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Die Schaffung einer kollektiven Identität durch Bordering und Othering. Am Beispiel der Leitkulturdebatte in Deutschland

Título: Die Schaffung einer kollektiven Identität durch Bordering und Othering. Am Beispiel der Leitkulturdebatte in Deutschland

Trabajo , 2019 , 17 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía política
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Wie eine kollektive Identität durch Bordering und Othering im politischen und gesellschaftlichen Kontext geschaffen wird, soll anhand der Leitkulturdebatte in Deutschland der zentrale Untersuchungsschwerpunkt dieser Ausarbeitung sein. Zunächst erfolgt eine Begriffsbeschreibung sowie eine Auseinandersetzung mit den politischen Strategien des Bordering und Othering und deren Subsumierung von globaler oder staatlicher Dimension auf gesellschaftliche Ebene. Anschließend wird die Diskussion um den Leitkulturbegriff näher thematisiert und versucht zu analysieren, inwiefern die Leitkultur eine kollektive Identität erschafft.

Dabei werden ebenso mögliche Folgen einer Etablierung der von de Maizière behaupteten Leitkultur auf unterschiedliche Akteure, vornehmlich Migrant*innen, diskutiert, wie auch semantische und funktionelle Probleme der Leitkultur an sich. Abschließend erfolgt eine Zusammenfassung möglicher Integrationsstrategien, die mit einer Überwindung bzw. mit einer Koexistenz von Grenzen einhergehen. Am Schluss dieser Arbeit wird ein Ausblick auf mögliche weiterführende Fragestellungen zum Thema Leitkultur, kulturelle Identität sowie Integration stehen, denn das Themenfeld, bietet in Zeiten zunehmender Migrationsbewegungen ein breites Spektrum lohnenswerter Fragestellungen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bordering und Othering als politisch-soziale Handlungsstrategie

3. Leitkultur als Ausdruck konstruierter kollektiver Identität

3.1 Der Leitkulturbegriff in der deutschen Öffentlichkeit

3.2 Leitkultur als politisch-soziale Form des Bordering und Othering

3.3 Überwindung der Grenzen zur Integrationsförderung

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie durch das politische Konzept der „Leitkultur“ kollektive Identitäten in Deutschland konstruiert werden und welche Rolle dabei Mechanismen des Bordering und Othering spielen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Wirkung dieser Konzepte auf den sozialen Zusammenhalt sowie auf die Integration von Minderheiten.

  • Analyse von Bordering und Othering als politisch-soziale Strategien.
  • Untersuchung der Leitkulturdebatte im Kontext der deutschen Integrationspolitik.
  • Diskussion über die Konstruktion von „Wir-Gruppen“ und dem „Anderen“.
  • Bewertung alternativer Integrationsmodelle durch kulturelle Vernetzung.

Auszug aus dem Buch

3.2 Leitkultur als politisch-soziale Form des Bordering und Othering

Dieses Identitätskonstrukt schafft Grenzen nach innen und außen, wobei Bordering und Othering als Phänomen, insbesondere im Zuge der Fluchtbewegungen aus Nahost, sichtbar werden.

Othering ist ein Prozess, bei dem Gruppen oder einzelne Personen aufgrund ihrer Ängste, egal ob diese real existent sind oder nicht, vor anderen Gruppen eine imaginäre Mauer aufbauen, um sich vor vermeintlichen Bedrohungen zu schützen. Derartige Ängste werden nicht selten von politischen Akteuren genutzt, um die eigene Einflusssphäre zu stärken. Ist die Leitkultur, die in ihrem Wesen ein Kriterienkatalog für die Zugehörigkeit darstellt, also eine Form kodifizierten Borderings und Otherings? Während eine wie von de Maizière vorgeschlagene Leitkultur der deutschen Bevölkerung, wie auch immer diese definiert wird, suggeriert, dass das bestehende friedliche Zusammenleben auf einen Wertekanon basiert, werden dabei all jene exkludiert, die sich mit diesen nicht identifizieren können oder wollen. Interessanterweise scheint es in der Realität jedoch so zu sein, dass ein/e Migrant/in, der/die sich voll und ganz mit den Inhalten der Leitkultur identifiziert und diese „befolgt“, dennoch nicht automatisch Teil der Mehrheitsgesellschaft wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Debatte um die deutsche Leitkultur ein und stellt die theoretischen Konzepte von Bordering und Othering als zentralen Untersuchungsschwerpunkt vor.

2. Bordering und Othering als politisch-soziale Handlungsstrategie: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Grenzziehungsprozesse und deren Funktion bei der Konstitution von Gruppenidentitäten.

3. Leitkultur als Ausdruck konstruierter kollektiver Identität: Dieses Kapitel analysiert die politische Instrumentalisierung des Leitkulturbegriffs und dessen Auswirkungen auf das gesellschaftliche Miteinander.

3.1 Der Leitkulturbegriff in der deutschen Öffentlichkeit: Hier wird die historische und semantische Entwicklung des Begriffs Leitkultur innerhalb der deutschen politischen Debatte nachgezeichnet.

3.2 Leitkultur als politisch-soziale Form des Bordering und Othering: Es wird untersucht, wie Leitkultur als Mechanismus zur Grenzziehung dient und welche exkludierenden Folgen dies für Minderheiten hat.

3.3 Überwindung der Grenzen zur Integrationsförderung: Das Kapitel diskutiert alternative Integrationsansätze, die statt auf Homogenität auf Netzwerke und kulturelle Vernetzung setzen.

4. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Integrationshindernisse durch starre Identitätskonstruktionen und plädiert für offene gesellschaftliche Diskurse.

Schlüsselwörter

Leitkultur, Bordering, Othering, Kollektive Identität, Integration, Deutschland, Politische Strategie, Migrationsgesellschaft, Boundary Drawing, Kultur, Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Assimilation, Diversität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht kritisch den Einfluss des politischen Konzepts „Leitkultur“ auf die gesellschaftliche Integration und die Bildung von Identitäten in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Bordering und Othering, Identitätskonstruktion, Integrationspolitik und die soziopolitische Funktion kultureller Leitbilder.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie durch die Leitkulturdebatte kollektive Identitäten geschaffen werden und inwiefern diese Mechanismen als Bordering und Othering zu verstehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Analyse, die Fachliteratur sowie aktuelle politische Diskurse und Gastbeiträge theoretisch fundiert auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Begriffe Bordering und Othering, analysiert die öffentliche Leitkulturdebatte und diskutiert alternative Konzepte wie die kulturelle Vernetzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Leitkultur, Bordering, Othering, Integration und kollektive Identität geprägt.

Wie wird das Verhältnis von Leitkultur und Assimilation bewertet?

Die Autorin stellt fest, dass Forderungen nach einer Leitkultur oft assimilationistische Tendenzen enthalten, die Integrationsprozesse eher behindern als fördern können.

Warum ist der Begriff „Leitkultur“ laut der Analyse problematisch?

Er wird als essentialistisch kritisiert, da er eine Hierarchisierung impliziert und eine Trennung zwischen „Eigenen“ und „Anderen“ vornimmt, anstatt Diversität anzuerkennen.

Welchen Stellenwert nimmt die „kulturelle Vernetzung“ ein?

Sie dient als konstruktiver Gegenentwurf, der auf Schnittmengen und individuelle Freiheiten setzt, anstatt eine homogene Gesellschaftsform zu erzwingen.

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Detalles

Título
Die Schaffung einer kollektiven Identität durch Bordering und Othering. Am Beispiel der Leitkulturdebatte in Deutschland
Universidad
University of Potsdam  (Institut für Geografie)
Curso
Raumbezogene Identitäten
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
17
No. de catálogo
V1034853
ISBN (Ebook)
9783346442215
ISBN (Libro)
9783346442222
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bordern Othering Borderstudies Leitkultur kollektive Identität Raumbezogene Identität Wir und die Anderen Boundary Drawing Identitätsbildung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2019, Die Schaffung einer kollektiven Identität durch Bordering und Othering. Am Beispiel der Leitkulturdebatte in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1034853
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