Der globale Fortschritt in der Informationstechnologie (kurz: IT) geht einher mit der Entstehung einer digitalen Wissensgesellschaft und mit einem immensen Wandel wie Institutionen mit Daten, Informationen und Wissen umgehen. Das 16. Jahrhundert wird in Europa als Age of Reason bezeichnet. Diese Zeit ist mit dem Beginn einer systematischen Erforschung der Umwelt geprägt. Durch diese Erkenntnisse wurde der Fortschritt in der Industriegesellschaft gefördert, indem Wissen in Maschinen und Produktionsprozesse integriert wurde. Damit haben sich Informationen und Wissen zu unerlässlichen Produktionsfaktoren entwickelt. In der Praxis wurden erste Instrumente des Wissensmanagements (kurz: WM) etabliert, aus denen wissensbasierte Theorien für Geschäftsprozesse abgeleitet worden und somit auch Wettbewerbsvorteile entstanden sind. Aktuell befindet wir uns am Anfang der Wissensgesellschaft 4.0, welches vom allgegenwärtigen digitalen Wandel geprägt ist.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Wissensmanagement 4.0
2.1.1 Daten, Informationen und Wissen
2.1.2 Herausforderungen
2.2 Abgrenzung künstliche Intelligenz
2.3 Augmented Intelligence
3 Entscheidungsfindung durch Augmented Intelligence
3.1 Methodik
3.2 Fallbeispiel: Personalbeschaffung
3.2.1 Lösungsansatz
3.2.2 Praxisbeispiel und technischer Hintergrund: HireVue
3.3 Handlungsempfehlung
4 Fazit
4.1 Kritische Würdigung
4.2 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Herausforderungen beim Einsatz digitaler Instrumente im Wissensmanagement. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Augmented Intelligence als hybrider Ansatz die menschliche Entscheidungsfindung in Unternehmen unterstützen und optimieren kann.
- Evolution des Wissensmanagements in der Wissensgesellschaft 4.0
- Grundlagen und Abgrenzung von künstlicher Intelligenz und Machine Learning
- Konzept der Augmented Intelligence als Mensch-Maschine-Interaktion
- Anwendungsbeispiele im Bereich der Personalbeschaffung
- Ethische und technische Rahmenbedingungen für den KI-Einsatz
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Lösungsansatz
Der Markt von KI-basierten Lösungen wächst auch im Recruiting-Segment an und greift immer mehr Anwendungsbereiche ab. Dabei sind zunächst Anwendungsfälle zu nennen bei denen Arbeitgeber potentielle Bewerber adressieren. Der erste Impuls geht also vom Arbeitgeber aus. Dieser Bereich fokussiert sich auf Lösungen zur effizienten Gestaltung von internen Prozessen des Arbeitgebers, Werbemaßnahmen und Stellenanzeigen. Auf dem Markt sind auch KI-Lösungen vorhanden, den Prozess von Bewerbern in Richtung des potentiellen Arbeitgebers effizienter gestalten. In diesem Zusammenhang kann Augmented Intelligence Personalmitarbeiter bei der Personalbeschaffung effizient unterstützen. Dabei gleichen intelligente Systeme historische Unternehmensdaten, die mittels ML-Prozessen analysiert wurden mit eingehenden Unterlagen der Bewerber ab. Das intelligente System unterstützt den Personaler bei der Priorisierung von Stellebeschreibungen und kann auf Basis der vorangegangenen Analyse feststellen, welche Stelle mit einem geeigneten Kandidaten einfacher oder schwerer zu besetzen ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel zur digitalen Wissensgesellschaft und definiert das Ziel der Arbeit, die Chancen und Herausforderungen digitaler Instrumente im Wissensmanagement zu analysieren.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Wissensmanagements 4.0, grenzt künstliche Intelligenz ab und führt das Konzept der Augmented Intelligence ein.
3 Entscheidungsfindung durch Augmented Intelligence: Der Hauptteil untersucht mittels einer Fallstudie zum Recruiting, wie KI-Systeme Prozesse unterstützen können und diskutiert technische Hintergründe sowie notwendige Handlungsempfehlungen.
4 Fazit: Das Fazit würdigt kritisch die Interaktion zwischen Mensch und Maschine und fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Rolle von Augmented Intelligence bei der Entscheidungsfindung zusammen.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement 4.0, Augmented Intelligence, Künstliche Intelligenz, Machine Learning, Entscheidungsfindung, Personalbeschaffung, Recruiting, Wissensgesellschaft, Digitale Transformation, Mensch-Maschine-Interaktion, Datenanalyse, Fachkräftemangel, Algorithmen, Automatisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation des Wissensmanagements im digitalen Zeitalter und der unterstützenden Rolle von Augmented Intelligence bei unternehmerischen Entscheidungsfindungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Evolution des Wissensmanagements, der Funktionsweise von KI-Technologien sowie der praktischen Anwendung hybrider Systeme in modernen HR-Prozessen.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch die Kombination menschlicher Urteilsfähigkeit mit maschineller Datenverarbeitung die Effizienz in Entscheidungsprozessen gesteigert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und nutzt die Methode der Fallstudie, um den Einsatz von Augmented Intelligence am Beispiel der Personalbeschaffung konkret zu untersuchen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst der theoretische Rahmen und die technische Basis (Machine Learning, Deep Learning) definiert, gefolgt von einer Analyse des Recruiting-Prozesses durch KI-gestützte Instrumente wie HireVue.
Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?
Zentrale Begriffe sind Wissensmanagement 4.0, Augmented Intelligence, Personalbeschaffung und die ethische sowie effiziente Gestaltung der Mensch-Maschine-Kollaboration.
Wie unterscheidet sich Augmented Intelligence von klassischer KI?
Während klassische KI oft versucht, menschliche Aufgaben vollständig zu übernehmen, zielt Augmented Intelligence darauf ab, die menschliche Intelligenz durch maschinelle Datenanalyse zu erweitern und zu unterstützen.
Welche Rolle spielt die Ethik beim Einsatz von KI im HR-Bereich?
Der Autor betont, dass KI-Systeme transparent und frei von Vorurteilen sein müssen, da historische Daten menschliche Biase enthalten können, die zu Diskriminierung bei der Personalauswahl führen könnten.
- Arbeit zitieren
- Onur Güldali (Autor:in), 2020, Wissensmanagement 4.0. Einsatz von Augmented Intelligence zur Entscheidungsfindung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1034952