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Pädagogische Begabungsförderung mithilfe des Mehrsprachigen Lesetheaters. Chancen und Grenzen der Förderroutine

Titel: Pädagogische Begabungsförderung mithilfe des Mehrsprachigen Lesetheaters. Chancen und Grenzen der Förderroutine

Hausarbeit , 2021 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Fabian Jobst (Autor:in)

Pädagogik - Begabtenpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird eine mehrsprachige Förderroutine des Lesens mit dem modernen, weiten Begabungsbegriff in Zusammenhang gebracht. Es wird untersucht, inwieweit sich das mehrsprachige Lesetheater als Routine der Leseförderung zur Förderung aller SchülerInnen mit ihren unterschiedlichen Begabungen und Interessen in der Grundschule eignet. Zu Beginn werden dafür grundlegende Begriffe definitorisch geklärt. Zudem wird ein den Ausführungen zugrunde liegendes Begabungs- bzw Intelligenzmodell vorgestellt, das durchaus ambivalent in den verschiedenen Forschungsdisziplinen bewertet wird.

Daran anknüpfend wird im Allgemeinen die Methode des (mehrsprachigen) Lesetheaters entfaltet und der Ablauf in Anlehnung an Kutzelmann et al. (2018) erläutert. Um stärkeren Praxisbezug zu gewährleisten, wird daraufhin die Sukzession einer Einheit ausformuliert und kommentiert. Daran anknüpfend werden sowohl begabungsförderliche Aspekte als auch die Grenzen der Methode herausgearbeitet, um im abschließenden Fazit die Fragestellung der Einleitung, inwieweit sich das Mehrsprachige Lesetheater zur pädagogischen Begabungsförderung eignet, noch einmal aufzugreifen und einen Versuch zu unternehmen, diese zu beantworten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegende Definitionen

2.1 Begabung

2.1.1 Theorie der multiplen Intelligenzen nach Gardner

2.1.2 ‚Neue‘ Perspektive: Inklusive Begabungsförderung

2.1.3 Bildungsgerechtigkeit durch pädagogische Begabungsförderung

2.2 Das Mehrsprachige Lesetheater (MELT)

3. Faktoren der Begabungsförderung in einer Unterrichtseinheit

3.1 Rahmenstruktur des Lesetrainings

3.2 Kooperatives und Individuelles Lernen

3.3 Lernende als Lehrende

3.4 Multiple Intelligenzen im MELT

3.5 Herausforderungen und Grenzen von MELT

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Mehrsprachigen Lesetheaters (MELT) als pädagogische Routine zur individuellen Begabungsförderung in der Grundschule, wobei insbesondere der Übergang von einem statischen, kognitiv fokussierten Begabungsverständnis hin zu einem inklusiven, dynamischen Ansatz im Mittelpunkt steht.

  • Begabungsmodelle und deren kritische Reflexion
  • Theorie der multiplen Intelligenzen nach Howard Gardner
  • Mehrsprachiges Lesetheater (MELT) als didaktische Methode
  • Inklusive Begabungsförderung und Bildungsgerechtigkeit
  • Förderung von Sozialkompetenzen durch kooperatives Lernen

Auszug aus dem Buch

3.2 Kooperatives und Individuelles Lernen

Fähigkeitsheterogene Gruppen im Unterricht besitzen viele Vorteile, insofern sie tatsächlich Kooperation erfordern und nicht nur jedes Mitglied seine Aufträge individuell erfüllt und dabei mit anderen an einem Tisch sitzt. Preckel/Vock (2013) stellen fest, dass hochbegabte SchülerInnen fähigkeitsheterogene Lerngruppen eher kritisch betrachten. Allerdings begründen die Autoren diese Feststellung damit, dass diese SchülerInnen Angst davor haben, dass sie die Arbeit alleine erledigen müssen oder dass sie zu intelligent wirken. MELT erfordert allerdings die umfassende Kooperation aller Beteiligten, da ein besonders leistungsstarkes Kind nicht die Parts der anderen Gruppenmitglieder übernehmen kann. Unter (echtem) kooperativem Lernen versteht man interaktiven Kompetenzerwerb, bei dem die Beteiligten gleichermaßen Verantwortung für den Erfolg bzw. das Erreichen des Ziels tragen (vgl. Konrad/Traub 2001). Die Performance der Gruppe hängt somit von jedem Mitglied ab. Spätestens beim aufeinander abgestimmten Einüben der Szene und der Vorbereitung auf die Aufführung wird dieser Aspekt mehr als ersichtlich.

Auf die Wichtigkeit eines lernförderlichen und einander wertschätzenden Klimas wurde bereits in 2.1.2 hingewiesen. So können mithilfe des Mehrsprachigen Lesetheaters die Sozialkompetenzen aller SchülerInnen weiterentwickelt werden: „Beispielsweise müssen unterschiedliche Interessen und Neigungen bei der Rollenverteilung berücksichtigt werden, muss das Feedback sachlich gegeben und angenommen werden, und die Vorlese-Inszenierung muss gemeinsam getragen werden“ (Kutzelmann et al. 2018, S.124f.). Im Vergleich zu individuellem und kompetitivem Lernen erweist sich das Kooperative Lernen förderlicher (vgl. Hattie 2020).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den Wandel vom IQ-zentrierten zum inklusiven Begabungsbegriff und leitet die Forschungsfrage hinsichtlich des Mehrsprachigen Lesetheaters als Instrument zur Begabungsförderung her.

2. Grundlegende Definitionen: In diesem Kapitel werden zentrale Termini wie Begabung und Intelligenz definiert und das Modell der multiplen Intelligenzen sowie Konzepte inklusiver Begabungsförderung diskutiert.

3. Faktoren der Begabungsförderung in einer Unterrichtseinheit: Hier erfolgt eine detaillierte methodische Analyse von MELT, wobei insbesondere Aspekte wie kooperatives Lernen, die Rolle der Lernenden als Lehrende und die Anwendung der multiplen Intelligenzen untersucht werden.

4. Fazit: Das Fazit resümiert das begabungsförderliche Potenzial von MELT unter Berücksichtigung der Heterogenität der Lernenden und betont die Bedeutung eines wertschätzenden Lernklimas.

Schlüsselwörter

Begabungsförderung, Mehrsprachiges Lesetheater, MELT, Inklusion, Multiple Intelligenzen, Leistungsheterogenität, Kooperatives Lernen, Bildungsgerechtigkeit, Leseförderung, Schülertutoren, Potenzialentfaltung, Sozialkompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht, inwieweit das "Mehrsprachige Lesetheater" (MELT) als pädagogische Routine geeignet ist, um eine inklusive Begabungsförderung aller Grundschulkinder – unabhängig von ihrem Intelligenzquotienten – zu realisieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit verknüpft Theorien zu Begabung und Intelligenz mit praktischen Unterrichtsmethoden der Leseförderung und diskutiert dabei bildungstheoretische Aspekte wie Inklusion, Bildungsgerechtigkeit und kooperatives Lernen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Mehrwert von MELT für die Potenzialentfaltung von Schülern aufzuzeigen und zu belegen, dass diese Methode über eine rein sprachliche Förderung hinaus zur Stärkung der sozialen Kompetenzen und des individuellen Selbstwerts beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch aktuelle Begabungsmodelle (insb. nach Howard Gardner) und einer methodisch-didaktischen Analyse der Durchführungsschritte von MELT im schulischen Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Konzeption des Lesetrainings, die Bedeutung kooperativer Lernformen, die Nutzung von Schülern als Lehrende sowie die Analyse des begabungsförderlichen Potenzials anhand der Theorie der multiplen Intelligenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Begabungsförderung, Inklusion, Mehrsprachigkeit, kooperatives Lernen und Potenzialentfaltung charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Theorie der multiplen Intelligenzen nach Gardner bei MELT?

Die Theorie dient als Argumentationsgrundlage, um aufzuzeigen, dass MELT nicht nur sprachliche Fähigkeiten anspricht, sondern durch Aspekte wie szenisches Spiel, Kostümgestaltung und soziale Interaktion auch bildlich-räumliche, körperlich-kinästhetische sowie inter- und intrapersonale Intelligenzen fördert.

Warum ist das "schulische Klima" für die Begabungsförderung so entscheidend?

Ein wertschätzendes Klima ist essenziell, damit auch sogenannte "Underachiever" oder hochbegabte Minderleister ihre Potenziale entfalten können, ohne den Druck zu verspüren, sich für ihre Leistungen rechtfertigen zu müssen oder ihre Begabung zu verbergen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Pädagogische Begabungsförderung mithilfe des Mehrsprachigen Lesetheaters. Chancen und Grenzen der Förderroutine
Hochschule
Universität Passau
Note
1,3
Autor
Fabian Jobst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
22
Katalognummer
V1037200
ISBN (eBook)
9783346461742
ISBN (Buch)
9783346461759
Sprache
Deutsch
Schlagworte
pädagogische begabungsförderung mehrsprachigen lesetheaters chancen grenzen förderroutine
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Jobst (Autor:in), 2021, Pädagogische Begabungsförderung mithilfe des Mehrsprachigen Lesetheaters. Chancen und Grenzen der Förderroutine, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1037200
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Leseprobe aus  22  Seiten
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