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Heilpädagogische Förderkonzepte. Zusatzförderung für ein Kind im Sprachheilkindergarten

Eine Fallstudie

Title: Heilpädagogische Förderkonzepte. Zusatzförderung für ein Kind im Sprachheilkindergarten

Case Study , 2021 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sonja Jelineck (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Diese Arbeit soll zeigen, wie sich eine zehnstündige Förderreihe in einer heilpädagogischen Förderstelle synergetisch in eine bereits bestehende Förderung in einem Sprachheilkindergarten einpassen kann. Auch wenn explizit zwei Förderbereiche (vestibuläre und propriozeptive Wahrnehmung) sowie ein begleitendes Ziel (Sprachförderung) im Fokus stehen, liegt es bei einer alltagsnahen Förderumsetzung in der Natur der Sache, dass auch andere Entwicklungsbereiche gefördert werden, und Feinziele anderer Einheiten in einer neuen Einheit einen Widerklang finden. Es geht nicht darum, einzelne Defizite zu beheben, sondern alltagspraktisch, kindgerecht und fantasieanregend zu fördern, um auch neurologisch neue Verknüpfungen zu ermöglichen. Außerdem berücksichtigt die Förderplanung nicht nur Ms Defizite, sondern stellt seine Ressourcen in den Vordergrund.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Übergeordnete Förderziele für die gesamte Förderreihe

3 Die zehn Einheiten und ihre Förderziele

4 Darstellung der Ablaufpläne drei zusammenhängender Einheiten

4.1 Methodische Vorüberlegungen für alle Einheiten

4.2 Fördereinheit 4: „Ein Tag in Italien“

4.3 Fördereinheit 5: „Ein Tag im Zoo in Athen“

4.4 Fördereinheit 6: „Ein Tag auf einer exotischen Insel im arabischen Meer“

5 Andere mögliche Förderziele

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, ein heilpädagogisches Förderkonzept für M. zu entwickeln, das synergetisch zur bestehenden Sprachförderung im Kindergarten beiträgt und insbesondere die vestibuläre und propriozeptive Wahrnehmung sowie die damit verbundene Teilhabe fördert.

  • Entwicklung eines psychomotorischen Förderkonzepts für M.
  • Fokus auf vestibuläre und propriozeptive Wahrnehmungsförderung
  • Einbindung von Familienorientierung und interdisziplinärer Zusammenarbeit
  • Strukturierung von Fördereinheiten mittels eines zentralen Themas ("Segelkreuzfahrt")
  • Integration der ICF-Klassifikation in die Förderplanung

Auszug aus dem Buch

4.1 Methodische Vorüberlegungen für alle Einheiten

Ms Förderung soll ihm eine bessere Teilhabe und Selbstständigkeit innerhalb der Familie und des Kindergartens im Sinne der ICF ermöglichen. Die formulierten übergeordneten Förderziele beziehen sich auf Körperfunktionen gemäß ICF. Es besteht ein unmittelbarer Zusammenhang mit den Teilhabebereichen „Die Körperposition ändern und aufrechterhalten“ (d410-429) und „Gehen und sich fortbewegen“ (d450-469), aber durch die in Kapitel 2 dargelegten Verknüpfungen auch ein mittelbarer Zusammenhang zu den Teilhabe-Kapiteln „Lernen und Wissensanwendung“ und „Kommunikation“ (vgl. DIMDI 2021). Generell soll M. lernen, seine Schwächen zu kompensieren, seine Stärken zu entdecken und zu nutzen und ein gutes Selbstwertgefühl entwickeln (vgl. Rudolf 2017, S. 13ff.). Daher sollten die Fördereinheiten so konzipiert sein, dass er möglichst selbstständig handeln kann und die Gelegenheit bekommt, alltagsrelevante Aufgaben zu lösen und Spaß dabei zu haben.

Alltagspraktische Aufgaben haben zudem neurologisch den Vorteil, dass eine Vernetzung und Integration der angeregten Fähigkeiten erfolgen. Außerdem fördern sie stets weitere Fähigkeiten über die explizit formulierten Feinziele hinaus, so dass die formulierten Feinziele jeweils lediglich für einen Stundenschwerpunkt stehen. Für einen optimalen Lernerfolg ist es außerdem wichtig, M. in die konkrete Bewegungsplanung zu involvieren, da dies die Verarbeitung von Wahrnehmungen und die Grobmotorik fördert (vgl. Karch/Freitag 2017, S. 34f., 41; Zimmer 2019, S. 167).

Für alle Einheiten werden Rituale zum Beginn und Ende genutzt, um M. Sicherheit zu vermitteln, ihn auf die Einheit einzustimmen, Vorfreude und Phantasie zu fördern und einen klaren Abschluss zu finden (vgl. Biermann 2002, S. 12ff.; Klöck/Schorer 2020, S. 15f.). Das übergeordnete Thema über alle zehn Einheiten ist „Segelkreuzfahrt vom Mittelmeer zum indischen Ozean“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Diese Einleitung stellt die Fallstudie von M. vor, beschreibt seine gesundheitliche und familiäre Belastung sowie seinen spezifischen Förderbedarf in Sprache, Motorik und Wahrnehmung.

2 Übergeordnete Förderziele für die gesamte Förderreihe: Hier werden die Schwerpunkte auf die Verbesserung der propriozeptiven und vestibulären Wahrnehmung festgelegt, um synergetisch zur Sprachförderung im Kindergarten zu arbeiten.

3 Die zehn Einheiten und ihre Förderziele: Dieses Kapitel erläutert die methodische Herleitung der Grob- und Feinziele auf Basis von Expertenempfehlungen und deren Zuweisung zu den einzelnen Fördereinheiten.

4 Darstellung der Ablaufpläne drei zusammenhängender Einheiten: Es werden detaillierte methodische Vorgehensweisen für die Einheiten 4, 5 und 6 präsentiert, die unter dem Oberthema einer „Segelkreuzfahrt“ stehen.

5 Andere mögliche Förderziele: Diese Sektion diskutiert weitere notwendige Förderbereiche, wie den Aufbau eines positiven Selbstbildes und Resilienz, und betont die Bedeutung einer interdisziplinären Planung.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Förderreihe als alltagsnaher, kindgerechter Prozess konzipiert ist, der M. bei seiner Entwicklung unterstützt, ohne Defizite isoliert zu betrachten.

Schlüsselwörter

Heilpädagogik, Förderkonzept, Wahrnehmungsförderung, Psychomotorik, Sensorische Integration, Propriozeption, Vestibuläres System, Sprachheilkindergarten, ICF, Familienorientierung, Frühförderung, Teilhabe, Bewegungsplanung, Fallstudie, Resilienz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung eines heilpädagogischen Förderkonzepts für ein Kind namens M., um dessen Entwicklung in einem Sprachheilkindergarten ganzheitlich zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Förderung der vestibulären und propriozeptiven Wahrnehmung, die Psychomotorik sowie die enge Einbindung der Familie und der interdisziplinären Fachkräfte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Verbesserung der Körperwahrnehmung und Gefahreneinschätzung von M., um seine Selbstständigkeit und Teilhabe im Alltag zu erhöhen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine fallbasierte methodische Vorgehensweise gewählt, die auf ICF-Standards und dem Prinzip der Familienorientierung basiert, um synergetische Effekte zur bestehenden Kindergartenförderung zu erzielen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Förderzielen, die methodische Struktur der gesamten Förderreihe und die detaillierte Darstellung spezifischer Fördereinheiten, eingebettet in ein Spielthema.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern gehören Heilpädagogik, Psychomotorik, Wahrnehmungsförderung, Sensorische Integration und Familienorientierung.

Welche Rolle spielt die Mutter bei der Förderung?

Die Mutter wird als Erziehungspartnerin in die Förderplanung einbezogen, um eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu gewährleisten und den Transfer der Förderinhalte in den Familienalltag zu ermöglichen.

Wie werden die Fördereinheiten inhaltlich gestaltet?

Die Einheiten folgen einem Rahmenkonzept („Segelkreuzfahrt“), das durch feste Rituale zu Beginn und Ende sowie durch alltagsrelevante Übungen Sicherheit und Spaß für das Kind kombiniert.

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Details

Title
Heilpädagogische Förderkonzepte. Zusatzförderung für ein Kind im Sprachheilkindergarten
Subtitle
Eine Fallstudie
College
(International University of Applied Sciences)
Grade
1,0
Author
Sonja Jelineck (Author)
Publication Year
2021
Pages
22
Catalog Number
V1038614
ISBN (eBook)
9783346454560
ISBN (Book)
9783346454577
Language
German
Tags
Heilpädagogik Förderung Föderkonzept vestibuläre und propriozeptive Wahrnehmung sensorische Integration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sonja Jelineck (Author), 2021, Heilpädagogische Förderkonzepte. Zusatzförderung für ein Kind im Sprachheilkindergarten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1038614
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