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Digitale Vernetzung. Die Mediatisierung in Deutschland unter dem Verständnis von Pierre Bourdieu

Título: Digitale Vernetzung. Die Mediatisierung in Deutschland unter dem Verständnis von Pierre Bourdieu

Trabajo Escrito , 2019 , 20 Páginas , Calificación: 2.0

Autor:in: Tom Neugebauer (Autor)

Ciencias sociales (General)
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Diese Arbeit befasst sich mit den Phänomenen Digitalisierung und Mediatisierung und untersucht, inwiefern diese als Faktoren für gesellschaftliche Inklusion und Exklusion fungieren. Während Digitalisierung abgekürzt als das Ersetzen analoger Leistungserbringung durch Leistungserbringung in einem digitalen, computerhandhabbaren Modell bezeichnet wird, steht die Mediatisierung als Konsequenz der Digitalisierung für eine wachsende Bedeutung der unterschiedlichen Medien für Arbeit, Alltag und soziale Beziehungen.

So spielen Medien eine immer größere Rolle, weil sie für das kommunikative Handeln in der Gesellschaft verwendet werden und auf diese Weise die Wirklichkeit beeinflussen. Es soll geklärt werden, welche Auswirkungen der technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den letzten Jahrzehnten auf das Individuum zu verorten sind und inwiefern sich dieser Sachverhalt mit den Thesen des französischen Soziologen Pierre Bourdieu über den Habitus und soziale Felder, mit besonderem Hinblick auf die unterschiedlichen Kapitalsorten, analysieren lässt. Unter Kapital versteht Bourdieu im Allgemeinen eine soziale Energie, also eine Art der Macht, die einem einzelnen Menschen oder einer Menschengruppe verschiedene Handlungsalternativen ermöglichen.

Als ökonomisches Kapital bezeichnet er beispielsweise (Wert-)Gegenstände oder finanzielle Ressourcen, wohingegen sich der soziale Kapitalbegriff auf soziale Beziehungen oder Gruppenzugehörigkeiten bezieht. Das bedeutet, nur wenn jemand im Besitz eines bestimmten Kapitals ist, ist diese Person nach Bourdieu in der Lage die spezifischen, diesem Kapital zugeordneten Tätigkeiten auszuführen. Die Frage, die diese Hausarbeit auf den folgenden Seiten beantworten soll, lautet demnach: "Inwieweit kann das Phänomen der Mediatisierung in Deutschland als Verstärker für gesellschaftliche In- und Exklusion bezeichnet werden?"

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Pierre Bourdieu

2.1 Der Habitus

2.2 Das Kapital

2.2.1 Das ökonomische Kapital

2.2.2 Das kulturelle Kapital

2.2.3 Das soziale Kapital

2.2.4 Das symbolische Kapital

3. Exploration

3.1 Digitalisierung

3.2 Mediatisierung

3.3 Chancen und Risiken von Digitalisierung und Mediatisierung

4. Analyse

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Phänomene Digitalisierung und Mediatisierung in Deutschland als Verstärker für gesellschaftliche Inklusions- und Exklusionsprozesse fungieren, wobei die kapitaltheoretischen Ansätze von Pierre Bourdieu als analytischer Rahmen dienen.

  • Habitustheorie nach Pierre Bourdieu
  • Differenzierung der Kapitalsorten (ökonomisch, kulturell, sozial, symbolisch)
  • Definition und Auswirkung von Digitalisierung und Mediatisierung
  • Technologische Arbeitslosigkeit und digitale Kompetenzen
  • Soziale Inklusion und Exklusion in der Informationsgesellschaft

Auszug aus dem Buch

2.2 Das Kapital

Wie bereits in Kapitel eins dieser Hausarbeit angemerkt wurde, handelt es sich beim Kapitalbegriff um eine Art der sozialen Macht. Diese ist als „akkumulierte Arbeit, entweder in Form von Materie oder in verinnerlichter ‚inkorporierter‘ Form“ (Bourdieu 1983: 183) gegeben. Somit ist gleich zu Beginn festzustellen, dass das Kapital eng mit dem Habitusbegriff zusammenhängt. Die soziale Energie/ Macht darf als maßgeblich für die Handlungsmöglichkeiten in einer Klassengesellschaft bezeichnet werden, da lediglich die Menschen mit einem spezifischen Habitus in den diesem zugeordneten Feldern agieren dürfen und können. „Die einzelnen Kapitalien bilden Abgrenzungsmöglichkeiten der Felder (Spielräume) voneinander. […] die Kapitalsorten sind die Mittel in der Hand der Spieler, um in einem Feld Gewinn zu machen und um überhaupt zu handeln.“ (Fuchs-Heinritz/ König 2014: 126)

Nach Bourdieu ist das ökonomische Kapital das bedeutsamste und gilt als Grundvoraussetzung für alle anderen Kapitalarten. Hierzu zählen alle Formen des materiellen Besitzes, welche sich in Gesellschaften mit fortgeschrittenen Marktprozessen direkt in Geld umwandeln lassen (vgl. ebd.; Schroer 2017: 321). Trotzdem handelt es sich zwischen den einzelnen Kapitalien um ein wechselseitiges Beziehungsschema, was bedeutet, dass auch sie das ökonomische Kapital beeinflussen können (vgl. ebd.: 129).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung führt in die Problematik der Digitalisierung und Mediatisierung ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach deren Rolle als Inklusions- oder Exklusionsfaktor auf Basis der Theorie von Pierre Bourdieu.

2 Pierre Bourdieu: Dieses Kapitel erläutert die soziologischen Kernbegriffe Habitus und die vier Kapitalsorten (ökonomisch, kulturell, sozial, symbolisch) als theoretisches Fundament der Analyse.

3. Exploration: Hier werden die Begriffe Digitalisierung und Mediatisierung definiert und die Chancen sowie Risiken für die moderne Informationsgesellschaft diskutiert.

4. Analyse: Der theoretische Teil wird auf die empirische Situation angewendet, um zu untersuchen, wie digitale Medien soziale Teilhabe und Kapitalakkumulation beeinflussen.

5 Fazit: Die abschließende Betrachtung bestätigt, dass Mediatisierung als ein entscheidender Faktor für Inklusion und Exklusion wirkt und Bourdieus Theorie für dieses Themenfeld äußerst geeignet ist.

Schlüsselwörter

Digitalisierung, Mediatisierung, Pierre Bourdieu, Habitus, Ökonomisches Kapital, Kulturelles Kapital, Soziales Kapital, Symbolisches Kapital, Inklusion, Exklusion, Soziologie, Informationsgesellschaft, Soziale Macht, Virtuelle Räume, Gesellschaftliche Teilhabe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Digitalisierung und Mediatisierung in Deutschland auf die soziale Teilhabe von Individuen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die soziologischen Konzepte von Pierre Bourdieu, angewandt auf die moderne Medienentwicklung und die damit einhergehende gesellschaftliche Transformation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, inwieweit das Phänomen der Mediatisierung als Verstärker für gesellschaftliche Inklusions- und Exklusionsprozesse bezeichnet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse durchgeführt, die Bourdieus Habitustheorie und Kapitalbegriff nutzt, um empirische Phänomene der digitalen Welt zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Soziologie Bourdieus, eine Begriffsbestimmung der Digitalisierung sowie eine analytische Verknüpfung dieser Konzepte zur Beantwortung der Forschungsfrage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mediatisierung, Kapitaltheorie, Inklusion, Exklusion und Habitus geprägt.

Inwiefern beeinflusst der Bildungsgrad laut Alexander Unger die Nutzung digitaler Medien?

Es besteht ein positiver Zusammenhang: Personen mit höherem Bildungsgrad nutzen virtuelle Angebote produktiver und integrieren sie selbstverständlicher in ihren Alltag.

Was versteht man im Kontext der Arbeit unter technologischer Arbeitslosigkeit?

Damit ist die Exklusion aus der Arbeitswelt durch technologische Innovationen gemeint, bei denen menschliche Arbeitsprozesse durch Maschinen oder digitale Systeme ersetzt werden.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Digitale Vernetzung. Die Mediatisierung in Deutschland unter dem Verständnis von Pierre Bourdieu
Universidad
University of Marburg  (Soziologie)
Curso
Sozialstrukturanalyse
Calificación
2.0
Autor
Tom Neugebauer (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
20
No. de catálogo
V1036043
ISBN (Ebook)
9783346451873
ISBN (Libro)
9783346451880
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sozialstruktur Sozialstrukturanalyse Pierre Bourdieu Bourdieu Foucault Habitus Kapital Ökonomisch Ökonomie ökonomisches Kapital Kulturelles Kapital Soziales Kapital Symbolisches Kapital Markus schroer
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tom Neugebauer (Autor), 2019, Digitale Vernetzung. Die Mediatisierung in Deutschland unter dem Verständnis von Pierre Bourdieu, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1036043
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