Die Auswirkungen der Social Media Plattform Instagram auf das Selbstwertgefühl von Frauen der Generation Y


Studienarbeit, 2020

68 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis:

1 Einleitung

2 Forschungsthema
2.1 Social Media Plattform Instagram
2.2 Selbstwertgefühl
2.3 Generation Y

3 Forschungsstand und Hypothesenformulierung

4 Methoden
4.1 Untersuchungsform
4.2 Auswahl der Experten
4.3 Datenerhebung
4.4 Datenaufbereitung
4.5 Gütekriterien

5 Auswertung der Inhaltsanalyse
5.1 Hypothese 1
5.1 Hypothese 2
5.2 Hypothese 3
5.3 Sonstige Erkenntnisse

6 Diskussion
6.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
6.2 Limitation und Implikation für die Forschung

Literaturverzeichnis

Anhang
Anhang 1: Interviewleitfaden
Anhang 2: Experteninterview Befragter 1
Anhang 3: Experteninterview Befragter 2
Anhang 4: Experteninterview Befragter 3
Anhang 5: Experteninterview Befragter 4

Abstract

Die vorliegende Studienarbeit beschäftigt sich mit der Forschungsfrage, inwiefern sich die Social Media Plattform Instagram und das darauf verbreitete Schönheitsideal auf das Selbstwertgefühl von Frauen der Generation Y auswirkt. Die Nutzerzahlen von Instagram steigen seit einigen Jahren stetig an, wodurch die Plattform zu einer der beliebtesten sozialen Medien in Deutschland geworden ist. Zu der Hauptzielgruppe zählen vor allem jüngere Personen aus der Generationen Y (1980 - 2000) und der Generation Z (2000 - heute). Die Forschungsfrage soll im Laufe dieser Arbeit mithilfe von vier durchgeführten Experteninterviews beantwortet werden. Dabei werden außerdem verschiedene Hypothesen aufgestellt und überprüft. Die Experten, die für diese Forschungsuntersuchung interviewt worden sind, sind Frauen zwischen 21 und 27 Jahren, die regelmäßig auf der Social Media Plattform Instagram aktiv sind.

In den vergangenen Jahren wurden bereits verschiedene Forschungen zu dem Zusammenhang zwischen Instagram und dem menschlichen Selbstwertgefühl durchgeführt, welche ebenso kurz in dieser Arbeit beschrieben werden. Jedoch konnte keine Forschung ausfindig gemacht werden, die sich speziell auf die Generation Y und das weibliche Geschlecht spezialisiert. Damit zeigt sich die Forschungsrelevanz der vorliegenden Arbeit.

This thesis deals with the research question of the extent to which the social media platform Instagram and the ideal of beauty spread on it affect the self-esteem of women in the generation Y. Instagram user numbers have been increasing steadily for several years, making the platform one of the most popular social media in Germany. The main target group includes younger people from generations Y (1980 - 2000) and generation Z (2000 - today). The research question will be answered in the course of this essay with the help of four expert interviews. Various hypotheses are also set up and checked. The experts in these interviews are women between the ages of 21 and 27 who are regularly active on the social media platform Instagram.

Various research has been carried out in recent years on the connection between Instagram and human self-esteem, which are also briefly described in this work. No research could be found that specializes in generation Y and the female gender. This shows the research relevance of the present assignment.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Druck, dem Mädchen und Frauen im Internet und in sozialen Medien ausgesetzt sind (Girlguiding advocate, 2019, S. 17)

Abbildung 2: Transkriptionsregeln nach Kuckartz (Kuckartz, 2016, S. 166 - 169)

Tabellenverzeichnis:

Tabelle 1: Charakteristika der vier Befragten (eigene Darstellung)

1 Einleitung

Die Social Media Plattform Instagram ist in den letzten Jahren vermehrt zu einer der relevantesten Social Media Kanäle der heutigen Zeit geworden. In dieser kostenlosen App können Nutzer selbst festgehaltene Bilder und Videos hochladen, welche von den anderen Nutzern mit einem sogenannten Like bewertet und kommentiert werden können. Auf Instagram hat es sich etabliert besonders ästhetische Bilder zu posten und das eigene Leben so attraktiv wie möglich aussehen zu lassen. Die Körper sind immer durchtrainiert, in Gesichtern sind so gut wie keine Makel zu finden und das gezeigte Essen ist immer gesund und vitaminreich. Jedoch ist bekannt, dass dieser schön dargestellte Lifestyle nicht unbedingt der Realität entsprechen mag und auch verschiedene Fotobearbeitungsprogramme und Filter erfreuen sich großer Beliebtheit. In der vorliegenden Studienarbeit soll anhand von vier qualitativen Experteninterviews herausgefunden werden, inwiefern sich die Plattform Instagram und das dort vorhandene Schönheitsideal auf das Selbstwertgefühl von Frauen der Generation Y auswirkt. Als Experten gelten in dieser Arbeit vier Frauen im Alter von 21 bis 27 Jahren, die regelmäßig aktiv die Plattform Instagram nutzen.

Im Folgenden wird das Forschungsthema genauer eingegrenzt und sowohl die Plattform Instagram, als auch das Thema Selbstwertgefühl vorgestellt. Darüber hinaus wird der aktuelle Forschungsstand betrachtet, Hypothesen abgeleitet und eine Zusammenfassung der qualitativen Datenerhebung durchgeführt. Abschließend erfolgt eine Interpretation der Ergebnisse vonseiten der Autorin.

2 Forschungsthema

Das Internet ist aus dem Leben der Menschen so gut wie nicht mehr wegzudenken und besonders Soziale Medien, wie Facebook, Twitter und Instagram, erfreuen sich großer Beliebtheit. Vor allem Letzteres hat sich bei einer jungen Zielgruppe als relevante Social Media Plattform etabliert, wodurch die Relevanz der vorliegenden Studienarbeit eindeutig erkennbar ist. Die Bilderwelt auf Instagram erschafft häufig eine perfekte Scheinwelt, die keinen Platz für Makel, Fehler und andere als negativ konnotierte Gegebenheiten zu lassen. Gepostete Bilder können von anderen Nutzern mit einem Like, das bedeutet einer Gefällt-Mir-Angabe, bewertet und kommentiert werden.

Nicht nur die angeblich perfekte Scheinwelt, sondern auch der Druck möglichst viele Likes auf Instagram zu erhalten, können sich negativ auf die Psyche und das Selbstwertgefühl des Menschen auswirken. Sowohl Frauen als auch Männer beschäftigen sich vor allem in jungen Jahren mit ihrem Körper und mit ihrem Aussehen. Sie vergleichen sich mit anderen und bewerten daraufhin ihre eigene Optik. Dieses Verhalten lässt sich sowohl im realen Leben als auch auf Instagram beobachten.

In den nachfolgenden Unterpunkten wird die Social Media Plattform Instagram und die Generation Y, die als einer der Hauptzielgruppe von Instagram zählt, genauer vorgestellt. Außerdem wird sich intensiver mit der Theorie zu dem Thema Selbstwertgefühl auseinandergesetzt.

2.1 Social Media Plattform Instagram

Im Sommer 2018 erreichte Instagram weltweit eine Milliarden aktive Nutzer, wobei die aktive Nutzeranzahl in Deutschland bei 15 Millionen Menschen liegt (Firsching, 2019). Dabei ist die Social Media Plattform vor allem bei einer jüngeren Zielgruppe beliebt, wie eine ARD und ZDF Onlinestudie zeigt. Laut dieser Studie nutzen 59 Prozent aller deutschen 14 bis 29 Jährigen mindestens einmal wöchentlich die Plattform Instagram. Bei den 30 bis 49 Jährigen sind es dagegen 17 Prozent und bei den 50 bis 69 Jährigen 5 Prozent. Das zeigt, dass die Zielgruppe von Instagram vor allem in der Generation Y (siehe 2.3) zu finden ist. Insgesamt nutzen im Jahr 2019 19 Prozent der Gesamtbevölkerung Deutschlands die Social Media Plattform Instagram, während es im Jahr 2018 noch 15 Prozent und im Jahr 2017 noch neun Prozent waren. (ARD ZDF Onlinestudie, 2019). Diese Onlinestudie zeigt, dass die Relevanz und die Beliebtheit von Instagram stetig steigt.

Auf Instagram können nicht nur Fotos und Videos geteilt, geliked und kommentiert werden, sondern die virtuelle Bilderwelt verfügt über weitere Features, wie zum Beispiel die Story-Funktion und InstagramTV. In den Instagram-Stories können Nutzer persönliche Momente, in Form von Bildern und Videos, auf Instagram teilen. Das Besondere hierbei ist, dass diese Inhalte nur für 24 Stunden nach der Veröffentlichung aufrufbar sind. Die Stories können mithilfe von Text, Musik, Stickern und Buttons kreativ gestaltet werden und sind bei den Instagram-Nutzern besonders beliebt. Die Funktion InstagramTV macht der Video-Plattform YouToube Konkurrenz und ermöglicht den Nutzern das hochladen von längeren selbst produzierten Videos. Auch die Videos auf InstagramTV können mit einem „Gefällt-Mir" markiert und kommentiert werden (Instagram, o.J.).

Personen, die auf Instagram eine besonders große Reichweite besitzen und diese unter anderem auch für Werbeanzeigen und Zusammenarbeit mit Firmen nutzen, werden als Influencer bezeichnet. Diese Influencer gelten als Meinungsmacher und Vorbilder für viele Instagram-Nutzer. Von den 15 Millionen Instagram-Nutzern in Deutschland nennen sich circa 30 Prozent Influencer (Dziallas, 2015). Darunter können auch unter anderem Stars und Prominente verstanden werden.

Vor allem durch die Influencer wurde die perfekte Scheinwelt auf Instagram geprägt und viele der Nutzer eifern den perfekten Schönheitsidealen nach, weswegen auch immer mehr Fotobearbeitungsapps auf den Markt kommen. Mit diesen Apps können Bilder nicht nur farblich gestaltet werden, sondern auch Körper schlanker, Lippen voller und Wimpern länger retuschiert werden.

2.2 Selbstwertgefühl

Das Selbstwertgefühl ist ein menschliches Grundbedürfnis und für eine gesunde Psyche des Menschen besonders relevant. Der Selbstwert zeigt, wie zufrieden eine Person mit ihrem Selbst, zum Beispiel in Bezug auf das Aussehen, den Charakter und die Leistungen, ist und wird sowohl durch äußere Umstände und Erfahrungen als auch genetisch geprägt. Der Selbstwert wirkt sich direkt, sowohl positiv als auch negativ, auf das Denken, das Leben und das Handeln eines Menschen aus (Frey, 2015). Verschiedene Forschungen zeigen, dass ein niedriger Selbstwert das Risiko von Stress und Depressionen verstärkt. Außerdem suchen Personen mit einem niedrigeren Selbstwertgefühl verstärkt nach Bestätigung. Aber es wurden auch negative Seiten von einem (zu) hohen Selbstwertgefühl herausgefunden, wie zum Beispiel der Hang zu Egozentrismus, der Mangel an Empathie und eine fehlende Kritikfähigkeit (Blickhan, 2018).

Nach Rosenberg kann zwischen einem expliziten und einem impliziten Selbstwert differenziert werden. Der explizite Selbstwert kann mit einer bewussten Bewertung des eigenen Selbst deutlich gemacht werden, während ein impliziter Selbstwert unbewusst bewertet wird (Rosenberg, 1965, zitiert nach Greitemeyer, 2012). „Konkret wird der implizite Selbstwert durch die Bewertung von Objekten gemessen, die mehr oder weniger mit dem eigenen Selbst assoziiert sind. Beispielsweise werden Probanden gebeten, alle Buchstaben des Alphabets hinsichtlich ihrer Attraktivität zu bewerten. Verglichen werden die Einschätzungen der eigenen Initialen mit den Einschätzungen aller anderen Buchstaben [...] Je positiver die eigenen Initialen relativ zu den restlichen Buchstaben bewertet werden, desto höher fällt der implizite Selbstwert aus" (Greitemeyer, 2012, S. 30).

2.3 Generation Y

In der Soziologie wird eine Generation als eine „Gesamtheit von Menschen ungefähr gleicher Altersstufe mit ähnlicher sozialer Orientierung und einer Lebensauffassung, die ihre Wurzeln in den prägenden Jahren einer Person hat" (Mangelsdorf, 2015, S. 12). Als diese prägenden Jahre wird die Zeit zwischen dem 11. Und 15. Lebensjahr genannt. In dieser empirischen Forschung wird speziell die Generation Y untersucht. Die Generation Y wird auch als Millenials oder Digital Natives bezeichnet und umfasst die Personen, die etwa zwischen 1980 und 2000 geboren wurden. Der Übergang zwischen den verschiedenen Generationen ist fließend, weswegen sich die Eingrenzung der Generation Y in der Literatur oft auf unterschiedliche Zeitfenster ausstreckt. Die Digital Natives sind, wie keine Generation davor, zum größten Teil mit moderner Technologien und dem Internet aufgewachsen (Schulenburg, 2016). Kommunikation in Echtzeit, welche sich über die ganze Welt austreckt ist für diese Generation zum Alltag geworden, weshalb sich soziale Medien besonders großer Beliebtheit erfreuen (Mangelsdorf, 2015). Die Generation Y hat ein starkes Bedürfnis danach, Erfüllung zu finden und die Welt zu verbessern. Zwischen all den Ablenkungen des Alltags suchen sie doch nach emotionaler Bindung und tiefer emotionaler Befriedigung, die über Oberflächlichkeiten hinausgeht“ (Mangelsdorf, 2015, S. 19). Generell gilt diese Generation als besonders selbstbewusst.

3 Forschungsstand und Hypothesenformulierung

Die vorliegende Studienarbeit untersucht, inwiefern sich die Social Media Plattform Instagram und das dort gelebte Schönheitsideal auf das Selbstwertgefühl von Frauen der Generation Y auswirkt. Im Folgenden werden einige relevante Studien zu dem Forschungsthema vorgestellt und der aktuelle Forschungsstand bearbeitet. Am Ende dieses Kapitels werden drei Hypothesen aufgestellt, anhand derer die Forschungsfrage beantwortet werden soll.

Die Studie #StatusofMind von RSPH und dem Young Health Movement aus dem Jahr 2017 beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Social Media Plattformen auf die Psyche von jungen Menschen. Dabei kam es zu dem Ergebnis, dass unter anderem Instagram die Psyche junger Menschen am meisten negativ beeinträchtigt. Die Studie zeigt außerdem, dass die Zahl von Angstzuständen und Depressionen junger Menschen in den letzten 25 Jahren um 70 Prozent gestiegen ist. Es wird davon ausgegangen, dass die sozialen Medien mit dieser Steigerung in Verbindung stehen. Des Weiteren fördert Social Media laut der #StatusofMind-Studie schlechte Schlafbedingungen und gilt als größerer Suchtfaktor als Zigaretten und Alkohol. Junge Menschen haben häufig das Gefühl etwas zu verpassen, wenn sie auf den sozialen Medien Bilder und Videos von Urlauben und Freizeitaktivitäten sehen. Die perfekt inszenierte Welt wirkt sich außerdem negativ auf das Selbstbewusstsein junger Nutzer aus und entwickelt einen Hang zum Perfektionismus (RSPH, & Young Health Movement, 2017).

Die Girls'Attitudes Survey bietet Mädchen und jungen Frauen jährlich eine Plattform, um ihre Meinungen zu bestimmten Themen zu sammeln. Dabei umfasst die Studie auch die Themen Smartphone und Social Media. Die Girls'Attitudes Survey aus dem Jahr 2019 hat Mädchen und Frauen im Alter zwischen 11 und 21 Jahren befragt welchen Druck sie im Internet und auf sozialen Medien ausgesetzt sind (siehe Abbildung 1) (Girlguiding advocate, 2019).

Anmerkung der Redaktion: Diese Abbildung wurde aus urheberrechtlichen Gründen entfernt.

Abbildung 1: Druck, dem Mädchen und Frauen im Internet und in sozialen Medien ausgesetzt sind (Girlguiding advocate, 2019, S. 17)

Dabei nannten die 11- bis 16-Jährigen den Druck ständig hübsch auszusehen, so viele Likes wie möglich zu erhalten, ein perfektes Leben zu führen und stets erreichbar zu sein und schnellst möglich auf Nachrichten zu reagieren. Die 17 bis 21 jährigen Mädchen und Frauen nannten in diesem Zusammenhang, dass sie das Gefühl haben immer gute Laune zu haben, auf eine bestimmte Art und Weise auszusehen, viele Follower auf den sozialen Medien zu haben und viele interessante Dinge zu erleben. 46 Prozent der befragten Mädchen und Frauen gaben an, dass sie sich regelmäßig daran erinnern, dass die Idealwelt auf sozialen Medien, insbesondere auf Instagram, nicht der realen Welt entspricht (Girlguiding advocate, 2019).

Eine andere Forschung der University of California fand heraus, „dass ein Like in den sozialen Medien denselben Bereich im Gehirn aktiviert, der auch durch das Empfinden von Freude und Gedanken an Sex, Geld oder Eis angetrieben wird" (Kienzl, 2016, o.S.). Dieses Forschungsergebnis zeigt, dass Gefällt-Mir-Angaben auf gepostete Inhalte in Social Media süchtig machen können.

Aus den eben vorgestellten Forschungsthematiken und zusätzlich den persönlichen Beobachtungen der Autorin in ihrem persönlichen Umfeld, wurden von ihr folgende Hypothesen abgeleitet und aufgestellt:

Hypothese 1:

„Durch Instagram empfinden Frauen der Generation Y, die regelmäßig die Plattform Instagram nutzen, Ihr Leben uninteressanter/weniger spannend als das anderer.“

Hypothese 2:

„Frauen der Generation Y fühlen sich unwohl, wenn sie auf ein Foto nicht „genügend“ Likes erhalten.“

Hypothese 3:

„Frauen der Generation Y lassen sich grundsätzlich durch das Schönheitsideal auf Instagram beeinflussen.“

In der Forschung wurden bereits verschiedene Studien zu Instagram in Verbindung mit der menschlichen Psyche und dem menschlichen Selbstwertgefühl durchgeführt. Jedoch konnte von der Autorin dieser Arbeit noch keine Studie gefunden werden, die sich speziell auf Frauen der Generation Y und deren Selbstwertgefühl in Zusammenhang mit der Social Media Plattform Instagram fokussiert. Aus diesem Grund ist das gewählte Forschungsthema besonders relevant.

4 Methoden

Um die in Kapitel 3 aufgestellten Hypothesen zu überprüfen, werden vier leitfadengestützte Experteninterviews durchgeführt und anschließend ausgewertet. Die folgende Forschungsfrage gilt, neben den aufgestellten Hypothesen im Kapitel 3, als Grundlage für die nachfolgende Forschungsuntersuchung:

„Inwiefern wirkt sich die Plattform Instagram und das dort verbreitete Schönheitsideal auf das Selbstwertgefühl von Frauen der Generation Y aus?“

Im Folgenden wird sich vor erst die ausgewählte Untersuchungsform vorgestellt und definiert, warum genau diese Form der Untersuchung für die Forschungsfrage relevant ist. Danach wird genauer auf die Auswahl der Interviewpartnerinnen eingegangen. Auch die Datenerhebung und -aufbereitung ist Teil dieses Kapitels. Bevor es schließlich die Ergebnisse ausgewertet werden, wird die Einhaltung der entsprechenden Gütekriterien analysiert.

4.1 Untersuchungsform

Als Untersuchungsform für die vorliegende empirische Studie wird ein leitfadengestütztes Experteninterview gewählt. Das Experteninterview zählt zu den beliebtesten qualitativen Forschungsmethoden, wobei ein Experte auf einem bestimmten, relevanten Gebiet gezielt befragt wird. Als Expertenwissen gelten „Kenntnisse und intellektuelle Fähigkeiten einzelner Personen, deren Leistung auf einem bestimmten Fachgebiet weit über dem Durchschnitt liegen" (Lackes, & Siepermann, 2018, o.S.). Experten sind dabei nicht nur Personen in hohen Positionen, sondern allgemein Personen, die bereits relevante Erfahrungen zu dem erforschten Thema mitbringen und durch ihre Kenntnisse und Fähigkeiten auf diesem Gebiet relevante Informationen für die Forschung liefern können.

Das Experteninterview ist von einer asymmetrischen Kommunikation geprägt, das bedeutet, dass der Interviewer gezielte Fragen an den Experten stellt, sich aber nicht weiter in das Gespräch einbringt. Die Antworten des Befragten erfüllen einen Großteil des Interviews und dienen dazu einen möglichst hohen Informationsgehalt ausfindig zu machen. Speziell bei einem leitfadengestützten Interview werden vor der eigentlichen Interviewsituation für die Forschung relevante Aspekte ausfindig gemacht und in einem Interviewleitfaden in Form von vorläufigen Fragen zusammengefasst. Das Interview kann mittels diesen Interviewleitfadens strukturiert werden, wodurch das Erhalten von relevanten Informationen gewährleistet werden soll und trotzdem die nötige Flexibilität gegeben ist, denn der Interviewleitfaden gibt keine genaue Formulierung und Reihenfolge der Fragen vor. Dadurch kann der Befragte frei antworten und der Interviewer kann individuell und interaktiv auf den Gesprächsverlauf eingehen. Für das Experteninterview ist dieses Verwenden von offenen Verfahren charakteristisch, denn der Befragte antwortet in seinen Worten und kann je nach Blieben Gefühle, Informationen und Geschehnisse, die für ihn als relevant erscheinen, in die Interviewsituation einbringen. Trotzdem werden allen Befragten inhaltlich die gleichen Fragen gestellt. Das trägt auch dazu bei, dass die Ergebnisse im Nachgang einfacher miteinander verglichen werden können (Hussy, Schreier, & Echterhoff, 2010; Kaiser, 2014)

Während eine quantitative Forschungsmethode als überprüfend gilt und die Auswertung statistisch erfolgt, steht bei einer qualitativen Forschungsmethode der entdeckende Aspekt im Mittelpunkt und die Datenauswertung geschieht interpretativ (Brüsemeister, 2008). „Quantitative Methoden sind nicht angemessen, wenn das Erleben des Menschen im Mittelpunkt der Untersuchung steht" (Hussy et al. 2010, S. 179). Aus diesem Grund wurde sich bei der vorliegenden Arbeit für ein Experteninterview, bei dem das Empfinden des Befragten im Fokus stehen soll, entschieden.

4.2 Auswahl der Experten

Wie bereits in 4.1 beschrieben wird für ein Experteninterview ein Experte auf dem relevanten Forschungsgebiet benötigt. Für die vorliegende empirische Forschung müssen die auserwählten Personen folgende Kriterien erfüllen, um als relevante Experten für die Forschungsfrage zu gelten:

- Weibliches Geschlecht
- Angehöriger der Generation Y (geboren zwischen 1980 und 2000)
- Regelmäßige, aktive Nutzung der Social Media Plattform Instagram

Insgesamt wurden vier Experten im Alter zwischen 21 und 27 Jahren rekrutiert, wobei darauf geachtet wurde, dass der Interviewer nicht jeden Experten bereits im Voraus persönlich kennt. Die Autorin hat die Experten selbst ausgewählt, persönlich kontaktiert und um ein circa 30 minütiges Interview zu dem Thema Instagram und das Selbstwertgefühl von Frauen gebeten. Darauf erfolgte eine gemeinsame Orts- und

Terminabsprache. Die vier Experten (im Folgenden Befragter 1, Befragter 2, Befragter 3 und Befragter 4) werden nun kurz beschrieben:

Tabelle 1: Charakteristika der vier Befragten (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Alle vier vorgestellten Experten können die weiter oben aufgestellten Kriterien für die Stichprobe erfüllen.

4.3 Datenerhebung

Die zu der Datenerhebung herangezogenen Experteninterviews wurden mittels einen Interviewleitfaden durchgeführt. Dieser Leitfaden bietet, wie in 4.1 beschrieben, zum einen Struktur für den interviewverlauf und gewährleistet dem Interviewer trotzdem eine gewisse Flexibilität und Freiheiten sich an den Gesprächsverlauf anzupassen. Bevor die eigentlichen Experten befragt wurden, wurde im Vornherein ein sogenannter Pretest mit einer neutralen Person, die aber ebenso die Kriterien eines Experten für das Forschungsthema erfüllen würde, durchgeführt. Der Pretest überprüft die Verständlichkeit der Fragen, die Übersichtlichkeit und Klarheit des Interviewleitfadens und deckt eventuelle andere Schwierigkeiten auf, die die Befragten bei der Beantwortung der Interviewfragen behindern (Häder, 2010). Nachdem der Pretest durchgeführt wurde, wurden kleinere Verbesserungen an dem Interviewleitfaden vorgenommen.

In der eigentlichen Experteninterviewsituation hatten die Befragten unmittelbar vor dem Interview die Möglichkeit den Interviewleitfaden kurz einzusehen und sich erste Gedanken zu den bevorstehenden Fragen machen zu können. Der verwendete Leitfaden besteht aus folgenden Bestandteilen, nach denen die jeweiligen Interviews aufgebaut werden sollten:

- Vorstellung
- Generelle Fragen zu Instagram
- Vertiefende Fragen zu der Instagram-Nutzung
- Fragen zum Thema Instagram und mögliche Selbstzweifel
- Fragen zu einem Ausblick in die Zukunft
- Verabschiedung

Insgesamt besteht der Interviewleitfaden, welcher dem Anhang dieser Studienarbeit beigefügt ist, aus 25 Fragen, exklusive der Begrüßung und der Verabschiedung.

Die vier Experteninterviews wurden jeweils am gleichen Ort, nämlich in der Wohnung der Autorin durchgeführt. Dabei wurde darauf geachtet, dass eine angenehme Atmosphäre herrscht und sich die beiden Interviewpartner mit der nötigen Distanz gegenüber sitzen. Die Interviews wurden im Zeitraum zwischen dem 27. Dezember 2019 und dem 15. Februar 2020 jeweils zur gleichen Uhrzeit, aber an unterschiedlichen Tagen durchgeführt. Die einzelnen Interviews weisen eine unterschiedliche Dauer zwischen 17 und 32 Minuten auf.

Vor den Interviews wurde mit den Experten das Einhalten der Datenschutzbedingungen und die Einverständnis einer Audioaufnahme des Interviews abgeklärt. Zur Aufnahme wurde das Smartphone der Autorin verwendet. Außerdem wurde erfragt, ob eine Anonymisierung der persönlichen Daten erwünscht ist, was jeder der Befragten verneinte. In der Ausarbeitung der vorliegenden Studienarbeit entschied sich die Autorin trotzdem für das anonymisieren der vier Befragten.

4.4 Datenaufbereitung

Um die Interviews in Form von Audiodateien dauerhaft zu dokumentieren und die spätere Auswertung zu vereinfachen, ist es nötig diese zu verschriftlichen. Dieses aufwendige Verfahren wird als Transkription bezeichnet. Neben der reinen, verbalen Sprache können auch besonders auffällige Mimik und Gestik, wie zum Beispiel längeres Überlegen, Lachen oder Räuspern, die für das inhaltliche Verstehen und die Interpretation relevant sind, mit in das Transkript aufgenommen werden (Hussy et al., 2010).

Die vier Interviews wurden von der Autorin mithilfe des Textverarbeitungsprogramms Word händisch, ohne Zuhilfenahme von Programmen, transkribiert. Dabei wurden nach jedem Redeabschnitt einer Partei (Befragter oder Interviewer) eine Textmarke gesetzt. Außerdem wurden die Transkriptionsregeln nach Kuckartz (2016) eingehalten. Die Transkriptionsregeln können aus der folgenden Abbildung entnommen werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Transkriptionsregeln nach Kuckartz (Kuckartz, 2016, S. 166 - 169)

Die erstellen Transkripte zu den vier Experteninterviews sind im Anhang dieser Studienarbeit zu finden.

Bei leitfadengestützten Experteninterviews eignet sich vor allem die Auswertungsmethode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring, welche auch in der vorliegenden Studienarbeit Anwendung gefunden hat. Die Inhaltsanalyse nach Mayring „will Texte systematisch analysieren, indem sie das Material schrittweise mit theoriegeleitet am Material entwickelten Kategoriesystemen bearbeitet“ (Mayring, 2002, S. 114). Mayring unterscheidet dabei zwischen vier Vorgehensweisen (Mayring, 2002):

- Zusammenfassende Inhaltsanalyse
- Induktive Inhaltsanalyse

Explizierende Inhaltsanalyse Strukturierende Inhaltsanalyse

Die Autorin dieser Studienarbeit hat sich in diesem Fall für eine Auswertung per zusammenfassender Inhaltsanalyse entschieden, wobei sich lediglich auf die für die Hypothesen und die Forschungsfrage relevanten Inhalte konzentriert wird.

4.5 Gütekriterien

In der quantitativen Forschung gelten Objektivität, Reliabilität und Validität als die zentralen Gütekriterien. Diese finden auch in der qualitativen Forschung Anwendung, müssen jedoch etwas abgewandelt werden. Mayring (2002) beschreibt folgende sechs Gütekriterien für qualitative Forschung:

- Verfahrensdokumentation
- Argumentative Interpretationsabsicherung
- Regelgeleitheit
- Nähe zum Gegenstand
- Kommunikative Validierung
- Triangulation

Die Verfahrensdokumentation beschreibt die Notwendigkeit, dass jeder Schritt in der qualitativen Forschung dokumentiert werden muss. Das ist vor allem für die Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse erforderlich. Die Datenauswertung einer qualitativen Forschung erfolgt zu einem großen Teil per Interpretation. Da diese Art der Auswertung nicht beweisbar ist, ist es auch hier notwendig die Interpretationen so zu dokumentieren, dass sie intersubjektiv nachvollziehbar sind. Dieses Gütekriterium wird als argumentative Interpretationsabsicherung bezeichnet. Trotz der hohen Flexibilität und Offenheit bei einem qualitativen Interview ist es bedeutsam, dass eine gewisse Regelgeleitheit gegeben ist. Das bedeutet, dass ein bestimmtes systematisches Vorgehen stattfindet und sich an Verfahrensregeln gehalten wird. Auch die Nähe zum Gegenstand ist ein wichtiges Gütekriterium, welches sich an der natürliche Lebenswelt der Befragten orientieren soll. Des Weiteren ist ein gleichberechtigtes Verhältnis zwischen dem Interviewer und dem Befragten essenziell. Die gewonnenen Ergebnisse und Interpretationen können mit dem Beforschten in einem Dialog überprüft werden. Dadurch werden die Ansichten und das Gemeinte des Befragten für den Interviewer deutlicher, was als kommunikative Validierung bekannt ist. Das letzte Gütekriterium ist die Triangulation. Bei einer Triangulation werden mehrere Analysegänge, wie zum Beispiel unterschiedliche Datenquellen und Interpreten, miteinander verbunden. Dadurch wird die Qualität der Forschung verstärkt (Mayring, 2002).

Während der Vorbereitung, der Durchführung und der Auswertung der Experteninterviews wurde darauf geachtet, dass die eben genannten Gütekrieterien nach Mayring bestmöglich eingehalten werden. Im Folgenden wird beschrieben, inwiefern diese Kriterien eingehalten bzw. nicht eingehalten werden konnten.

Da die einzelnen Interviews als Audiodatei aufgenommen und anschließend transkribiert wurden, konnte das Gütekriterium der Verfahrensdokumentation eingehalten werden. Die Einhaltung der argumentativen Interpretationsabsicherung stellte sich als kompliziert heraus, jedoch achtete die Autorin der vorliegenden Studienarbeit darauf in der Ergebnisauswertung ausschließlich, für die Allgemeinheit, logische Schlussfolgerungen zu treffen. Auch die Regelgeleitheit ist aufgrund des Interviewleitfaden, an dem sich während aller Experteninterviews orientiert wurde, und der eingehaltenen Transkriptionsregeln gegeben.

Um die Nähe zu dem Gegenstand für den Befragten zu gewährleisten hat der Interviewer darauf geachtet eine angenehme Atmosphäre während des Interviews zu schaffen. Außerdem wurden die Fragen stets an der Sprache der befragten Experten orientiert. Auch eine Gleichberechtigung zwischen dem Interviewer und dem Befragten war unter anderem durch die angenehme Atmosphäre geschaffen. Dadurch ist auch das Gütekriterium der kommunikativen Validierung eingehalten worden.

Lediglich das Gütekriterium der Triangulation konnte nicht vollkommen gewährleistet werden. Denn der Interviewer hätte an manchen Stellen genauer hinterfragen müssen, um das Gesagte der Befragten richtig einordnen zu können. Dies wurde jedoch erst bei der Auswertung der Ergebnisse bemerkt.

5 Auswertung der Inhaltsanalyse

In dem nachfolgenden Kapitel werden die vier Experteninterviews ausgewertet und die aufgestellten Hypothesen überprüft.

„Durch Instagram empfinden Frauen der Generation Y, die regelmäßig die Plattform Instagram nutzen, Ihr Leben uninteressanter/weniger spannend als das anderer.“

In den einzelnen Interviews wurden die Experten befragt, ob sie durch Instagram manchmal das Gefühl haben, dass ihr eigenes Leben uninteressanter bzw. weniger spannend als das anderer ist. Dabei haben alle vier Befragten die Frage mit ja beantwortet, wobei vor allem gepostete Urlaubsinhalte und spannende Freizeitaktivitäten als Auslöser für dieses Gefühl genannt wurden.

Der Befragte 1 empfindet dieses Gefühl vor allem in stressigen Zeiten und an Abenden zuhause. In solchen Momenten kommen Gedanken, wie zum Beispiel „Mein Leben ist im Vergleich zu den anderen total langweilig und monoton" und „Was mache ich falsch?" (Befragter 1, S. 7), auf. Auch der Befragte 2 nennt die Momente, in denen in seinem eigenen Leben gerade nichts spannendes passiert, als die Zeiten, in denen er das Leben anderer interessanter und spannender empfindet. Die Befragten 3 und 4 denken, vor allem wenn sie selbst gerade zuhause sind, bei Inhalten aus Urlauben anderer auf Instagram, dass ihr eigenes Leben langweilig ist. Der Befragte 3 äußert sich dazu folgenermaßen: „Also, wenn ich sehe, wie alle im Urlaub sind und man hockt dann zuhause...denke [ich] manchmal schon „Wow, die haben alle ein spannenderes Leben."" (Befragter 3, S. 6). Nach Angaben des Experten 1 scheint es auf Instagram so, dass die Influencer „ständig auf Reisen sind...und keinen einzigen langweiligen Tag in ihrem Leben haben" (Befragter 1, S. 8).

Trotzdem nannten alle vier Befragten, dass Ihnen bewusst ist, dass auch andere Instagramnutzer nur interessante Inhalte posten und „deren Leben auch nicht viel besser" (Befragter 4, S. 7) ist als das eigene, denn „die anderen Leute sind ja auch nicht nur ständig unterwegs" (Befragter 2, S. 6). Der Befragte 3 fügte hinzu: „Wenn das Leben von denen so spannend wäre, warum sind sie dann die ganze Zeit am Handy und posten?" (Befragter 3, S. 6).

Zusammenfassend ist zu sagen, dass alle vier Frauen aus der Generation Y bestätigt haben, dass sie ihr eigenes Leben oft als langweilig empfinden, wenn sie Inhalte von anderen Nutzern auf Instagram sehen. Jedoch ist den Experten bewusst, dass dies nicht hundertprozentig der Realität entspricht, denn auch die anderen Instagramnutzer posten nur die für sie als interessant empfundenen Inhalte und erlben selbst auch langweilige, weniger spannende Tage.

„Frauen der Generation Y fühlen sich unwohl, wenn sie auf ein Foto ihrer Meinung nach nicht „genügend“ Likes erhalten“

Zur Überprüfung der zweiten Hypothesen wurde die Experten zu ihrer persönlichen Relevanz von Likes auf Instagram befragt. Dabei wurde auch darauf eingegangen, ob bei ihnen Selbstzweifel bei zu wenig Likes aufkommen und ob sie schon einmal ein Foto gelöscht haben, weil es ihrer Meinung nach zu wenig Likes erhalten hat.

Der Befragte 1 legt nach eigenen Aussagen nicht besonders viel Wert auf die Anzahl der Likes auf Instagram. „Weil wenn das Bild mir selber gut gefällt und ich mir auf dem Bild irgendwie gefalle, dann ist mir die Anzahl der Likes egal" (Befragter 1, S. 4). Bei besonders wenig Likes, nach eigener Angabe bei circa zwanzig Stück, macht sich der Befragte 1 jedoch schon Gedanken, ob er auf dem geposteten Bild nicht gut aussieht und bezieht die geringe Anzahl an Gefällt-Mir-Angaben auf sein Äußeres. „Und man hinterfragt sich ja dann auch, aber Selbstzweifel würde das jetzt bei mir nicht auslösen" (Befragter 1, S. 4). Dabei betont der Experte auch, dass er Wert darauf legt von wem ein Bild geliked wird.

Auf die Frage, ob der Befragte schon einmal ein Bild gelöscht hat, weil es nach seinem Empfinden zu wenig Likes erhalten hat, antwortete er folgendermaßen: „Habe ich auf jeden Fall schon einmal gelöscht. Das ist aber schon einige Zeit her und ich glaube nicht, dass ich das heutzutage noch einmal so machen würde" (Befragter 1, S. 4). Diese Frage war dem Befragten sichtlich peinlich.

Der Befragte 2 gibt an, dass es ihm wichtig ist Likes zu bekommen: „Also ich würde schon sagen, dass es durchaus eine Bedeutung für mich hat, wie viele Likes das Bild hat" (Befragter 2, S. 3). Der Befragte gibt an, dass er bei keinen bzw. wenigen Likes auf ein Foto die Schönheit des Bildes und seines Selbst zu hinterfragen beginnt. Der Befragte 2 bezeichnet diesen Prozess nicht direkt als Selbstzweifel, fügt jedoch hinzu, dass er sich bei wenigen Likes durchaus Gedanken macht. Außerdem gibt der befragte Experte an, dass er bereits Bilder gelöscht habe, weil sie in seinen Augen zu wenig Likes erhalten haben: „Wenn dann nach so ein paar Stunden oder vielleicht am nächsten Tag das Bild nicht...ausreichend Likes hat in meinen Augen, dann überlegt man schon, ob man das wieder löscht und ich habe es auch schon mal gelöscht" (Befragter 2, S. 4). Der Befragte fügt außerdem hinzu, dass es ihm durchaus als unangenehm erscheint, wenn andere Nutzer auf Instagram merken, dass er das gepostete Bild wieder gelöscht hat.

[...]

Ende der Leseprobe aus 68 Seiten

Details

Titel
Die Auswirkungen der Social Media Plattform Instagram auf das Selbstwertgefühl von Frauen der Generation Y
Hochschule
Hochschule für angewandtes Management GmbH
Note
2,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
68
Katalognummer
V1038406
ISBN (eBook)
9783346458810
ISBN (Buch)
9783346458827
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Instagram, quantitative Forschung, Social Media, Instagram Selbstwertgefühl Frauen, Instagram Selbstwertgefühl, Instagram Filter
Arbeit zitieren
Kathrin Angermeier (Autor:in), 2020, Die Auswirkungen der Social Media Plattform Instagram auf das Selbstwertgefühl von Frauen der Generation Y, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1038406

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