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Gender Mainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe

Inwiefern trägt Gender Mainstreamig zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit bei?

Title: Gender Mainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe

Term Paper , 2021 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work
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Gender Mainstreaming ist ein strategischer Ansatz von Geschlechterpolitik und wird in dieser Hausarbeit thematisiert. Es soll auf die Frage hingearbeitet werden, inwiefern bzw. ob überhaupt das Gender Mainstreamig zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit beiträgt. Die Frage erschließt sich aus dem Sachverhalt, dass der Ansatz der Strategie plausibel erscheint, es jedoch keine repräsentativen Forschungsergebnisse dazu gibt sowie die Soziale Arbeit noch nicht als vollständige Profession anerkannt wurde. Soziale Bewegungen haben einen enormen Einfluss auf die Soziale Arbeit gehabt, insbesondere die Frauenbewegungen. Geschlecht war also schon immer ein wichtiges Thema in diesem Berufsfeld. Die Geschichte zeigt, dass sich die Soziale Arbeit – die ehemals sogenannte Wohlfahrtspflege – aus der Unzufriedenheit und Ungerechtigkeit, bezogen auf die Gleichheit und Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern, und dem Wunsch nach Veränderung entwickelte.

Um konkret auf die Strategie des Gender Mainstreamig einzugehen, als auch auf die Institutionellen Ebene der Kinder- und Jugendhilfe und der Genderkompetenz, folgt eine Einführung in den aktuellen Stand der Wissenschaft. Damit in Verbindung werden die wichtigsten Ereignisse der Geschichte der Sozialen Arbeit dargestellt. Um das Gender Mainstreaming auf den Teilbereich der Kinder- und Jugendhilfe zu beziehen, wird in Kapitel 5 auf die Mädchenarbeit eingegangen. Infolgedessen erfolgt eine Gegenüberstellung von Gender Mainstreaming und Mädchenarbeit. Auch auf die Chancen und Risiken der Strategie wird eingegangen und endet mit einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Konzept des Gender Mainstreaming. Im Anschluss wird ein direkter Bezug zum Professionalisierungsprozess erarbeitet und auf die Leitfrage, inwiefern bzw. ob überhaupt das Gender Mainstreamig zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit beiträgt, eingegangen. Um die Arbeit abzuschließen werden alle Ergebnisse bündig mit Integration einer Schlussfolgerung zusammengefasst.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Stand der Wissenschaft

3 Geschichte der Sozialen Arbeit

4 Gender Mainstreaming

4.1 Strategie des Konzepts

4.2 Institutionelle Ebenen

4.3 Genderkompetenz

4.4 Kritik am Gender Mainstreaming

5 Kinder und Jugendhilfe

5.1 Beispiel: Mädchenarbeit

5.2 Mädchenarbeit versus Gender Mainstreaming

5.3 Chancen und Risiken des Gender Mainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe

6 Professionalisierung der Kinder- und Jugendhilfe durch Gender Mainstreaming?

7 Fazit

8 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Konzepts "Gender Mainstreaming" als Strategie zur Professionalisierung innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe und analysiert, inwieweit dieses Instrument dazu beitragen kann, geschlechtsspezifische Benachteiligungen abzubauen und die Soziale Arbeit weiterzuentwickeln.

  • Historische Entwicklung der Sozialen Arbeit im Kontext von Frauenbewegungen
  • Strukturelle Grundlagen und institutionelle Implementierung von Gender Mainstreaming
  • Bedeutung der Genderkompetenz als Schlüsselqualifikation für Fachkräfte
  • Vergleich zwischen Mädchenarbeit und Gender Mainstreaming-Ansätzen
  • Kritische Reflexion der Professionalisierungspotenziale in der Kinder- und Jugendhilfe

Auszug aus dem Buch

4.1 Strategie des Konzepts

Gender Mainstreaming ist ein strategischer Ansatz von Geschlechterpolitik und seit Anfang des 21. Jahrhunderts Gegenstand geschlechterpolitischen Debatten und Aktivitäten. Die Ursprünge dieses Konzeptes, welches zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter beitragen und dabei die unterschiedlichen Lebenssituationen, Interessen und allen Entscheidungen auf allen gesellschaftlichen Ebenen berücksichtigen soll, reichen bis in die 1970er Jahre zurück und stammen aus den internationalen geschlechterpolitischen Debatten der Frauenbewegungen sowie -organisationen (Böllert & Karsunky, 2008). Die Strategie versucht nicht allein bereits bestehende geschlechterbezogene Benachteiligungen entgegenzuwirken, sondern auch neue Ungleichverhältnisse und Benachteiligungen zu vermeiden. Politische Konzepte und Programme sollen unter diesem Aspekt untersucht und behandelt werden. (Karsunky, 2018, S.1111-1113; 2011, S.14)

Die Schwierigkeit bei dem Konzept ist, dass es keine rechtlich verbindliche oder durch die Politik autorisierte Definition gibt, dennoch gibt es eine Übersetzung aus dem französischen Originaldokument nach Krell (2008), welche aus dem vom Europarat erstellten Sachverständigungsbericht von 1998 entnommen wurde und das einer angemessenen Definition des Gender Mainstreaming nahekommt:

„Gender Mainstreaming besteht in der (Re-)Organisation, Verbesserung, Entwicklung und Evaluierung der Entscheidungsprozesse, mit dem Ziel, dass die an politischer Gestaltung beteiligten Akteure und Akteurinnen den Blickwinkel der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern in allen Bereichen und auf allen Ebenen einnehmen“ (Krell et al., 2008, S.100).

Ein zentraler Ansatzpunkt der Strategie des Gender Mainstreaming ist die sogenannte Top-Down-Umsetzung, bei der zunächst die oberste Führungsebene die Verantwortung für die Umsetzung der Strategie hat (Karsunky, 2018, S. 1114). Um des Weiteren die darunter liegenden Hierarchiestufen effektiv miteinbeziehen zu können sowie eine Verbindlichkeit zu schaffen, Ressourcen zu gewährleisten und den Umsetzungsprozess stets zu begleiten und zu kontrollieren, müssen klare Zielvorgaben formuliert werden (ebd.; Karsunky, 2011, S.131). Zudem ist Gender Mainstreaming auch selbst ein Organisationsprinzip und benötigt bestimmte Implementierungen sowie passende Konzepte hierzu (Löffler, 2012, S.11). Auf diese werden im folgenden Kapitel näher eingegangen. Die Strategie muss für einzelne und unterschiedliche Handlungsfelder präzisiert werden und letztlich auf allen Ebenen wirken, um die Ausgangsbedingungen sowie

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Geschlechterthemen in der Sozialen Arbeit ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach dem Beitrag von Gender Mainstreaming zur Professionalisierung.

2 Stand der Wissenschaft: Das Kapitel beleuchtet, wie gesellschaftliche Konstruktionen von Geschlechterdifferenz die Soziale Arbeit beeinflussen und zeigt auf, dass eine Forschungslücke bezüglich der Wirkung von Gender Mainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe besteht.

3 Geschichte der Sozialen Arbeit: Hier wird die Genese der Sozialen Arbeit aus der Frauenbewegung und der Armenpflege dargestellt und verdeutlicht, wie sich das Berufsbild historisch aus einem ehrenamtlichen, weiblich dominierten Kontext heraus professionalisierte.

4 Gender Mainstreaming: Dieser Abschnitt erläutert die theoretischen Grundlagen, die strategische Top-Down-Implementierung, die notwendigen institutionellen Ebenen sowie die für Fachkräfte essenzielle Genderkompetenz.

5 Kinder und Jugendhilfe: Das Kapitel fokussiert auf die Anwendung des Konzepts in der Kinder- und Jugendhilfe, wobei die Mädchenarbeit als Referenz dient und Chancen sowie Risiken der Strategie diskutiert werden.

6 Professionalisierung der Kinder- und Jugendhilfe durch Gender Mainstreaming?: Dieser Teil setzt sich kritisch damit auseinander, ob Gender Mainstreaming tatsächlich zur Qualitätssteigerung und Anerkennung als Profession beiträgt, unter Einbezug von Machtverhältnissen und strukturellen Barrieren.

7 Fazit: Die abschließende Synthese bilanziert den Wert von Gender Mainstreaming als Instrument zur Gleichstellung und betont die Notwendigkeit, das Konzept im Sinne zeitgemäßer Diversity-Ansätze weiterzuentwickeln.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Gender Mainstreaming, Professionalisierung, Kinder- und Jugendhilfe, Mädchenarbeit, Geschlechtergerechtigkeit, Genderkompetenz, Gleichstellung, Organisationsentwicklung, Strukturperspektive, Professionsverständnis, Frauenbewegung, Soziale Bewegungen, Institutionelle Ebenen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Strategie des Gender Mainstreaming innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe und untersucht, wie dieses Konzept zur Professionalisierung des gesamten Berufsfeldes der Sozialen Arbeit beitragen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die Geschichte der Sozialen Arbeit, die Grundlagen der Gender-Theorie, die Bedeutung von Genderkompetenz für Fachkräfte sowie die praktische Implementierung von Gleichstellungsstrategien in Institutionen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage der Arbeit ist, inwiefern bzw. ob das Konzept des Gender Mainstreaming überhaupt zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes sowie eine Analyse relevanter Fachliteratur und historischer Kontexte, um die Strategie des Gender Mainstreaming kritisch zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Gender Mainstreaming, die Einordnung in die Geschichte der Sozialen Arbeit, die praktische Anwendung in der Mädchenarbeit sowie die kritische Auseinandersetzung mit Professionalisierungsprozessen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Gender Mainstreaming, Professionalisierung, Soziale Arbeit, Kinder- und Jugendhilfe, Genderkompetenz und Geschlechtergerechtigkeit.

Wie unterscheidet sich Gender Mainstreaming von klassischer Mädchenarbeit?

Während Mädchenarbeit einen spezifischen Fokus auf Mädchen als Zielgruppe legt, versteht sich Gender Mainstreaming als eine übergreifende Strategie, die institutionelle Abläufe und Strukturen bezüglich beider Geschlechter auf allen Ebenen reflektiert und gestaltet.

Welche Bedeutung hat die Genderkompetenz in diesem Kontext?

Genderkompetenz wird als essenzielle Schlüsselqualifikation für Fachkräfte beschrieben, um geschlechtsbezogene Diskurse fachlich fundiert zu bearbeiten und eigene normative Vorstellungen in der pädagogischen Arbeit kritisch zu reflektieren.

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Details

Title
Gender Mainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe
Subtitle
Inwiefern trägt Gender Mainstreamig zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit bei?
College
Fresenius University of Applied Sciences Köln
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
19
Catalog Number
V1035629
ISBN (eBook)
9783346443380
ISBN (Book)
9783346443397
Language
German
Tags
gender mainstreaming kinder- jugendhilfe inwiefern mainstreamig professionalisierung sozialen arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Gender Mainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1035629
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