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Amerikanisierungstendenzen im Bundestagswahlkampf 2013?

Zwischen "minimal shopping" und "full-scale adoption"

Title: Amerikanisierungstendenzen im Bundestagswahlkampf 2013?

Bachelor Thesis , 2016 , 50 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Ziel der Arbeit ist es, zum einen, die wissenschaftlichen Dimensionen des Amerikanisierungskonzeptes im Hinblick auf Wahlkämpfe aufzuzeigen. Zum anderen soll untersucht werden, inwieweit sich im Bundestagswahlkampf 2013 Amerikanisierungstendenzen feststellen lassen. Die Fokussierung liegt vorrangig auf den Kampagnen der Sozialdemokratischen Partei Deutschland (SPD) und der Christdemokratischen Union Deutschlands (CDU).

Es wird aufgezeigt, dass die zentrale wissenschaftliche Debatte bei der Beschreibung von Wahlkämpfen im Wesentlichen in der Auseinandersetzung zwischen der Modernisierungs- und Amerikanisierungsannahme liegt. Darüber hinaus soll in der Arbeit auch kurz auf den Begriff der Professionalisierung als eigenständige Konzeption eingegangen werden. Daran anschließend werden die mit der „Amerikanisierung“ verknüpften, maßgeblich von Fritz und Gundula Plasser entworfenen Diffusionskonzepte des Shopping- und Adoption-Modells vorgestellt und evaluiert, um eine wissenschaftliche Grundlage für die Analyse des Bundestagswahlkampfes 2013 zu schaffen, der anhand eines aufgestellten Kriterienkatalogs analysiert wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Wahlkampf und Wahlkampagnen im Wandel

2. Amerikanisierung - Modernisierung - Professionalisierung

2.1 Exkurs: Ursprunggeschichte des abstrakten Terminus Amerikanisierung

2.1 Amerikanisierung von Wahlkämpfen - Diffusion oder Modernisierung?

2.2 Professionalisierung - (K)ein eigener Terminus?

3. Diffusionsmodelle amerikanischer Kampagnenpraktiken - Shopping- und Adoption-Ansatz

3.1 Diffusionskanäle amerikanischer Kampagnenexpertise nach Plasser

3.2 Nationale Transferfilter als Hürden im Diffusionsprozess

3.3 Zwischenfazit

4. Rahmenbedingungen des US-Wahlkampfes

4.1 Kriterien zur Analyse außeramerikanischer Kampagnen

5. Die Bundestagswahl 2013 im Kontext der Amerikanisierung

5.1 Personalisierung und Kandidatenzentrierung

5.2 Kampagnenorganisation

5.3 Mobilisierungsstrategien

5.4 Negative Campaigning

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit sich im deutschen Bundestagswahlkampf 2013 Amerikanisierungstendenzen nachweisen lassen, und prüft die Anwendbarkeit wissenschaftlicher Diffusionsmodelle (Shopping- und Adoption-Ansatz) auf den deutschen Kontext.

  • Wissenschaftliche Analyse des Begriffs "Amerikanisierung" in der Wahlkampfforschung.
  • Gegenüberstellung von Modernisierungs- und Amerikanisierungstheorien.
  • Evaluierung der Diffusionsmodelle anhand von Kampagnenpraktiken der CDU und SPD.
  • Analyse zentraler Wahlkampfelemente: Personalisierung, Organisation, Mobilisierung und Negative Campaigning.
  • Vergleich der strukturellen Rahmenbedingungen deutscher und US-amerikanischer Wahlsysteme.

Auszug aus dem Buch

2.1 Exkurs: Ursprunggeschichte des abstrakten Terminus Amerikanisierung

Bevor in den kommenden Kapiteln auf die konkreten politischen Implikationen des Amerikanisierungskonzeptes eingegangen wird, soll an dieser Stelle eine kurze geschichtliche Dimension des Begriffes aufgezeigt werden. Geprägt wurde das Wort „Amerikanisierung“ maßgeblich durch das im Jahr 1901 erschienene Buch des britischen Journalisten William T. Stead „The Americanization of the World“. Der Begriff korrespondiert seit jeher stark mit der führenden Rolle der USA in den unterschiedlichsten Bereichen. Nach dem Ersten Weltkrieg sprach man jedoch zumeist noch von „Amerikanismus“, der in den zwanziger und dreißiger Jahren als „der geläufige Ausdruck für Erscheinungsformen von Modernität [galt], die in der Alten Welt als zwar neu und anders empfunden, aber damals noch nicht als Einflüsse mit unvermeidlich strukturverändernder Kraft wahrgenommen wurden“. Alle Begriffe, ob „Amerikanismus“, „Amerikanisation“ oder „Amerikanisierung“ waren stets darauf angelegt, Modernität zu implizieren. „Moderne“ und „Amerika“ wurden so zu Synonymen. Wie sich im Verlauf der Arbeit zeigen wird, kommt diese Verbindung bis heute in der Amerikanisierungskonzeption zur Geltung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Amerikanisierungsbegriffs ein und definiert die Forschungsziele sowie den Fokus auf die Kampagnen von SPD und CDU bei der Bundestagswahl 2013.

1. Wahlkampf und Wahlkampagnen im Wandel: Dieses Kapitel erörtert den Wandel von Wahlkämpfen im Kontext demokratischer Systeme und führt die theoretischen Grundlagen der Wahlkampfforschung ein.

2. Amerikanisierung - Modernisierung - Professionalisierung: Das Kapitel differenziert zwischen den verschiedenen Konzepten, die den Kampagnenwandel beschreiben, und beleuchtet die historische Herkunft des Begriffs Amerikanisierung.

3. Diffusionsmodelle amerikanischer Kampagnenpraktiken - Shopping- und Adoption-Ansatz: Hier werden die wissenschaftlichen Modelle zur Beschreibung von Transferprozessen vorgestellt und auf ihre Tragfähigkeit hin evaluiert.

4. Rahmenbedingungen des US-Wahlkampfes: Das Kapitel arbeitet die strukturellen Unterschiede zwischen dem US-amerikanischen und dem deutschen politischen System heraus, die maßgeblich den jeweiligen Wahlkampfstil prägen.

5. Die Bundestagswahl 2013 im Kontext der Amerikanisierung: Der Hauptteil analysiert spezifische Elemente wie Personalisierung, Organisation, Mobilisierung und Negative Campaigning auf Anzeichen einer Amerikanisierung im Jahr 2013.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass das Shopping-Modell nur begrenzt anwendbar ist und keine grundlegende Amerikanisierung stattgefunden hat.

Schlüsselwörter

Amerikanisierung, Bundestagswahl 2013, Wahlkampfforschung, Diffusionsmodell, Shopping-Modell, Adoption-Modell, Modernisierung, Professionalisierung, Personalisierung, Negative Campaigning, politische Kommunikation, Parteien, Wahlkampfstrategien, Mobilisierung, Systemvergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert kritisch, ob und inwieweit US-amerikanische Wahlkampfpraktiken den deutschen Bundestagswahlkampf 2013 beeinflusst haben oder als solche identifizierbar sind.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Untersuchung umfasst die theoretische Einbettung von Kampagnenwandel, die Analyse von Diffusionsmodellen, den Vergleich politischer Systeme und eine detaillierte Prüfung von Wahlkampf-Instrumenten wie Personalisierung und Negative Campaigning.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Tragfähigkeit des Amerikanisierungsbegriffs zu prüfen und anhand wissenschaftlicher Modelle zu klären, ob der deutsche Wahlkampf 2013 durch eine Angleichung an US-amerikanische Standards geprägt war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis von Fachliteratur sowie die Anwendung und Evaluierung bestehender Diffusionsmodelle (Shopping- und Adoption-Ansatz) auf den empirischen Kontext der Bundestagswahl 2013.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsabgrenzung, Diffusionsmodelle), die Darstellung der strukturellen Rahmenbedingungen und die praktische Analyse der Wahlkampagnen von SPD und CDU im Jahr 2013.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Amerikanisierung, Bundestagswahl, Diffusionsmodelle, Personalisierung sowie politische Kommunikation.

Warum wird der Adoption-Ansatz als weniger geeignet für die Analyse betrachtet?

Der Adoption-Ansatz postuliert eine lineare, fast vollständige Übernahme von US-Praktiken, was aufgrund der historisch gewachsenen, abweichenden politischen Traditionen in Deutschland als unrealistisch eingestuft wird.

Welche Rolle spielte die Person Angela Merkel im Wahlkampf 2013?

Die Arbeit zeigt, dass die CDU eine starke Personalisierung auf Merkel setzte, die jedoch eher aus ihrer hohen Beliebtheit und der thematischen Ausrichtung resultierte als aus einer bewussten Amerikanisierungsstrategie.

Inwieweit lässt sich "Negative Campaigning" im deutschen Kontext verorten?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass echtes Negative Campaigning nach US-Vorbild in Deutschland kaum existiert; Angriffe finden eher auf inhaltlicher Ebene oder humoristischer Basis statt und werden meist aufgrund von Bumerang-Effekten gemieden.

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Details

Title
Amerikanisierungstendenzen im Bundestagswahlkampf 2013?
Subtitle
Zwischen "minimal shopping" und "full-scale adoption"
College
University of Freiburg
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2016
Pages
50
Catalog Number
V1036980
ISBN (eBook)
9783346450500
ISBN (Book)
9783346450517
Language
German
Tags
amerkianisierung wahlkamp wahlen professionalisierung kampa us-wahl obama merkel wahlkampagne kampagne wähler bundestagswahl wahlforschung tv-duell wahlplakat negative campaigning campaign canvassing mobilisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2016, Amerikanisierungstendenzen im Bundestagswahlkampf 2013?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1036980
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