Moral des Kindes in J-J Rousseaus Emile


Ausarbeitung, 2000
7 Seiten

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HS: J.-J. Rousseau: Emile oder über die Erziehung; Moral des Kindes

Also ich habe mich mit der Moral des Kindes beschäftigt.

Mein Textabschnitt beginnt damit, dass Rousseau Gründe aufzählt, warum er Emile auf dem Land großziehen will. Erstens ist Emile dadurch in der Nähe der Natur und wir haben ja schon gehört, dass das Kind seine ungebundene Freiheit fast einzig und allein in der Natur empfinden kann, und dass die Freiheit der oberste Grundsatz der Erziehung ist. Ein weiteres Argument, das für die Erziehung auf dem Land spricht, ist, dass man weit entfernt von den unmoralischen Anschauungen der Stadt ist und das Kind somit bewußter und unverdorbener heranreifen kann.

Des weiteren hat laut Rousseau der Erzieher auf dem Land viel mehr Einfluß auf seinen Zögling, denn er besitzt viel mehr Autorität gegenüber dem Zögling als das in der Stadt möglich wäre. Seine Autorität wird von den Dorfbewohnern gestützt, weil sie sich dem Kind gegenüber so verhalten, wie es der Erzieher wünscht, da sie von ihm geschätzt werden möchten.

Nun stellt sich aber die Frage, wie entwickelt sich eigentlich die Moral beim Kind? Und wie kann der Erzieher die Moralvorstellungen in eine angemessene Richtung lenken? Wichtig ist, dass man seinen Zögling nicht durch den Wunsch, ihm möglichst viel beizubringen, verdirbt. Rousseau plädiert ja für eine altersgemäße Erziehung. Außerdem muss man darauf achten, in einer den Kindern angemessenen Sprache zu sprechen, um Mißverständnissen und ihren Konsequenzen aus dem Weg zu gehen.

Es wird auch thematisiert, dass Kinder sich nur allzu gern von Aktionen, die in ihrem Umfeld geschehen, beeindrucken lassen. Da man dies als Erzieher aber schlecht verhindern kann, muss man wenigstens dafür sorgen, dass das Kind sich solche Beispiele in angemessener Art und Weise einprägt. Rousseau veranschaulicht das am Beispiel "heftiger Leidenschaften"/ Zorn. Schon allein durch die begleitende Lautstärke einer zornigen Person erreicht man die Aufmerksamkeit des Kindes. Sicher wird das verwunderte Kind ein paar Fragen haben. Die Antwort leitet sich von den Gegebenheiten ab, die die Sinne erregen. Das Kind sieht einen hochroten Kopf, funkelnde Augen und hört ein lautes Toben. Erklärt man nun aber aufgrund dessen dieses Phänomen und sagt: "Dieser arme Mann ist krank, er hat einen Fieberanfall", so kann das verheerende Folgen haben. Nicht nur, dass das Kind beizeiten eine gewisse Abneigung gegen die Ausschweifungen der Leidenschaft aufbaut; nein, Rousseau stellt sich seinen "kleinen Emile vor, der beim Höhepunkt einer wütenden Zänkerei zwischen 2 Nachbarinnen auf die wütendste zugeht und ihr in mitfühlendem Ton sagt: Meine Liebe, Sie sind krank, das tut mir sehr leid.

Dann ist es wichtig, das Kind ohne Kommentar (Lachen, Lob oder Tadel) wegzubringen und das Thema zu wechseln, bevor es sich bewußt wird, welche Wirkung seine Äußerung hatte.

Rousseau ist der Meinung, dass man kein Kind in die Gesellschaft eingliedern kann ohne ihm einige Vorstellungen über die Beziehungen zwischen den Menschen und die Moralität ihrer Handlungen mitzugeben. Man sollte sich aber bemühen, ihm die dafür nötigen Begriffe so spät wie möglich zu vermitteln und sie auf ihre momentane Nützlichkeit zu beschränken, um Überlegenheitsgefühlen und Schadenszufügungen gegenüber anderen vorzubeugen. In diesem Zusammenhang spricht Rousseau den Widerspruch in der gewöhnlichen Erziehung an: ganz im Gegensatz zu unseren ursprünglichen Bedürfnissen und Gefühlen - z.B. dass unser Erster Sinn für Gerechtigkeit nicht daraus resultiert, welche wir schulden, sondern welche man uns schuldet - beginnt man anstelle von den Rechten, die Kinder haben, über ihre Pflichten zu sprechen. Somit bespricht man etwas, was sie erstens gar nicht interessiert und sie zweitens noch gar nicht verstehen können.

Des weiteren sagt Rousseau, dass sich ein Kind nie am Menschen vergreift, sondern an den Dingen. Es lernt zwar mit der Zeit, ältere und stärkere Menschen zu respektieren, die Dinge aber können sich nicht selbst verteidigen.

Wie wir letzte Woche schon gehört haben, soll das Kind ja in Abhängigkeit der Dinge erzogen werden, denn nur dann folgt es dem Gesetz der Natur. In dieser Abhängigkeit wird seine Freiheit nicht eingeschränkt, somit sollte die erste Vorstellung, die man ihm einprägen muss, nicht die der Freiheit, sondern die des Eigentums sein. Dafür braucht es jedoch etwas, das ihm alleine gehört.

Womit wir wieder beim Aspekt der Erziehung auf dem Land wären. Ein Kind, das auf dem Land aufwächst, hat schon einige Vorstellungen was die Landarbeit betrifft. Hat es also schon mal zugesehen, wie man einen Garten bepflanzt und sieht dann Gemüse oder Blumen wachsen, will es auch gärtnern. Laut Rousseau soll man das Bestreben des Kindes fördern und auch mit ihm zusammenarbeiten, z.B. als Gärtnergehilfe, der die schwere Arbeit macht und den Boden umgräbt. Das Kind nimmt den umgegrabenen Boden dann in Besitz, indem es z.B. Bohnen pflanzt, die es jeden Tag pflegen muss. Durch Äußerungen wie "Das gehört Dir. Du hast Deine Zeit und Mühe hineingesteckt" kann man das glückliche Kind bestärken und ihm so den Begriff Eigentum praxisnah erklären. Rousseau betont hier, dass eine praktische Anwendung besser ist als reine Theorie, da Kinder die Theorie sehr schnell wieder vergessen, was sie jedoch selbst erlebt haben, nicht.

Zurück zur Gartenarbeit: eines Tages ist das Beet zerstört, der Besitz des Kindes geraubt... das Kind erlebt seine erste Ungerechtigkeit und fängt an zu weinen. Man findet dann heraus, dass der Gärtner Robert der Übeltäter war. Allerdings hatte er den Boden schon vorher bepflanzt und somit war er sein Eigentum. Durch diese Art Beispiel kann man dem Kind angemessen Begriffe erklären und vermitteln.

An einem anderen Beispiel zeigt Rousseau, wie man Kindern den Begriff Versprechen und seine Bedeutung vermitteln kann:

Angenommen ein Kind hat einen Drang zur Zerstörung, d.h. es macht alle Dinge, die es bekommt, kaputt. Rousseau rät, dem Kind nicht gleich neue Sachen dafür zu geben. Denn es soll den Schmerz des Verlustes fühlen. Zerbricht es also z.B. die Fensterscheiben in seinem Zimmer, dann kann ihm eine Zeit lang ruhig der Wind um die Nase wehen. Wenn es die Fensterscheiben erneut zerbricht, soll man es in einen dunklen, fensterlosen Raum einsperren, wo es dann einige Stunden verbringen soll; zuerst wird es toben und wenn es merkt, dass es auf diese Art und Weise nichts erreicht, höflich darum bitten, es wieder rauszulassen. Schließlich wird man vom Kind gewollt eine Art Kompromiß schließen: das Kind bekommt seine Freiheit wieder, wenn es nie wieder Fensterscheiben zerbricht.

Man gibt ihm dann zu verstehen, dass man dieses Abkommen als geheiligt und wie durch Eid unverletzbar betrachtet, indem man es küßt und ohne weiteren Kommentar in sein Zimmer zurückbringt.

Das Kind hat nun gewisse moralische Vorstellungen und lebt ab jetzt sozusagen in der sittlichen Welt und zusammen mit Pflichten und Konventionen entstehen mehr oder weniger negative Charaktereigenschaften. Rousseau nennt sie Laster oder auch Lug und Trug. Gehen wir noch einmal zum Begriff Versprechen. Wo Versprechen gegeben werden, können sie auch wieder gebrochen werden. Die Hauptsache dabei ist nur, dass man es ungestraft tut. Das Hilfsmittel dafür ist die Lüge. Kommt man dahinter, dass das Kind gelogen hat, folgt die Bestrafung; jedoch schreibt Rousseau, dass man dem Kind nie die Strafe als Strafe auferlegen soll, sondern als logische Konsequenz seiner unrechten Tat, d.h. also das Kind soll nicht wegen der Lüge an sich bestraft werden, sondern wegen der Folgen, die sie nach sich zieht. Es gibt 2 Arten von Lügen:

- die Lüge, die sich auf eine Tatsache, also auf die Vergangenheit bezieht
- und die, die sich auf ein Recht bezieht, also auf die Zukunft.

Wenn man bewußt die Wahrheit verdreht, spricht man von der Lüge der Tatsache, d.h. wenn man sagt, man hat etwas getan, obwohl man es gar nicht getan hat oder umgekehrt.

Und wenn man etwas verspricht, wo man genau weiß, dass man es gar nicht halten will, handelt es sich um eine Lüge des Rechts.

Rousseau sagt nun aber, dass den Kindern aufgrund ihrer natürlichen Veranlagung gar nicht der Sinn nach einer Lüge steht - weder nach der einen Art, noch nach der anderen. Zur ersten Art (Lüge der Tatsache) schreibt er, dass "das Gesetz des Gehorsams die Notwendigkeit zum Lügen" erzeugt, und da Gehorchen v.a. Kindern schwer fällt, versucht man sich ihm heimlich soweit wie möglich zu entziehen und das momentane Interesse, Strafe oder Belehrungen zu vermeiden, ist größer als der Drang, die Wahrheit zu enthüllen. Zur zweiten Art sagt Rousseau, dass einerseits Versprechungen etwas zu tun oder nicht, naturwidrige Akte gegen die Freiheit des Kindes sind. Andererseits sind die Versprechungen von Kindern sowieso von vornherein ungültig, weil Kinder eine zeitlich beschränkte Vorstellungskraft haben, d.h. sie können sich nicht mit 2 verschiedenen Zeitabschnitten zugleich befassen.

Wenn ein Kind also nicht weiß, was es tut, wenn es etwas verspricht, dann kann es dabei auch nicht lügen. Anders dagegen ist es aber bei rückwirkenden Lügen; d.h. wenn es sein Versprechen nicht hält. Denn es erinnert sich sehr wohl, dieses Versprechen gegeben zu haben. Allerdings erkennt es nicht die Notwendigkeit, es auch zu halten. Rousseau ist demzufolge der Meinung, dass ein Kind nichts gegen die Vernunft seines Alters tut, wenn es ein Versprechen bricht. Auch folgert er aus eben genannten Gründen, dass die Lehrer den Kindern das Lügen lehren, indem sie ihnen die Wahrheit beibringen wollen. Er selbst verlangt nicht die Wahrheit von seinem Zögling, um zu verhindern belogen zu werden. Außerdem ist er sich sicher, dass Emile erst sehr spät erfahren wird, was Lügen bedeutet und aufgrund seiner Erziehung gar nicht begreifen kann, wozu sie nützen könnte. Das Kind bildet sich nämlich mehr oder weniger automatisch richtig, wenn man sich bei der Erziehung Zeit läßt und es nicht mit zu hohen Anforderungen überfordert. Wenn nämlich ein Erzieher seinem Zögling ständig Versprechen abnimmt und das Kind somit überlastet, macht es sich irgendwann ein Spiel daraus und gibt Versprechen, nur um sie dann wieder brechen zu können.

Mit dem Thema "Nächstenliebe" wird dann verdeutlicht, dass man eben genannte Aspekte auf jede andere Pflicht übertragen kann, bei der es Kindern schwer fällt, sie einzuhalten. Anstelle ihnen Almosen geben zu lassen, um ihnen Nächstenliebe einzuflößen, sollte man sich ihnen als Vorbild zeigen, selber wohltätig handeln, aber die soziale Ader des Zöglings nicht allzu früh fördern. Es ist nämlich von großer Bedeutung, dass ein Kind lernt die Pflichten von Erwachsenen nicht als Aufgaben der Kinder anzusehen. Das Kind muss auch verstehen, dass eine gute Tat nur dann eine moralisch gute Tat ist, wenn man sie aus freien Stücken tut, und nicht, weil es andere tun.

"Die einzige moralische Vorschrift, die sich für die Kindheit geziemt und die für jede Altersstufe am wesentlichsten ist, ist die, niemals jemandem Böses zu tun." Rousseau sagt absichtlich nicht: Man soll immer Gutes tun, weil dieses Gebot widersprüchlich ist. Auf Kosten von 100 Unglücklichen kann man auch einem Menschen Gutes tun und ihn glücklich machen. Womit wir wieder bei dem Thema wären, dass man in seiner Wortwahl gegenüber Kindern vorsichtig sein muss, damit die Kinder keine schlechten Gewohnheiten annehmen, die man ihnen später nur mühevoll wieder abgewöhnen kann. Rousseau schreibt, dass es auch vorkommen kann, dass eine glückliche Veranlagung ein Kind über seinen natürlichen Zustand hinaushebt: So wie es einerseits Erwachsene gibt, die in der Kindheit steckengeblieben sind (Kind im Manne), so gibt es auf der anderen Seite Kinder, die schon fast von Geburt an erwachsen sind. Solche Wunderkinder gibt es jedoch selten und ihre Gabe ist nur schwer erkennbar. Außerdem darf man nicht vergessen, dass sich die Gedankengänge eines Kindes keineswegs logisch oder zusammenhängend abspielen. So kann es passieren, dass es im einen Moment überaus intelligente Dinge von sich gibt und ein paar Minuten später totalen Schwachsinn erzählt. Allerdings handelt es sich weder um ein Genie, noch um einen Dummkopf, sondern immer um ein Kind. Deshalb ist es wichtig, ein Kind seinem Alter gemäß zu behandeln und zu erziehen und nicht seine Kräfte zu erschöpfen, weil man es zu früh ausbilden will. Rousseau ist der Meinung, dass es keineswegs schaden muss, wenn ein Kind seine ersten Jahre mit Nichtstun verbringt, solange es dabei glücklich ist. Ein weiterer Grund, der die Kinder verdirbt ist ihre scheinbare Leichtigkeit zu lernen. Aber gerade diese Leichtigkeit beweist, dass sie nichts von dem, was man ihnen lehrt wirklich lernen. Das Kind behält zwar die Worte, die man ihm gesagt hat, aber es versteht sie nicht. Und obwohl Gedächtnis und Denken 2 verschiedene Fähigkeiten sind, entwickeln sie sich nur miteinander. Das Kind hat zwar Anschauung, aber keine Vorstellung. Rousseau behauptet in diesem Kontext, dass Kinder noch kein wirkliches Gedächtnis haben. Ihr ganzes Wissen setzt sich aus dem zusammen, was sie sinnlich wahrnehmen; sprich sie können sich zwar geometrische Figuren, Töne und Worte merken, aber keine Vorstellungen oder deren Zusammenhänge. Rousseau will den Kindern damit aber nicht absprechen, überhaupt nicht denken zu können. Er ist sich sogar sicher, dass sie über alles nachdenken, aber eben nur über das, was sie kennen und was sie augenblicklich interessiert. Ihre zukünftigen Interessen oder ihr späteres Lebensglück hat für sie noch keinerlei Bedeutung.

Dementsprechend zielen alle Belehrungen auf Angelegenheiten ab, die den Kindern noch völlig fremd sind. Pädagogen lehren den Kindern Wissenschaften, die weit weg von ihrem Verständnis sind und ihnen noch nichts nützen; also z.B. Geographie, Geschichte und auch Fremdsprachen.

Geographie ist in den Augen der Kinder ein Globus aus Pappe. Man lehrt den Kindern Namen von Städten, Flüssen, etc., deren Existenz es sich nur auf einer Karte, die man ihm zeigt, vorstellen kann. Für Rousseau steht dadurch aber fest, dass nach dieser Art von Unterricht kein einziges Kind im Alter von 10 Jahren den Weg von Paris nach Saint- Denis finden kann. Fremdsprachen zählt er dazu, weil er nicht glaubt, dass jemals ein Kind bis zum Alter von 12 bis 15 - ausgenommen Wunderkinder - 2 Sprachen wirklich gelernt hat. Es mag zwar sein, dass es sich die Wörter in verschiedenen Sprachen aneignen kann, aber Sprache wird es immer nur eine sprechen. Der Geist eines Menschen bildet sich nämlich nach seiner Sprache und hat in jeder Sprache seine eigene Form. Das bestätigt sich dadurch, dass sich die Sprache in allen Nationen dem Wandel der Moral anpaßt und sich wie sie verändert. D.h. Kinder werden vom Gebrauch einer Sprache geprägt und nur diese bleibt ihnen bis zum Alter der Vernunft. Außerdem fehlt den Kindern ja auch die Fähigkeit der Vorstellung, sie miteinander vergleichen zu können.

Die 3. Wissenschaft ist die Geschichte. Man lehrt sie, weil man glaubt, sie entspräche dem Fassungsvermögen der Kinder, da sie nur eine Zusammenfassung von Tatsachen ist. Aber auch diese Wissenschaft ist für Kinder nicht geeignet, wenn man meint, dass man die Ereignisse von ihren Ursachen trennen kann oder das Geschichtliche so wenig mit dem Moralischen zusammenhängt, dass man das eine ohne das andere erkennen könnte. Geschichte kann jemandem, der menschliche Handlungen nur sinnlich wahrnehmen kann, nichts beibringen. Wenn man dagegen diese Handlungen aufgrund ihrer moralischen Beziehung bewertet und auch den Kindern verständlich macht, so wird man sehen, ob sie reif für Geschichte sind.

Zum Abschluß möchte ich noch kurz an aufgeführtes Beispiel ansprechen, womit Rousseau noch einmal das Fassungsvermögen eines Kindes beschreibt. Der älteste Sohn einer auf gute Erziehung bedachten Familie kam mit seinem Erzieher auf die Geschichte Alexanders und seine Begegnung mit dem Arzt Philippus zu sprechen. Wenig später bei Tisch erzählte das Kind die Geschichte. Anschließend wurde über das, was es gesagt hat, diskutiert. Einige bewunderten Alexanders Mut, die anderen tadelten seine Tollkühnheit. Nach dem Essen ging Rousseau, der sich absolut sicher war, dass der Junge nichts von der Geschichte verstanden hat (obwohl er sie tadellos nacherzählen konnte), mit dem Jungen spazieren.

Und dabei kam heraus, dass der Junge mehr als jeder andere den Mut Alexanders bewunderte. Und dem war so, weil Alexander ohne den leisesten Ekel ein widerliches Getränk getrunken hat. Der Junge hatte nämlich wenige Tage vorher eine bittere Medizin schlucken müssen, was ihn sehr viel Überwindung gekostet hatte. Im Vergleich dazu waren Tod und Vergiftung in seinen Augen nur harmlose Probleme. Allerdings hatte die Entschlossenheit des Helden großen Eindruck hinterlassen und so war der Junge fest entschlossen, sich bei der nächsten Medizin so wie Alexander zu benehmen.----------------------------

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Details

Titel
Moral des Kindes in J-J Rousseaus Emile
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Veranstaltung
Jean-Jacques Rousseau: Emile
Autor
Jahr
2000
Seiten
7
Katalognummer
V103810
Dateigröße
339 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Moral, Kindes, Rousseaus, Emile, Jean-Jacques, Rousseau
Arbeit zitieren
Christine Popp (Autor), 2000, Moral des Kindes in J-J Rousseaus Emile, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/103810

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