Diese Hausarbeit stellt das Erneuerbare-Energien-Gesetz mit seinen Veränderungen seit der Einführung im Jahr 2000 bis 2020 dar. Dabei werden die verschiedenen Vergütungsmodelle für die Anlagenbetreiber sowie die EEG-Umlage als Mittel der Finanzierung vorgestellt. Abschließend wird der Erfolg des EEGs hinsichtlich der ökologischen Treffsicherheit (erfüllt es die gewünschte Wirkung?) und der ökonomischen Effizienz (ist dieses Modell langfristig finanzierbar und tragbar?) analysiert.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Grundlagen
1.1. Ziele des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
1.2. Entwicklung des Gesetzes
2. Vergütungsmodelle
2.1 Einspeisevergütung
2.2. Direktvermarktung und Marktprämie
2.3. Mieterstromzuschläge
2.4. Ausschreibungen
3. EEG-Umlage
3.1. Funktionsweise
3.2. Auswirkungen und Entwicklung
4. Analyse
4.1. Ökonomische Effizienz
4.2. Ökologische Treffsicherheit
Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hinsichtlich seiner Entwicklung, der verschiedenen Vergütungs- und Finanzierungsmodelle sowie seiner Effektivität in Bezug auf ökonomische Effizienz und ökologische Zielerreichung seit seiner Einführung im Jahr 2000.
- Historische Entwicklung und Anpassungen des EEG seit 2000
- Detaillierte Analyse der Vergütungsmodelle: Einspeisevergütung, Direktvermarktung, Mieterstromzuschläge und Ausschreibungen
- Funktionsweise und gesellschaftliche Auswirkungen der EEG-Umlage
- Bewertung der ökonomischen Effizienz und ökologischen Treffsicherheit
Auszug aus dem Buch
2.1 Einspeisevergütung
Die Einspeisevergütung war anfangs das einzige Vergütungsmodell. Unabhängig davon, ob der Strom am Markt gebraucht wurde, hatten die Anlagenbetreiber einen garantierten Netzanschluss und erhielten für ihren eingespeisten Strom Vergütung. Das Einspeisevergütungsmodell gilt heute noch für viele Anlagen folgendermaßen:
Die Vergütungen für den abgenommenen Strom werden von dem Netzbetreiber gezahlt, welcher durch einen Vertrag zur Abnahme verpflichtet ist. Über die EEG-Umlage (siehe: Kapitel „EEG-Umlage“) werden dem Netzbetreiber die zusätzlichen Kosten für die Vergütungsauszahlungen erstattet. Die Höhe der gezahlten Vergütung ist abhängig von der Art der erneuerbaren Energie, der Größe sowie Alter und Zustand der Anlage.
Anspruch auf eine Vergütungsauszahlung nach dem Einspeisemodell haben grundsätzlich alle Anlagenbetreiber, die Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien erzeugen und diesen dem Netzbetreiber zur Verfügung stellen, sofern keine anderen Bestimmungen zum Einsatz anderer Vergütungsmodelle für diese Anlagen gelten. Der Anspruch auf Vergütungsauszahlungen ist nur für die Kalendermonate gültig, in denen der Strom in das allgemeine Stromnetz eingespeist wird.
Begriffsdefinitionen im Einspeisevergütungsmodell
Zum näheren Verständnis werden im Folgenden die wichtigsten Begriffe des Einspeisevergütungsmodells voneinander abgegrenzt.
Die Vergütung ist das Entgelt, das der Netzbetreiber an die Anlagenbetreiber zahlt, und setzt sich aus der Vergütung, sowie verschiedenen Zuschlägen/Boni für die Verwendung von erneuerbaren Energien zusammen.
Als Vergütungszeitraum wird der zeitliche Rahmen verstanden, in dem eine Mindestvergütung zu zahlen ist, welcher ab Inbetriebnahme der Anlage beginnt und für 20 Jahre gültig ist.
Die Degression beschreibt einen festen Prozentsatz, um den der Mindestvergütungssatz und Boni abgesenkt werden. In den meisten Fällen erfolgt die Absenkung jährlich und gilt immer ab dem 1. Januar nach dem Inbetriebnahmejahr der festgelegten Vergütungen. Die Absenkung erfolgt dabei jeweils in Bezug zu den Vergütungssätzen zum Vorjahr. Als Ausnahme dazu werden die Vergütungssätze der solaren Strahlungsenergie monatlich durch die Degression angepasst und hängen von dem Zubau der Solaranlagen ab.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Einführung erläutert die Notwendigkeit der Energiewende weg von fossilen Energieträgern und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie das Erneuerbare-Energien-Gesetz als zentrales Steuerungsinstrument vor.
1. Grundlagen: Hier werden die ursprünglichen Ziele des Gesetzes, seine Entwicklung seit dem Jahr 2000 und die grundlegenden Mechanismen der Vergütung sowie des Netzanschlusses beschrieben.
2. Vergütungsmodelle: Dieses Kapitel detailliert die verschiedenen Förderinstrumente, darunter die klassische Einspeisevergütung, die Direktvermarktung, Mieterstromzuschläge und das wettbewerbliche Ausschreibungsmodell.
3. EEG-Umlage: Es wird die Funktionsweise der EEG-Umlage als Finanzierungsmechanismus für die Vergütungen erläutert sowie ihre Auswirkungen auf die Strompreise und die Gesellschaft untersucht.
4. Analyse: In diesem Kapitel erfolgt eine kritische Betrachtung der ökonomischen Effizienz der Förderinstrumente sowie der ökologischen Treffsicherheit hinsichtlich der Erreichung der Ausbauziele.
Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass das EEG durch seine verschiedenen Anpassungen und Modelle effektiv zur Energiewende beiträgt und ökonomisch sowie ökologisch erfolgreich ist.
Schlüsselwörter
Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG, EEG-Umlage, Einspeisevergütung, Direktvermarktung, Ausschreibungen, Energiewende, Stromerzeugung, Erneuerbare Energien, Vergütungsmodelle, Degression, Klimaschutz, Treibhausgasemissionen, Ökonomische Effizienz, Netzanschluss
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung und Analyse des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Deutschland und untersucht dessen Wirksamkeit und Entwicklung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung des EEG, den verschiedenen Modellen zur Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien und der Finanzierung durch die EEG-Umlage.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Entwicklung der Vergütungs- und Finanzierungsmodelle des EEG darzustellen und zu bewerten, inwieweit diese ökonomisch effizient und ökologisch treffsicher sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Darstellung, die auf der Auswertung von gesetzlichen Grundlagen sowie Datenberichten (z.B. BMWi, Umweltbundesamt) basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der gesetzlichen Grundlagen, eine detaillierte Vorstellung der Vergütungsmodelle (Einspeisevergütung, Direktvermarktung, etc.), die Analyse der EEG-Umlage sowie eine Bewertung der ökonomischen und ökologischen Effekte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind EEG, EEG-Umlage, Vergütungsmodelle, Ausschreibungen und erneuerbare Energien.
Warum wurde die Direktvermarktung eingeführt?
Die Direktvermarktung soll die Marktintegration von Strom aus erneuerbaren Energien fördern und sicherstellen, dass die Anlagenbetreiber eigenverantwortlich am Strommarkt agieren, anstatt auf eine garantierte Vergütung zu vertrauen.
Welchen Einfluss haben Ausschreibungen auf die Vergütung?
Durch Ausschreibungen wird die Höhe der Fördervergütung wettbewerblich am Markt bestimmt, was zu einer effizienteren Preisbildung führt, anstatt die Preise politisch festzulegen.
- Quote paper
- Zoe de Moll (Author), 2020, Veränderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) von 2000 bis 2020. Ökologische Treffsicherheit und ökonomische Effizienz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1037532