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Pädagogische Begegnung nach Martin Buber und das Kongruenzfeld. Reflexion der Studie von Christine Maria Moritz zu den dialogischen Prozessen in der Instrumentalpädagogik

Título: Pädagogische Begegnung nach Martin Buber und das Kongruenzfeld. Reflexion der Studie von Christine Maria Moritz zu den dialogischen Prozessen in der Instrumentalpädagogik

Trabajo Escrito , 2021 , 37 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Alina Mardinian (Autor)

Pedagogía - Pedagogía en educación Pre-escolar
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Die vorliegende Ausarbeitung stellt die Ergebnisse einer Untersuchung dar, die sich mit der empirischen Annäherung an das Phänomen der Begegnung nach Martin Buber im Kontext des Klavierunterrichts befasst. Die Forscherin und Klavierpädagogin Christine Maria Moritz sucht in ihrer Dissertation die geeigneten Forschungswege für die Beobachtung und Beschreibung des Phänomens und grenzt dabei heuristische, didaktische und forschungsmethodische Interessenbereiche ein. In allen drei Bereichen gelingt der Wissenschaftlerin eine produktive Auseinandersetzung mit dem Datenmaterial und führt sie in der ersten Forschungsphase zu der Entwicklung eines heuristischen Kategoriensystems des „Dialogischen Kubus“, welches gleichzeitig den Begriffsrahmen eines in der zweiten Phase der Forschung entstandenen didaktischen Modells des „Kongruenzfeldes“ dient.

Als ein innovatives Fo-schungsprodukt der letzten Forschungsphase gilt das, von Christine Moritz entwickelte Analyse- und Transkriptionssystem „Feldpartitur“, das für das Erfassen des pädagogischen Interaktionsgeschehens in den Videodaten geeignet ist. Das Ziel der vorliegenden Untersuchung ist eine reflexive Auseinandersetzung mit dem Versuch von Christine Maria Moritz, sich dem Phänomen der dialogischen Begegnung im pädagogischen Kontext empirisch anzunähern und dieses in Form eines didaktischen Konzeptes bzw. innerhalb der didaktischen Kategorie „Kongruenzfeld“ auszuformulieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der Dialogphilosophie und des pädagogischen Bezugs nach Buber

2.1. Bubers dialogisches Welt- und Menschverständnis

2.2. Du-Bezug und Es-Bezug in der Dialogphilosophie

2.2.1. Transzendenzaspekt des Beziehungsbegriffs

2.2.2. Begegnung im Ich-Du-Verhältnis

2.2.3. Begegnung im Kontext des Ich-Es -Verhältnisses

3. Pädagogische Begegnung im dialogischen Kontext

3.1. Das erzieherische Verhältnis im Lichte der Dialogik nach Buber

3.2. Ich-Du -Aspekte des erzieherischen Verhältnisses nach Buber

3.3. Die pädagogische Begegnung

4. Empirische Erforschung der dialogischen Prozesse (Moritz 2010)

4.1. Theoretische Aspekte der Dialogphilosophie in dem Forschungsvorhaben

4.1.1. Dialogphilosophische Ideen als (a-) theoretisches Hintergrundwissen

4.1.2. Begegnung nach Buber als kommunikative Gesamthandlung

4.1.3. Offenheit als ein Aspekt der qualitativen Forschung

4.1.4. Forschungsinteresse

4.1.5. Forschungsfrage, -methode und -design

4.2. Ergebnisse der Studie im Überblick

5. Dialogischer Kubus und Kongruenzfeldmodell

5.1. Dialogischer Kubus als ein heuristisches Rahmenmodell der Studie

5.2. Theorieelemente und Entstehungsbedingungen des Kongruenzfeldes

5.2.1. Verfügbarkeit und Vereinseitigung

5.2.2. Gemeinsames Lebensraum (GLR) und seine Konstruktion

5.2.3. Das Eigene und das Andere im Kongruenzfeld

5.2.4. Führungsstile/Steuerungsmodelle der Lehrkräfte

5.3. Kongruenzfeld und Kongruenzfeldereignis

5.3.1. Empirische Merkmale eines Kongruenzfeldes

5.3.2. Kongruenzfeldereignis und seine Phasen

6. Die pädagogische Begegnung und das Kongruenzfeld

6.2.1. Reflexion der Studienergebnisse in dem dialogischen Paradigma

6.2.2. Didaktische und forschungsmethodische Implikationen des Kongruenzfeldmodells

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das von Christine Maria Moritz empirisch entwickelte Konzept des „Kongruenzfeldes“ mit dem Phänomen der pädagogischen Begegnung nach Martin Buber theoretisch zu verknüpfen und dessen didaktische Relevanz zu reflektieren. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit das aus der Instrumentalpädagogik stammende Modell in pädagogische Kontexte übertragen werden kann und wie es zur Erfassung dialogischer Prozesse beiträgt.

  • Dialogphilosophie nach Martin Buber im pädagogischen Kontext
  • Empirische Analyse dialogischer Prozesse durch Christine Maria Moritz
  • Die didaktische Kategorie des „Kongruenzfeldes“ und deren theoretische Grundlagen
  • Methoden der qualitativen Forschung in der Musikpädagogik (Feldpartitur, Dialogischer Kubus)
  • Transfermöglichkeiten des Kongruenzfeldmodells in die frühpädagogische Praxis

Auszug aus dem Buch

Die pädagogische Begegnung

Paradoxie der Zukunftsorientierung: Im pädagogischen Kontext wird der authentische Wesenskern eines Kindes seitens der Erzieher*innen bzw. Fachkraft angenommen und bestätigt, was zu einem Gefühl des Angenommenseins beim Kind hinführt. Laut Bohnsack hält ein solcher Prozess nicht nur den „gegenwärtigen Augenblick“ der pädagogischen Wirklichkeit fest, sondern entwickelt sich „zukunftsorientiert“ aus dem Erkennen der individuellen Potenziale und Möglichkeiten des Kindes heraus. Dadurch wird sich die pädagogische Dimension der Annahme und der Bestätigung des Kindes sichtbar (ebd.).

Paradoxie der Asymmetrie: Für Buber ist ebenso die Asymmetrie des pädagogischen Bezuges grundlegend.

„Das pädagogische Verhältnis ist einseitig. Es ist nicht ein solches der Gegenseitigkeit, wie Griesebach und Richtungen der modernen kommunikativen Pädagogik meinen, sondern grundsätzlich einseitig erzieherzentriert. Volle Gegenseitigkeit entspricht nicht der Regelform des pädagogischen Verhältnisses, sie wäre nach Buber Auflösung der Erziehung, im positiven Fall Umwandlung in Freundschaft“ (Maier 1992, S. 180).

Diese Asymmetrie, die laut Buber das pädagogische Verhältnis konstituiert, wird von Grünfeld als die „normative Beschränkung der Gegenseitigkeit“ (Grünfeld 1965, S. 155) bezeichnet. Diese bildet einen Widerspruch zum dialogischen Aspekt der Gegenseitigkeit und widerspricht der Definition des pädagogischen Bezuges als ein dialogisches Ich-Du-Verhältnis. Dennoch bleibt laut Buber der Weg zu der „volle[n] erzieherische[n] Wirklichkeit“ im Ich-Es-Modus „versperrt“, da „nicht die pädagogische Absicht, sondern die pädagogische Begegnung“ „fruchtbar“ ist (Buber 1963, zit. in ebd., S. 181). Diese Paradoxie löst Buber mit Hilfe der Definition des pädagogischen Verhältnisses als einer Sonderform (bzw. konkret-einseitige Form) der Umfassung, die in Kapitel 3.2. bereits dargelegt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Aufwertung der Kita zur Bildungsstätte und die damit einhergehende Notwendigkeit der empirischen Erforschung von Interaktionsprozessen, wobei die Arbeit das Phänomen der Begegnung nach Buber im Klavierunterricht untersucht.

2. Grundlagen der Dialogphilosophie und des pädagogischen Bezugs nach Buber: Dieses Kapitel legt die anthropologischen und dialogphilosophischen Grundbegriffe Bubers dar, insbesondere die Differenzierung zwischen Ich-Du- und Ich-Es-Beziehungen.

3. Pädagogische Begegnung im dialogischen Kontext: Es wird die pädagogische Begegnung als Sonderform der dialogischen Begegnung definiert und die spezifischen Aspekte wie Anerkennung, Unmittelbarkeit und Umfassung erörtert.

4. Empirische Erforschung der dialogischen Prozesse (Moritz 2010): Hier erfolgt die Darstellung des Forschungsvorhabens von Christine Maria Moritz, ihrer Methodik der Grounded Theory und der Entwicklung des Analyseinstruments „Dialogischer Kubus“.

5. Dialogischer Kubus und Kongruenzfeldmodell: Das Kapitel erläutert das theoretische Rahmenmodell des Dialogischen Kubus und definiert das „Kongruenzfeld“ als Kernkategorie der Studie zur Analyse kommunikativer Prozesse.

6. Die pädagogische Begegnung und das Kongruenzfeld: Hier werden die Forschungsergebnisse von Moritz mit der Buber’schen Dialogphilosophie in einen reflexiven Zusammenhang gebracht und didaktische Implikationen abgeleitet.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Arbeit für die praxeologische Dialogische Didaktik zusammen und unterstreicht das Potenzial des Kongruenzfeldmodells für die pädagogische Praxis und Forschung.

8. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Dialogphilosophie, Martin Buber, Pädagogische Begegnung, Kongruenzfeld, Instrumentalpädagogik, Dialogischer Kubus, Didaktik, Qualitative Forschung, Grounded Theory, Kommunikation, Interaktion, Erzieherisches Verhältnis, Feldpartitur, Frühpädagogik, Resonanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Reflexion und theoretischen Einordnung der Forschungsergebnisse von Christine Maria Moritz über dialogische Prozesse im Instrumentalunterricht unter Rückgriff auf die Dialogphilosophie Martin Bubers.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Untersuchung?

Zentrale Themen sind die dialogische Anthropologie, das pädagogische Beziehungsverhältnis, die empirische Analyse von Unterrichtsinteraktionen sowie die Entwicklung von Analysemodellen für pädagogische Kommunikationshandlungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die reflexive Auseinandersetzung mit dem Konzept des „Kongruenzfeldes“ von Moritz, um zu prüfen, wie dieses das Phänomen der pädagogischen Begegnung nach Buber empirisch operationalisieren und für die pädagogische Praxis nutzbar machen kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Dialogphilosophie sowie auf die Auseinandersetzung mit der Grounded-Theory-Studie von Christine Maria Moritz, die qualitative Videoanalysen und Mikroanalysen umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen nach Buber erarbeitet, anschließend das Forschungsprojekt von Moritz inklusive der Modelle „Dialogischer Kubus“ und „Kongruenzfeld“ detailliert vorgestellt und diese schließlich aufeinander bezogen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Dialogphilosophie, Kongruenzfeldmodell, pädagogische Begegnung, kommunikative Gesamthandlung und didaktische Kategorie charakterisiert.

Was ist das „Kongruenzfeld“ nach Moritz genau?

Es ist eine Kernkategorie, die eine dauerhafte und simultane Erweiterung eines „Gemeinsamen Lebensraums“ beschreibt, in dem produktive Exploration und dialogische Interaktion zwischen Lehrkraft und Kind stattfinden.

Wie lässt sich das „Kongruenzfeldereignis“ (KFE) beschreiben?

Das KFE ist ein unplanbarer „mentaler Sprung“ innerhalb eines Kongruenzfeldes, der als Moment hoher subjektiver Intensität und Produktivität durch eine Phase der Vorbereitung (Sensibilisierung) und der Perturbation (Irritation) gekennzeichnet ist.

Welche Bedeutung hat das Modell für die Frühpädagogik?

Die Arbeit sieht ein großes Potenzial darin, das Modell auf die frühkindliche Bildung zu übertragen, da es soziale Beziehungsaspekte mit kognitiver Exploration verbindet und dabei die Offenheit und Nichtplanbarkeit pädagogischer Situationen professionell berücksichtigt.

Was ist die „Feldpartitur“?

Es handelt sich um ein von Moritz entwickeltes Videoanalyse- und Transkriptionssystem, das komplexe Interaktionsprozesse visuell und textlich in einem zweidimensionalen Achsensystem abbildet.

Final del extracto de 37 páginas  - subir

Detalles

Título
Pädagogische Begegnung nach Martin Buber und das Kongruenzfeld. Reflexion der Studie von Christine Maria Moritz zu den dialogischen Prozessen in der Instrumentalpädagogik
Curso
Didaktische Entwicklung und Forschung
Calificación
1,3
Autor
Alina Mardinian (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
37
No. de catálogo
V1035325
ISBN (Ebook)
9783346445445
ISBN (Libro)
9783346445452
Idioma
Alemán
Etiqueta
Pädagogische Begegnung Martin Buber Pädagogische Interaktion Instrumentalpädagogik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alina Mardinian (Autor), 2021, Pädagogische Begegnung nach Martin Buber und das Kongruenzfeld. Reflexion der Studie von Christine Maria Moritz zu den dialogischen Prozessen in der Instrumentalpädagogik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1035325
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