In dieser Arbeit wird zunächst der Begriff „Leistungsbeurteilung“, der einen Hauptbestandteil dieser Ausarbeitung darstellt, erläutert. Anschließend werden die Formen der Leistungsfeststellung beleuchtet. In einem weiteren Teil wird auf die Formen der Leistungsbeurteilung eingegangen. Daraufhin werden die Funktionen von Noten betrachtet und somit der Grund für die Einführung von Noten. Im Hauptteil werden die Argumente für eine Vergabe von Noten im Mathematikunterricht sowie die Kritik, also Gegenargumente, zur Notenvergabe untersucht. Im Anschluss folgen eine Zusammenfassung und ein Ausblick über die erworbenen Erkenntnisse zu den oben genannten Themenpunkten bezüglich der Leistungsbeurteilung im Mathematikunterricht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung
3. Formen der Leistungsfeststellung
3.1 Mitarbeit im Mathematikunterricht
3.2 Mündliche Leistungsfeststellung
3.3 Schriftliche Leistungsfeststellung
4. Formen der Leistungsbeurteilung
5. Funktionen von Noten
5.1 Selektion und Stigmatisierung
5.2 Sozialisation
5.3 Information und Rückmeldung
5.4 Disziplinierung
5.5 Lehr- und Lerndiagnose
6. Argumente für Noten im Mathematikunterricht
7. Kritik
8. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogische Sinnhaftigkeit der Leistungsbeurteilung durch Ziffernnoten im Mathematikunterricht. Dabei wird kritisch hinterfragt, inwieweit die traditionelle Notengebung den Lernprozess und die Persönlichkeitsentwicklung von Schülern unterstützt oder durch Leistungsdruck und Stigmatisierung behindert.
- Grundlagen der Leistungsbegriffe und Anforderungen
- Methodische Vielfalt der Leistungsfeststellung
- Die Funktionen des Notensystems in der Schule
- Pro- und Kontra-Argumente für Noten im Mathematikunterricht
- Diskussion pädagogischer Alternativen zur Ziffernbenotung
Auszug aus dem Buch
5.1 Selektion und Stigmatisierung
Die Leistungsbeurteilung in Schulen dient zur Auslese von Schülerinnen und Schülern, die eine Chance für eine höhere Bildungslaufbahn, angesehene Abschlüsse, Berufe und gesellschaftliche Positionen besitzen. Da die angesehenen Positionen oftmals begrenzt zur Verfügung stehen, ist auch die Auslese dementsprechend strenger. Noten erlauben jedoch nur unsichere Rückschlüsse auf die Leistungen der Kinder, was problematisch ist, und somit ist auch infrage zu stellen, inwieweit in der Selektionspraxis tatsächlich nach Leistung ausgelesen wird. Des Weiteren ist eine Selektionsentscheidung in der Regel endgültig, obwohl sich die Leistungsfähigkeit durch Entwicklungsschübe und Umwelteinflüsse ändern kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung von Leistung in der Gesellschaft ein und stellt die zentrale Forschungsfrage zur Sinnhaftigkeit von Noten im Mathematikunterricht.
2. Begriffsbestimmung: Hier werden grundlegende Termini wie Leistung, Leistungsstreben, Leistungsanforderung und Leistungsorientierung definiert, um ein gemeinsames Verständnis für die Analyse zu schaffen.
3. Formen der Leistungsfeststellung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Methoden der Leistungsüberprüfung, unterteilt in Mitarbeit, mündliche und schriftliche Verfahren.
4. Formen der Leistungsbeurteilung: Es wird erörtert, wie Leistungen bewertet werden und welche Bezugsnormen (individuelle, soziale, kriteriale Norm) dabei Anwendung finden.
5. Funktionen von Noten: Das Kapitel beleuchtet verschiedene Aufgaben von Noten, insbesondere Selektion, Sozialisation, Information, Disziplinierung sowie Lehr- und Lerndiagnose.
6. Argumente für Noten im Mathematikunterricht: Hier werden die Befürworter-Positionen dargestellt, die Noten als nützliche Rückmeldung und Orientierungshilfe hervorheben.
7. Kritik: Das Kapitel setzt sich kritisch mit den negativen Auswirkungen von Noten auseinander, insbesondere bezüglich der Persönlichkeitsentwicklung und des Leistungsdrucks bei Kindern.
8. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ambivalenz des Notensystems zusammen und regt alternative Beurteilungsformen wie diagnostische Gespräche oder Portfolios an.
Schlüsselwörter
Leistungsbeurteilung, Mathematikunterricht, Ziffernnoten, Pädagogik, Leistungsfeststellung, Selektion, Stigmatisierung, Sozialisation, Lernfortschritt, Leistungsdruck, Bildungsbiografie, Bezugsnormen, Diagnostik, Notengebung, Schulleistung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die pädagogische Sinnhaftigkeit der Leistungsbeurteilung durch Ziffernnoten im speziellen Kontext des Mathematikunterrichts.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Arbeit thematisiert Notentheorie, verschiedene Formen der Leistungsermittlung, gesellschaftliche Funktionen von Noten sowie die Debatte zwischen Pro- und Contra-Argumenten in der Schule.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, kritisch zu prüfen, ob die Vergabe von Noten im Fach Mathematik sinnvoll ist oder ob die negativen Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung überwiegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die zentrale pädagogische Begriffe und Konzepte zur Leistungsbewertung systematisch aufarbeitet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Leistungsbegriffe insbesondere die Funktionen von Noten, Argumente der Befürworter und die Kritik an der Notengebung detailliert untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Leistungsbeurteilung, Mathematikunterricht, Ziffernnoten, Pädagogik, Leistungsdruck, Selektion, Sozialisation und Diagnostik.
Wie beeinflussen Noten das Selbstbild von Grundschulkindern?
Die Autorin weist darauf hin, dass insbesondere negative Noten das Selbstwertgefühl schwächen können, da jüngere Kinder Schwierigkeiten haben, diese als rein fachliche Rückmeldung zu abstrahieren.
Welche Alternativen zur Ziffernbenotung werden diskutiert?
Die Arbeit schlägt diagnostische Gespräche, verbale Beurteilungen, Portfolios und Lernzielkataloge als sinnvollere oder ergänzende Instrumente zur Leistungsbewertung vor.
Warum ist die Selektionsfunktion von Noten laut der Arbeit problematisch?
Da Noten oft nur unsichere Rückschlüsse auf die tatsächliche Leistungsfähigkeit zulassen und Selektionsentscheidungen häufig endgültig sind, obwohl sich Kinder individuell unterschiedlich entwickeln.
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- Rojda Bas (Author), 2021, Leistungsbeurteilung durch Noten im Mathematikunterricht. Ist sie sinnvoll?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1035359