Deutsch: Anreize, Motivation, Situationen: Lesedidaktik, Literaturbegegnung Lesen heute in Konkurrenz zu neuen Medien, didaktischer Ort. Neil Postman: Wir amüsieren uns zu Tode. Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie (1980). Das Verschwinden der Kindheit, didaktische Begründungskriterien. Was verspreche ich mir davon. 3. / 4. Klasse: Realisierungsmodell. Medien: im Wesentlichen Fernseher und Computer; Zeitalter des Showbusiness: Massenangebot an Sendungen: Filme, Talk- / Spielshows, Dokumentationen, Reportagen, Nachrichten, Serien und Werbung
in Deutschland via Kabelfernsehen fast 30 Programme, mit Satellitenschüssel o. ä. beliebig aufstockbar; „gesunde Auswahl“ fast nur noch über Fernsehzeitschrieften möglich, aber auch dort oft mehr als fragwürdige Empfehlungen; unangenehme Wahrheiten werden oft so verpackt, daß sie als irreal erscheinen und somit nicht berühren; Gespräche, Diskussionen sind selten live, d.h. Pausen werden herausgeschnitten oder mit Werbeblöcken “abgekürzt“.
Inhaltsverzeichnis
Fachdidaktik
Deutsch: Anreize, Motivation, Situationen
Lesedidaktik
Literaturbegegnung
didaktischer Ort
Neil Postman: Wir amüsieren uns zu Tode. Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie (1980)
Das Verschwinden der Kindheit
didaktische Begründungskriterien
Was verspreche ich mir davon
3. / 4. Klasse: Realisierungsmodell
Medien: im Wesentlichen Fernsher und Computer
Zeitalter des Showbusiness:
„Und jetzt“:
Im Wiegeschritt nach Bethlehem
Sie haben die freie Wahl
Unterricht als Unterhaltung
Huxleys Warnung
Wie kann man Lesen wieder interessanter machen???
Eine Art Fernsehen im Kopf, allerdings mit neu besetzbaren Rollen
Lebensnahe Lektüren heranziehen
Altersgerechte Lektüren benutzen
Sich vor zu laxen Versionen hüten
Kinder sollen selbst Lektürevorschläge machen können
Um historische Lektüre zu betreiben, sollte auf den Sagen- und Märchenschatz zurückgegriffen werden
Was soll mit der Lektüre erreicht werden?
Literaturwissenschaft
UMBERTO ECO: AUF DEM WEG ZU EINEM NEUEN MITTELALTER
Der Hexenhammer (1486/87)
Frühes Mittelalter
1. Vorchristliche Dichtung:
Die germanischen Schriftzeichen - Die Runen
2. Einfluß des Christentums
Hochmittelalter (12.-13. Jh.)
Ritterlich-höfische Dichtung
Erzählkreise
Minnesang:
Minnesang - Eine Einführung von Alexander Serr
Die wichtigsten Ausspracheregeln für das Mittelhochdeutsche
Ir vil minneclichen ougenblicke
Hohe Minne
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Didaktik des Deutschunterrichts im Kontext moderner Medien und historischer Literatur. Sie analysiert die Verdrängung des Lesens durch mediale Einflüsse und beleuchtet Strategien, wie Literatur für Kinder und Jugendliche wieder an Attraktivität gewinnen kann, indem historische Stoffe und neue didaktische Ansätze genutzt werden.
- Didaktische Konzepte zur Leseförderung und Literaturvermittlung
- Medienkritik im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie
- Analyse germanischer und mittelhochdeutscher Literatur (Runen, Stabreime, Nibelungenlied)
- Die Entwicklung des Minnesangs und höfischer Dichtung
Auszug aus dem Buch
Die Anfänge des Minnesangs in Deutschland
Ein Sommerabend auf einer österreichischen Burg im Jahr 1060: Das abendliche Festmahl ist vorbei. Mägde, Diener und Pagen räumen die Tische ab, die weißen Tischtücher werden abgezogen, die auf Holzböcken liegenden großen Bretter werden aufgehoben und hinausgetragen. Dann stellen die Helfer Bänke, Hocker und sonstige Sitzgelegenheiten in einem großen Halbkreis zusammen, und die Burgbewohner nehmen in der Halle ihre Plätze ein: vorn in der Mitte der Burgherr mit seiner Gemahlin, beide selbstverständlich im Feiertagsgewand. Um sie herum sitzen mit ihren Frauen oder ihrer Liebsten die Ritter. Sie, denen die Knappen am Nachmittag noch aus der Rüstung geholfen hatten, haben im Badehaus allen Schweiß und Schmutz abgewaschen und sich das Gesicht glattrasieren lassen. Ihre langen Haare haben sie sorgfältig gekämmt und ein sauberes Gewand angezogen. Hinter ihnen kommen die Knappen, das Gesinde sowie in bunter Folge die übrige Jugend bis hin zu den Allerkleinsten.
Nun wartet jeder gespannt auf den zweiten Teil des Abends, auf den „Auftritt” des Kürenbergers. Dieser ist ein Ritter, der sich seinen Lebensunterhalt als von Burg zu Burg ziehender Sänger verdient und zusammen mit seinem Begleiter schon seit einigen Tagen auf der Burg weilt, wo man ihn wie einen Ehrengast behandelt. Das versteht sich ja von selbst, denn schließlich ist er kein erbärmlicher Spielmann, sondern ein Herr von Rang, genau wie der Burgherr.
Zusammenfassung der Kapitel
Fachdidaktik: Einführung in die Problematik der Lesedidaktik und der Motivation im Deutschunterricht unter dem Einfluss neuer Medien.
Literaturwissenschaft: Überblick über Umberto Ecos Thesen zur Parallele zwischen dem Mittelalter und der heutigen Epoche sowie eine Analyse des Hexenhammers.
Frühes Mittelalter: Untersuchung der vorchristlichen Runenschrift und der frühen Einflüsse des Christentums auf die deutsche Dichtung.
Hochmittelalter (12.-13. Jh.): Analyse historischer Stoffe, der Heldendichtung (Nibelungenlied) und der ritterlich-höfischen Epik.
Minnesang: Eingehende Betrachtung der Entwicklung des Minnesangs, seiner Formen wie Hohe und Niedere Minne sowie der bedeutendsten Dichter wie Walther von der Vogelweide und Neidhart von Reuental.
Schlüsselwörter
Deutschunterricht, Lesedidaktik, Minnesang, Höfische Dichtung, Nibelungenlied, Literaturvermittlung, Medienkritik, Walther von der Vogelweide, Hohe Minne, Niedere Minne, Neidhart von Reuental, Mittelalter, Epik, Lyrik, Sprachkunst
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt fachdidaktische Ansätze zur Literaturvermittlung im Deutschunterricht sowie eine fundierte kulturhistorische Analyse der deutschen Literatur vom frühen Mittelalter bis zum Spätmittelalter.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Didaktik, der Medienkritik, der germanischen Runendichtung, der Heldendichtung sowie der Entwicklung und Bedeutung des mittelalterlichen Minnesangs.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Lesen durch mediale Konkurrenz gefährdet ist und welche literarischen Strategien und Werke dazu beitragen können, das Interesse an Literatur bei Kindern und Jugendlichen wieder zu wecken.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?
Es werden kulturwissenschaftliche Analysen, literaturgeschichtliche Exkurse sowie didaktische Reflexionen über den Einsatz von Texten im Unterricht kombiniert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine medienkritische Einleitung, eine Untersuchung des Mittelalters anhand von Sagen und Dichtung sowie eine detaillierte Einführung in den Minnesang und die Rolle bedeutender Dichter.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren den Text?
Die wichtigsten Begriffe sind Minnesang, Nibelungenlied, Didaktik, Höfische Gesellschaft, Walther von der Vogelweide und Literaturgeschichte.
Welche Rolle spielt das Nibelungenlied für die Argumentation?
Das Nibelungenlied dient als zentrales Beispiel für die mittelalterliche Heldendichtung und deren Verknüpfung von germanischen und christlichen Elementen.
Wie unterscheidet sich die "Hohe" von der "Niederen" Minne?
Die Hohe Minne ist eine formalisierte, unerfüllte Huldigung einer verheirateten adligen Frau, während die Niedere Minne eine natürlichere, oft direktere Form der Liebe ohne soziale Einschränkungen beschreibt.
- Citation du texte
- Verena Lowens (Auteur), 2000, Vorbereitung für mündliches Examen - Fachdidaktik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/103483