Das Hauptziel dieser Ausarbeitung ist es, zwei neue Kriterien der Arbeitgeberattraktivität durch den Trend New Work darzustellen. Daraus ergeben sich die Unterziele, die Begriffe Arbeitgeberattraktivität und New Work auf empirischer Basis zu definieren und auch die bereits bekannten Kriterien der Arbeitgeberattraktivität zu nennen. Dieses Assignment verfolgt zudem das Nebenziel, die gesamte Arbeit wissenschaftlich darzustellen.
Ebenso wie die alternde Bevölkerung und der daraus entstehende Bewerber- und Fachkräftemangel, führen der Wertewandel der Gesellschaft, die Anforderungen des so noch nie da gewesenen berufstätigen Generationenmix und die stetig fortschreitende Computerisierung von Arbeitsprozessen, zu einer Veränderung des Arbeitsmarktes vom Arbeitgebermarkt zum Arbeitnehmermarkt. Obwohl die Unternehmen bereits mit der Umsetzung von Employer Branding oder Talent Management auf den Wandel reagieren, gibt dieser Umbruch zugleich einen Anlass dafür, auch die grundlegenden Kriterien der Arbeitgeberattraktivität neu zu betrachten und gegebenenfalls sogar zu erweitern. Da die Arbeitsphilosophie New Work sich mit den aktuellen Gegebenheiten rund um den Arbeitsplatz beschäftigt, stellen die Betrachtung von New Work und die daraus ableitbaren neuen Kriterien der Arbeitgeberattraktivität den Anlass dieser Arbeit dar.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Hintergrund der Arbeit
1.2 Problemstellung
1.3 Ziel der Arbeit
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen zur Arbeitgeberattraktivität
2.1 Die Definition von Arbeitgeberattraktivität
2.2 Die klassischen Kriterien der Arbeitgeberattraktivität
2.3 Der Wandel vom Arbeitgeber zum Arbeitnehmermarkt
3 Die Veränderung der Arbeitgeberattraktivität durch New Work
3.1 Die Definition von New Work
3.2 Welche konkreten Merkmale New Work betreffen
3.3 Ableitbare Kriterien der Arbeitgeberattraktivität durch New Work
4 Kritische Reflexion
4.1 Reflexion der Vorgehensweise und der Methodik
4.2 Reflexion der Ergebnisse
5 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, unter Berücksichtigung der Arbeitsphilosophie "New Work" neue Kriterien für die Arbeitgeberattraktivität abzuleiten, um den Anforderungen eines modernen Arbeitnehmermarktes gerecht zu werden.
- Grundlagen und Definition der Arbeitgeberattraktivität
- Wandel vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt
- Charakterisierung der Arbeitsphilosophie New Work
- Ableitung neuer Kriterien: Smart-Time-Working und self-responsibility
- Reflexion der veränderten Anforderungen an moderne Arbeitgeber
Auszug aus dem Buch
3.1 Die Definition von New Work
Der Begriff New Work wurde vom austro-amerikanischen Sozialphilosophen Frithjof Bergmann geprägt und kann weniger als einheitliche Definition, sondern eher als Arbeitsphilosophie oder Arbeitstheorie beschrieben werden. Die Theorie entstand bereits vor ca. 40 Jahren zur Zeit des Taylorismus, in dem insbesondere die Automobilfabriken die Arbeit stark automatisierten und dadurch eine Arbeitsteilung festlegten, Kommando- und Zeitstrukturen vorgaben und den geistigen Schwierigkeitsgrad der Tätigkeiten selbst reduzierten. So entwickelte Bergmann zum Wechsel in die Industriephase 2.0 die Arbeitsphilosophie New Work, bei der die Mitarbeiter keine Kräfte entzerrende monotone Arbeit aufgrund der Automatisierung vollrichten sollen, sondern eben wegen der Automatisierung mehr Kraft und Energie für andere Tätigkeiten übrig haben. Mit dem aktuellen Wechsel von der Automatisierung in die Industrie 4.0, der Digitalisierung der Produktionswirtschaft, befindet sich die Wirtschaft in einem ähnlichen Abschnittswechsel, sodass auch der Begriff New Work wieder an Wichtigkeit erlang.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung des Humanvermögens ein, erläutert die Problematik des Fachkräftemangels durch den demografischen Wandel und definiert das Ziel, neue Kriterien der Arbeitgeberattraktivität zu erarbeiten.
2 Theoretische Grundlagen zur Arbeitgeberattraktivität: Hier wird der Begriff Arbeitgeberattraktivität definiert, klassische Messansätze (Herzberg, Lievens/Highhouse) werden vorgestellt und der Wandel zum Arbeitnehmermarkt analysiert.
3 Die Veränderung der Arbeitgeberattraktivität durch New Work: Das Kapitel definiert New Work als Arbeitsphilosophie, beleuchtet zentrale Merkmale wie Flexibilität oder Führung und leitet daraus die neuen Kriterien Smart-Time-Working und self-responsibility ab.
4 Kritische Reflexion: Der Autor reflektiert die gewählte Online-Recherche-Methodik aufgrund der Pandemiebedingungen und hinterfragt die teils verkürzte Gleichsetzung von New Work mit Home-Office in der Literatur.
5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass New Work als umfassende Philosophie weit über Trends hinausgeht und durch die Förderung von Wertschätzung und Verantwortung die Mitarbeiterbindung stärkt.
Schlüsselwörter
Arbeitgeberattraktivität, New Work, Arbeitnehmermarkt, Fachkräftemangel, Personalmanagement, Smart-Time-Working, self-responsibility, Unternehmenskultur, Digitalisierung, Flexibilität, Mitarbeiterbindung, Arbeitsphilosophie, Arbeitgebermarke, Wertewandel, Employer Branding.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie sich die Kriterien, nach denen Arbeitnehmer die Attraktivität eines Arbeitgebers bewerten, unter dem Einfluss der modernen Arbeitsphilosophie "New Work" verändern.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Arbeitgeberattraktivität, die Marktsituation im Wandel vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt sowie die Implementierung von New-Work-Prinzipien in Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den Wandel der Arbeitgeberattraktivität zu analysieren und zwei konkrete, aus New-Work-Merkmalen abgeleitete Kriterien zu definieren, die für moderne Unternehmen relevant sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftlichen Literaturrecherche, in deren Rahmen verschiedene Modelle und aktuelle Trends analysiert und synthetisiert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Definition von New Work anhand historischer und aktueller Merkmale sowie die praktische Ableitung neuer Attraktivitätskriterien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Arbeitgeberattraktivität, New Work, Smart-Time-Working, self-responsibility, Fachkräftemangel und Personalmanagement charakterisiert.
Was unterscheidet "Smart-Time-Working" von klassischen Arbeitszeitmodellen?
Im Gegensatz zur klassischen 40-Stunden-Woche mit Anwesenheitspflicht ermöglicht Smart-Time-Working dem Mitarbeiter durch Vertrauen und ohne direkte Kontrolle weitgehende Freiheit hinsichtlich Arbeitsort und Arbeitszeit.
Wie definiert der Autor das Kriterium "self-responsibility"?
Self-responsibility beschreibt die Eigenverantwortung des Mitarbeiters in einem flachen Hierarchiesystem, bei dem die Führungskraft nicht mehr kontrolliert, sondern der Mitarbeiter seine Aufgaben eigenständig gestaltet.
Warum wird der Wandel zum Arbeitnehmermarkt betont?
Der Wandel ist entscheidend, da Unternehmen heute aktiv um Talente werben müssen, anstatt nur aus einer Vielzahl an Bewerbern auszuwählen, was eine Anpassung der Arbeitgeberwerte erforderlich macht.
- Citar trabajo
- Fabian Franke (Autor), 2021, Arbeitgeberattraktivität im Wandel. Wie New Work die Kriterien der Arbeitgeberattraktivität verändert, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1037342