Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Ethnology / Cultural Anthropology

Analyse des Films "Green Book - Eine besondere Freundschaft" von Peter Farrelly (2018). Bilder des kollektiven Gedächtnisses

Title: Analyse des Films "Green Book - Eine besondere Freundschaft" von Peter Farrelly (2018). Bilder des kollektiven Gedächtnisses

Essay , 2020 , 7 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sarah Böhm (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Essay zum Thema Bild-Diskurse. Die Tragikomödie „Green Book - Eine besondere Freundschaft“ von Peter Farrelly ist 2018 erschienen, spielt in den 60er Jahren und handelt von der Konzert-Tournee des afroamerikanischen Musikers Dr. Don Shirley, der von dem Chauffeur Tony Vallelonga „Lip“, einem Italoamerikaner, begleitet wird. Lip stammt aus der Arbeiterklasse, ist wenig gebildet und finanziert sich und seine Familie mit Jobs als Türsteher. Er hat eine stark rassistisch geprägte Einstellung. Als er wegen einer zweimonatigen Schließung des Clubs, in dem er arbeitet, seinen Job verliert, bewirbt er sich auf die Stelle des Chauffeurs für Shirley, wobei er zunächst nicht weiß, dass es sich bei ihm um einen Afroamerikaner handelt. Trotz seines Entsetzens darüber nimmt er den Job an, aufgrund der guten Bezahlung. Shirley plant eine Konzert-Tournee in die Südstaaten. Lips Aufgabe ist neben dem Chauffieren auch die Organisation der Reise. Dabei orientiert er sich am „Green Book“, einem Reiseführer für Afroamerikaner, in dem alle Hotels und Restaurants für Schwarze aufgeführt sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Green Book – Eine besondere Freundschaft

3. Kollektives Gedächtnis und mediale Repräsentation

4. Konstruktion von Bildern und Stereotypen

5. Transkulturalität und intermediale Bezüge

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert den Spielfilm „Green Book – Eine besondere Freundschaft“ hinsichtlich seiner Darstellung von sozialen Stereotypen, kollektiven Gedächtnisprozessen und der Konstruktion medialer Bilder. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie der Film durch die Interaktion seiner Protagonisten gesellschaftliche Vorurteile thematisiert und durch transkulturelle sowie intermediale Bezüge hinterfragt.

  • Darstellung rassistischer Diskriminierung und Segregation im Amerika der 60er Jahre.
  • Die Rolle des kollektiven Gedächtnisses und dessen Vermittlung durch Medien.
  • Die psychologische Konstruktion innerer Bilder und deren Einfluss auf die Wahrnehmung von Stereotypen.
  • Transkulturelle Identitätsbildung am Beispiel der Hauptfiguren Lip und Shirley.
  • Intermediale Bezüge zwischen Film, Literatur („Green Book“) und Musik.

Auszug aus dem Buch

Konstruktion von Bildern und Stereotypen

Die Bilder die wir wahrnehmen sind „keine „Abbilder“ von Gegenständen, sondern Konstruktionen unseres Gehirns; in ihren Aufbau gehen der jeweilige Bewusstseinszustand, Gefühle, Kriterien von Lust und Unlust mit ein“ (Kittsteiner (2004) Lektion 8: 3). Dies bedeutet, dass in uns innere Bilder entstehen, wenn wir an Ereignisse denken. Denken wir zum Beispiel an die „Rassentrennung“ in den USA entstehen in unserem Kopf Bilder von Schildern auf denen steht „for colored only“ oder „whites only“. Vielleicht denken wir auch an Bürgerrechtsbewegungen und Aufstände. Diese Bilder erscheinen wie von selbst in unserem Kopf und sind uns manchmal auch gar nicht bewusst. Sie bestimmen jedoch maßgeblich unsere Einstellung zu einem Thema und reproduzieren sich aus Bildern, die wir einmal gesehen haben. „Und meistens sind es Bilder, die einen starken symbolischen oder emotionalen Bezug haben (Kittsteiner (2004) Lektion 8: 3).

Es gibt aber auch innere Bilder, die rein aus der Fantasie entstehen und geprägt sind durch Wünsche und Vorstellungen. Diese Bilder stehen wiederum „in Wechselwirkung mit medialen Bildern“ (Augé (1999) Lektion 8: 3).

Neben den kollektiven Bildern gibt es jedoch auch Bilder die unsichtbar bleiben, da der Fokus auf etwas anderes gerichtet ist und diese Bilder somit in den Hintergrund rücken. Im Film wird zunehmend deutlich, warum Shirley so einsam lebt, nämlich weil er sich weder zu den Weißen noch zu den Schwarzen zugehörig fühlt. Durch seine gebildete und kultivierte Art hebt er sich von der gängigen Vorstellung eines Afroamerikaners ab und grenzt sich auch selbst aus, die Weißen sehen ihn jedoch ebenfalls nicht als ihresgleichen. Daher entgegnet er gegen Ende des Films, als Lip ihn damit konfrontiert, dass er sich kaum mit der afroamerikanischen Lebenswelt auskennt „Wenn ich nicht schwarz genug, und nicht weiß genug, bin was bin ich dann?“. Dies zeigt, dass neben den kollektiven Rollenvorstellungen noch mehr existiert, die unsichtbaren

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Aufgabenstellung der Filmanalyse ein und stellt den Kontext der universitären Arbeit dar.

2. Green Book – Eine besondere Freundschaft: Dieses Kapitel gibt eine inhaltliche Zusammenfassung des Films und beleuchtet die Protagonisten sowie die gesellschaftliche Situation der 60er Jahre.

3. Kollektives Gedächtnis und mediale Repräsentation: Hier wird erläutert, wie der Film gesellschaftliche Vorstellungen von Segregation und das kollektive Gedächtnis thematisiert.

4. Konstruktion von Bildern und Stereotypen: Dieses Kapitel befasst sich mit der psychologischen Verarbeitung von Bildern und der Entstehung von Vorurteilen im menschlichen Geist.

5. Transkulturalität und intermediale Bezüge: Hier werden die hybriden Identitäten der Hauptfiguren sowie die Funktion des „Green Books“ und musikalischer Elemente analysiert.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie der Film durch die Darstellung individueller Lebensentwürfe zur Reflexion über Stereotypen und Vorurteile anregt.

Schlüsselwörter

Filmanalyse, Green Book, kollektives Gedächtnis, Rassentrennung, Stereotype, mediale Repräsentation, Transkulturalität, Identität, intermediale Bezüge, Diskriminierung, soziale Konstruktion, Wahrnehmung, Segregation, Vorurteile, ethnische Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer wissenschaftlichen Filmanalyse des Spielfilms „Green Book – Eine besondere Freundschaft“ unter ethnologischen und soziologischen Gesichtspunkten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das kollektive Gedächtnis, die Entstehung von Stereotypen, transkulturelle Identitätskonzepte und die mediale Repräsentation von gesellschaftlichen Konflikten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die narrative Struktur des Films zu nutzen, um zu verdeutlichen, wie Medien unsere innere Bildwelt und unser Verständnis von ethnischer Zugehörigkeit prägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine film- und kulturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die verschiedene theoretische Konzepte (z.B. kollektives Gedächtnis nach Assmann/Erll) auf die Handlung des Films anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Filmhandlung, die theoretische Einordnung in das kollektive Gedächtnis, die Untersuchung der Bildkonstruktion und die Auseinandersetzung mit transkulturellen Identitäten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Filmanalyse, kollektives Gedächtnis, Stereotype, Rassentrennung und Transkulturalität.

Wie spielt das titelgebende „Green Book“ eine Rolle in der Argumentation?

Das Buch dient als zentraler intermedialer Bezugspunkt, der die gesellschaftliche Realität der Segregation im Film verdeutlicht und als Reiseführer die Ausgrenzung von Afroamerikanern konkretisiert.

Warum wird Shirley als eine Figur der „Leerstellen“ bezeichnet?

Der Autor argumentiert, dass Shirleys Hintergrund bewusst vage gehalten wird, um den Zuschauer zum Nachdenken anzuregen und das Interesse an seiner Identität aufrechtzuerhalten.

Excerpt out of 7 pages  - scroll top

Details

Title
Analyse des Films "Green Book - Eine besondere Freundschaft" von Peter Farrelly (2018). Bilder des kollektiven Gedächtnisses
College
LMU Munich
Grade
1,7
Author
Sarah Böhm (Author)
Publication Year
2020
Pages
7
Catalog Number
V1037560
ISBN (eBook)
9783346467058
Language
German
Tags
analyse films green book eine freundschaft peter farrelly bilder gedächtnisses
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Böhm (Author), 2020, Analyse des Films "Green Book - Eine besondere Freundschaft" von Peter Farrelly (2018). Bilder des kollektiven Gedächtnisses, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1037560
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  7  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint