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Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung. Rechtliche Grundlagen, Lebenssituation der Kinder und Handlungsansätze

Title: Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung. Rechtliche Grundlagen, Lebenssituation der Kinder und Handlungsansätze

Term Paper , 2021 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Ronja Heitmann (Author)

Ethics
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Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, ob es ethisch vertretbar ist, Menschen mit Behinderung in ihrem Wunsch, eine Familie zu gründen, zu unterstützen. Die Hypothese lautet dabei: Menschen mit geistiger Behinderung benötigen umfassende Unterstützungsangebote, um eine gelungene Elternschaft zu ermöglichen, bei der das Kind bei der Mutter, dem Vater oder der Familie aufwachsen kann, ohne das Wohl des Kindes und der Eltern zu gefährden.

Die Hausarbeit beginnt mit der Definition des Begriffes ‚Geistige Behinderung‘ und geht weiter mit einer historischen Einordnung zur Thematik der Sterilisation von Menschen mit Behinderung. Anschließend werden die rechtlichen Grundlagen im Rahmen der Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung dargestellt und der aktuelle Forschungsstand zu Kindern behinderter Eltern skizziert. Anschließend folgen mögliche Handlungsansätze für die Arbeit als Sozialarbeiter/-in.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

2. Definition der geistigen Behinderung

3. Sterilisation von Menschen mit Behinderung – ein geschichtlicher Abriss

4. Rechtliche Grundlagen

4.1. UN-Behindertenkonvention

4.2. Grundgesetz

4.3. Kindeswohl

5. Die Lebenssituation von Kindern behinderter Eltern

5.1. Eigene Behinderung:

5.2. Trennung von den Eltern

5.3. Vernachlässigung:

5.4. (Sexuelle) Gewalterfahrung

5.5. Parentifizierung

5.6. Diskriminierung

5.7. Belastung durch das professionelle Hilfesystem

6. Handlungsansätze

6.1. Elternassistenz und begleitete Elternschaft

6.2. Alltagsorientiertes Konzept

6.3. Elterliche Sorge

6.3.1. Vollzeitpflege unter Beibehaltung des Sorgerechts

6.3.2. Entzug des Sorgerechts

6.4 Freigabe zur Adoption

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit der Unterstützung von Menschen mit geistiger Behinderung bei ihrem Wunsch, eine Familie zu gründen, und analysiert die hierfür notwendigen Unterstützungsangebote unter Berücksichtigung des Kindeswohls.

  • Rechtliche Rahmenbedingungen und menschenrechtliche Aspekte der Elternschaft
  • Lebensrealitäten von Kindern behinderter Eltern und deren Risikofaktoren
  • Formen der Unterstützung durch das professionelle Hilfesystem
  • Ansätze zur Erhaltung der elterlichen Sorge und Begleitung der Elternschaft
  • Diskussion von Herausforderungen bei der Gewährleistung des Kindeswohls

Auszug aus dem Buch

5.4. (Sexuelle) Gewalterfahrung

„Die Gefahr der sexuellen Gewalt geht in der überwiegenden Zahl nicht von den Eltern selbst aus, sondern von Personen aus dem Familienkreis“ (Pixa-Kettner 2008, S.169). Ein erhöhtes Missbrauchsrisiko gibt es dennoch und wird durch die hohe Anzahl an Fremdbestimmungserfahrungen, die geistig behinderte Eltern im Laufe ihres Lebens gemacht haben, sowie in der sozialen Isolierung und mangelnder Unterstützung der Familien begründet (vgl. Pixa-Kettner 2008, S. 169). Hier wird deutlich, wie wichtig sowohl eine institutionelle, als auch familiäre Unterstützung der Eltern ist, um einer sozialen Isolation und möglichen Überforderungssituationen vorzubeugen. Auf der anderen Seite sind Vertrauenspersonen im nähren Umfeld der Familie wichtig, um bei Fremdbestimmungserfahrungen an der Seite der Familie zu stehen und für ihr Recht einzustehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Diese Einführung thematisiert die gesellschaftliche Stigmatisierung von Menschen mit geistiger Behinderung bezüglich ihrer Elternschaft und formuliert die zentrale Forschungsfrage sowie Hypothese der Arbeit.

2. Definition der geistigen Behinderung: Das Kapitel erläutert den Begriff der geistigen Behinderung und dessen Einordnung nach dem ICD-10 sowie der UN-Behindertenkonvention.

3. Sterilisation von Menschen mit Behinderung – ein geschichtlicher Abriss: Es wird die nationalsozialistische Praxis der Zwangssterilisation aufgezeigt und die Entwicklung bis zum modernen Betreuungsrecht dargestellt.

4. Rechtliche Grundlagen: Dieses Kapitel betrachtet die Rechte behinderter Menschen auf Ehe und Familie durch die UN-Behindertenkonvention und das Grundgesetz sowie die rechtliche Definition des Kindeswohls.

5. Die Lebenssituation von Kindern behinderter Eltern: Hier werden Risikofaktoren wie Entwicklungsverzögerungen, Trennungserfahrungen, Vernachlässigung und Diskriminierung analysiert, denen Kinder behinderter Eltern begegnen können.

6. Handlungsansätze: Es werden konkrete Unterstützungsmöglichkeiten wie Elternassistenz, das alltagsorientierte Konzept sowie rechtliche Aspekte zur elterlichen Sorge und Adoption erläutert.

7. Fazit: Das Fazit fasst die ethische Debatte zusammen und betont die Notwendigkeit unterstützender Angebote für eine selbstbestimmte Elternschaft bei gleichzeitiger Wahrung des Kindeswohls.

Schlüsselwörter

Geistige Behinderung, Elternschaft, Kindeswohl, UN-Behindertenkonvention, Elternassistenz, Begleitete Elternschaft, Risikoforschung, Soziale Arbeit, Sorgerecht, Alltagsorientiertes Konzept, Diskriminierung, Familienplanung, Inklusion, Gesetzliche Betreuung, Selbstbestimmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen und rechtlichen Fragestellung, ob Menschen mit geistiger Behinderung bei ihrem Kinderwunsch unterstützt werden sollten und welche Konzepte eine gelungene Elternschaft in diesem Kontext ermöglichen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Recht auf Familiengründung, die Lebenssituation der betroffenen Kinder, rechtliche Schutzkonzepte für das Kindeswohl sowie spezifische Unterstützungsansätze durch das Hilfesystem.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, ob es ethisch vertretbar ist, Menschen mit Behinderung in ihrem Wunsch nach einer Familiengründung aktiv zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die aktuelle Forschungsergebnisse, Gesetzestexte, internationale Konventionen und fachwissenschaftliche Konzepte zur Elternschaft bei geistiger Behinderung systematisch aufbereitet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition von Behinderung, einen historischen Rückblick auf Zwangssterilisationen, die rechtliche Verankerung von Elternrechten sowie die detaillierte Analyse der Lebenssituation von Kindern und konkrete Unterstützungsmodelle für Eltern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Elternassistenz, Kindeswohl, UN-Behindertenkonvention, alltagsorientiertes Konzept, Parentifizierung und Diskriminierung.

Welche Rolle spielt die UN-Behindertenkonvention in der Argumentation der Autorin?

Die Konvention dient als rechtliche Basis, um das Recht auf Familiengründung und selbstbestimmte Lebensführung für Menschen mit Behinderung als universelles Recht zu legitimieren.

Welche Bedeutung hat das OLG Hamm Urteil von 2013 für die Thematik?

Das Urteil wird angeführt, um zu verdeutlichen, dass Kinder keinen rechtlichen Anspruch auf „Idealeltern“ haben und staatliche Eingriffe nur zur Abwehr konkreter Gefahren dienen dürfen, nicht zur Optimierung von Erziehungsbedingungen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle des professionellen Hilfesystems?

Die Arbeit weist kritisch darauf hin, dass professionelle Hilfesysteme nicht nur unterstützen, sondern durch Vorurteile oder mangelnde Koordination selbst zu einem Belastungsfaktor für betroffene Familien werden können.

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Details

Title
Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung. Rechtliche Grundlagen, Lebenssituation der Kinder und Handlungsansätze
College
University of Applied Sciences North Hesse; Bad Sooden-Allendorf
Grade
1,3
Author
Ronja Heitmann (Author)
Publication Year
2021
Pages
19
Catalog Number
V1037236
ISBN (eBook)
9783346460394
ISBN (Book)
9783346460400
Language
German
Tags
elternschaft menschen behinderung rechtliche grundlagen lebenssituation kinder handlungsansätze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ronja Heitmann (Author), 2021, Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung. Rechtliche Grundlagen, Lebenssituation der Kinder und Handlungsansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1037236
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