, wie soziale Einheiten und ihre Konkurrenz zueinander die Entstehung und Gestaltung von Weltanschauungen und Denkmodellen beeinflussen.

3.4 Anwendungsmöglichkeiten einer politischen Wissenssoziologie nach Mannheim: Hier werden die Herausforderungen der Kommunikation zwischen heterogenen Gruppen diskutiert und die Aufgabe der Wissenssoziologie als Vermittler hervorgehoben.

4. Alfred Schütz und Karl Mannheim, Die historisch / biographische Situation der Autoren und ihre wissenschaftliche Perspektive: Dieser Teil bietet einen Überblick über die Lebenswege beider Soziologen und ordnet ihre wissenschaftlichen Ansätze in den jeweiligen historischen Kontext ein.

4.1 Gibt es eine Kombination der beiden Ansätze ?: Im Abschlusskapitel wird geprüft, inwiefern die unterschiedlichen Ansätze komplementär sind und ob eine kombinierte Wissenssoziologie möglich ist.

Schlüsselwörter

Wissenssoziologie, Alfred Schütz, Karl Mannheim, Seinsverbundenheit, Ideologie, Lebenswelt, Sozialstruktur, Wissensvorrat, Aspektstruktur, Intersubjektivität, politische Soziologie, Objektivierung, Denkmodelle, soziale Filterung, Erkenntnistheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die wissenssoziologischen Ansätze von Alfred Schütz und Karl Mannheim, um deren theoretische Konzepte zur Entstehung und Verteilung von Wissen zu analysieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der phänomenologischen Sozialweltanalyse bei Schütz und der erkenntnistheoretischen sowie politischen Wissenssoziologie bei Mannheim.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die grundlegenden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Perspektiven darzustellen und zu untersuchen, ob eine Kombination beider Theorien einen Mehrwert für die soziologische Forschung bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Methode, indem sie die wesentlichen Quelltexte der beiden Autoren gegenüberstellt und in ihrem jeweiligen historischen Kontext sowie theoretischen Anspruch bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Ansätze von Schütz (Sozialwelt, Wissensvorrat) und Mannheim (Seinsverbundenheit, Ideologie) sowie deren biographische Verortung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Wissenssoziologie, Ideologie, Seinsverbundenheit, Lebenswelt, Aspektstruktur und soziale Wissensverteilung.

Wie unterscheidet sich Mannheims Ideologiebegriff von der Alltagsvorstellung?

Mannheim verwendet einen wertfreien, totalen Ideologiebegriff, der Ideologien als notwendige, wenn auch perspektivisch einseitige Erkenntnisstrukturen betrachtet, statt sie nur als bewusste Lügen abzutun.

Was versteht Schütz unter dem „gesellschaftlichen Wissensvorrat“?

Der gesellschaftliche Wissensvorrat ist das durch Objektivierung und Sprache gespeicherte Wissen, das über das individuelle Erleben hinausgeht und innerhalb einer Gesellschaft sozial verteilt ist.

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Details

Title
Alfred Schütz und Karl Mannheim - Ein Vergleich zweier wissenschaftlicher Perspektiven
College
Technical University of Berlin
Course
Klassiker der Soziologie
Grade
1,0
Author
Alexander Stoll (Author)
Publication Year
2000
Pages
21
Catalog Number
V103467
ISBN (eBook)
9783640018451
Language
German
Tags
Alfred Schütz Karl Mannheim Vergleich Perspektiven Klassiker Soziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Stoll (Author), 2000, Alfred Schütz und Karl Mannheim - Ein Vergleich zweier wissenschaftlicher Perspektiven, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/103467
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