Welche Konstrukte beeinflussen die Nutzerakzeptanz bei AR-Anwendungen? Die Antworten auf diese Frage helfen dabei, ein eigenes repräsentatives Modell aufzustellen, das die Nutzerakzeptanz für die IKEA Place-App untersuchen soll. Hieraus ergibt sich somit folgende Frage: Von welchen Konstrukten hängt die Akzeptanz der IKEA Place-App ab und in welcher Beziehung stehen diese zueinander?
Das Ziel dieser Arbeit ist es, ein eigenes Strukturmodell zu erstellen, welches das ursprüngliche TAM-Modell von Davis erweitert, um die Nutzerakzeptanz der IKEA Place-App zu untersuchen und die Ergebnisse mit der bestehenden Literatur in einen Kontext zu setzen.
Zuerst soll die bestehende Literatur von AR-Studien in Bereichen wie Einzelhandel, Online-Shopping und Spiele-Apps zusammengefasst werden, um daraufhin relevante Konstrukte auszuwählen, welche in das eigene Modell aufgenommen werden. Mit dem vorgeschlagenen Modell werden dann die Einflüsse zwischen den Konstrukten und der Verhaltensabsicht bezüglich der Nutzung von AR-Anwendungen untersucht. Für die Untersuchung werden Hypothesen anhand des Modells aufgestellt, und mit Hilfe einer quantitativen Umfrage werden das Modell und die Hypothesen untersucht.
Inhaltsverzeichnis
1.0 Einführung
Hintergrund
Problemstellung
Zielsetzung und Vorgehen
Definition und Entwicklung von AR
2.0 Akzeptanz der AR Technologien
2.1 Entwicklung des Technologie Akzeptanz Modells
2.2 Aktueller Forschungsstand zur Akzeptanz von Augmented Reality Technologie
2.2.1 Perceived Ease of Use
2.2.2 Perceived Usefulness
2.2.3 Perceived Enjoyment
2.2.4 Sonstige Konstrukte
2.3 Hypothesen
3 Methodik und Datenanalyse
3.1 Forschungsmethode
3.2 Prüfung des Messmodells
3.3 Analyse
3.4 Diskussion
4.0 Fazit
Beantwortung der Forschungsfragen
Implikationen für Forschung und Praxis
Limitationen und zukünftige Forschung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Nutzerakzeptanz der IKEA Place-App, indem sie ein um spezifische Faktoren wie Überwachungsangst, Produktinformationen und Servicequalität erweitertes Technologie-Akzeptanz-Modell (TAM) mittels einer quantitativen empirischen Studie analysiert.
- Analyse der Akzeptanzfaktoren für mobile Augmented Reality Anwendungen
- Erweiterung des klassischen TAM um hedonische und funktionale Konstrukte
- Durchführung einer experimentellen Studie mit 207 Probanden
- Untersuchung des Einflusses von Datenschutzrisiken auf die Nutzungsabsicht
Auszug aus dem Buch
Definition und Entwicklung von AR
Augmented Reality ist eine direkte oder indirekte Echtzeitansicht einer physischen realen Umgebung, welche mit computergenerierten Informationen virtuell erweitert wird. AR ist interaktiv und kombiniert reale und virtuelle Objekte. Diese virtuellen Objekte scheinen dann im selben Raum wie Objekte in der realen Welt zu existieren. Im Gegensatz zu Virtual Reality, bei welcher der Benutzer vollständig in eine virtuelle Umgebung eintaucht, ermöglicht AR, dass der Benutzer mithilfe virtueller Objekte nahtlos mit den virtuellen Bildern interagieren kann. Milgram verdeutlichte 1994 die Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Stufen der Mixed Reality und die Beziehung zwischen AR und VR.
Durch den technologischen Fortschritt der AR-Technologie, besonders im Bereich der Hardware, entstanden neue Möglichkeiten, AR auf verschiedene Arten zu verwenden. Dies kann damit begründet werden, dass in den 1990er Jahren das Interesse anstieg und es internationale Workshops und Konferenzen bezüglich der Implementierung und Entwicklung von AR gab. Wegen der Tatsache, dass keine teure Hardware mehr benötigt wird und AR an herkömmlichen Computern und Handys genutzt werden kann, haben sich die Popularität und die Verbreitung der Technologie erhöht. So hat auch die Nutzung von Mobile-AR zu einem starken Wachstum geführt, wobei Smartphones und Tablets genutzt wurden.
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 Einführung: Dieses Kapitel führt in das Feld der Augmented Reality ein, leitet aus der bestehenden Lücke in der Forschung zur IKEA Place-App die Forschungsfragen ab und definiert grundlegende Begriffe.
2.0 Akzeptanz der AR Technologien: Es wird das Technologie-Akzeptanz-Modell (TAM) erläutert und der aktuelle Forschungsstand hinsichtlich relevanter Akzeptanzkonstrukte für AR zusammengefasst, um darauf aufbauend Hypothesen zu formulieren.
3 Methodik und Datenanalyse: Hier werden der quantitative Forschungsansatz, die Durchführung der experimentellen Studie mit 207 Probanden sowie die statistische Prüfung des Messmodells und die Analyse mittels SPSS Amos beschrieben.
4.0 Fazit: Das abschließende Kapitel beantwortet die Forschungsfragen, leitet Managementimplikationen für die Praxis ab und benennt Limitationen der Arbeit sowie Potenziale für zukünftige Forschung.
Schlüsselwörter
Augmented Reality, IKEA Place-App, Technologie-Akzeptanz-Modell, TAM, Nutzerakzeptanz, Perceived Usefulness, Perceived Ease of Use, Perceived Enjoyment, Systemqualität, Überwachungsangst, quantitative Forschung, Strukturgleichungsmodellierung, Mobile AR, Hedonik, Konsumentenverhalten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Bachelorarbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die die Nutzerakzeptanz der AR-basierten Anwendung "IKEA Place" beeinflussen, basierend auf dem Technologie-Akzeptanz-Modell (TAM).
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit beleuchtet die Bereiche Augmented Reality im Einzelhandel, technologische Akzeptanzforschung und hedonische sowie funktionale Nutzerwahrnehmungen.
Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das erklärt, welche Konstrukte die Akzeptanz der IKEA Place-App beeinflussen und in welcher Beziehung diese Faktoren zueinander stehen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine experimentelle Studie mit einem quantitativen Forschungsansatz, bei der 207 Probanden die App testeten und anschließend mittels eines Fragebogens auf einer Likert-Skala bewerteten.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des TAM, die Herleitung der Hypothesen sowie die methodische Umsetzung und die statistische Analyse der Umfragedaten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Die wichtigsten Schlagworte sind Augmented Reality, IKEA Place, Nutzerakzeptanz, Technologie-Akzeptanz-Modell und strukturgleichungsbasierte Analyse.
Welchen Einfluss hat das wahrgenommene Vergnügen (Perceived Enjoyment) auf die App-Akzeptanz?
Die Ergebnisse zeigen, dass der hedonische Aspekt, also der Spaßfaktor bei der App-Nutzung, einen signifikant positiven Effekt auf den wahrgenommenen Nutzen der App hat.
Wie bewerten die Nutzer das Datenschutzrisiko bei der IKEA Place-App?
Überraschenderweise zeigte die Studie, dass die wahrgenommene Überwachungsangst keinen signifikanten negativen Einfluss auf die Verhaltensabsicht zur Nutzung der App hat.
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- Teurat Kaliqani (Autor), 2019, Akzeptanz mobiler Augmented Reality Technologien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1035988